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Vorstellung des neuen Praktikanten



Ich möchte die Möglichkeit nutzen und mich an dieser Stelle bei Ihnen vorstellen. Ich heiße Hans Gleißner, bin 24 Jahre alt und wohne in Mittenwald. Meine Freizeit verbringe ich mit Bergwandern, Reisen oder auf dem Fußballplatz als Schiedsrichter.
Seit Ende September bin ich im Rahmen der Praxisphase der Katholischen Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern im Clubhaus tätig. Wie viele meiner Vorgänger und Vorgängerinnen studiere ich – momentan im dritten Semester – in Benediktbeuern Soziale Arbeit. Vor dem Studium absolvierte ich eine fünfjährige Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher an der Fachakademie für Sozialpädagogik. Schwerpunkte meiner Ausbildung waren die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Im Clubhaus hoffe ich nun, bei der gemeinsamen aktiven Gestaltung des Alltags, Erfahrungen mit Erwachsenen zu sammeln.

Ich freue mich auf eine spannende und ereignisreiche Zeit mit Ihnen!
Ihr Hans Gleißner

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Unsere neue Mitarbeiterin



Und noch ein Zugewinn
Ein lang gehegter Wunsch und angestrebtes Ziel wurde realisiert: seit 1. November 2009 sind wir nun zu viert: Barbara Hohlfeld ergänzt unser Team mit ihren kreativen und musischen Fähigkeiten. Und so werden wir im Jahr 2010 unseren Oase-Alltag mit einigen Neuerungen erweitern können. Darüber freuen wir uns sehr und heißen Barbara in der Oase herzlich willkommen.
Edith

Unsere neue Mitarbeiterin
Am ersten November habe ich in der Oase in Penzberg meine Tätigkeit als Sozialpädagogin aufgenommen.  
Zunächst habe ich viele neue Namen und dazugehörige Menschen kennen gelernt. Kollegen, Abläufe und Gegebenheiten in der Einrichtung sind mir vertraut geworden.
Viele Gespräche habe ich geführt, mir Rommé Cup lernen lassen, beim Gedächtnistraining mitgehalten und beim Ausflug auf den Christkindlmarkt in Herzogsägmühle das Ambiente dort kennen gelernt.
Das gemeinsame Musizieren am Mittwoch und die Weihnachtsfeier mit ihrem musikalischen und nicht-musikalischen Programm empfand ich bisher als etwas ganz Besonderes und freue mich hier mitwirken zu können.
Bereits zum zweiten Mal fand die Kreativ-Werkstatt mit mir statt. Fleißige Besucher haben dort ihr kreatives Talent zum Ausdruck gebracht. So entstand ein wunderbarer Adventskranz, Weihnachtskarten und –dekorationen.
Alle Interessierten, Anfänger, Profis, besonders auch Menschen mit vermeintlich zwei „linken Händen“ sind hier jeweils Freitags ab 11.00 Uhr sehr willkommen.
Ich kann kaum glauben, dass ich erst seit 8 Wochen bzw. 16 Tage in der Oase arbeite, so viele Eindrücke konnte ich schon sammeln, so viele Menschen habe ich schon kennen gelernt.
Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit und auf alles was zu meinen Aufgaben in der Oase dazugehört.

Barbara Hohlfeld

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Mein Semesterpraktikum in der Oase



oder
151 Tage, die mein Leben reicher machen

Mittwoch 15. Juli 2009, nachmittags, Penzberg, Clubhaus Oase: Heute feiere ich meinen Abschied von der Tagesstätte, dem Team und den Besucherinnen und Besuchern. Die letzten 151 Tage waren für mich voller Erlebnisse und Erfahrungen. Selten habe ich so viel an Wissen und Menschlichkeit in mich aufgesogen, wie in diesen 22 Wochen. Auf der einen Seite ist es ein trauriger Abschied, auf der anderen Seite bin ich froh und zufrieden. Ich fühle mich hier in Penzberg sehr wohl und genieße meine Arbeit nicht nur, sondern fühle mich auch wertgeschätzt und angenommen.
Genau das ist der Charme der Oase, denke ich in diesem Moment. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein.“ Dieses Zitat von Goethe lasen wir am Kiosk in Murnau, als wir zu unserer Staffelseerundfahrt aufbrachen. Mir scheinen auch für die Einrichtung im Herzen der Stadt diese weisen Worte sehr passend. Der große Dichter drückte eins aus, was ein jeder als Grundlage braucht um sich wohl zu fühlen: Mensch sein dürfen. Angenommen werden, so wie man nun mal ist. Auch wenn dies nicht heißt, dass man rücksichtslos vor sich hin wütet. Nein, Mensch sein dürfen, das ist meiner Meinung nach der Mensch in der Gemeinschaft. Sich selbst und andere achtend. In der Oase ist man Mensch und hier darf man`s sein. Jeder tut zur Gemeinschaft das was er kann und bringt sich mit seinen Fähigkeiten und Talenten ein. Denn: Es ist normal, verschieden zu sein.
Und diese individuellen Talente der Besucherinnen und Besucher wollte ich bei meinem Abschiedsfest noch einmal unterstreichen. So entstand die Idee der Ordensverleihung. Und ich hatte viele Orden zu vergeben. Unter anderem für die Küchenmeisterin, den Meister der Panflöte, die goldene Gitarre, das Adlerauge, die Scheherezade, die Raubtierbändigerin und viele mehr.
In meinen fünf Monaten in der Tagesstätte durfte ich viel lernen und viel erleben. Es gab Ausflüge, Feste, die Dekogruppe, die Klosterbilderreise und weitere gemeinsame Tätigkeiten. Es gab Trauer, Freude, Ängste und vor allem viel gemeinsame Produktivität und Spaß. Ich erinnere mich noch heute an meinen ersten Arbeitstag, als sei es erst gestern gewesen. Ich weiß sogar noch, was es zum Mittagessen gab: Leberkäs, Spinat, Spiegelei und Kartoffeln. Oder an den Kaffeeduft, der Montagmorgens um kurz nach neun durch die Räume streift. Das ist für mich immer ein besonders schöner Wochenbeginn gewesen. Jetzt, wo der Hochschulalltag mich wieder hat, da vermisse ich ihn manchmal, diesen Kaffeeduft. Oder den Mittwoch- und Freitagnachmittag-Kuchen. Und am meisten die Gesichter, die Stimmen, das Singen und das Lachen. Von den MitarbeiterInnen, aber vor allem von den Besucherinnen und Besuchern wurde ich mit offenen Armen in diese Gemeinschaft aufgenommen.
Besonders gern erinnere ich mich an die improvisierte zweite Faschingsfeier. Eigentlich wollten wir am Faschingsdienstag nach Garmisch ins „Rendevouz“ fahren um dort der großen Faschingsfete beizuwohnen. Aus dem närrischen Treiben wurde allerdings nichts, da der Schnee die Nacht zuvor es etwas zu gut gemeint hatte und Oberbayern im winterlichen Chaos versank. Die Garmischer legten uns nahe doch lieber nicht anzureisen, da sie unter Schneemassen versanken. Aber sowas kann die OaslerInnen nicht erschüttern. Schnell war ausgemacht, wer Brezen, wer Krapfen, wer Würstel besorgt und wer das Wasser aufsetzt. Und schon hatten wir es in der Oase gemütlich, warm und närrisch und für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt. Es war trotz der geänderten Planung ein wirklich gelungener Tag.
Oder im Sommer, das große Oase-Fest. Eigentlich sollte es mal im Mai steigen, dann wurde ein Rosenfest im Juni daraus und das Wetter wurde im Vorfeld immer ekliger. Wir haben – dem Regen zum Trotz – eingeladen, vorbereitet, gebastelt, Kuchen gebacken, gekocht, Salate zubereitet und den Barbarasaal festlich dekoriert. Und es hat sich gelohnt. Der Höhepunkt war die Krönung der Rosenkönigin und des Rosenkönigs und die anschließende Darbietung der Gauklerin Sanja mit ihrem Feuerspuckspektakel. Alle Gäste waren begeistert. Wir waren am Ende zwar rechtschaffen müde, aber glücklich und zufrieden. Und wieder einmal hat sich gezeigt, was die Oaslerinnen und Oasler gemeinsam so alles auf die Beine stellen können.
Noch viele andere tolle Erlebnisse durfte ich mit den Besucherinnen und Besuchern teilen: Der Besuch der Tagesstätte in Innsbruck, der Ausflug zum Kirchsee, der Rattenbesuch von Emma und Einstein, viele Geburtstagsfeiern, Gesprächskreise, Diskussionsrunden, Bastelstunden, Singen, die Fahrt über den Staffelsee und vieles, vieles mehr.
Nach 151 Tagen in der Oase bin ich um einiges an Erfahrung reicher. Ich durfte mich in meinem Traumberuf ausprobieren und mich bewähren. Ich durfte Menschen kennen lernen, die ich im Herzen behalten werde. Im Flyer der Oase Penzberg steht: „Sobald du dich auf den Weg machst, öffnet der Horizont seine Grenzen.“ (K Spiecker). Mein Horizont hat sich in einem Semester so immens erweitert, dass ich es immer noch kaum glauben kann. Vielen Dank für die schöne und erfolgreiche Zeit. – Mission „Praktikum“ erfolgreich abgeschlossen. Mission „Oase“ – wird weiter mit Freude fortgeführt.
Ulrike

Liebe Ulrike,

Du warst ein echter „Börsengewinn“ (aus der Praktikumsbörse der Stiftungshochschule Benediktbeuern im Januar 2009). Du hast unseren gewohnten und außergewöhnlichen Oasenalltag vielfach bereichert. Hab vielen Dank für die schöne gemeinsame Zeit. Die OaslerInnen und das Oase-Team wünschen Dir für deine Zukunft alles Gute und freuen sich auf das eine und andere Wiedersehen.

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Lebenslinien - Meine Mutti


Sie wird jetzt 84 Jahre alt und ich habe 57 Jahre um Ihre Liebe und Aufmerksamkeit  gebettelt.
Sie hat mich schon von  Geburt an nur geduldet und auch sehr oft geäußert, dass es besser gewesen wäre ich wäre nie zur Welt gekommen.
Trotzdem habe ich sie immer geliebt, denn ich denke sie konnte nicht anders, da sie ihre ganze Liebe meiner 3 Jahre älteren Schwester gegeben hat. Diese hatte den Himmel auf Erden und eine wunderschöne Kindheit.
Ich lebte so nebenher.
Gemeinsame Unternehmungen zu viert oder Essen am Tisch gab es für mich sehr selten.
Ich war sehr oft bei meiner Tante und meinem Onkel und lernte da was es heißt in einer Familie glücklich zu sein.
Vor zwei Jahren, an Ihrem 82.Geburtstag, hat meine Mutti das erste Mal gesagt, dass sie mich lieb hat und auch stolz auf mich ist.
Sie ist stolz darauf, dass aus meinen Kindern etwas Ordentliches geworden ist, obwohl ich Alkoholikerin bin (seit 9 Jahren trocken) und dass wir 3 so super zusammenhalten.
Meine Stärke vom Alkohol wegzukommen, meine Magersucht und Bulimie zu besiegen, macht mich in Ihren Augen zu einer starken Frau.
Jetzt ist unser Verhältnis so, wie ich es mir stets gewünscht habe. Wir können über alles reden, auch über Schwachstellen.

Ich glaube, das glücklichste alte Mädchen zu sein und ich weiß – JEDER KAMPF- lohnt sich.

Uta

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Unsere neue Praktikantin stellt sich vor


Ich bin die neue Praktikantin im Clubhaus Rendezvous und möchte mich erst einmal vorstellen: Meine Name ist Andrea Röckl und ich studiere Soziale Arbeit im 4. Semester an der Hochschule in Benediktbeuern. Mein Praxissemester mache ich hier im Clubhaus Rendezvous, da mir das positive Klima, sowohl unter den Mitarbeitern, als auch unter den Mitgliedern, sehr gefällt. Auch wird hier großer Wert auf Hilfsbereitschaft gelegt, was letztlich natürlich eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit sich bringt! Die Clubhausidee hat mich sehr begeistert, was mich letztlich überzeugt hat hier anzufangen. Dadurch, dass ich so nett aufgenommen worden bin, fiel es mir nicht schwer mich gut einzuleben. Es gefällt mir sehr gut und ich fühle mich sehr wohl. Das Praktikum dauert noch bis Mitte August und ich freue mich auf eine spannende, abwechslungsreiche und lustige Zeit im Clubhaus Rendezvous.

