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(ehemaliger Mitarbeiter der Tagesstätte Kuckucksnest in Schongau)
Sägespäne: Wie lange warst Du hier bei uns im Kuckucksnest?
C. Schweiger: Im Januar 1998, damals noch mit langen Haaren, startete ich hier im Ku- ckucksnest und war somit über 12 Jahre hier.
Sägespäne: Was hast Du davor für Stellen gehabt?
C. Schweiger: Ursprünglich kam ich ja aus der Metallbranche und arbeitete in einem sechs- Mann-starken Werkzeugbaubetrieb. Nach dem Zivildienst in der Arbeitstrainings- maßnahme der Herzogsägmühler WfB entschloss ich mich, dass eine zweite Berufsausbildung vielleicht ganz nützlich sein könnte und absolvierte dann eine Arbeitserzieher-Schule in der Nähe von Ravensburg. Neben der Arbeit im Kuckucksnest hatte ich noch einen Minijob beim Kreisjugendring und seit April 2004 arbeitete ich auch noch im übergreifenden Dienst des Schöneckerhauses.
Sägespäne: Welche Ausbildungen und Berufe hast Du?
C. Schweiger: Zunächst absolvierte ich eine Betriebsmechaniker- und anschließend die Arbeitserzieherausbildung. Nach Übungsleiterausbildungen im Bereich Ski- Alpin und Skitour setzte ich noch eine erlebnispädagogische Zusatzausbildung drauf. Ausschlaggebend für meinen Wechsel war zuletzt die Vollzeitausbildung zum Fachwirt im Sozialwesen.
Sägespäne: Wo bist Du jetzt?
C. Schweiger: Jetzt bin ich im Werdenfelser Integrationsprojekt in Murnau. Dort versuchen wir, Langzeitarbeitslose wieder für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. Die Teilnehmer kommen von Montag bis Freitag in das Projekt und werden bei produktionsnahen Tätigkeiten von Arbeitsanleitern begleitet. Meine Hauptaufgaben sind die pädagogische Betreuung der Teilnehmer, die Kontaktaufnahme mit potenziellen Firmen und das ganze Berichtswesen in Verbindung mit dem Jobcenter Garmisch-Partenkirchen.
Sägespäne: Wie bist Du zum Kuckucksnest gekommen?
C. Schweiger: Während des Anerkennungsjahrs zum Arbeitserzieher am Latterbach, „entdeckte“ mich die damalige Leiterin des Kuckucksnests, Susanne Digel und warb mich ab.
Sägespäne: Was kannst Du aus Deiner Zeit hier im Kuckucksnest mitnehmen?
C. Schweiger: Sehr, sehr viel menschliche Wärme. Viele, zumeist positive zwischenmenschliche Begegnungen und daraus resultierende Beziehungen von denen ich hoffe, dass wir diese auch nach meinem Dienstende noch erhalten können. Für mich war das Kuckucksnest über weite Strecken mein zweites Zuhause und in den 12 Jahren hab ich hier soviel erlebt, das würde ein ganzes Buch füllen.
Sägespäne: Was war Dein eindrücklichstes Ereignis?
C. Schweiger: Im positiven Sinn gab es natürlich viele Ereignisse. Die herzliche Abschlussfeier war aber sehr ergreifend.
Sägespäne: Welche Musik hörst Du gerne?
C. Schweiger: Das ist bei mir sehr stimmungsabhängig und geht von klassischer Musik (Vivaldi...) bis hin zu Trip Hop (Massive Attack, Portishead…) und endet irgendwo bei guter Crunch Musik (Nirvana, Muse…). Mein Autoradio kennt aber nur die Frequenz 100,7 mit dem genialen österreichischen Sender FM 4.
Sägespäne: Was magst Du für Filme und Bücher?
C. Schweiger: Ich liebe englische Komödien mit schwarzem Humor (Mounty Pyton Filme…) und sozialkritische deutsche Filme. Bei den Büchern mag ich es gerne etwas spannend und mein Lieblingsbuch ist Illuminati von Dan Brown.
Sägespäne: Wenn Du 3 Dinge auf eine einsame Insel mitnehmen dürftest, was wäre Deine Wahl?
C. Schweiger: ein Radio mit eingestelltem FM 4 Sender einen Ball zum kicken eine „Wunschmaschine“
Sägespäne: Wen würdest Du gerne einmal treffen?
