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Unser „imaginärer“ & unser „neuer“ Zivildienstleistender



Nach langer vergeblicher Suche hätten wir ab dem Juli dieses Jahres in unserem Clubhaus einen neuen Zivildienstleistenden willkommen heißen dürfen. Leider zog sich dieser kurz vor Beginn des „Einsatzes“ bei einem Sturz einen schlimmen Trümmerbruch seiner rechten Hand zu. Er musste sogar operiert werden. Dadurch, dass dies eine längerwärige Geschichte ist, wurde er ausgemustert.
Lange ergebnislose Zeit suchten die Mitarbeiter nach einem neuen Zivildienstleistenden. Fast schon hatten alle die Hoffnungen aufgegeben. Jedoch gab es durch den großen Einsatz und die Hartnäckigkeit Frau Schönnagels wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Ab Oktober nun werden wir im Clubhaus einen neuen Zivi begrüßen dürfen. Wir freuen uns schon auf ihn!

Im Folgenden stellt er sich nun allen vor:
Hallo! Mein Name ist Florian Gamböck – im Internet auch als FloGa bekannt –, ich bin 21 Jahre alt, vom Sternzeichen Jungfrau und wie Ihr wisst, bin ich seit 1. Oktober der neue Zivildienstleistende der Tagesstätte und als Solcher für die Fahrdienste zuständig.

Zu meiner Person: Ich war von klein auf schon immer an Allem interessiert, was mit Technik und Computern zu tun hat. Was ich nicht weiß, eigne ich mir an. Auf diese Weise habe ich mir ein sehr umfangreiches Wissen um die elektronische Datenverarbeitung angeeignet und beherrsche auch mehrere Programmiersprachen. Da das Internet jedoch nicht nur auf Deutsch verfügbar ist, sondern sehr viele Informationen nur auf Englisch vorhanden sind, habe ich mich auch sehr früh bereits intensiv mit der Englischen Sprache befasst.
Genau diese Vorliebe hat mir während meiner Schulzeit auf dem Gymnasium die Entscheidung abgenommen, welche Leistungskurse ich belegen soll: Mathematik und Englisch. In beiden Fächern habe ich mich sehr leicht getan und auch mit wenig lernen ein akzeptables bis gutes Ergebnis erzielt. Und auch im Wahlkurs „Programmierung“ konnte mir mein Lehrer nicht mehr allzu viel beibringen.
Doch genug von der Vergangenheit, wie sieht meine Zukunft aus? Nach der Schule habe ich es mit der Bundeswehr versucht, doch schon früh erkannte ich, dass das nicht das richtige für mich ist. So habe ich mich um diese Zivildienststelle beworben und werde nächstes Jahr an der Universität Salzburg „Angewandte Informatik“ studieren. Für meine Zukunft hoffe ich, eine Stelle als Programmierer oder Systemadministrator in einer führenden Computerfirma zu bekommen.
Doch nun fühle ich mich erst einmal wohl im Clubhaus Rendezvous und hoffe, dass wir die nächsten acht Monate gut miteinander auskommen werden. Sollten Kritik oder Verbesserungsvorschläge auftauchen, dann scheuen Sie nicht davor zurück, auf mich zuzukommen und mit mir zu reden.
Viele Grüße,

FloGa

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Unser Busfahrer verabschiedet sich



Hiermit verabschiede ich mich, Matthias Hofmann, vorerst einmal vom Clubhaus Rendezvous. Während meiner zweimonatigen „Aushilfszeit“, habe ich hier wohl einiges erlebt/getan. Darunter fielen:

  • Das Lesen von 5 ½ Büchern
  • Das Lernen des Kartenspiels Rommè
  • Das Spielen einer fast perfekten Rommèrunde mit einem Endstand von 6 Punkten
  • Den Verlust von 20 Euro durch übermäßigen Eisgenuss
  • 15 Euro Strafgebühr wegen zu schnellen Fahrens
  • Ein bis zwei Kilo Körpergewicht durch die tollen Kochkünste des Herrn Reichow zugenommen
  • Ein paar nette Schachpartien
  • Sowie eine gewisse Abneigung gegen „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ aufzubauen, da ich zu oft mit der letzten Figur nie ins Häuschen gekommen bin!