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Lebenslinien Uta



Ich wurde 1950 in der DDR geboren und ich glaube schon da war mein Leben zum Scheitern verurteilt. Ich war und bin das unerwünschte Kind meiner Eltern und habe das auch stets gespürt.
Da ich es aber nicht anders kannte, nahm ich die Demütigungen und Misshandlungen als normal hin, da ich sowieso nur ein Versager war.
Ich konnte keinem in der Familie etwas recht machen und war schon soweit, dass ich oft Dummheiten machte, damit ich Schläge bekam – so merkte ich wenigsten das ich  da bin.
Am wohlsten fühlte ich mich in der Schule oder bei den Eltern meiner Freundinnen, die meine familiäre Situation zwar mitbekamen aber damals nichts unternehmen konnten oder wollten, da mein Vater der Bürgermeister war.
Das große Martyrium begann bei mir mit ca. 4 Jahren, als ich am Wochenende zu meinem Opa väterlicherseits musste. Er war ein alter Mann, der ständig nach Alkohol roch und der mich sehr gerne auf den Schoß nahm und streichelte. Meine Eltern konnte ich davon nicht informieren, da ihnen sonst nach Aussage meines Opas etwas Schlimmes zustoßen  würde. Und wieder war ich still.
Ich habe mich später sehr auf die Schule, meine Lehre und meinen Beruf konzentriert. Da war ich immer sehr gut.
Mit 18 Jahren habe ich geheiratet um von meinen Eltern wegzukommen. Aus dieser Ehe stammt mein Sohn Chris. Ich war stolz weil mir endlich etwas Wunderbares gelungen war – mir der Versagerin. Ich hatte einen wunderschönen und lieben Sohn und so ist er heute noch.
Die Ehe wurde nach der Geburt geschieden, da ich von meinem Mann nichts mehr wissen wollte. Ich hatte ja jetzt mein Kind und dem wollte ich alles geben was mir an Liebe und Zuneigung meiner Eltern gefehlt hat. Ich ersetzte beide und es gelang. Mittlerweile habe ich angefangen ab und an zu trinken. Es wurde mehr und regelmäßiger. Meinen Sohn habe ich trotzdem allein sehr liebevoll und ohne Schläge erzogen.
1964 bekam ich dann noch eine Tochter, die ich auch über alles liebe aber leider konnte ich ihre Kindheit nicht so begleiten, wie die meines Sohnes, denn da war ich schon abhängig vom Teufel Alkohol, der damals der einzige „Freund“ war, der mir die Sorgen für eine gewisse Zeit erleichterte.
Ich bin mittlerweile seit 8 Jahren eine trockne Alkoholikerin und bin sehr stolz darauf, dass ich das geschaffte habe.
Meine beiden Kinder haben mich sehr unterstützt und immer zu mir gehalten. Seit 2000 bin ich Oma und sehe jetzt meinen Enkel sehr genau aufwachsen und mache mir bewusst, was ich bei meiner Tochter verpasst habe. Jedoch – jetzt kann ich’s nicht mehr ändern sondern nur besser machen.
Vor 6 Jahren fingen bei mir Essstörungen und Depressionen an. Ich wurde ein Fall für den Psychiater und mir wurde geholfen. Ich habe jetzt auch eine Einzelbetreuerin von der Herzogsägmühle. Durch diese bin ich jetzt seit fast 1 ½  Jahren im Clubhaus OASE. Hier habe ich den Glauben an mich und mein Selbstvertrauen wieder gefunden. Wir sind hier eine tolle Gemeinschaft aus Mitarbeitern und Mitglieder. Es werden gemeinsame Aktionen gestartet, wir Kochen, Putzen, Singen machen Yoga und Trommeln. Für Sprachbegabte gibt es sogar einen Englischkurs.
Für mich ist das Clubhaus zu einem großen Teil meines Lebens geworden. Ich besuche es so oft als möglich – also fast täglich – und immer gern.
Im Juli 2008 war ich dann für 7 Wochen in der Psychosomatischen Klinik Windach wegen meiner Depressionen und gehe da in diesem Jahr erneut hin zur Trauma-Behandlung.
Jetzt habe ich mein Leben sehr gut im Griff. Einen Kampf will und muss ich noch bestreiten – den Kampf gegen mein schlechtes Gewissen.
Ich bin mir sicher das ich diesen auch noch mit Hilfe von den Menschen die ich schätze und achte – den Mitarbeitern und Mitgliedern von der Oase gewinnen werde.

Deshalb möchte ich mich bei allen, die mir so geholfen haben und mir sicher auch weiter helfen  bedanken.
Ein Dank geht auch an meinen Psychiater Herrn Dr. Paggen, zu dem ich immer kommen kann, wenn es mir schlecht geht.
Danke Uta

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Mein neues Leben in Penzberg


Anfang 2008 war es so weit. In Penzberg wurde eine Wohngemeinschaft für seelisch erkrankte Menschen aufgemacht. Im April 2008 stellte ich mich dort vor. Frau Bauer und Herr Weitel, zuständig für die Belegung waren mit mir einverstanden. Kaum war ich eingezogen, bekam ich Besuch aus der Oase. Ich wurde neugierig auf die Tagesstätte. Ich bin froh, dass ich die Leute von der Oase kennen gelernt habe. Mit der Paula geh ich gern spazieren. Mit Christa Werner war ich schon Schuhe einkaufen in Weilheim. Auch die Ausflüge machen mir sehr viel Freude. Der Paula geht es genauso. In Penzberg gefallen mir die Einkaufsmöglichkeiten sehr gut.

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Helga



Vom Wiederentdecken


Weihnachten vor einem Jahr besuchte ich die Oase zum ersten Mal. Nach und nach lernte ich die Besucher besser kennen. Im Sommer bekam ich ein schönes Geschenk – eine Flöte. Ich erinnerte mich, wie ich als Kind und Jugendliche gerne gespielt hatte. Also ging es ans Üben. Regelmäßig traf ich mich mit einem Mitbesucher und das Spielen gelang immer besser. Bei unserem gemeinsamen Singen am Mittwoch flöte ich die Melodien vor. Und im Sommer beim Fest des Clubhauses Rendezvous in Garmisch trugen wir gemeinsam ein Lied mit Flöten und Gesang vor.
Ich bin glücklich und froh, meine Freude am Spielen wieder gefunden zu haben. Die Oase und die Besucher haben mir beim Wiederentdecken zu neuem Selbstvertrauen verholfen. Ich freue mich auf die gemeinsamen Musikstunden im neuen Jahr.

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Andreas Zeitler (Zivi CH GAP)


Hallo, ich heiße Andreas Zeitler und bin seit 1. August 2008 Zivi in der Tagesstätte „Clubhaus Rendezvous“. In Garmisch-Partenkirchen geboren und aufgewachsen, genieße ich diesen herrlichen Ort seit 20 Jahren. Im Sommer 2005, schloss ich meine Schulbildung mit der Mittleren Reife ab und entschied mich anschließend für eine Ausbildung im Dorint Sporthotel als Hotelfachmann. Mein langjähriger Freund Matthias Gerg, der letztes Jahr sein Zivildienst in diesem Haus ausübte, erzählte mir, dass er verzweifelt einen Nachfolger dieser Stelle suchte. Es war daher nahezu der perfekte Zeitpunkt für mich, direkt nach der Ausbildung, meinen Zivildienst zu verrichten. Der positive Ruf, der dieser Tagesstätte vorauseilt, bestätigte sich bereits beim ersten Treffen mit den Mitgliedern und Mitarbeitern. Freundlich und herzlich wurde ich sofort in das Team aufgenommen. Momentan befinde ich mich in meiner zweiten „Ausbildung“, als Rommé- und Wattprofi.

Nach den 9 Monaten Zivildienst werde ich, ein Auslandsjahr in Spanien verbringen, um mich in meinem gelernten Beruf weiterzubilden.

Mein Privatleben, besteht hauptsächlich aus sportlichen Aktivitäten. Seit 13 Jahren spiel ich aktiv Fußball beim 1.FC Garmisch-Partenkirchen. Fitnesstraining, klettern und joggen gehören zu meinem Alltag. Ich hoffe, Herr R. kocht weiterhin so gut und ich genieße die restliche Zeit bis zum 30. April…

(Andreas Zeitler)

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Kathrin Sailer (Praktikantin in CH GAP)


Hallo, ich heiße Katharina Sailer. Ich habe gerade mein Abitur gemacht und möchte ab Oktober Soziale Arbeit studieren. In diesem Rahmen absolviere ich gerade mein sechswöchiges Vorpraktikum im Clubhaus Rendezvous. Danke an dieser Stelle an Frau Schubert, über die ich auf das Clubhaus gekommen bin.
Seit Anfang Juli bin ich nun hier und fühle mich schon nach kurzer Zeit sehr wohl, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich von allen Mitgliedern und Mitarbeitern so herzlich aufgenommen wurde. Zudem gefallen mir hier das gute Miteinander, sowie die tolle Atmosphäre. Ich freue mich jeden Tag, hierher zu kommen, um dann mit den Menschen zu reden, zu lachen (hier sei besonders an Running Gags zum Thema „Prinzessinnen von Schweden“ erinnert), Rommé zu spielen (Jeder, der schon einmal hier war, muss fast ein Rommé-Profi sein) oder Ausflüge zu machen.
In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden zum Kaffeetrinken, Eisessen oder einfach nur zum Ratschen. Außerdem spiele ich Klavier, höre sehr gerne Musik und lese viele Bücher.
Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass es hier im Clubhaus Rendezvous einfach super ist und ich jeder Zeit wieder kommen würde! 

Liebe Grüße, ihre Katharina Sailer
PS: Fast hätte ich's vergessen: Das Essen hier ist SPITZE!!!

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Interview mit Menisa


Menisa ist 23 Jahre alt und besucht seit 8 Monaten unser Clubhaus Oase.

Hallo Menisa wie geht’s dir heute?
Danke, gut. Ich geniesse den schönen Frühling. 

Auf welchem Weg bist du eigentlich in der Oase gelandet?
Ich habe in Penzberg in der Schatzkiste gearbeitet, das ist eine Einrichtung von i&s Pfaffenwinkel, in der Menschen mit einer psychischen Erkrankung arbeiten können. Dort bekam ich die Info, dass es in Penzberg und Weilheim auch Tagesstätten gibt. So bin ich dann irgendwann im Clubhaus gelandet. 

Wie wurdest du hier aufgenommen und wie fühlst du dich hier angenommen?
Die erste Zeit war schon schwierig für mich, mich hier wohl zu fühlen, da es kaum jüngere Mitglieder gab. Aber zum Teil hat sich das verändert, zum anderen habe ich auch Freundschaften mit älteren Mitgliedern geschlossen. Ich habe mich hier gut eingelebt. 

Was gefällt dir hier im Clubhaus?
Die Feste sind in der Oase immer besonders toll. Alles ist so gut organisiert. Alle helfen zusammen mit und da kommt etwas Gutes bei raus. Das macht Spass. Außerdem kann man mit vielen Mitgliedern gut reden. Auch die Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr bei Problemen und unterstützen uns. Weil ich neben der Oase im Edeka für 8 Std. die Woche arbeite und noch eine Frau im Altenheim betreue, bin ich hier im Clubhaus eher so ein Springer und habe keinen festen Job. Eine Zeitlang habe ich den Geburtstagsdienst übernommen. In der Oase sind mir die Kontakte sehr wichtig. Ich komme fast täglich. 

Wie ergeht es dir mit deiner Arbeit im Supermarkt?
Ich arbeite zweimal die Woche 4 Stunden und schaffe das gut. Mir gibt es ein gutes Gefühl etwas zu leisten und das in der "Freien Wirtschaft". 

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich würde gern beim Edeka meine Stunden aufstocken. Ich hoffe sehr, dass sich meine Krankheit bessert und ich ein selbständiges Leben führen kann. 

Danke liebe Menisa für das Interview.

Maren

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Ich habe hier ein neues Leben angefangen....


Ein Interview mit Peter, zu dem Thema, wie ihm das Clubhaus geholfen hat, seinen Weg zu finden.

Anne: Peter, du besuchst nun seit über 2 Jahren das Clubhaus Oase. Wenn Du zurückdenkst, wie lebtest du damals, wie ging es dir?

Peter N.: Damals lebte ich alleine und sehr zurückgezogen. Ich war sehr depressiv und habe mich oft wochenlang im Zimmer verkrochen. Auch hatte ich wenig Kontakte zu anderen Leuten. Meine Selbständigkeit war niedrig; ich habe selber nicht gekocht. Habe nichts unternommen und bin meistens nur rum gelegen. Ich hatte keine Arbeit. Hatte zwar zwei Ausbildungen abgeschlossen als Elektriker und als System-elektroniker. Ich konnte aber keinerlei Berufserfahrung sammeln. 8 Jahre war ich arbeitslos, nur von kurzen Praktika unterbrochen.

Anne: …..und wie ist es jetzt? Hat sich dein Leben verändert?

Peter N.: Im Gegensatz zu damals, hat es sich sehr zum Positiven verändert.

Anne: Was denkst du, wurdest du bei deiner Entwicklung in den letzten beiden Jahren durch das Clubhaus Oase unterstützt, was hat dir geholfen?

Peter N.: Die Oase hat mir viel geholfen. Schon mal dass ich da unter Leuten bin, mit denen ich reden kann. Im Notfall kann auch ein Mitarbeiter helfen, das hat sich für mich bewährt. Ich helfe jetzt in der Oase beim Kochen mit. Ich erhoffe mir davon, dass ich bald auch für mich zu Hause etwas kochen kann. Außerdem konnte ich hier die PC-Kenntnisse aus meiner Berufsausbildung anwenden und vertiefen. Ich mache hier Büroarbeiten, verwalte die Mitgliederkasse, mache Statistik, arbeite mit beim Erstellen der Zeitung und gebe einen Computerkurs für Mitglieder der Oase. Dabei kann ich neue Erfahrungen im Unterrichten sammeln.
Auch meine Wohnsituation hat sich verbessert. Ich wohne jetzt in einer Wohngemeinschaft von der Herzogsägmühle und habe mit den dortigen Betreuern ein- bis zweimal wöchentlich ein Gespräch.