C. Schweiger: Meine Kinder wenn sie so alt sind wie ich.
Sägespäne: Was möchtest Du dem Kuckucksnest noch mitgeben?
C. Schweiger: Die Hauptsache ist, dass wir lächeln können über unser Leben, unsere Pflichten und unsere Leiden.
[Sägespäne-Redakteure hier: Richard Meyer, Jörg Kuppler]
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SSp: Hallo Réka ! Du bist EU-Freiwillige und kommst aus Ungarn. Wo kommst Du dort her ?
Réka: Aus einem Dorf an der Grenze zur Slowakei – Nord-Ost-Ungarn.
SSp: Wie alt bist Du ?
Réka: 26.
SSp: Wie bist Du auf Herzogsägmühle aufmerksam geworden ?
Réka: Ich wollte Deutsch lernen. Ich habe vom EU-Freiwilligenjahr gehört. Dafür habe ich viele Bewerbungen geschrieben und habe in Herzogsägmühle einen Platz bekommen.
SSp: Was hast Du vor dem Freiwilligenjahr gemacht ?
Réka: Ich habe Geografie studiert.
SSp: Würdest Du die Entscheidung – hierher als EU-Freiwillige zu gehen – nochmal so treffen ?
Réka: Ja. Ich fühlte mich sehr gut, es war ein sehr schönes Jahr und ich würde es nocheinmal so machen.
SSp: Was hast Du jetzt in Ungarn vor ?
Réka: Ich möchte eine Arbeit finden.
SSp: Was hast Du für Hobbies ?
Réka: Sport, Fussball
SSp: Hast Du einen Lieblingsfilm ?
Réka: Forrest Gump.
SSp: Was für Musik hörst Du gerne ?
Réka: House, Elektro, Techno
SSp: War es für Dich sehr schwer Deutsch zu lernen ?
Réka: Ja, sehr schwer.
SSp: Wenn Du auf eine einsame Insel 3 Dinge mitnehmen könntest, was würdest Du wählen ?
Réka: einen Freund, einen Fussball – zwei sind genug
SSp: Welchen Sportler würdest Du gerne einmal persönlich treffen ?
Réka: David Beckham
SSp: Was hat Dir besonders gefallen hier in Herzogsägmühle ?
Réka: Klettern, Reisen, Radtour 2009 mit vielen netten Menschen
SSp: Hast Du einen Abschlußgruß an die Sägespäneleser und Herzogsägmühle ?
Réka: Es war ein tolles Jahr und Dankeschön an Alle vom Freizeit- und Bildungswerk und Herzogsägmühle. Ich hoffe wir treffen uns wieder.
SSp: Danke für das Interview ! (Sägespäne war hier: Jörg Kuppler)
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SSp: Hallo Roy ! Du arbeitest in der Herzogsägmühler Hauptverwaltung im Einkauf. Du bist der Initiator von Meylengeist, einem Internetauftritt: www.meylengeist.de. Was hat es damit auf sich bzw. wie kam es dazu ?
Roy: Da in meinem Bekanntenkreis viele neben Ihrem Hauptberuf künstlerisch tätig sind und nicht die Möglichkeit oder Initialkraft haben Ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren, wollte ich mit Meylengeist eine Plattform im Internet schaffen, auf der sie ihre Bilder ausstellen können. Meylengeist wäre aber nicht ohne Hilfe von den Künstlern Michaela Koriller und Thomas Fergg entstanden, die zur Realisierung von Meylengeist sehr viel beigetragen haben.
SSp: Gibt es eine „Botschaft“ von Meylengeist ?
Roy: Ja, nämlich diese, dass auch Hobby-Künstler anspruchsvolle Kunst machen können.
SSp: Würdest Du der Aussage „Psychisch Kranke sind kreativer als Gesunde“ zustimmen ?
Roy: Nein, da würde ich nicht zustimmen. Ich persönlich mache da auch keinen Unterschied.
SSp: Wer kann bei Meylengeist mitmachen ?
Roy: Jeder der seine Bilder oder Kunstwerke der Öffentlichkeit zeigen möchte. Jedoch ist unsere Aufnahmekapazität auf max. 28 Künstler begrenzt, d. h. auch, dass wir nach eigenem Ermessen die entsprechenden Künstler auswählen .
SSp: Hat die Seite viele Besucher ?
Roy: Es schwankt monatlich immer zwischen 200 und 600 Besuchern. Wir freuen uns aber über jeden Neu-Anklicker! Also bitte weitersagen, wenn Ihr dieses Interview gelesen habt!