In diesem Sinne …
Man sieht sich
Matthias Hofmann

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Verabschiedung der Praktikantin



In der Zeit vom 02. März bis 14. August durfte ich mein Praktikum in der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous absolvieren. Mir gefiel es hier sehr, sehr gut. Ich wurde von allen herzlichst aufgenommen. Es fanden tolle Ausflüge statt, es wurde viel gelacht und geredet und natürlich viel miteinander gespielt. Während des Praktikums konnte ich allerlei an Erfahrungen mitnehmen und lernte viele nette Personen kennen. Beeindruckt haben mich vor allem die hohe Selbstständigkeit und die Potentiale der Mitglieder.
Für diese tolle Zeit und die vielen Erlebnisse möchte ich mich bei allen herzlichst bedanken und wünsche allen alles Gute für die Zukunft!
Folglich kann ich sagen, dass ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge meine Praktikumszeit beendet habe. Das weinende Auge, weil meine Zeit als Praktikantin beenden muss und nicht mehr jeden Tag im Clubhaus sein kann. Das lachende Auge, weil ich direkt am Anschluss an mein Praktikum als Mitarbeiterin im Clubhaus weiter tätig sein darf
Andrea R.

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Langjährige Mitarbeiterin des CH verabschiedet sich




Mein Name ist Judith Schubert und in der Zeit von März 2007 – Juni 2009 war ich Mitarbeiterin im Clubhaus Rendezvous.
Bereits etwa 2 Jahre vorher war ich als Praktikantin im CH tätig und so war mir vieles vertraut, und doch staunte ich auch, wie viel sich in der Zwischenzeit getan hatte. Im CH gab es inzwischen verbindliche Arbeitsgruppen, die kreativ, motiviert und mit hoher Selbständigkeit arbeiteten. Ich übernahm die Zeitungsgruppe und wurde auch in diesem Arbeitsbereich überrascht, wie viel Potential dabei zum Vorschein kam. So machte das Arbeiten natürlich sehr viel Spaß!
Ein Höhepunkt meiner Tätigkeit im CH war natürlich das 10jährige Bestehen der Tagesstätte, das mit einem großen Fest gefeiert wurde. Es musste viel vorbereitet werden und es war eine sehr arbeitsintensive Zeit. Aber es lohnte sich!
Alles in allem kann ich nur sagen, dass ich sehr gerne im CH mitgearbeitet habe, es war für mich eine überwiegend sehr schöne Zeit. Ich wünsche allen, Mitarbeitern und Mitgliedern, weiterhin gutes Gelingen und ein stetiges Wachstum ihrer Arbeit. Ab und zu werde ich mich sicher davon überzeugen, ob das alles weiterhin so ist!

Judith S.

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Der „alte“ Zivi verabschiedet sich


In der Zeit von August 2008 bis April 2009 durfte ich meinen Zivildienst im Clubhaus verrichten.
Es wurde viel gelacht, diskutiert,  gespielt (immer ohne schummeln :-D) und viel geboten. Durch die herzliche Atmosphäre im Team und dass ich durch die Mitglieder sooo nett aufgenommen wurde, viel mir der Abschied von euch echt schwer. Die tollen Ausflüge, Festlichkeiten zu jedem Anlass waren für mich unvergessliche Momente und machten jeden Tag zu einer Bereicherung.
Für die wunderschöne Zeit, die ich bei euch erleben durfte möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken und verabschiede mich mit den Worten von Friedrich von Schiller: „Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.“

Liebe Grüße an alle Mitglieder und Mitarbeiter
Andreas Zeitler

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Nachruf:



Zwei Menschen verloren wir aus unserer Gemeinschaft:

Gerd Zschale:

Wir, die Besucher und Mitarbeiter der „Oase“ denken an Gerd als einen Menschen, der kein leichtes Leben hatte, dessen Herausforderungen er sich mit Mut, Ausdauer, und all seiner Kraft stellte, der Geschichten erzählen konnte und ein großes Wissen hatte, der geselliges Zusammensein und Unterwegssein genoss, der Musik und Gesang liebte und der trotz aller Alltagsbeschwernisse immer auch die schönen Seiten des Hierseins sah und sich daran freute.

So behalten wir ihn in Erinnerung.