Anne: Du hast ja in der Zwischenzeit auch eine Arbeit gefunden?

Peter N.: Ja, seit 10 Monaten arbeite ich nun schon im Telezentrum der Herzogsägmühle. Am Anfang hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Jetzt ist es Alltag geworden und dadurch manchmal etwas langweilig, da ich oft das Gleiche mache. Aber es dient mir zum Erfahrungen sammeln, ich lerne viel und die Möglichkeit der Weiterbildung im Europäischen Computerführerschein bringt mich weiter.

Anne: Hat sich das depressive Gefühl von früher inzwischen ganz gelegt oder tritt es noch manchmal auf?

Peter N.: Eine Androhung von diesem Gefühl ist manchmal noch da, aber durch die Tagesstruktur in der Oase und durch meine Arbeit ist es so gut wie weg, da ich immer beschäftig und abgelenkt bin. Manchmal bin ich jetzt vielleicht etwas gestresst, aber es ist ein sehr gutes Gefühl von den anderen gebraucht zu werden.

Anne: Obwohl du nun eine Arbeitsstelle hast, kommst du immer noch in die Oase? Du hast sogar deine letzte Urlaubswoche in der Oase verbracht! Was schätzt du daran?

Peter N.: Ich besuche die Oase weiterhin, da ich nur 3 Tage die Woche arbeite. Wenn ich an meinen arbeitsfreien Tagen keine Struktur habe, weiß ich inzwischen, dass mir das nicht gut tut. Die Freizeit am Abend und am Wochenende ist manchmal ein Problem.

Anne: Wenn ich an deinen ersten Besuch hier in der Oase denke, warst du in Begleitung einer Betreuerin von sozialpsychiatrischen Dienst hier.

Peter N.: Ja alleine, hätte ich mich damals nicht hergetraut, da ich ja sehr kontaktscheu war. Ich wusste auch nichts von dieser Möglichkeit.

Anne: Wie war für dich die erste Zeit in der Oase?

Peter N.: Ich habe einige Wochen zum Eingewöhnen gebraucht. Ich musste anfangs den inneren Schweinhund überwinden um überhaupt herzukommen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich in der Oase eingebracht habe und genützt habe was hier geboten ist. Es waren kleine Schritte, aber dabei bin ich nicht allein gelassen worden. Das Gute war auch, dass kein Zwang dabei war.

Anne: Wenn man den Verlauf deiner letzten Jahre so anschaut, und erlebt, wie selbstbewusst du jetzt bist, dann ist das doch eine ganz tolle Entwicklung.

Peter N.: Ja schon, im Gegensatz zu früher. Alle würden meinen ich bin ein anderer Mensch. Früher war ich ruhig, jetzt kann man viel mit mir machen und sich mit mir normal unterhalten.

Ich habe hier ein neues Leben angefangen!

Anne: Das ist eine sehr schöner Schlusssatz!
Ich danke dir für das Gespräch und wünsche Dir weiterhin alles Gute.

interviewt und geschrieben: Anne Richter

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Hallo liebe Oasler


Seit 3. März mache ich mein Praxissemester und bin euch sehr dankbar für diese Gelegenheit mich vorzustellen.

Mein Name ist Julia Kalbin. Ich bin Spätaussiedlerin und am 19.07. 2004  nach Deutschland übergesiedelt. Seit 28. Juli 2004 lebe ich in Weilheim. Ich bin ledig, aber bin nicht allein in Deutschland, sondern habe in Weilheim noch meine Eltern und zwei Schwestern.

Ich bin in Kasachstan im Dorf Urdschar 1976 geboren. Schon seit Kindheit hatte ich großes Interesse an Musik und den Wunsch Ziehharmonika zu spielen, weil mein Vater und Großvater sehr gut spielen konnten. Deshalb habe ich entschieden mit 7 Jahren eine Ausbildung an der Musikschule zu machen. Diese Ausbildung hat mit sehr viel Spaß gemacht. Dann bin ich im Alter von 15 Jahren in die Stadt Semipalatinsk gezogen um in der dortigen Musiklehranstalt eine Ausbildung zur Musiklehrerin und Ensemble-Orchesterkünstlerin machen zu können. Danach arbeitete ich von 1995 bis 2004 in der „Allgemeinbildenden Mittelschule - künstlerischer und ästhetischer Bildungs- und Erziehungs-Komplex Nr. 8“ als Musiklehrerin. Während dieser Zeit habe ich noch zusätzlich an der Uni „Musikpädagogik“ studiert und einen Blindenchor geleitet. Diese Arbeit hat mich auch sehr interessiert.

Weil mein Vater und meine Großeltern Deutsche sind, hat meine ganze Familie Kasachstan 2004 verlassen und ist nach Deutschland umgesiedelt. Natürlich war es für uns sehr schwer die Heimat zu verlassen, aber die Lebensbedingungen für die Nichtkasachen hatten sich immer mehr verschlechtert.

 

In Deutschland musste ich zuerst die Sprache richtig lernen. Dafür habe  ich im  Bildungskolleg Weilheim einen Integrationssprachkurs für Spätaussiedler gemacht. Danach hatte ich die Möglichkeit in Nürnberg einen sechsmonatigen Deutschintensivkurs von der Otto-Benecke-Stifftung e.V. zu besuchen. Leider wurde meine Ausbildung zur Musiklehrerin nicht anerkannt, deshalb habe ich mich entschlossen einen ganz anderen Bereich kennen zu lernen und Soziale Arbeit in Benediktbeuern zu studieren. Meine Arbeit mit dem Blindenchor in Semipalatinsk ging auch in diese Richtung. Leider lässt mir mein Studium keine Zeit Ziehharmonika zu spielen. Das ist sehr schade. Aber in der Zukunft möchte ich meine Ausbildung als  Musikpädagogin und Soziale Arbeit verbinden.

Mein erstes Praktikum habe ich in einer Beratungsstelle für Migranten gemacht, wo ich sehr viel über Paragrafen, Vorschriften und Anträge gelernt habe. In meinem zweiten Praktikum wollte ich wirklich praktische Soziale Arbeit machen. Als ich von einer Bekannten von der Oase erfuhr, habe ich mich sofort um einen Platz beworben. Nach der Hospitation war mir klar, dass ich hier mein Praktikum machen will. Mir gefällt hier, dass ich nützlich sein kann. Vielleicht gelingt es mir auch, mit meinen geplanten Singstunden eine besondere Farbe in den Alltag zu bringen.

Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich hier so freundlich aufgenommen worden bin und möchte in dieser leider kurzen Zeit viel Freude in unsere Zusammenarbeit bringen.

Eure Julia.

 

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Mein Besuch in der Oase


Sanft landete das Flugzeug. In wenigen Minuten werde ich deutschen Boden betreten. Langsam packte ich meine Sachen und stellte mich in die Reihe der Wartenden zum Ausgang. Es war früher Morgen und mein jüngster Sohn war wahrscheinlich noch auf der Autobahn. Die Passkontrolle musste ich passieren und dann ging ich langsam zur Kofferausgabe. Mein Bein schmerzte empfindlich. Auf dem Weg zum Flugplatz in Kalkutta war ich gefallen und ich wunderte mich, dass es noch immer schmerzte. Ich nahm mit dem verbliebenen Wasser aus der Flasche eine Schmerztablette und sah mich bewusst um. Wie sauber Deutschland doch war! Aus dem 3.Welt-Land Indien war ich nun im reichen Deutschland. Ich sah meine Mitpassagiere an. Sie hatten Freizeitkleider an und waren verschwitzt von der Hitze Indiens. In wenigen Stunden würden sie, wie auch ich, in einem gefliesten Bad eine Dusche nehmen und sich an einem gepflegten Tisch setzen.

Der 1. Koffer rollte schon heran. Wo blieben nur die 2 anderen? Da bemerkte ich, dass es noch ein 2. Rollband gab. Ich hievte meine Koffer auf den Wagen und ging gemächlich zum Ausgang. Mein Sohn wartete schon. Es war Sonntag, aber er hatte schon für die ersten Tage für mich eingekauft. Wir gingen zum Auto und fuhren nach Hause. Meine Schmerzen waren auch am nächsten Tag nicht besser und mein Sohn beschloss mich noch einen Tag zu versorgen. Ich ging zum Arzt, der mein Knie punktierte und er versprach es würde besser werden.

Es wurde aber nicht besser und jetzt 3 Monate danach muss ich ins Krankenhaus für ein neues Kniegelenk.

Die Situation so unbeweglich zu sein und meine Überarbeitung in Indien führte so einer handfesten Depression. Ich konnte nicht mehr alleine in der Wohnung sein und mein ältester Sohn holte mich nach Penzberg.

Meine Ärztin vor Ort machte uns auf die Oase aufmerksam und ich fuhr jeden Tag dorthin.

Zuerst ängstlich. Wie werden die Bayern mit mir umgehen? Aber alle waren freundlich und nach wenigen Tagen ging ich gerne dorthin.

Ich habe die Menschen dort bewundert, wie sie mit ihrem Leiden und ihrem Alter gut umgehen konnten. Wir haben zusammen gefrühstückt und zusammen gekocht, gesungen und gespült., gekegelt und geturnt.6 Wochen war ich dort. Besonders die Leiterinnen haben mir geholfen wieder in die „Normalität“ zurück zu finden. Es ist wirklich ein Segen, dass es die „Oase“ gibt.

 

Cecilie

 

Zurück Ausgabe No. 2007/2008

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Wie ich zur "Oase" gekommen bin


Ich war bei der Ergotherapie bei Frau Schneider. Und Frau Schneider erzählte mir von der „Oase“ in Weilheim. Doch wie sollte ich von Iffeldorf nach Weilheim kommen? Dann erfuhr ich von Frau Schneider, dass es in Penzberg auch eine „Oase“ gibt. Aber wo?

Ich fragte viele Leute. Keiner wusste, wo genau sie sich in der Bahnhofstraße befindet. Ich lief die ganze Bahnhofstraße bis zur Kirche Christkönig entlang und entdeckte sie dort im Pfarrzentrum. Reingetraut habe ich mich aber noch nicht.

Frau Schneider machte mir immer wieder Mut, in die „Oase“ zu gehen. Zuerst nahm ich telefonisch Kontakt auf. Nach vielen Telefongesprächen wagte ich mich schließlich doch einmal in die „Oase“. Ich lernte dort zuerst Sonja kennen, die mir einfühlsam half, meine Scheu zu überwinden und Kontakt aufzunehmen. Das war im Frühling 2002.

Von da ab dauerte es noch eine ganze Weile, bis ich soviel Vertrauen gefasst hatte, dass ich regelmäßig an verschiedenen Aktivitäten innerhalb und außerhalb der „Oase“ teilnahm.

Besonders gut gefallen hat mir der Ausflug zum Schloss Nymphenburg und zur Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten in München. Sehr gefreut habe ich mich außerdem über die Urkunde für meinen dritten Platz (mit 53 Schlägen) beim Minigolfturnier am 28. Mai 2004 in Murnau. Schön war auch das Filzen mit Ines.

Jetzt Ende 2007 möchte ich eine „Oase“-Pause einlegen und wieder mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

 

Bis ich wieder komme,

wünsche ich Euch

 

Gesundheit, Gottes Segen, schöne Unternehmungen

und

dass Ihr auch manchmal dabei an mich denkt.

 

Zurück Ausgabe No. 2007/2008

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Der neue Zivi


Ich heiße Phil Baltes, bin 19 Jahre alt und komme aus Lenggries. Seit dem 3. September bin ich Zivildienstleistender bei der Tagesstätte „Oase“ in Penzberg. Nach dem Gymnasium arbeitete ich einige Monate beim Gartenbau und anschließend bei einem Schreiner. Bis Ende Mai leiste ich meinen Dienst zur Hälfte hier in der Oase, meine restliche Arbeitszeit verbringe ich im Penzberger Gebrauchtwarenladen „Schatzkiste“. Meine Arbeit hier ist meistens ruhig und angenehm und ich bin froh, dass ich diese Stelle bekommen habe. Meine tägliche Fahrt mit Zug und Bus von Lenggries aus ist zwar relativ lang, aber ich nutze sie, um meinem Hobby, dem Lesen, nachzukommen. In meiner Freizeit bin ich sehr gern draußen unterwegs beim Klettern und Bergsteigen, im Winter gehe ich gerne Snowboardtouren. Wenn das Wetter gar nicht will, dann spiele ich gerne E- und Akustikgitarre und E-Bass. Auch das Reisen ist mir sehr wichtig, am liebsten nur mit Rucksack und per Anhalter. Nach meiner Zeit hier werde ich eine Lehre zum Schreiner machen, eine Zeit auf die ich mich sehr freue. Aber auch den kommenden Monaten hier in Penzberg sehe ich mit Spannung entgegen.