SSp: Habt ihr Pläne für die Zukunft, oder steht die Seite jetzt erst mal so ?
Roy: Es gibt schon Pläne, - einige sind schon realisiert. Wir präsentieren einmal in 1-2 Monaten unter der Rubrik „Soundcheck“ ein Musikvideo von Newcomer-Bands aus unserem Bekanntenkreis. Ferner gibt es noch die Möglichkeit auf unserer Seite selbst entworfene Schriften downzuloaden, natürlich kostenlos unter der Rubrik „Free Fonts“. Die Schriften lassen sich ganz einfach installieren und danach z.B. in Word anwenden, indem man die Schriften aufruft (wie z.B. Arial) und die installierte auswählt.
SSp: Du bist der Webmaster der Seite ?! Ist das viel Arbeit ?
Roy: Die Realisierung des Grundgerüsts unserer Website war anfangs schon viel Arbeit, aber jetzt wo alles steht ist es halb so wild. Mein Grundsatz für die Seite lautet: so einfach wie möglich und soviel wie nötig! SSp: Welche Deiner Mitstreiter magst Du uns nennen ?
Roy: Michaela Koriller und Thomas Fergg
SSp: Was für Arten von Kunst sind in Meylengeist zu sehen ?
Roy: Abstrakte Kunst, Expressionismus, Photo-/Computerkunst, und andere. Generell: zeitgenössische Kunst.
SSp: Was wünscht ihr euch für die Zukunft von Meylengeist ? Roy: Wir wünschen uns neue interessante Künstler die „aus der Reihe fallen“ und, dass unser Bekanntheitsgrad wächst!
SSp: Bleibt uns von der Sägespäneredaktion, euch alles Gute zu wünschen ! Danke für das Interview.
Roy: Danke für Ihr Interesse!
(Sägespäne war hier: Jörg Kuppler)
Name: Matthias Hofmann
Meine Hobbys & Interessen: Lesen, Kochen, Sport, Computer und Spiele aller Art
Wo & Wie sind Sie aufgewachsen: Geboren bin ich in Garmisch-Partenkirchen. Meine ersten drei Lebensjahre verbrachte ich in Mittenwald. Seitdem lebe ich in Ohlstadt in einem behüteten Elternhaus mit drei Geschwistern.
Wie leben Sie jetzt: Ich lebe zurzeit noch zu Hause bei meinen Eltern.
Welche Länder haben Sie schon bereist: Österreich, Kroatien, Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien, Dänemark, Norwegen und Schweden
Wie sind Sie auf das Clubhaus aufmerksam geworden: Auf Anfrage von Frau Bollinger-Schönnagel (Als Busfahrer und Helfer aller Art)
Was ich am Clubhaus mag: Die Leute, das hervorragende Essen, die angenehmen Arbeitszeiten und die Ruhe
Was ich am Clubhaus nicht mag: Die beengten Räumlichkeiten.
Ich komme ins Clubhaus weil, … … es mir hier Spaß macht und evtl. auch für meine spätere berufliche Weiterbildung.
Was würde ich mir wünschen, wenn eine Fee mir drei Sachen erfüllen würde... Die richtigen Zahlen für die italienische Lottoziehung, unbegrenzte finanzielle Mittel, Gesundheit für alle die ich kenne.
Welchen Menschen würde ich gerne einmal treffen; was würde ich ihm dann sagen: Michael Mittermeier: Danke, dass du die Leute so humorvoll zum Lachen bringst und Unterhältst.
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Lieber Nico, stell dich unseren Lesern erst einmal vor. Wir sind sehr neugierig und wollen alles wissen: Alter, Herkunft, Hobbies oder auch dein peinlichstes Erlebnis.
Okay. Mein Name ist Nicolas Frieß. Ich bin 20 Jahre alt und wurde am 12.03.1989 in Frankfurt am Main geboren. Die ersten 5 Jahre meines Lebens habe ich auch in Frankfurt im Stadtteil Ginheim verbracht. Da wir in Frankfurt nur eine kleine Wohnung hatten sind meine Eltern mit mir und meiner Schwester nach Nauheim in ein eher ländlicheres Gebiet gezogen. Im Nachbarort bin ich dann zur Grundschule gegangen und habe am Immanuel-Kant-Gymnasium in Rüsselsheim mein Abitur absolviert. Meine Hobbies mussten während dem Abitur leider etwas zurückgestellt werden, aber davor war ich sehr aktiv in der Tanzschule zu Gange. Ansonsten lese ich sehr gerne, unternehme viel mit meinen Freunden und beschäftige mich viel mit Musik.