Und Karl S.:

Karl kam gelegentlich auf einen Kaffee im Clubhaus vorbei; wenn er konnte, kam er zu unserem monatlichen Kegeltraining und unterstützte uns auch bei den Kegelturnieren. Die Ölmalerei war sein langjähriges Hobby. Insbesondere Natur, Tiere und Stillleben waren seine Motive. Im Rahmen der Kulturtage in Herzogsägmühle stellte er einige seiner Werke aus. Trotz seiner schweren Erkrankung behalten wir Karl als einen Ruhe ausstrahlenden, freundlichen und zufriedenen Mitmenschen in Erinnerung.
Edith

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Nachruf



Am 25.10.2009 ist unsere Angelika leider verstorben.
Viele von Euch kannten sie. Sie war von Beginn der Oase an immer aktiv und interessiert dabei. Sie hat sehr dazu mit beigetragen, dass sich das Clubhauskonzept hier in der Oase entfalten konnte. Sie war neuen Mitgliedern ein tolles Vorbild, hat das CH-Konzept gelebt und war bei den Treffen mit den Münchner Clubhäusern gern dabei.
Angelika hatte in den ersten Jahren fast täglich die Cafeteria in der Oase gemacht und hatte dabei für alle ein offenes Ohr und war  für sehr viel zu begeistern –unser guter Geist.
Ihr Leben war nicht immer leicht, aber die 4 Jahre die sie in Australien gelebt hat, waren für sie die Schönsten. Sie hat uns oft davon erzählt.
So nach und nach schlich sich eine Krankheit bei Ihr ein. Sie konnte nur unter Schmerzen laufen, brauchte dann zu Hause eine Rollator und zum Schluss war sie an den Rollstuhl gefesselt. Seit Oktober 2008 war sie im Bürgerheim untergebracht. Wir Mitglieder und Mitarbeiter haben den Kontakt zu Angelika aufrechterhalten können und hatten sie oft bei uns im Clubhaus.
Ich  hatte das Glück, dass ich in Ihr eine beste Freundin gefunden habe.
Sie hat mir sehr oft geholfen und es war mir ein Bedürfnis  auch immer für sie da zu sein.
Die Zeit mit ihr habe ich sehr genossen und ich werde diese nie vergessen.
Als sie auf der Intensivstation lag, durfte ich bei ihr sein und sie auf dem letzten Weg begleiten. Es war für mich ein wunderbares Erlebnis, da wir uns das versprochen hatten. Sie ist ohne Schmerzen und mit einem Lächeln auf den sonst so traurigen Lippen eingeschlafen.
Angelika wir vermissen Dich und Du wirst stets einen Platz in unseren Herzen behalten.
Du bist erlöst von Deinen Schmerzen – Du fehlst mir.

                               Wir weinen weil wir Dich verloren haben –
                               aber wir sind froh, dass wir Dich kennen lernen durften.


Deine OASler – Familie
Uta

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Kleine Schritte aus der Isolation



Ausgabe No. 2006/2007
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Besuch von Herr Knorr und Dr. Flatz


Am Dienstag, den 1. März 05 war es nun endlich soweit, unser Chef, der Direktor von Herzogsägmühle, stattete uns einen Besuch ab, aber nicht ohne seinen Chauffeur, Dr. Flatz. Nachdem der erste geplante Besuch kurzfristig abgesagt wurde und die Enttäuschung darüber groß war, da sich alle „rausgeputzt" hatten und ein gutes Essen gezaubert wurde, wartete man um so gespannter auf sie. Es galt, uns gut darzustellen ohne uns zu verstellen, aber trotzdem einen guten Eindruck zu wecken. Uns blieb leider nicht viel Zeit, uns zu profilieren. 30 Minuten standen uns zur Verfügung, eine Zeit, in der es galt, uns von der besten Seite zu zeigen, was uns natürlich nicht schwer fiel, da es unserem Wesen entspricht. In Anbetracht der Kürze der Zeit bereiteten wir Butterbrezen vor, im Anschluß stand eine Hausführung an, die von Leni durchgeführt wurde, begleitet von einer kleinen Schar von interessierten Anhängern. Aber alles der Reihe nach:

Gut organisiert alles vorbereitet, Tisch gedeckt, alle voller Neugierde, Gespanntheit und Aufregung - es fehlte allein der rote Teppich - warteten wir auf unsere Vorgesetzten, die mit einer 20-minütigen Verspätung, wie es sich auch für hohe Tiere gehört, in unserer Oase eintrafen. Nach Begrüßungsworten und kurzer Vorstellung des Clubhauses von Anne und nettem Plaudern mit Kaffee und Tee präsentierten nicht nur wir uns, sondern auch sie sich von ihrer Schokoladenseite. Folgendes Beispiel verdeutlicht dies. Anna Reimchen, die eigentlich für das Ausschenken und Nachschenken von Kaffee und Tee zuständig war, wurde von ihrer Aufgabe abgelöst, indem Dr. Flatz dies selbst in die Hand nahm, den Spieß umdrehte und uns bediente, wie ein Gentleman eben. Aber er versicherte uns auch, dass er das zuhause nicht mache, alles andere hätte uns auch verwundert. Das zeigt, wie locker, kameradschaftlich, umgänglich und legère sie sich präsentierten. Sie konnten sich von der räumlichen Enge selbst überzeugen. Sogar Herr Knorr machte die Äußerung, dass er’s nicht so eng mag. Wir bestätigten ihnen, dass die räumliche Situation Alltag ist, weil die Oase gut besucht wird. Sie zeigten sich durchaus interessiert und offen für unsere Ideen. Sie hatten ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Wir nahmen positiv wahr, dass Hr. Knorr ein nahbarer Direktor ist, der sich unserer Probleme annimmt. Dass ihr Besuch auch für sie eine Bereicherung war, zeigt, dass sie von uns erstmals über das „SägeWeb" und dessen Existenz informiert wurden, von dem sie vorher noch nichts gehört hatten. Also auch sie lernten etwas von uns. Ehe man sich umschaute, waren sie aber auch schon weg.

Abschließend kann man sagen, dass ihr Auftritt kurz war, aber durchaus gelungen. Wir hoffen auf ein weiteres Kommen, um unserem Direktor Herrn Knorr auch das Clubhaus-Konzept näher zu bringen und ihn dafür zu begeistern und zu gewinnen.

 

Elisabeth, Clubhauszeitung Oase WM

Ausgabe 17/2005
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Danke Herr Dürr


Hier im Clubhaus Oase in Weilheim, konnte ich an einem Computerkurs teilnehmen. Seit einigen Jahren wende ich meine erlernten Kenntnisse am PC zu Hause für mich privat an. Da vergeht die Freizeit wie im Flug und es macht mir viel Spass zu schreiben und Geburtstagskarten zu gestalten.
Auch aus dem Internet hole ich mir viele interessante Webseiten heraus.
Im Jahr 2000 hatten wir die Gelegenheit, im Oberammergauer Passionsspiel-Theater die öffentliche Probe des Passionsspieles anzuschauen. Die Spieler haben das Leiden und Sterben Jesu sehr gut herübergebracht. Ich hatte das Gefühl, als wenn die Passion Jesu an diesem Tag echt geschehen wäre und freute mich, dass das Spiel mit der Auferstehung geendet hat.
Gemeinsam die Feste des Jahres hier in der Oase zu feiern und manchmal miteinander einen Ausflug zu unternehmen, bereichern unsere Gemeinschaft.
Vielen Dank dafür, dass Sie die Clubhaus-Idee in der Herzogsägmühle ins Leben gerufen haben und dass wir dort zusammenkommen können. Für ihren Ruhestand wünsche ich Ihnen alles Gute und Gesundheit.

Hans Jürgen

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Denken wir Mitglieder an Herr Dürr, so fällt uns sein unermüdlicher Einsatz für die Oase ein. Er hat immer einen Weg gefunden, finanzielle Mittel aufzubringen um die Clubhaus-Idee zu fördern und das Haus unseren Bedürfnissen nach anzupassen.
Ferner wurde das Gartenhaus ausgebaut, das Haus selber renoviert, und letztes Jahr haben wir auch eine neue Küche bekommen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Obwohl die Oase ausserhalb der Herzogsägmühle beheimatet ist, hat Herr Dürr immer einen Weg zu uns gefunden. Dabei zeigte er großes Interesse nicht nur an unserem Clubhaus, sondern auch an unseren persönlichen Anliegen.

Lieber Herr Dürr,wir Mitglieder der Oase möchten uns für ihren Einsatz herzlich bedanken, wir hoffen, dass wir weiterhin mit ihnen in Kontakt bleiben.