 

Phil

 

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Unsere neue Praktikantin und unser neue Zivi


Hallo, ich bin Verena Porer und mache seit dem 13. August mein Praktikum im Clubhaus Rendezvous. Zur Zeit studiere ich soziale Arbeit im 5. Semester in Eichstätt.

Ursprünglich komme ich aus Garmisch-Partenkirchen und weil ich die Möglichkeit habe mein Praktikum auch außerhalb von Eichstätt zu machen, habe ich mich für die schöne Heimat entschieden. Außerdem gibt es hier genügend Klettermöglichkeiten gleich vor der Haustür, was ich in Eichstätt etwas vermisse.

Mich fasziniert die Vielseitigkeit, die das Clubhaus zu bieten hat und hoffe das ich während meiner Praktikumszeit Abwechslung und Freude zusammen mit den Mitgliedern und dem Personal erlebe.

Mir ist aufgefallen, dass im Clubhaus eine sehr freundliche Atmosphäre herrscht und alle großen Wert auf Hilfsbereitschaft legen. Genau diese Eigenschaften schätze ich auch im Leben, denn mit Ehrlichkeit und Offenheit erreicht man vieles einfacher.

Ich freue mich auf eine spannende, lustige und abwechslungsreiche Zeit im Clubhaus Rendezvous.

 

Hallo, ich heiße Matthias Gerg und bin seit 1. August 2007 Zivi in der Tagesstätte „Clubhaus Rendezvous“. Vor 20 Jahren wurde ich in Garmisch-Partenkirchen geboren und lebe seitdem in diesem schönen Ort. Im Frühsommer diesen Jahres habe ich am Werdenfels-Gymnasium das Abitur gemacht.

Dieser Umstand verhalf mir auch zu dem Glück hier meinen Zivildienst verrichten zu dürfen. Im Rahmen einer Schulveranstaltung lernte ich vor 3 Jahren Frau Schönnagel kennen, die mir vom Clubhaus berichtete und vorschlug, ich könne mich in 2 Jahren ja einmal bei ihr melden. Der positive Ruf, der der Tagesstätte vorauseilt, ließ mich dann auch schnell eine Entscheidung treffen, hier 9 Monate nach dem Abitur zu verbringen.

Auch wenn ich nun erst wenige Wochen hier bin, kann ich schon behaupten einen tollen Job bekommen zu haben. Freundliche Kollegen, nette Besucher (fast nur Bayern-Fans… ) und ein vorzügliches Klima in der Tagesstätte bereiten mir jeden Tag aufs Neue großen Spaß.

Mein Privatleben wird hauptsächlich von sportlichen Aktivitäten aller Art bestimmt. Jedoch spiele ich auch Trompete und interessiere mich für Sprachen.

Nach dem Zivildienst werde ich mich einem wirtschaftlichen Studium widmen und hoffe diesem auch in Auslandssemestern nachgehen zu können. Doch jetzt freue ich mich erst einmal auf die Zeit bis zum 30. April 2008…

 

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Das Mitarbeiterkarusell dreht sich


Unsere Mitarbeiter im Februar 2007




....aber sie können auch anders

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Unsere neue Mitarbeiterin


Seit März d.J. bin ich, Judith Schubert, wieder Mitarbeiterin im Clubhaus Rendezvous. Bereits 2005 arbeitete ich während meines Jahrespraktikums als Studentin der Sozialen ARbeit in der Tagesstätte.

Da ich mich als Praktikantin hier sehr wohl gefühlt hatte, freute ich mich über das Stellenangebot und griff zu.

Zu meiner Verwunderung stellte ich fest, dass sich in meiner Abwesenheit vieles verändert hatte. In vielen Arbeitsbereichen ist eine große Selbständigkeit der Mitglieder entstanden und die gesamte Arbeit erhielt dadurch eine neue Dynamik. Der Leitgedanke des Clubhauskonzeptes, kurz gefasst als Hilfe zur Selbsthilfe, erfährt immer größere Umsetzung und es ist spannend zu sehen, wie sich die ARbeit immer weiterentwickelt.

Ich freue mich, dabei zu sein und meinen Anteil dazu beizutragen.

 

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Die neue Praktikantin stellt sich vor!!!



Hallo Oasler!

 

Jetzt bin ich schon seit März hier in der Oase und möchte die Gelegenheit nutzen, mich allen noch einmal vorzustellen.

 

Ich heiße Anke Demuth-Lammel und wohne mit meinem Mann und meiner 4 1/2-jährigen Tochter in Murnau.

Ich bin 1980 in München geboren und aufgewachsen. Dort habe ich meine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht und anschließend meine Fachhochschulreife an der BOS. 2001 bin ich dann nach Murnau gezogen und habe im Kindergarten in Oberammergau gearbeitet. Nach der Geburt meiner Tochter war ich als Tagesmutter und als Schwimmlehrerin für Kinder aktiv.

Ich hatte immer geplant noch eine weitere Ausbildung zu machen und so habe ich 2005 mein Studium der Sozialen Arbeit in Benediktbeuern begonnen. Als ich im letzten Jahr auf der Suche nach einer Stelle fürs Jahrespraktikum war, habe ich von der Oase gehört und mich dann auch gleich vorgestellt. An meinem Hospitationstag wurde ich so freundlich empfangen, dass für mich gleich feststand, dass ich hier mein Praktikum machen möchte. Und da bin ich nun.

Die meisten meiner Eigenheiten habt ihr ja schon kennengelernt, ansonsten bin ich ein Bücherfan, fotografiere gern und spiele Querflöte und Klavier, wenn ich Zeit dazu finde. Mit Sport versuche ich mich gerade anzufreunden, wozu ich hier Gelegenheit beim Nordic Walking bekomme.

Ich fühle mich in der Oase sehr wohl und freue mich auf eine abwechslungsreiche, spannende Zeit.

 

Anke

 

Ausgabe No. 20/2007

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Ein Zivi für die Oase


Mein Name ist Alexander Müller und ich bin der erste Zivi in der Tagesstätte Clubhaus Oase in Penzberg. Ich hatte das Glück diese Zivildienststelle zu bekommen und habe am 04.09.2006 meinen Dienst aufgenommen. Es gibt eine Besonderheit bei meiner Zivistelle, da ich im Prinzip drei Dienststellen habe. Die eine ist die Tagesstätte Clubhaus Oase in Penzberg, die anderen beiden sind die Schatzkiste in Penzberg und die i+s Pfaffenwinkel Gmbh in Weilheim. Dies wurde so eingerichtet damit ich die erforderliche Wochenzahl von 40 Stunden die Woche Arbeitszeit erfüllen kann.

Das ständige Wechseln von Dienststelle zu Dienststelle ist ein wenig mühsam, zumal eine in Weilheim ist und die anderen beiden in Penzberg, aber die Abwechslung, die ich durch das ständige Wechseln erfahre, gleicht das wieder aus.

Meine Hobbys sind zum einen Lesen und am PC arbeiten. Ich gehe auch gern abends mit Freunden weg.

Meine Dienstzeit im Clubhaus Oase endet am 31.05.2007, also es ist noch ein wenig hin.

Ich sammele wertvolle Lebenserfahrung in der Oase und es macht sehr viel Spaß hier zu arbeiten.

 

Von ALex

 

Ausgabe No. 2006/2007

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Mein Jahr 2006 von Karl-Heinz


Mein letzter Arbeitgeber in Penzberg hatte mir einen Aufhebungsvertrag angeboten, weil ich aus gesundheitlichen Gründen die Arbeitsanforderungen nicht mehr geschafft habe. Ich wusste nicht wie es weiter gehen sollte. Nach dieser schlechten Nachricht und mit der Aussicht in einem halben Jahr arbeitslos zu sein, suchte ich das Gespräch mit dem Integrationsamt. Nach einem klärenden und unterstützenden Gespräch habe ich endgültig dem Aufhebungsvertrag zugestimmt. Ich meldete mich arbeitslos und verschickte mehrere Bewerbungen. Mein heimlicher Wunsch war es, bei Herzogsägmühle zu arbeiten. Herr Maßmann legte mir nahe zweigleisig zu fahren und die Rente zu beantragen. Diese wurde nach 4 Wochen überraschend genehmigt. Wie der Zufall so will, hat sich die i+s Pfaffenwinkel GmbH Weilheim in Penzberg vorgestellt, einen Gebrauchtwarenladen zu eröffnen. Es fand in der Tagesstätte eine Informationsveranstaltung statt. „ Das wär’s.“ Dort wollte ich mich bewerben. Zeitgleich meldete sich Herr Maßmann und meinte eine Stelle in dem Gebrauchtwarenladen wäre eine gute Chance für mich. Bald schon hatte ich ein Vorstellungsgespräch und daraufhin ein Praktikum in Weilheim.

Anfang Mai begannen wir die Schatzkiste, so sollte der Gebrauchtwarenladen heißen, einzurichten. Am 24. Mai war dann die Eröffnung. Seit dem bin ich dort im Lager beschäftigt und sortiere Gebrauchtwaren ( Kleidung und Hausrat) aus. Ich bin froh, dass es dort geklappt hat.

 

Ausgabe No. 2006/2007

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Praktikantin Isabell Kreis


Hallo, mein Name ist Isabell Kreis, ich bin am 4. Mai 1984 in Neuburg an der Donau geboren und wohne zur Zeit in Großweil. Ich studiere nun im 5. Semester Sozialpädagogik in Benediktbeuern. Ich bin mir sicher, damit meinen Traumberuf gefunden zu haben, denn die Arbeit mit Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen, ist für mich meine wahre "Berufung" und macht mich einfach glücklich. Nicht zulietzt bestätigte mir dies mein Praktikum hier in der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous. In meiner Praktikumszeit lernte ich die Theorien, die man während des Studiums trocken "vorgekaut" bekommt, lebendig und praktisch anzuwenden. Ich bin mir durchaus bewusst wie viel Glück ich mit den Mitgliedern unserer Tagesstätte hatte, die mich herzlich aufgenommen haben. Ich freue mich nun auf meine nächste Praktikumszeit und hoffe sehr noch viele interessante und schöne Erfahrungen zu machen.

 

Hier noch Meinungen der Mitglieder über unsere Praktikantin:

- Frau Kreis unsere starke engagierte Tierschützerin, die zu Ihrer vegetarischen Lebenseinstellung steht.

- Sie ist nicht nur ein Fan von Skoda, einer seriösen Automarke, was man an Ihrem eher sportlichen Fahrstil unschwer erkennen kann. Sie liebt zudem eine Art Konglomerat von Cornflakes angebraten mit Schokoguss, was im Allgemeinen als "Schokokrossis" bezeichnet wird.

- Sie ist unser Engelsgesichterl mit den breiten grinsen von einem Ohrwaschel zum anderen.

- Frau Kreis ist eine Blondine die sich sehr gegen Blondinenwitze einsetzt.

- Mit ihrem natürlichen Wesen erheitert sie durch angeregte Gespräche das Clubhausklima, und erfreut immer wieder durch offene ehrliche Meinungsäußerungen.

 

Ausgabe No. 04/2006

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Unser neuer Zivi


Ich bin der neue Zivi in der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous in Garmisch-Partenkirchen. Ich hieße Johannes Sepp Graf und bin gebürtiger Garmischer, wohne aber in Oberau. Meinen Dienst habe ich im Oktober 2006 mit dem Alter von 19 Jahren begonnen, in der Zeit vor meinem Zivildienst habe ich in Ettal Abitur gemacht.

Ich habe die Stelle in der Tagesstätte von meiner Tante empfohlen bekommen, da zwei meiner Cousins bereits diese Tätigkeit verrichteten und sehr zufrieden waren.

Mit meinem Aufgabenfeld bin ich sehr zufrieden, sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Besuchern der Tagesstätte komme ich sehr gut aus. Das Arbeitsklima ist entspannt und locker.

Privat beschäftige ich mich hauptsächlich mit Musik, bin Skilehrer und mache gerne kleine und größere Wanderungen durch deutschsprachigen Wohnraum.

Nach dem Zivildienst werde ich wahrscheinlich in München studieren, doch in welchen Gebiet konnte mir bisher noch keiner sagen. Am Schluss werde ich dann doch noch Grundschullehrer.

 

Ausgabe No. 04/2006

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Unsere neue Mitarbeiterin Frau Königsberger


Seit dem 18.4.2006 haben wir nun eine neue Mitarbeiterin Frau Katrin Königsberger, die schon 2003 ihr Praktikum absolvierte, und daher vielen Besuchern schon positiv bekannt war.

Ihr zu Ehren gab es als Einstandsessen Königsberger Klopse mit Salzkartoffeln. Was man über Frau Königsberger wissen sollte, wenn man mit ihr zu tun hat:

 

- sie ist engagiert, spontan und offen

- sie ist eine gute Zuhörerin

- sie besticht mit ihrem fundierten Fachwissen

- sie ist akut soapsüchtig

- sie ist sehr strengt wenn es um die Verteilung der Arbeiten zum Mittagessen geht!

- sie ist in 99% der Fälle sehr umgänglich,

 

doch ACHTUNG! wenn man sich mit ihr anlegt sollte man sich warm anziehen!