Wie bist Du hier nach Weilheim gekommen?
Das ist eine lange Geschichte. Nachdem meine Eltern sich vor sieben Jahren getrennt haben ist mein Vater nach Weilheim gezogen, da seine neue Freundin dort wohnte. Als ich ihn besucht habe, habe ich mich mit dem Sohn seiner damaligen Freundin angefreundet und kam immer öfter nach Weilheim. Obwohl mein Vater und seine Freundin sich nach eineinhalb Jahren wieder trennten, blieb ich mit ihrem Sohn, Konstantin, weiterhin sehr gut befreundet und lernte so noch mehr Leute hier kennen, während mein Vater und meine Mutter ihre Differenzen aus der Welt schafften und sich nach und nach wieder näher kamen. Ich arbeitete in dieser Zeit an meinem Abitur und beschäftigte mich mit der Frage wie es danach für mich weitergehen sollte. Da ich nach dem ganzen Lernstress erstmal eine Auszeit brauchte und nach 20 Jahren Hessen mal etwas Abwechslung wollte, kam ich auf die Idee nach Oberbayern zu ziehen. Hier hatte ich das Land und die Leute mit der Zeit lieben gelernt. So kam es dann dazu, dass während meine Eltern wieder zueinander gefunden hatten und mein Vater wieder nach Hessen zu meiner Mutter ziehen wollte, ich mich entschloss mit Konstantin eine Wohngemeinschaft zu bilden. So kam eins zum anderen und wir übernahmen zu zweit die Mietwohnung meines Vaters– mein Vater und ich haben also quasi die Wohnungen getauscht. (lacht)
Und warum hast Du Dich für ein FSJ entschieden und was bedeutet FSJ eigentlich?
Also das FSJ ist ein Freiwilliges Soziales Jahr. Viele machen das anstatt des Zivildienstes, was bei mir nicht der Fall war, da ich sowieso ausgemustert wurde und so nicht zum Zivildienst oder so etwas verpflichtet bin. Ich wollte einfach mal in den sozialen Sektor hineinschnuppern und schauen ob ein Beruf in diesem Feld für mich in Frage kommen würde. Außerdem wollte ich nach der Schule – nach dem Lernen – nicht direkt weiter an die Universität, sondern einfach mal was ganz anderes machen. So war das FSJ eigentlich perfekt für mich.
Wie kamst Du zu uns in die „Oase“?
Ich habe irgendwann vor einem Jahr von einer Freundin das erste Mal etwas von der Herzogsägmühle gehört und war sofort davon begeistert, wie umfangreich die Arbeit der Herzogsägmühle ist. Also hab ich mich dort beworben. Von den Einladungen zum Vorstellungsgespräch, die ich von den unterschiedlichsten Außenstellen und Arbeitsfeldern der Herzogsägmühle bekam, stach die der „Oase“ sofort aus der Masse hervor. Anne, unsere Clubhaus-Leiterin, war die einzige die sich persönlich telefonisch bei mir gemeldet hatte und nicht nur eine E-Mail geschrieben hat. Das war mir sehr sympathisch. Als ich dann bei der Vorstellung das Clubhaus Konzept, das Team und die wirklich tollen Mitglieder kennen lernte, fiel mir die Entscheidung für die Oase nicht schwer. Ich habe mich sehr gefreut als ich die Bestätigung hatte, dass ich ein Jahr in der „Oase“ verbringen darf.
Was erwartest Du Dir von diesem Jahr?
Ich erwarte mir vor allem in diesem Jahr viel zu lernen. Einerseits vom Team über die Arbeit in einer sozialen Einrichtung, andererseits von den Mitgliedern, von ihren Erlebnissen und ihren Erfahrungen. Jeder hier in der „Oase“ hat seine eigene Geschichte und diese Geschichte möchte ich gern hören. Außerdem möchte ich versuchen hier einen Teil beizutragen um die „Oase“ noch schöner zu machen und das Konzept „Clubhaus“ so gut wie möglich umzusetzen um den Menschen hier die Hilfe zu bieten, die sie verdient haben.
Was denkst Du wie es im Anschluss an dieses Jahr für Dich persönlich und beruflich weiter geht? Möchtest Du studieren oder weißt Du das noch nicht genau?