Ihre Mitglieder der Oase

Clubhauszeitung Oase WM

Ausgabe 16/2004
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Abschied von Herrn Dürr


Am 4. Juli 2004 verabschiedet sich Herr Dürr auf dem Herzogsägmühler Dorffest. Zwanzig Jahre lang war er Direktor der Herzogsägmühle. In dieser Zeit hat er vieles für Hilfesuchende mit unterschiedlichen Problemen geschaffen.
Wenn wir den Augenmerk allein auf die psychiatrische Versorgung richten, haben wir Herrn Dürr viel zu verdanken. Durch seinen Einsatz haben wir im Landkreis Weilheim Schongau eine dichte und vielfältige ambulante psychiatrische Versorgung. Allein in Weilheim findet ein Mitbürger mit seelischer Erkrankung den Sozialpsychiatrischen Dienst, eine Beratungsstelle für psychisch Kranke, Wohnmöglichkeiten mit unterschiedlichen Betreuungsformen, 24 Arbeitsplätze bei i & s Pfaffenwinkel, einer Integrationsfirma für Benachteiligte und nicht zuletzt das Clubhaus Oase, eine Tagesstätte für Menschen mit seelischer Erkrankung.
Als das Clubhaus Oase im August 1996 öffnete, war es aufgrund von Herrn Dürrs Bemühungen eine der ersten Tagesstätten für psychisch Kranke auf dem Lande. Inzwischen gibt es in jedem oberbayerischen Landkreis eine Tagesstätte, doch in unserm Landkreis gibt es drei, so kann jeder eine Tagesstätte erreichen, auch wenn er am äußersten Ende des lang gezogenen Landkreises wohnt.
Herr Dürr hat sehr viel für unsere Oase getan. Es mussten immer wieder Gelder aufgetan werden, für nötige Umbau- und Renovierungsarbeiten. So wurde 1998 das Gartenhaus ausgebaut und damit ein zusätzlicher Raum plus Werkraum geschaffen. 2001 wurde das Haus komplett renoviert mit neuem Dach, Fassade und Fenster. 2003 wurde die Oase durch eine Rampe und einen gepflasterten Gartenweg teilweise rollstuhlgerecht und eine neue Küche wurde eingebaut.
Wir erfuhren von ihm auch Unterstützung in der Clubhaus-Arbeit. So gab er das o.k. für ein Mitglied und mich für einen Clubhaus-Trainingskurs im ersten Clubhaus, im Fountainhouse, in New York und ermöglicht einem Mitglied im September 2004 die Teilnahme an der europäischen Clubhaus-Konferenz in Malmö, in Schweden.
Herr Dürr favorisierte von Anfang an das Clubhaus-Konzept, und wie er selber sagte, vor allem deswegen, weil es dem psychisch kranken Menschen mit großer Würde begegnet ……und ich denke, dass ihm das immer ein besonderes Anliegen war.
Auf diesem Wege möchte ich mich bei Herrn Dürr im Namen aller Mitarbeiter und Mitglieder der Oase Weilheim und Penzberg für das unermüdliche Engagement für uns bedanken und für den Ruhestand alles Gute wünschen.

Anne Richter

Anne, Clubhauszeitung Oase WM

Ausgabe 16/2004
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Nachwort


an Thomas, der in der Oase eine große Lücke hinterlassen hat. Wir können es immer noch nicht richtig begreifen, daß unser Thomas nicht mehr unter uns weilt. Irgendwie hat man das Gefühl, er käme jeden Moment um die Ecke und bestellt sich gleich um 10.00 Uhr seinen ersten Kaffee. Trotz seiner Behinderung, Amputation der Beine, hat er nie die Freude am Leben verloren. Er hat immer den Humor bewahrt, und hat so manches Spässchen in der Oase zum Besten gegeben. Auch hat er für uns Oasenmitglieder meist ein offenes Ohr gehabt. Wenn einer von uns einmal Sorgen oder Nöte hatte, so durften wir uns getrost an ihn wenden.
Kurz, er war für viele von uns ein Ansprechpartner.
Zu seiner Arbeit in der Oase sei gesagt, daß er eine Zeit lang im Aussendienst tätig war. Er besuchte mit einigen von uns und einem Mitarbeiter andere Clubhäuser, wie München oder auch in Österreich zu Koalitionstreffen.
In unserer Oase in Weilheim machte er die Tagesabrechnungen. Jeder Bon vom Einkauf wurde akkurat in dem dazugehörigen Ordner eingeklebt. Sollte er aber einmal das Essensgeld eingesammelt haben, so rief er immer wie Hans Moser "ZAHLEN". Dieses Wort liegt vielleicht noch bei vielen im Ohr.
Schade Thomas, wir vermissen Dich doch sehr.