 

Wenn diese Punkte beachtet werden hat man niemals Probleme mit ihr.

 

Wir sind froh, dass wir sie haben, und wünschen ihr weiterhin alles Gute!

 

Ausgabe No. 04/2006

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Back to Oase


Jetzt hat es wohl schon jeder zu Ohren bekommen, Nataša is back to Oase.

Aber fangen wir mal von vorne an.
Im Januar 2006 genoß ich gerade meinen Skiurlaub in, -ja wo wohl- Slovenien, als mich ein Anruf aus Deutschland erreichte. Ich war erstaunt, am anderen Ende der Leitung, meine ehemalige Anleiterin Anne zu hören. Nach kurzem <Hallo> kam dann die zweite Überraschung. Die Frage, ob ich mir vorstellen könnte, wieder in der Oase zu arbeiten. Was für eine Frage! Ist mir der Abschied vor drei Jahren doch sehr schwer gefallen. Nach meinem Urlaub wollten wir noch mal darüber sprechen, da ich ja etwas überrascht war und mein Studium erst in einem halben Jahr beenden würde. Nach einigen Telefonaten war es dann beschlossenen Sache, und ich hatte nur noch einen „Brocken“ Arbeit hinter mich zu bringen. Das war das Schreiben meiner Diplomarbeit.
Die nächsten Monate war ich also damit beschäftigt, vor meinem Computer Wurzeln zu schlagen, die Nacht zum Tage zu machen, meinen Zigarettenkonsum ins unermeßliche zu schrauben. Und das alles, um unendlich viele Seiten mit Worten zu füllen, um am Ende endlich das ersehnte Diplom zu bekommen. Nachdem ich alles hinter mich gebracht hatte, waren noch zwei Wochen Slovenien für mich drin, die ich zur Entspannung meiner Augen benötigte.

Dann war es soweit. Anfang Mai schlenderte ich wieder auf der Bahnhofsstraße Richtung Innenstadt mit dem Ziel „Unterer Graben 10“. Es war sehr schön, alte und neue Gesichter in der Oase zu entdecken und wieder herzlich aufgenommen zu werden. Nun sind schon einige Monate vergangen. Wir haben zusammen Feste gefeiert, sportliche Erfolge gewürdigt, gemeinsam gekocht, gespült und gelacht, die 9. europ. Clubhauskonferenz besucht, Heilig Abend genossen, ...  u.s.w.

Nun freue ich mich auf die zukünftige Zeit hier in der Oase, auf gemeinsame schöne Momente und Erfolge, auf eine gute Stimmung und sehr gutes Essen, auf Gespräche und Fortschritte, auf ausgelassenen Feste und motivierende Arbeit, auf Altbewährtes und auf Neues, und auf alles was uns hier in der Oase zusammenhält.

Nataša

Ausgabe No. 19/2007

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Mein Leben


Ich habe lange überlegt, ob ich dieses hier schreiben soll. Durch die Oase habe ich viele Menschen kennengelernt und erkannt, das hinter jedem ja auch ein Leben steckt. Vielleicht helfen meine Zeilen manchen, ein bißchen weiter zukommen.

Geboren wurde ich 1959 in München als zweites Kind. Meine Mutter hatte sich unbedingt einen Sohn gewünscht und war so über mich nicht sehr erfreut. Ich entwickelte mich, im Gegensatz zu meiner älteren Schwester zu einem sehr lebhaften Kind, womit meine Eltern nicht gut zurechtkamen. Ich war ein richtiger Zappelphilipp, heute weiß ich, daß es ADHS war. Nur damals konnte man nichts mit dem Begriff anfangen.

1963 bekam ich dann noch eine Schwester, die auch sehr ruhig war und mit der ich ein sehr inniges Verhältnis hatte.

Ich hatte viele Unfälle, viele Krankheiten, bestimmt war das für meine Eltern nicht immer einfach. Aber man sollte meinen, Kind ist Kind und man muss lernen damit umzugehen.

Vom 11. bis zum 13. Lebensjahr wurde ich sexuell missbraucht, was mein Leben bis heute beeinflusst.

Ich war sehr frühreif und mit 12 Jahren schon weit entwickelt. Heute weiß ich, daß sich durch den Missbrauch vieles früher entwickelt, was oft nicht gut ist.

Mit 14 Jahren hatte ich schon den ersten richtigen Kontakt zu einem Mann, der damals 11 Jahre älter als ich war. Habe dann sehr viele Männer gehabt, was zu der damaligen Zeit noch nicht so üblich war. Meine Therapeutin hat mir erklärt, ich wollte mich an den Männern rächen.

Mit 16 Jahren habe ich dann meinen Mann kennen gelernt und wurde dadurch auch ruhiger, allerdings habe ich ihn zu der Zeit wo wir noch nicht verheiratet warten auch betrogen.

Mit 22 Jahren habe ich geheiratet und 13 Monate später meine Tochter bekommen. Drei Jahre später folgte meine zweite Tochter und ich war zu der Zeit sehr glücklich !

Allerdings habe ich schon damals Nähe und Zärtlichkeit von meinem Mann vermisst, aber ich hatte die Kinder und die waren und sind mein ein und alles.

Die Jahre zogen sich dahin, ich habe gearbeitet meine Kinder gehabt und mein Mann hat Karriere gemacht. Er stiegt die Erfolgsleiter hinauf hat uns aber nicht teilnehmen lassen. Das einzige war, daß er finanziell sehr großzügig war. Irgendwie hat immer was gefehlt und das habe ich versucht, mit Arbeit zu unterdrücken.

Im Herbst 2001 hat sich meine Tochter geoutet, das sie lesbisch ist und meine andere Tochter hatte einen Freund, der sie sehr schlecht behandelt hat. Das hat mich alles sehr mitgenommen und bei meinem Mann fand ich keine Unterstützung. Er hatte seinen Job und seinen Sport. Ich stand mit den Problemen ganz alleine da.

Die Folge war, das ich einen Nervenzusammenbruch hatte, vom dem ich mich nicht mehr erholt habe. Konnte nicht mehr arbeiten, war erst krankgeschrieben, dann arbeitslos und dann bekam ich die Rente.
Mein Mann hat sich zu der Zeit um mich gekümmert, aber ich war sehr viel alleine und irgendwie hatte ich keine Freude mehr am Leben

Beide Kinder waren mittlerweile ausgezogen und ich alleine. Mein Mann hat sich immer mehr zurückgezogen und irgendwie wurde er mir immer fremder.

2004 konnte ich nicht mehr und habe einen Selbstmordversuch gemacht. Lag drei Tage auf der Intensivstation und kam von da gleich in die Psychiatrie.

In der Psychiatrie hat mir mein Mann dann mitgeteilt, das er nicht mehr mit mir leben wollte. Für mich brach eine Welt zusammen. Heute weiß ich, das er damals schon eine Freundin hatte. Ich musste 6 Wochen bleiben und kam von dort aus gleich in eine andere Klinik.

Ich war am Ende und dachte sehr viel an Selbstmord, ich hatte Glück, dass mir sehr gute Therapeuten geholfen haben.

2004 im November wurde ich dann entlassen Nach Hause konnte ich nicht mehr. Wohnung hatte ich keine, durch einen guten Bekannten konnte ich erstmal möbliert wohnen. Da blieb ich dann bis Ende Dezember.

Die erste Zeit in meiner Wohnung waren furchtbar. Ich hatte keine Möbel, kein Geschirr und nichts, da mein Mann mir nichts gab. Ich hatte keine Nerven, um zu streiten und habe alles mit mir machen lassen.

Ich war völlig alleine und wusste nicht, wie ich alles schaffen sollte. Im Juni 2005 ging es mir wieder sehr schlecht und ich habe mir die Arme blutig geritzt und einiges an Tabletten geschluckt. Eigentlich wollte ich das gar nicht und habe den Notarzt selbst verständigt. Wieder war ich auf der Intensivstation. Nach 24 Stunden kam meine Therapeutin (die damals noch nicht meine Therapeutin war) sie hat mir geglaubt, das es kein Selbstmordversuch war und ich durfte in der Nacht noch nach Hause. Allerdings mit der Auflage, mich in der Oase zu melden und zum SPDI zu gehen. Seit dem geht es doch wieder langsam aufwärts mit mir.

Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich in der Oase meinen Platz gefunden habe. Jetzt gehe ich Montags und Freitags und koche für alle, was mir sehr Spaß macht. Auch bei Feiern und Ausflügen bin manchmal dabei, wobei mir das oft noch sehr schwer fällt.

Ich will meinen Weg ins Leben wieder zurückfinden, da ich im Moment noch sehr zurückgezogen lebe.

Ich hoffe, ich schaffe es !

Michaela

Ausgabe No. 19/2007

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Anne 10 Jahre in der Oase


Nun bin ich also auch schon in die Jahre gekommen, wo man Dienstjubiläen feiert!

Das Ganze fing für mich vor 10 Jahren ziemlich spannend an!

Ich hatte eigentlich zuvor nie mit dem Gedanken gespielt, bei der Herzogsägmühle zu arbeiten. Ich hatte ja eine schöne Arbeitsstelle in der „Schule zur individuellen Lebensbewältigung“ in Rottenbuch.

Aber als ein Clubhaus für psychisch Kranke ins Gespräch kam, blitzte es auf einmal in mir,  auf,  „das wäre doch auch etwas für mich“!
Eine erste Besichtigung vom Haus und dem damals wie  verwunschenen Garten,
ein beeindruckender Informationsbesuch im Clubhaus Schwalbennest,…..und der Gedanke, „das ist dieee Stelle für mich“, lies mich nicht mehr los.
Das Ganze gestaltete sich zunächst schwierig: Es geht doch nicht, dass mein Mann mein Vorgesetzter ist.
Es kamen Wochen bangen Wartens in denen ich hoffte, dass es doch mit mir und der Oase was werden würde.
Meine Wünsche wurden erhört und so konnte ich am 16. September 1996 mit meiner Arbeit in der Oase beginnen.
Wenn ich  zurückblicke, so hatte die Anfangszeit etwas ganz Besonderes: Es gab schon eine Gruppe von über 20 Mitgliedern, welche sich bereits vom Sozialpsychiatrischen Dienst her kannten. Ganz im Sinne vom Clubhauskonzept haben wir gemeinsam die Oase gestartet. Mit großem Engagement der Mitglieder wurde die Oase eingerichtet. Die Freude und Dankbarkeit war groß, dass es in Weilheim nun endlich ein Haus gibt, wo psychisch kranke Menschen Gemeinschaft und eine sinnvolle Aufgabe finden können.


Die 10 Jahre in der Oase sind für mich sehr schnell vergangen und es waren erfüllte Jahre. 
Mein erstes Gefühl, dass dies die richtige Stelle für mich sei, hat mich nicht getäuscht und ich könnte mir auch nach 10 Jahren keine schönere Arbeitsstelle für mich vorstellen.
Mir gefällt die Vielfältigkeit und Lebendigkeit der Arbeit.

Ich bin überzeugt vom Clubhauskonzept; es hat sich in der Oase bewährt und gezeigt, dass es ein sehr gutes, ausgereiftes Konzept ist.

Die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und meinem Kollegen macht mir sehr viel Freude. Ich möchte sagen, dass wir  ein „dream-team“ sind! Wir arbeiten kreativ und mit viel Elan. Wir entwickeln uns und unser Konzept ständig weiter.
Auch das Anleiten von Praktikantinnen macht mir viel Spaß.

Ich schätze die Herzogsägmühle als Arbeitgeber, welcher immer unterstützend hinter uns steht, uns aber für unsere Arbeit viel Freiraum lässt. Herzogsägmühle hat immer ein offenes Ohr für unsere Nöte, so bekommen wir im kommenden Frühjahr, um unsere Platznöte etwas aufzulösen, einen Umbau. 
Ein Hauptpunkt ist jedoch, dass ich die Leute, die in die Oase kommen, so wie sie sind, mit ihren Ecken und Kanten, sehr gerne mag. Es ist schön mitzuerleben, welche Talente in jedem einzelnen stecken und wie sie mit der Zeit zur Entfaltung kommen und das Selbstbewusstsein wieder zu wachsen beginnt. Oftmals habe ich eine große Bewunderung dafür,  wie so mancher sein schweres  Schicksal meistert. Es beeindruckt mich immer wieder auf´s Neue, dass trotz oder vielleicht auch wegen der schwer zu tragenden  Schicksale, bei uns in der Oase oft soviel Heiterkeit, Orginalität, Kreativität und vor allem Menschlichkeit anzutreffen ist.

Nun kurz gesagt, ich schätze mich glücklich und bin dankbar, dass ich eine so wunderbare Arbeitsstelle habe.