Also ich möchte auf jeden Fall studieren, das war immer mein Wunsch. Nur weiß ich noch nicht genau in welche Richtung das geht, weil ich eigentlich viele verschiedene Interessen habe. Also einerseits mag ich die Arbeit mit Menschen und auch was ich hier bis jetzt von der Arbeit mitbekommen habe, könnte ich mir das für mein späteres Leben gut vorstellen. Auf der anderen Seite habe ich seit der Schule schon eine große Leidenschaft für die Biologie und ziehe auch stark in Erwägung, das zu meinem Beruf zu machen. Aber im Moment bin ich hier und versuche meine Arbeit hier so gut wie möglich zu machen.
Was wir von Dir erwarten können wir Dir ja schon einmal sagen: - Tanzstunden
- gute Unterhaltung
- Gespräche
- unfallfreie Fahrten mit unserem Bus
- sportliche Aktivitäten wie Wandern
- rasantes Zwiebelschneiden in der Küche
- und natürlich ein schnelles Abtippen dieses Interviews ;-)
Meinst Du, dass unsere Wünsche für dich machbar sind? Natürlich sind diese Wünsche machbar! Die gute Unterhaltung und die Gespräche fanden bereits jetzt schon statt. Für sportliche Aktivitäten bin ich immer offen. Die Tanzstunden werden wir auf jeden Fall noch haben. Und in der Küche werde ich mich wohl erst noch bewähren müssen, aber ich werde mir sehr viel Mühe geben. Ich für meinen Teil freue mich auf eine tolle Zeit hier bei euch in der „Oase“.
Also dann freuen wir uns auf das Jahr mit Dir und danke für das Interview! Interview führten Leni und Maren
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vom Telezentrum der Herzogsägmühle
Vielleicht könnten Sie sich und Ihren beruflichen Werdegang kurz vorstellen
Ich bin Christian Seitz, bin 35 Jahre alt. Eigentlich komme ich aus einer anderen beruflichen Ecke. Ich war früher erst Industriekaufmann und war bei einem großen Stromversorger, bei dem ich eine EDV-Ausbildung gemacht habe. Dann war ich IT-Fachmann und habe irgendwann beschlossen, dass das nicht alles sein kann. So habe ich anschließend eine Ausbildung zum Heilpfleger gemacht. Nach der Ausbildung bin ich dann hier im Telezentrum gelandet. Momentan bin ich gerade dabei ein Weiterbildung zum Computermedienpädagogen zu machen.
Was beinhaltet Ihre Arbeit im Telezentrum?
Ich bin Arbeitsanleiter, d.h. ich habe mehrere Betätigungsfelder. Unter anderem Dokumentationen der verschiedenen Tätigkeitsfelder. Für die Herzogsägmühle stellen wir die Poster, Flyer, Visitenkarten der Mitarbeiter, Einladungskarte …per Großformatdruck oder Digitaldruck her. Außerdem digitalisieren wir Schallplatten, Dias, Videos und Fotos, machen Video- und Bildbearbeitungen. Diese Dienste können übrigens von jedem genutzt werden, einfach im Telezentrum melden!Ansonsten halte ich mit Kunden Kontakt, bringe Aufträge ins Haus, bzw. die Kunden kommen zu mir. Als Schnittstelle im Telezentrum verteile ich die Aufgaben an die Mitarbeitenden, für die ich auch Ansprechpartner bin. Die Arbeit bei uns ist also abhängig von den Aufträgen der Kunden.
Wie sehen die Arbeitsverträge aus und welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es?
Im Telezentrum gibt es die Möglichkeit, bis zu 14,5 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dann gibt es einen Urlaubsanspruch von 58 Std im Jahr. Wenn der Mitarbeiter das Gefühl hat, aus gesundheitlichen Gründen länger nicht mehr arbeiten zu können, ist auch ein Sonderurlaub von drei Monaten bis zu einem halben Jahr möglich. Alle halben Jahre werden Hilfepläne mit den Mitarbeitenden gemacht.Hier in der Herzogsägmühle hat man die Möglichkeit in verschiedenen Bereichen zu arbeiten, wie zum Beispiel in der BVB. Auch die Mitarbeit in der Hauswirtschaft mit Hausreinigung ist möglich, ebenso wie in der Wühlkiste, unserem kleinen Laden. Außerdem gibt es in der Herzogsägmühle und in Weilheim noch den I+S Pfaffenwinkel, die Dienstleistungen rund ums Haus und Garten anbieten, wie Entrümpelungen, Malerarbeiten und Hausreinigung.