Klaus, Clubhauszeitung Oase WM

Ausgabe 16/2004
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Thomas Farben


Kurz nach dem Tod von Thomas brachte Franz ein Bild aus dem Besitz seines Freundes in die Oase, eine Arbeit, die von einem Patienten aus der Klinik während der Beschäftigungstherapie erstellt wurde, und die Thomas auf einer Ausstellung erworben hatte.

Nach Aussagen von Franz bedeutete Thomas das Bild sehr viel, habe er doch darin sein eigenes Lebensgefühl in Formen und Farben treffend ausgedrückt gefunden.

Seit dem 1. März 2004 hängt nun Thomas´ Bild in der Cafeteria der Oase und erinnert uns mit seiner lebendigen, ja explosiven Malweise und seiner kräftigen Farbgebung an Thomas Vitalität, an seine Energie und Freude, die er über mehrere Jahre hinweg in die Gemeinschaft des Clubhauses einbrachte.

Obwohl das Bild in abstrakten Formen gehalten ist, lösten beim ersten Betrachten einige Elemente ganz konkrete Assoziationen bei uns aus: So wurden die gelben Punkte mit den weißen Zickzack-Linien im Vordergrund zum einen als Zuschauer vor einer Bühne gedeutet, zum anderen als Figuren eines „verkehrten Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiels“. „Vielleicht soll es die Bühne des Lebens sein“, stand als Frage im Raum.

Denn neben einem „Strauch“ und „Feuer“ sticht in der oberen Hälfte des Bildes ein „schwarzer Mond“ ins Auge. „Eigenartig“ mutet diese Bildecke an, in der, vom Bildgeschehen durch einen dicken roten Balken getrennt, auf einem Feld kleiner weißer Kreuze eine schwarze Scheibe schwebt. – „Da kommt etwas Trauriges durch“, „ein Friedhof?“, überlegten wir, und wir spürten eine „gewisse Zerrissenheit“ in dem Bild, das gleichzeitig so voller Energie ist. Mitten in der Therapie entstanden, schöpft es offensichtlich „ aus dem Vollen“, ohne dabei „das Dunkle ganz draußen zu lassen“.

Mir persönlich fällt eine formale Besonderheit auf: Über das quadratische Format der Leinwand scheint mit kräftigen roten Strichen eine „große Raute“ gelegt zu sein, die in der oberen Ecke angeschnitten, links unten nicht ausgeführt ist. Da ihre Kantenlänge etwa denen des Bildes entspricht, entsteht der Eindruck, das Gemälde befinde sich in Rotation und stehe einmal auf einer Ecke, dann wieder auf einer Seite. Aber die Darstellung bleibt nicht bei sich selbst stehen, sondern weist über ihre Begrenzungen hinaus, tritt in Dialog mit dem Betrachter. Dem einen oder andren erzählt das Bild vielleicht eine Geschichte vom Thomas.

PS:Ich selbst konnte Thomas leider nur sehr kurz kennen lernen, da ich erst Mitte Januar 2004 als Praktikantin in der Oase begann.

Seitdem komme ich an zwei Tagen pro Woche in das Weilheimer Clubhaus. In den ersten Monaten half ich vor allem beim Kochen, vor kurzem haben wir dann mit dem „Projekt Treppe“ begonnen.

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Ordensfrau bei den Missionarinnen Christi im „Haus Emmaus“ in Weilheim habe ich schon mehrere Praktika in verschiedenen Bereichen absolviert. In der Oase jedoch gefällt es mir von allen Stellen am besten. Vielen Dank für eure herzliche Aufnahme – sowohl unter den Mitgliedern als auch unter den Mitarbeitern!

Meiner eigentlichen Ausbildung nach bin ich Kunsthistorikerin und Kirchenmalerin, was mich heute dazu veranlasste, über das erste Gemälde auf Leinwand an den Wänden der Oase zu schreiben.

Geschrieben Ruth Pucher MC

 

Ruth, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 16/2004

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