Anne Richter

Ausgabe No. 19/2007

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Susa Meyer


Mein Weg in ein selbst bestimmtes Leben

 

Im folgenden Artikel schildert Susa Meyer, Mitglied im Clubhaus Oase Weilheim, wie sie Hilfe erlebte, die ihr Leben heute prägt:

„Vor etwa 20 Jahren fingen meine ganzen Krankheiten an. Es fing an mit dem Essen, oder besser gesagt mit dem nicht mehr essen, also Magersucht, in Verbindung mit Tabletten und Alkohol. Später kam noch Bulimie, Adipositas und der Verlust der Stimme dazu. Außerdem war ich von Depressionen, Angstzuständen, und Fibromyalgie geplagt.
Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich mich jemanden anvertrauen konnte. Vor etwa 16 Jahren kam ich das erste Mal in die Klinik, wegen meines Stimmverlustes.
Damals begann ich mit der therapeutische Bearbeitung meiner Probleme. Es war ein neues Gefühl für mich, jemanden vertrauen zu können und über diese, für mich damals sonderbaren, Krankheiten reden zu können. Durch die Klinik kam ich zu der Adresse vom Sozialpsychiatrischen Dienst von Herzogsägmühle in Weilheim. Dort ging ich dann nach den Klinikaufenthalten hin um weiter an mir zu arbeiten. Der Psychologe vom Sozialpsychiatrischen Dienst vermittelte mir dann noch eine Psychiaterin.
Da fing dann eigentlich schon mein neues Leben an, denn ich begann mit diesen Menschen an, meine Vergangenheit zu verarbeiten. Es war sehr schwer für mich und ich lebte sehr einsam in meiner Wohnung. Einmal die Woche fand im Sozialpsychiatrischen Dienst ein Treffen für Betroffenen statt, der „Ratschentreff“, wo ich auch hinging. Es fiel mir jedoch sehr schwer, Kontakt zu den anderen Besuchern aufzubauen. Ich verkroch mich gerne. Die Einsamkeit machte mir sehr zu schaffen, aber ich fand eine Lösung und die war über meine Tiere. Dadurch lernte ich auch Verantwortung zu übernehmen und war nicht mehr alleine.
Ich war dann noch jahrelang in Ergotherapie, die mir sehr half, denn ich hatte dadurch noch eine Anlaufstelle. Dann kam noch die Selbsthilfegruppe im Gesundheitsamt dazu. So war ich gut behütet in einem sozialen Netz.
Ich lernte über meine Probleme zu sprechen, sicher erst einmal mit Fachpersonal, aber das tat mir sehr gut und half mir auch sehr, mit den Geschehnissen umzugehen. Vor 10 Jahren wurde das Clubhaus Oase eröffnet und ich konnte mir jetzt jeden Tag eine gewisse Struktur geben. Ich wurde sehr aktiv und lernte immer besser mit Menschen umzugehen, meine Berührungsängste waren nicht mehr ganz so schlimm. Über das Clubhaus Oase bekam ich die Möglichkeit im Telezentrum von Herzogsägmühle zu arbeiten. Das tat mir sehr gut, denn in der Zwischenzeit habe ich an der Handwerkskammer Kurse belegt für Computerarbeiten. Die Teilnahme an den Kursen war für mich damals auch sehr hart. All die fremden Menschen. Aber die Laienhelfer aus dem „Ratschentreff“ motivierten mich sehr dazu, weiter zu machen und nicht aufzugeben. So habe ich sogar die Prüfungen für die Computerkurse geschafft. Ich merkte schon das es mir besser ging als am Anfang und ich wollte es schaffen, ganz aus den dunklen Löcher rauszukommen. Durch die Arbeit im Telezentrum wuchs mein Selbstwertgefühl. Ich fühlte mich auf einmal stärker und hatte das Gefühl, doch nicht umsonst auf dieser Welt zu sein. Ich wurde gebraucht und lernte auch mit den Problemen anderer Menschen umzugehen, denn das gehört zum Leben auch dazu. Ein großer Schritt vorwärst war auch der Beginn mit dem Sport, ich machte recht viel Sport, fast jeden Tag und es tat gut. Ich lernte meinen Körper wieder kennen und hasste ihn nicht nur. Ich fing an ihn zu mögen. Mit dem Sport übernahm ich aber auch Verantwortung für mich, was für mich ganz neu war.
Jetzt kann ich sagen das ich über die schwarzen Löcher hinweg bin und ein neues Leben begonnen habe. Ich arbeite im Telezentrum, bei Tierorganisationen und in einer Selbsthilfegruppe. Es macht mir alles sehr viel Spaß, ich genieße die Zeit für mich und habe Freude an meinen Hobbys. Ich habe gelernt meine Freizeit zu genießen und etwas damit anzufangen. Auch habe ich mich nicht ganz von dem Clubhaus Oase abgewendet. Sie haben mir sehr geholfen, und ich möchte etwas von der Hilfe wieder zurückgeben, denn ich bin sehr glücklich es endlich geschafft zu haben. Ich biete dort jetzt einmal in der Woche einen Nordic Walking Kurs an, aber auch bei der Clubhaus-Zeitung helfen ich gerne.
Wenn nun aber das ganze Netz von Hilfen nicht da gewesen wäre, glaube ich nicht dass ich noch am Leben wäre. Durch den SPDI, durch meine Psychiaterin, der Ergotherapie, der Selbsthilfegruppe und natürlich auch durch das Clubhaus Oase haben ich es geschafft nach qualvollen 20 Jahren mein Leben zu leben, was ich mir nie vorgestellt hätte. Ich hoffe sehr, dass diese Möglichkeiten für andere auch weiter bestehen bleiben, damit diese Menschen auch die Möglichkeit haben gesund zu werden".

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Von der Praktikantin zur Sozialpädagogin


Im Oktober 2002 kam ich als erste Praktikantin in die Oase Penzberg. Ich war im dritten Semester des Studiums Soziale Arbeit in Benediktbeuern und freute mich sehr, diesen Platz gefunden zu haben. Das Clubhaus bestand gerade ein Jahr und befand sich damals noch in der Aufbauphase. Was hat sich seit her alles verändert! Damals kamen zwischen zwei und sieben Besucher täglich in die Oase. Heute ist es das Doppelte.

Nach meiner Praktikumszeit schaute ich in lockeren Abständen immer wieder in der Oase vorbei. Jedes Mal stellte ich Erneuerungen in der Raumgestaltung und im Veranstaltungsangebot fest. Edith, Irmgard und Frank taten ihr Bestes.

Für viele Besucher ist sie nun zu einem festen Bestandteil in ihrem Alltag geworden. Der große Tisch ist immer gut belegt und fünfzehn Besucher sind keine Seltenheit. Geburtstage werden mit Kaffee und Kuchen gefeiert, umrahmt von musikalischen Einlagen aller oder speziell von Margarete, Gerd und Christina, dem Oasen-Gesangstrio. Margarete vollendet die Feierlichkeiten mit ihren literarischen Beiträgen, die zum großen Teil aus eigener Feder stammen.

Nach vier Jahren Studium feierte ich nun Mitte November 2005 hier in der Oase meinen Studienabschluss und es freut mich immer wieder, hier vorbei zu schauen und willkommen zu sein.

Ich wünsche den Oasenbesuchern und dem Mitarbeiterteam weiterhin eine gelingende Zusammenarbeit und viel Spaß und Freude.

Petra

 

Ausgabe No. 2005/2006

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Steckbrief Praktikantin: Jessica Hösl


Wer ist das?????
Auch dieses Jahr gibt es in der Oase in Weilheim wieder eine neue Praktikantin und ich habe das Glück, die Auserwählte zu sein.
Ich möchte mich denjenigen, die mich noch nicht kennen, heute kurz vorstellen.
Mein Name ist Jessica Hösl, ich bin 27 Jahre alt und wohne im wunderschönen Uffing am Staffelsee. Ich studiere in Benediktbeuern "Soziale Arbeit". Dort habe ich auch von der Praktikumstelle in der Oase erfahren, die mich gleich so neugierig gemacht hat.

Was ich vorher alles gemacht habe:
Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zur Industriekauffrau. In diesem Beruf habe ich keine Erfüllung gefunden, deswegen habe ich mein Abitur nachgeholt und mich für ein Studium entschieden. Ich habe mich für die Soziale Arbeit entschlossen, da ich der Meinung bin, dieser Beruf passt am besten zu meiner Persönlichkeit. Ich bin sehr aufgeschlossen, kommunikativ und arbeite gerne im Team.

Was ich sonst so mache:
Meine Freizeit versuche ich so viel wie möglich in der Natur zu verbringen. Das bietet sich an, denn ich habe mehrere Tiere, die mich bei meinen Ausflügen gerne begleiten. Da ist mein Hund Rusty und mein Pferd Kaschmir, die beiden brauchen mindestens genauso viel Auslauf  wie ich. Wenn meine tierischen Freunde einmal Ruhe brauchen, dann gehe ich auch gerne Skifahren oder im Sommer zum Radeln. Und wenn das Wetter gar nicht passt, was ja bei uns leider häufig der Fall ist, dann muss ich meinen sportlichen Bedarf im Fitness-Studio decken.

Das Kleingedruckte: Bei Schokolade kann ich schwer (besser gar nicht) nein sagen, Diagnose: Schokosüchtig. Manchmal rede ich zu viel, dann einfach die Stoptaste drücken!!! Bin meistens für Späße offen und nie nachtragend. Falls euch weitere Nebenwirkungen auffallen, könnt ihr sie mir jederzeit mitteilen, sie werden in der nächsten Packungsbeilage berücksichtigt.

Was gibt’s sonst noch zu sagen:
Ich freue mich schon auf meine Praktikumszeit, die ich hier in der Oase verbringen darf. Es wird bestimmt ein spannendes Jahr für uns alle. Schon nach meinen ersten drei Tagen fühle ich mich sehr wohl hier und ich möchte mich bedanken für das herzliche Willkommen, dass ich von allen Seiten erfahren habe.

Ausgabe No. 18/2006

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Chronologisches


„Chronologisches“

Am 15. Juni 1998 öffnete das Clubhaus Rendezvous seine Türen als Begegnungsstätte für Menschen mit seelischen Erkrankungen.

Eine Mitarbeiterin der ersten Stunde (seit Oktober 1998) ist Ricarda Bollinger-Schönnagel. Als  Leiterin der Tagesstätte unterliegt ihr die Dienst- und Fachaufsicht. Dazu gehören die Führung und Betreuung der Mitarbeitenden, die Anleitung von Praktikanten, die Durchführung der Aufgaben, die vom Kostenstellenleiter an sie delegiert werden, die Kassenführung, das Schreiben von Beurteilungen, das Führen von regelmäßigen Einzelgesprächen und  das Erstellen von Urlaubsplänen. Ebenso gehören die partnerschaftliche Begleitung der Tagesstättenbesucher und das Erstellen und Fortführen individueller Förderpläne zu ihrem Aufgabengebiet. In Zusammenarbeit mit ihrem Team organisiert sie eine Tagesstättenstruktur, die Durchführung von Freizeitangeboten und  Ausflugsfahrten mit den Besuchern. Ricarda B.-Schönnagel lebt seit vielen Jahren im Werdenfelser Land, sie ist verheiratet, hat 3 Söhne und eine Tochter. Ein mehrmonatiges Praktikum, welches sie in der Tagesstätte Clubhaus Oase in Weilheim absolvierte, begeisterte sie von der Clubhausidee, da sie erkannte wie positiv sich der Besuch der Tagesstätte auf die Klienten auswirkte.

Seit November 1999 arbeitet Andreas Nemitz als Dipl.-Sozialpädagoge im Clubhaus Rendezvous. Von Anfang an gefiel ihm das positive Klima in der Tagesstätte, sowohl unter den Besuchern, als  auch zwischen den Mitarbeitern. Nicht zuletzt trägt auch der attraktive Ort Garmisch-Partenkirchen mit seinem hohen Freizeit- und Erholungswert zur Atmosphäre in der Tagesstätte bei. Oft erzählen ihm Besucher stolz von ihren Wanderungen und Erlebnissen rund um Garmisch-Partenkirchen. So ist für ihn mit der Arbeitsplatzwahl der Tagesstätte in Partenkirchen neben dem guten Arbeitsklima der Wunsch nach einer guten Arbeitsumgebung in Erfüllung gegangen. Neben dem Sozialpädagogikstudium hilft ihm seine handwerklich-technische Ausbildung (Gesellenbrief) das Angebot der Tagesstätte auch im Praktischen zu vertreten.

 

Die erste Praktikantin der Sozialpädagogik kommt im Februar 2000 und unterstützt das Team der Tagesstätte bei der Arbeit.
Im Februar 2001 bekommt die Tagesstätte einen eigenen VW-Bus gespendet. Damit wird es für viele Besucher möglich, sich abholen und wieder nach Hause bringen zu lassen.
Der „dazugehörige Fahrer“ ist der erste Zivi der Tagesstätte, der im August 2001 seinen Dienst antritt. Vier weitere Zivildienstleistende folgten ihm bisher.

Komplettiert wird das Tagesstättenteam im Mai 2002 als Andreas Keck neuer Mitarbeiter der Tagesstätte wird. Er hat sein Studium der Sozialpädagogik in Benediktbeuern abgeschlossen, wohnhaft ist er in Kochel am See. An der Tagesstättenarbeit freut ihn, zu spüren, wie der Zusammenhalt unter den Clubhausbesuchern beständig wächst und wie das „Rendezvous“ für alle eine sinnvolle Stütze sein kann. Er arbeitet in Teilzeit und studiert nebenbei Philosophie in München. Seine Interessen Wandern, Bergsteigen, Literatur und Singen kann er häufig in seine Arbeit mit den Besuchern einfließen lassen.