Welche Voraussetzung müssen erfüllt sein, um einen I+S Arbeitsvertrag zu bekommen?
Jeder, der eine Erwerbsunfähigkeitsrente auf Grund einer psychischen Erkrankung erhält, kann sich bei uns bewerben.Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
Das Interview führte Susa
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Interviews mit Mitgliedern, die einen Arbeitsplatz auf dem 2. Arbeitsmarkt gefunden haben
Lieber Peter, bitte stelle uns Deine Arbeit in der Herzogsägmühle kurz vorSeit zwei Jahren arbeite ich im Telezentrum der Herzogsägmühle. Als gelernter Systemelektoniker habe ich dort eine Aufgabe in der PC – Werkstatt gefunden. Da ich momentan noch auf Zuverdienstbasis arbeite, kann ich nur 14,5 Stunden arbeiten, die auf drei halbe Tage aufgeteilt sind. Wenn ich an meinem Arbeitsplatz angekommen bin, schaue ich als erstes in meinem Computer, ob neue Calls , also neue Aufträge für mich rein gekommen sind. Meistens gibt es dann eine Morgenbesprechung mit allen (Anleiter, Azubis). Wir regeln da, wer noch offene Aufträge übernehmen kann und ob es sonst irgendwelche Probleme gibt. Unsere Kunden sind alle Einrichtungen der Herzogsägmühle, auch die Außenstellen, wie die Clubhäuser. Das bedeutet, das wir viel unterwegs zu unseren Kunden sind.Was bedeutet Dir diese Arbeit?Für mich ist die Arbeit sehr wichtig, da ich endlich eine richtige Tagesstruktur bekommen habe. Ich finde es oft anstrengend, aber ich weiß, warum ich k. o. bin. Die Arbeit ist meistens abwechslungsreich und ich verdiene mir Geld dazu. Gerne würde ich auf die volle Stundenzahl erhöhen. Außerdem kann ich mein Gelerntes einbringen und lerne Neues dazu. Das gibt mir ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen.Danke Peter!
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Alois, du arbeitest schon länger bei I&S im Pfaffenwinkel. Könntest Du uns bitte darüber berichten
Ich bin seit der Eröffnung der Stelle in Weilheim am 01.04.01 dabei. Damals habe ich volle 38,5 Stunden arbeiten können. Aufgrund gesundheitlicher Probleme arbeite ich nun nur 7,5 Stunden. Im Sommer kann ich viele Überstunden machen, die ich entweder vergütet bekomme oder in den Wintermonaten abbummeln kann.
Was genau umfasst Dein Aufgabengebiet?
Ich arbeite vor allem im Bereich Garten. Ich schneide Sträucher, Bäume und Hecken und mähe Rasen. Außerdem verkaufe ich im Möbelladen von I&S mit.
Was bedeutet es für Dich, diese Arbeit zu haben?
Die Arbeit bedeutet mir viel. Ich fühle mich körperlich ausgelastet. Ich werde von meinen Schmerzen abgelenkt und bin seelisch ausgeglichener. Eine Aufgabe zu haben, bringt mir ein besseres Selbstbewusstsein. Außerdem ist die Rente knapp und ich hab mehr Geld jeden Monat. Ich wüsste gar nicht, was ich den ganzen Tag mit mir anfangen sollte, wenn ich die Arbeit nicht hätte. Der Kontakt zur Oase ist mir weiterhin sehr wichtig. Auch hier hab ich meine Aufgaben. Ich organisiere den Freizeitsport. Ich plane Termine fürs Kegeln und Minigolfen und mache gleich die Aushänge dazu am Computer. Danke Alois!
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Franz ist auch ein aktives Mitglied vom CH Oase. Er hat früher in der Behindertenwerkstatt in Polling gearbeitet und ist nun froh über seine Arbeit bei I&S im Pfaffenwinkel.
Wie lange arbeitest du schon bei I & S? Seit 4 ½ Jahren.
Wieviele Stunden pro Woche arbeitest du? Ich arbeite 14,5 Stunden in der Woche. Je nach Auftragslage mal 8 Stunden am Tag oder weniger.
Was genau sind deine Aufgaben? Ich mach Botengänge, Umzüge, Wohnungsentrümplungen und Transporte von Möbeln, Gebäudereinigung, Schneeräumen und Gartenarbeiten.
Was bedeutet dir die Arbeit? (Was wäre, wenn du sie nicht hättest?) Wenn ich nicht arbeiten würde, wäre es mir oft langweilig. Im Team zu arbeiten macht mir Spaß. Durch die Arbeit geht es mir finanziell besser.
Danke Franz Interview führte Leni
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- Zuerst würden wir gerne etwas über Ihre Person wissen. Wo sind Sie ursprünglich her?
Ich gehöre zu den Leuten, die direkt hier aus dem bayerischen Oberland kommen. Ich komme aus Peißenberg, Ortsteil Ammerhöfe, gar nicht weit weg von hier.
- Wann fing das denn an, dass Sie sich für die soziale Arbeit interessiert haben?
Ich hab’ mich schon sehr früh für die soziale Arbeit interessiert, was die Leute bewegt, was die Leute motiviert, wie sie mit ihren Problemen umgehen, was das Lebensschicksal von Menschen ist, das hat mich schon ganz früh in meinem Leben interessiert. Ich wollte immer wissen, was die Leute bewegt hat von Geburt bis zum Tod und ich habe mir immer gern angehört, was die alten Leutchen so über ihr Leben erzählt haben.
- Haben Sie soziale Arbeit angefangen zu studieren? Was war dann Ihr beruflicher Werdegang, was mussten Sie studieren?
Als Jugendlicher hab’ ich erst Mal eine landwirtschaftliche Ausbildung angefangen und auch fertig gemacht, weil ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Ich war eigentlich dafür vorgesehen, den elterlichen Hof zu übernehmen. Aber tief in mir drin habe ich immer schon gewusst, dass das irgendwie nicht die Aufgabe ist, die meinen Talenten entspricht. Bis heute ist es so bei mir, dass die Pflanzen meistens ihre Blätter hängen lassen in meinem Büro. Meine Eltern zu Hause auf dem Hof waren auf mich angewiesen und so habe ich mich diesen Notwendigkeiten gebeugt und hab’ eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht. Später bekam ich dann doch die Gelegenheit, einen anderen Weg einzuschlagen. Ich bin in den sozialen Bereich gegangen, wie es mein Wunsch war. Ich habe zunächst eine Erzieherausbildung gemacht, dann Sozialpädagogik zwei Semester studiert, danach konnte ich Psychologie studieren.
- Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf oder auch nicht und sind Sie schon mal an Ihre Grenzen gestoßen?
Der Beruf gefällt mir sehr gut. Ich habe nie damit gehadert und bin sehr zufrieden. Dass ich mit dem Beruf an Grenzen gestoßen bin, würde ich so nicht sagen. Dass man bei sich persönlich bei bestimmten Leistungsanforderungen geistig oder physisch an Grenzen stößt, das kenne ich schon. Aber dass ich in der Arbeit mit anderen Menschen an Grenzen gestoßen wäre, das könnte ich so nicht sagen. Das heißt nicht, dass sich alle Erwartungen erfüllt haben, wobei es auch nicht darum geht, dass meine Erwartungen erfüllt werden. Für mich geht es darum, dass Menschen, die mit ihrem Leben nicht mehr weiter wissen, auf einen möglichst guten und für sie gangbaren Weg kommen; das ist mir wichtig. Das ist es, was ich anstrebe.
- Für wen ist eigentliche der SpDi da – wo können Sie Hilfen und Unterstützungen geben?
Der Sozialpsychiatrische Dienst ist für alle Menschen da, die seelische Probleme oder psychische Erkrankungen haben, sei es für Psychosen, für Persönlichkeitsstörungen, neurotische Erkrankungen aber auch für Menschen mit Lebensproblemen. Wir versuchen auch, schlimmere psychische Erkrankungen und Störungen zu verhüten. Für Menschen mit Suchtproblemen haben wir prinzipiell eine andere Beratungsstelle in Weilheim, die Psychosoziale Beratungsstelle am Rathausplatz. Es gibt da diese Aufgabenteilung im psychosozialen Bereich zwischen psychiatrischer Arbeit und der Suchtkrankenhilfe.
Im Sozialpsychiatrischen Dienst gibt es Unterstützung in verschiedenen Formen. Es gibt Beratungsgespräche, Hausbesuche, Krankenhausbesuche, viele verschiedene Gruppenangebote. Es sind auch Familiengespräche möglich.