Nach vier vorausgegangenen Praktikantinnen ist seit Februar 2005 Judith Schubert derzeitige Praktikantin der Tagesstätte. Sie studiert seit einigen Semestern Sozialpädagogik in Benediktbeuern und freut sich, eine  Praktikumsstelle mit einer so angenehmen Arbeitsatmosphäre gefunden zu haben. Von der Clubhausidee ist sie begeistert, denn viele Gespräche mit Besuchern haben ihr gezeigt, wie wichtig ihnen der Besuch der Tagesstätte ist, wie er sie stabilisiert und ihnen dadurch eventuelle Krankenhausaufenthalte erspart.

Alexander Weigell ist im August d. J. als neuer Zivi in die Tagesstätte gekommen. Eine seiner Hauptaufgaben ist es, Besucher mit dem VW-Bus in die Tagesstätte zu bringen bzw. sie wieder nach Hause zu fahren.


Clubhauszeitung Rendezvous GAP, Ausgabe 03/2005

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Lebensbericht


Seit Juni 2001 lebe ich in Garmisch in der ersten ambulant betreuten Wohngemeinschaft, die von der Herzogsägmühle eingerichtet wurde.
Ich kam direkt aus einer Klinik in Rosenheim zurück in meinen Heimatort und litt immer noch unter schweren Angstzuständen und Depressionen.
Ich war die Erste in der Wohngemeinschaft mit der Auflage, täglich in die Tagesstätte für psychisch Kranke, das Clubhaus Rendezvous, zu gehen.
Es ging darum, dass ich unter Menschen kam und wieder lernte, mich zu beschäftigen. Diese Zeit war sehr wichtig für mich. In der Tagesstätte gibt es verschiedene Dienste, ich half beim Kochen oder kochte selbst für alle Besucher. Zudem lernte ich viele liebe Menschen jeglicher Altersgruppen kennen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen am Clubhausleben teilnahmen.

Sehr wichtig war mir in dieser Zeit meine Cousine Andrea, die mir half, am normalen Leben teilzunehmen. Ich durfte einmal die Woche ihre Wohnung putzen und hatte dadurch auch ein kleines Taschengeld. Außerdem trafen wir uns einmal wöchentlich zum Singen. Im gleichen Zeitraum wurde ich bei einer Heilpraktikerin mit Akupunktmassage behandelt. Dies tat mir alles sehr gut!

Seit 1995 war ich, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, in der Psychiatrie.
Hier erlernte ich während der Beschäftigungstherapie Wachsfiguren bemalen und Kerzen ziehen bei einem sehr fähigen Arbeitstherapeuten.

Im September 2001 fand ich Arbeit bei einem ambulanten Pflegedienst, bekam zwei Patienten zugeteilt und wurde im Oktober 2001 fest angestellt.

Rückblickend gesehen war ich wohl nie ganz psychisch gesund, musste und wollte aber arbeiten.
Seit 14. Mai 2004 bis Mai 2005 bin ich nicht mehr stationär in der Psychiatrie gewesen.
Dies verdanke ich unter anderem meiner Familie, meinen guten Freunden, besonders meinem Freund Helmut H., den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal der psychiatrischen Klinik, den Seelsorgern, meiner Rechtsbetreuerin sowie den Mitarbeitern der Wohngemeinschaft und der Tagesstätte  „Clubhaus Rendezvous“.

Nicht zuletzt hilft mir auch das immer fröhliche Programm des örtlichen Radiosenders.
In den Morgenstunden zünde ich mir eine Kerze an, schreibe Tagebuch, überprüfe die Termine des kommenden Tages und bete. Während dieser Zeit lausche ich dem Radio.
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Froh bin ich auch darüber, dass ich zu meiner psychischen Erkrankung nicht noch mit Suchtproblemen zu kämpfen habe.
 
Ich bin so dankbar, daß ich durch die Mitarbeiter der Wohngemeinschaft gelernt habe, psychische Krisen zu verstehen und die Auslöser dafür zu erkennen. So sollten eigentlich Psychotherapeuten arbeiten!
Man muß lernen mit seiner Krankheit umzugehen und nie aufzugeben, daran zu glauben, wieder ein „normales“ eigenständiges Leben führen und wenigstens wieder stundenweise einer Arbeit nachgehen zu können.
Wenn sich dieser Glaube festigt, wird alles wieder gut! Aber man braucht auch menschliche Engel im Umfeld, die einen unterstützen! Gott sei Dank gibt es diese!
Ich bin zwar jetzt psychisch stabil und habe eine Arbeit mit Festanstellung auf 400,-Euro-Basis in Aussicht, bin aber noch zu langsam. Meine zukünftigen Arbeitgeber sind auch sehr verwundert, daß man überhaupt mit so vielen Psychopharmaka arbeiten kann!
Außerdem habe ich durch meine ehrenamtliche Mitarbeit im „Weltladen“ der
St. Irmengard Schule meine Angst vor Menschen überwunden.

Problematisch für mich ist auch mein Übergewicht und dass ich mich zu wenig bewege. Obgleich ich meine Ernährung schon umgestellt habe, nehme ich nicht ab. Aber wichtiger ist mir mein Seelenheil.
 
Abschließend möchte ich sagen, durch all die von mir erwähnten Menschen „wurde mir wieder dazu verholfen mir meiner ureigenen Würde als Mensch – auch vor Gott – bewußt zu werden und es kam zur Heilung der Verwundungen meiner Seele“. Ich muss zitieren, weil ich es mit meinen eigenen Worten nicht besser hätte ausdrücken können. (Zitat von Schwester Maria Droste zu Vischering)

Jetzt warte ich auf meine körperliche Rehabilitation, um dann mit meiner Arbeit anfangen zu können. Dann möchte ich ausziehen, um dem nächsten Platz zu machen, der auch seine Hoffnung auf Genesung verloren hat.

@ Eva R. (Mai 2005), Clubhauszeitung Rendezvous GAP, Ausgabe 03/2005

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Stefanie Scheuber


Ein kurzer Gastauftritt.

Mein Name ist Stefanie Scheuber, und ich bin/war die Kurzzeit-Praktikantin im Clubhaus Oase in Weilheim. Eigentlich komme ich aus dem badischen Karlsruhe und studiere im schwäbischen Stuttgart an der dortigen Berufsakademie Sozialpädagogik. Im Gegensatz zu einem Studium an der Fachhochschule verläuft das meinige eher wie eine Ausbildung. Das heisst, bei mir wechseln sich „Schule" und Praxis in einem 3 monatigem Rhythmus ab. In meiner Praxiszeit arbeite ich normalerweise in einem Heim für Mädchen, und dort in einer Wohngruppe für Mädels zwischen 12 und 18 Jahren.

Beim Studium an der Berufsakademie absolviert man im 3. Semester ein sogenanntes Fremdpraktikum. Das ist eine Praxiszeit, in der man eine andere Einrichtung mit anderem Konzept kennenlernen soll, um einen weiteren Einblick in den Beruf des Sozialpädagogen zu bekommen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es war nun so, dass ich im letzten Jahr mitten im 2. Semester steckte und während eines Besuchs bei meiner Cousine (die im schönen Peissenberg zu Hause ist) die Idee aufkam, doch hier meine Praktikumszeit zu verbringen. Sozusagen „back to the roots", denn ich bin gebürtige Starnbergerin und wollte (trotz mangelnder Sprachkenntnisse) wissen, wie sich der bayrische Winter anfühlt. Also blätterte ich im örtlichen Telefonbuch, um nach einer Stelle zu schauen und stieß so auf/in die Oase. Nach einer kurzfristigen Vorstellung war dann mein Schicksal besiegelt (was ein Glück für mich).

Anfang Januar war es dann soweit: meine Zeit in der Oase begann. Voller Aufregung kam ich also an meinem 1. Arbeitstag in den Unteren Graben und war gespannt, was so auf mich zukommen mag. Alle Bedenken waren jedoch umsonst, denn ich wurde sowohl von meinen neuen Kollegen, als auch von den Mitgliedern freundlichst empfangen. Und schon nach einigen Tagen kam es mir vor, als wäre ich schon länger ein Teil der Oase.

Um mich auch in einem Bereich einbringen zu können, durfte ich das Zepter in der Küche übernehmen. Dazu muss ich sagen, dass ich keine gastronomische Ausbildung habe, und sich auch sonst meine Kochfähigkeiten auf Tütensuppe und Fertigpackerl beschränken. Aber auch das ist hier kein Problem. Mit viel Hilfe und Geduld, wurde ich in die wunderbare Welt der Konvektis und gewerblichen Geschirrspülmaschinen eingeführt. (An dieser Stelle vielen Dank an die helfenden Hände für Spass und leckere Gerichte, die wir doch immer wieder zusammen zustande gebracht haben).

Aber nicht nur in der Küche konnte ich meinen Horizont erweitern – nein – ich durfte sogar in die Welt der Kegelprofis schnuppern. Wenn ich da an meine erste Trainingsstunde denke, möchte man gar nicht glauben, dass ich mittlerweile schon ein paar Neuner „geschoben" habe. Ein besonders spannendes Erlebnis war das Clubhäuser-Kegelturnier in Peiting, bei dem wir als Titelverteidiger den Pokal erneut mit nach Weilheim nehmen durften.

Zu einem anderen Clubhäuser-Treffen kam es bei der Faschingsfeier in Garmisch, die wir als „Oase andersrum" besuchten. Wie schon Leni in ihrem Artikel geschrieben hat, sehr witzig!!!

Aber hier in der Oase gibt es nicht nur Spannung und Spass, sondern auch „Schokolade". Die Schokolade, die ich meine, verursacht keine Karies und macht auch nicht dick – ganz im Gegenteil. Meine Gooddies waren Yoga und Tanztherapie, an denen ich teilnehmen und meine Seele baumeln lassen durfte.

Und kaum habe ich mich hier richtig eingelebt, viele besser kennengelernt und es geschafft, mehr nach dem Geschmack der Leute das Essen zu würzen, ist mein Praktikum hier in der Oase auch schon wieder zu Ende. Aber ich darf auf eine Zeit zurückblicken, in der ich tolle Leute kennengelernt habe. Leute, die auf bewundernswerte Weise mit ihrer Krankheit umgehen und ihr Leben meistern. Ich werde die urigen Kochstunden, die Kegeltrainings, Yoga, Bewegungstherapie, die Leute und sogar den Schnee (der für mich, als jemand aus dem warmen Baden, schon fast zu viel des Guten war) vermissen!

Jetzt hör ich aber lieber mal auf so auf die Tränendrüse zu drücken, sonst überflute ich mit meinen Tränen noch die Tastatur, und sage als abschließende Worte: Oasler, Ihr seid spitze!!!!

Servus und pfiadi von Eurer Kurzzeit Praktikantin Steffi

Steffi, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005

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So sehen neuerdings die Praktikantinnen in der Oase aus nach dem Praktikum




Anna


Was gibt’s Neues von mir. Ich wohne jetzt alleine in meiner Sozialwohnung.

Ich bin im Einzel-betreuten Wohnen, das heisst, dass einmal in der Woche meine Betreuerin vorbeischaut, so für eine Stunde.

Erzählen möchte ich Euch von unserem Oasen-Fasching, der im Clubhaus Rendevouz in Garmisch am Faschingsdienstag stattfand. Dabei waren auch die Penzberger. Für die Frauen gab es eine nette Einlage, nämlich das Männerballett, das zu Hiatamadl und Holzmichl tanzte.

Das Motto für uns Weilheimer war, die Frauen gehen als Männer und die Männer als Frauen. Unser Martin (Betreuer) gewann als Frau in Pelzmantel und Stöckelschuhen, (ich lieh ihm von mir noch eine Joop-Handtasche) natürlich den 1. Preis bei der Maskenprämierung.

Was noch weiter zurückliegt ist unsere Weihnachtsfeier, die heuer im Avanti, einem Bistro in Penzberg stattfand. Zu Erwähnen ist, dass der dortige Koch auch einmal  Mitglied des Clubhauses Oase war, und sich jetzt selbständig gemacht hat. Das Essen war super. Was mir besonders gefallen hat, war die Tischdekoration:  Modern, in Rot und Gold gehalten.

Das wars von mir bis bald Eure Anna

 

Anna, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005

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Elisabeth Obholzer


Hallo liebe Oasler,

ich bin eure neue Praktikantin, die Elisabeth Obholzer. Ich möchte mich zunächst vorstellen, damit ihr mich besser kennenlernt. Vorweg danke, dass ich mein Praktikum bei euch machen darf, und dass ihr mich so nett aufgenommen habt. Obwohl ich erst eine Woche da bin, fühle ich mich schon richtig wohl bei euch und denke, für die nächste Zeit eine Bleibe gefunden zu haben. Ich freue mich riesig auf die folgenden 40 Wochen, auf die Begegnung mit interessanten Menschen und ihre faszinierenden Lebensgeschichten, die sicherlich eine Bereicherung für mich sein werden.

Also, zurück zu mir. Ich bin 21 Jahre alt, für alle, die es genauer wissen wollen, ich bin am 13.5.83 in Peißenberg geboren. Ich bin in Forst (in der Pampa, oder dort wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen) aufgewachsen, wo ich übrigens noch heute ein und aus gehe, zusammen mit meinen zwei älteren Brüdern Florian (25 Jahre) und Thomas (27 Jahre) und natürlich meinen Eltern. Nach meiner Grundschulzeit in Forst und Wessobrunn habe ich das Gymnasium in Weilheim besucht, das ich 2003 mit meinem Abitur abgeschlossen habe. Für mich stand schon bald fest, dass ich im sozialen Bereich tätig sein möchte. Nach meiner ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen mit Behinderung wurde ich darin bestärkt, dass es ein sozialer Beruf sein muss, da mir nur hier Sinnerfüllung und  Selbstverwirklichung möglich schienen. Ich hatte Glück, dass ich sofort nach meinem Abitur an der FH in Benediktbeuern  einen Studienplatz bekam, was mir ermöglichte, meinem Traum als Sozialpädagogin ein Stück näher zu kommen.  Durch mein Praktikum im 3. Semester im Rahmen des Studiums in der psychiatrischen Klinik in GAP erhielt ich schon einen Einblick in den Bereich der Arbeit mit psychisch Kranken, so dass die Oase der richtige Ort ist, um das Gebiet weiter zu vertiefen. Nun habe ich die ersten drei Semester hinter mir, und ich fühle mich in meiner Wahl des Studienganges bestätigt. Es folgen nun die nächsten zwei praktischen Studiensemester, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, um endlich das theoretische Wissen, das ich mir angeeignet habe, anzuwenden bzw. in die Praxis umzusetzen.  Außerdem gilt es in dieser Zeit, „schwimmen zu lernen und eine kontrollierte Bauchlandung zu machen", wie mein Professor zu sagen pflegt.

 

 

In meiner Freizeit jogge ich gerne ( vor allem im Sommer), im Winter gehe ich zum Skifahren und Snowboarden, treffe mich mit Freunden, lese oder lerne Spanisch. Was gibt’s sonst noch von mir zu sagen? Ich denke, das sollte für’s Erste genügen, wenn nicht, könnt ihr einfach nachfragen. Ich freu mich auf eine schöne gemeinsame erfahrungsreiche Zeit mit euch zusammen und bin froh, ein Stück Weg mit euch gehen zu dürfen, der hoffentlich nicht zu steinig werden wird. Schritt für Schritt unterwegs zu sein, eine gemeinsame Wegstrecke in kleinen Schritten zurückzulegen, neue Stufen zu erreichen, seinen eigenen Weg suchen und finden, scheinen mir wichtige Ziele zu sein, um auch noch auf das folgende Bild Bezug zu nehmen und es einzubeziehen. „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg" (Laotse). In diesem Sinne hoffe ich, gemeinsam Richtung Ziel unterwegs zu sein. 

 

Eure Elisabeth Obholzer

 

Elisabeth, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005

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Anna


Ich bin die Anna und seit ca. 3 Monaten "fest" in der Oase dabei. Und jetzt auch ein "richtiges Mitglied". Mir gefällt es sehr gut hier bei Euch. Alle sind sehr nett zu mir.

Ich habe das Gefühl, ich kann mich richtig gut einbringen, und übernehme auch schon mal die ein oder andere Aufgabe, wie zum Beispiel den Alois ärgern, oder so, nein, im Ernst, ich hab richtig ein festes Verantwortungsgebiet übernommen, wie donnerstags die Schränke in der Küche putzen, so daß unsere Küche sauber bleibt. Und ich habe auch ein sehr "ehrgeiziges Ziel", nämlich eine TEP-Stellle von der Oase, nämlich das Haus in dem der SpDi untergebracht ist zu putzen.

Ich möchte auch den "Geburtstagsdienst" übernehmen, denn wenn ein Oasenmitglied Geburtstag hat, bekommt es "von allen" eine Karte. Das finde ich sehr schön. Auch wandere ich mit, wenn der Herr Richter vom SpDi das für uns anbietet.

Das sind immer sehr schöne Ausflüge alle 3 Wochen freitags, wo wir meist in die Gegend um Garmisch-Partenkirchen fahren und dort eine kleine Wanderung machen, und dann ein bisschen einkehren, denn das hat man sich ja dann verdient.

Unbedingt erwähnenswert ist unsere Oasen-Küche, denn da wird jeden Tag mindestens für 3 Sterne gekocht. Und das Essen ist jedesmal ein kulinarischer Genuss. Anstoß für diesen Artikel war, der Spaß, den ich beim Tippen von Texten hab, denn ich habe Industriekauffrau gelernt, und zu meinem Erstaunen noch nicht alles verlernt. Das macht mich froh. Auch überhaupt bringt mir die Oase viel, weil ich soziale Kompetenzen erwerbe, und mich menschlich angenommen fühle.

Ich kann nur jeden Betroffenen der sich angesprochen fühlt, ermutigen hier her zu kommen und wenigstens auszuprobieren ob die Oase "nicht auch was für ihn ist".

Denn für mich ist die Oase auch Lebensqualität.

Also macht es gut, und vielleicht schreibe ich ja in meiner "Tipplust" mal wieder einen netten Artikel für Euch.

Bis demnächst Eure Anna

 

Anna, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 16/2004

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Hemma Gruber


Mein Name ist Hemma Gruber, mein Geburtstag hat sich dieses Jahr zum 21. Mal wiederholt. Ich komme ursprünglich aus dem wunderschönen Kärnten, in Österreich, studiere nun aber im zweiten Jahr – Soziale

Arbeit – an der Benediktbeurer Stiftungsfachhochschule.

Durch dieses Studium haben mich meine Wege nun schließlich auch ins Clubhaus Rendezvous nach Partenkirchen geführt, wo ich für ein Jahr als Praktikantin versuchen werde eifrig mitzuarbeiten und zu lernen.

Hemma, Clubhauszeitung Rendezvous Ausgabe 01/2001

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Sebastian Frömel


Mein Name ist Sebastian Frömel und hab schon 19 Jahre auf dem Buckel. Bin in Garmisch-Partenkirchen geboren und wohne dort auch.

Ich war schultechnisch bis zur 10. Klasse Realschule in Garmisch-Partenkirchen, bin aber dann nach Weilheim an die Fachoberschule (Technik). Danach wollte ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker (Bereich System Integration) oder IT-System-Elektroniker machen.

Da ich ja aber verpflichtet bin Wehrdienst zu leisten, bin ich für 10 Monate im Clubhaus Rendezvous als Zivildienstleistender angestellt.

- Mal schaun was die Zukunft bringt -

 

Sebastian, Clubhauszeitung Rendezvous Ausgabe 01/2001

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Katrin Königsberger


Ich, Katrin Königsberger geboren am 18. Mai 1978 in Kempten bin ein richtiges Oberallgäuer „Landei“. Dort habe ich auch die ersten 23 Jahre meines Lebens verbracht.

Nach dem Abschluss meiner Schullaufbahn absolvierte ich eine Ausbildung zur staatl. anerkannten Erzieherin in Kempten. Recht schnell stellte ich fest, dass Kinder und Jugendliche „kleine Monster“ sind. Scherz!!!

Daraufhin verließ ich das idyllische Oberallgäu um ins noch idyllischere Oberbayern zu ziehen. In Benediktbeuern studiere ich nun schon seit 4. Semestern Sozialpädagogik. Das Praktikum, dass ich bei Ihnen absolviere, gehört zum praktischen Teil des Studiums.

Der Einstieg in die Clubhausarbeit wurde mir durch die freundliche und offene Aufnahme durch Sie erleichtert.

Wenn ich mich mal nicht im Clubhaus aufhalte, verbringe ich einen großen Teil meiner Zeit mit meinem Verlobten, meinen Freunden, sowie mit meinen Hobbys (Musizieren, Singen, Lesen, Fernsehen).

Ich bin sehr gerne hier bei Ihnen im Clubhaus und ich freue mich auf die nächsten Tage und Wochen meines Praktikums.

 

Katrin, Clubhauszeitung Rendezvous Ausgabe 02/2003

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Nina Kohler


Hallo liebe Oasler !

 

Ich bin die neue Praktikantin Nina Kohler und werde jetzt 40 Wochen bei Euch bleiben. Geboren bin ich am 15.12.1981 in Peißenberg, wo ich jetzt bei meinen Eltern und meinem 27-jährigen Bruder Tobi lebe. Nach der Realschule habe ich zuerst eine Ausbildung im Landratsamt Weilheim begonnen, die mir aber überhaupt nicht gefallen hat. Dann besuchte ich die Fachoberschule in Weilheim und von da an wußte ich, daß ich Soziale Arbeit studieren möchte. Nach meinem Fachabitur bekam ich sofort einen Studienplatz in Benediktbeuern. In den ersten 3 Semestern hatte ich sehr viel Spaß und ich habe mein Studium sehr breit gefächert, um einen möglichst breiten Einblick in die verschiedenen Bereiche zu bekommen. Ich hab mich riesig über den Praktikumsplatz in der Oase gefreut, da Ihr alle schon bei meinem "Schnuppertag" so herzlich zu mir wart.

Nun bin ich seit dem 1. März bei Euch und es macht mir sehr viel Spaß. Ihr habt mich von Anfang an so lieb aufgenommen und dafür möchte ich Euch danken.

Ich hoffe, daß die restliche Zeit meines Praktikums auch so gut verläuft, und wir noch sehr viel Spaß miteinander haben werden.

       Eure Nina

Nina, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 16/2004

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Ricarda B.-Schönagel


Seit Oktober 1998 bin ich als Leiterin der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous, einer Außenstelle der Herzogsägmühle, tätig.

Dort unterliegt mir die Dienst- und Fachaufsicht. Dazu gehört die Führung und Betreuung der Mitarbeitenden, darüber hinaus die Anleitung von Praktikanten. Ebenso die Durchführung der Aufgaben, die vom Kosten-

stellenleiter an mich delegiert werden, darunter fallen die Kassenführung, Schreiben von Beurteilungen in der Probezeit, Führen von regelmäßigen Einzelgesprächen, Erstellen von Urlaubsplänen.

Die partnerschaftliche Begleitung der Tagesstättenbesucher und das Erstellen und Fortführen der individuellen Förderpläne gehören ebenso zu meinem Aufgabengebiet.

Zusätzlich gehören zu meinen Aufgaben die Organisation einer Tagesstättenstruktur, die Durchführung von Freizeitangeboten und Ausflugsfahren mit den Besuchern in Zusammenarbeit mit dem Team.

Regelmäßig einmal in der Woche führe ich einen Computerkurs für die Besucher durch und gestalte mit ihnen zusammen noch kreative Arbeiten.

Zu meinem Lebenslauf:

Aufgewachsen bin ich in München, wo ich nach dem Abitur ein Studium begonnen habe. Seit sechzehn Jahren lebe ich nun im Werdenfelser Land in der Nähe von Murnau. Ich bin verheiratet und habe drei Söhne und eine Tochter.

Ich habe ein mehrmonatiges Praktikum in der Tagesstätte Clubhaus Oase, in Weilheim, absolviert und bin seit dieser Zeit von der Einrichtung einer Tagesstätte begeistert und sehe wie sie sich positiv auf die Besucher auswirken kann. Ich hoffe weiterhin in dieser angenehmen und entspannten Atmosphäre weiterarbeiten zu können.

Ricarda B.-Schönnagel

Ricarda, Clubhauszeitung Rendezvous Ausgabe 02/2003

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Andreas Nemitz


Seit 1999 arbeite ich als Diplom-Sozialpädagoge im Clubhaus Rendezvous. Von Anfang an ist mir das positive Klima in der Tagesstätte zwischen den Besuchern untereinander und den Mitarbeitern aufgefallen. Nicht zuletzt trägt wohl auch der attraktive Ort Garmisch-Partenkirchen mit seinem hohen Freizeit- und Erholungswert zur Atmosphäre in der Tagesstätte bei; oft erzählen mir die Besucher stolz von ihren Wanderungen und Erlebnissen rund um Garmisch-Partenkirchen. So ist für mich mit der Wahl der Tagesstätte in Partenkirchen neben dem guten Arbeitsklima der Wunsch nach einer guten Arbeitsumgebung in Erfüllung gegangen. Neben dem Sozialpädagogikstudium hilft mir meine handwerklich-technische Ausbildung (Gesellenbrief) das Angebot unserer Tagesstätte auch im Praktischen zu vertreten. Ich finde es schön, daß das Clubhaus für die Besucher eine Art Ersatz für oftmals fehlende familiäre Bindungen zu bieten versucht und das hier alle einen gesunden Alltag leben können. Wir Mitarbeiter habe die Aufgabe eine soziale Umgebung zu schaffen, in der sich die Clubhausbesucher angenommen und geborgen fühlen. Vorraussetzung hierfür ist die Beziehungskonstanz durch einen langjährigen und festen Mitarbeiterstamm.

 

Andreas, Clubhauszeitung Rendezvous Ausgabe 02/2003 

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