Der Unterschied zur Arbeit der niedergelassenen Psychiater liegt darin, dass diese Ärzte sind, Medikamente geben, manchmal auch Psychotherapie machen. Durch die Arbeit der Psychiater kriegen die Leute mit psychischer Erkrankung wieder eine Grundstabilisierung.
Wenn ein Mensch aber in tiefere Lebensprobleme geraten ist oder psychisch krank ist, kommen im Lauf der Zeit andere Probleme dazu. Die Menschen sind oft vereinsamt, die soziale Teilhabe am Leben ist abgerissen, Wohnsituationen haben sich oft verschlechtert, oft sind die Interessen eingeschlafen und das Leben wird nicht mehr in einer Art und Weise gestaltet, so dass die Leute sich wohl fühlen. Mit der Zeit reduzieren sich Fähigkeiten, die Möglichkeit, selbständig das Leben zu führen, nimmt ab und bei all diesen Dingen setzen unsere Hilfen ein. Oftmals resultieren diese Probleme, wie gesagt, aus psychischen Erkrankungen.
Wir geben natürliche gerne Menschen Hilfe, die bis jetzt nur Lebensprobleme haben, um zu verhindern, dass sie psychisch krank werden – soweit wir das können. Wir können sehr kreativ und vielseitig mir unseren Hilfen sein. Wir machen im engeren Sinne keine Psychotherapie, therapeutische Effekte erreichen wir aber auch. Wir wollen nicht, dass die Menschen ewig auf uns angewiesen bleiben, sondern wir wollen ihnen helfen, leben zu lernen und eine gute Lebensqualität zu erreichen
- Sie haben neue Aufgaben übernommen. Was beinhaltet Ihr neues Tätigkeitsfeld auch im Hinblick auf die Oase?
Seit Anfang des Jahres 2008 bin ich als Teilbereichsleiter in unserem Fachbereich zuständig für alle Herzogsägmühler Tagesstätten für Menschen mit seelischer Erkrankung. Das sind insgesamt vier und dazu gehört auch das Clubhaus Oase in Weilheim. Außerdem bin ich verantwortlich für alle Beratungsstellen, das ist die psychosoziale Suchtberatungsstelle in Weilheim und die beiden Sozialpsychiatrischen Dienste in Weilheim und Garmisch-Partenkirchen.
- Bitte erzählen Sie uns etwas über das geplante Herzog-Christoph-Haus.
Dieses Haus soll wichtige Herzogsägmühler Einrichtungen hier in Weilheim zusammenführen. Dies werden z. B. sein der Sozialpsychiatrische Dienst, die Psychosoziale Beratungsstelle, der Integrationsfachdienst, es soll einen Laden dort geben und außerdem 15 Appartements für Menschen mit Behinderung. Das Herzog-Christoph-Haus soll zwischen den Einrichtungen zu einer guten Zusammenarbeit führen und auch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen. Es wird Räume für Seminare geben – das soll alles professioneller sein als bisher. Die Herzogsägmühler Einrichtungen sollen zukünftig in der Kreisstadt Weilheim besser wahrgenommen werden können. Das Haus wird insgesamt 15 Appartements anbieten, in denen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen leben können. Auch Menschen mit Mehrfachbehinderung wollen wir gerecht werden können. Ein Cafe im Herzog-Christoph-Haus ist noch in der Projektphase. Wir sind noch am Überlegen, wie wir das realisieren können.
Vielen Dank für das interessante Gespräch!
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Danke, dass sie sich heute die Zeit nehmen für ein Interview für unsere CH-Zeitung.
Zuerst würden wir gern etwas über ihre Person wissen: Wo sind sie ursprünglich her? Ich bin in Starnberg geboren und in Percha aufgewachsen.
Verraten Sie uns etwas aus ihrer Kinder- u. Jugendzeit? Ich habe 2 ältere Brüder, bin also so eine Art Nesthäkchen. Ich war in Starnberg in der Schule und habe dann angefangen zu studieren.
Wann entstand der Wunsch Psychiater zu werden? Ich war im Zivildienst in einer behinderten Psychiatrischen Klinik beschäftigt und habe mich da mit diesem Thema auseinander gesetzt .Dann habe ich mir überlegt Medizin zu studieren.
Was mussten Sie dazu studieren und wo? Ich habe in München Medizin studiert.
Wie war dann Ihr beruflicher Werdegang? Es ist eine ganz normale Facharztausbildung. Nach dem Medizinstudium muss man sich dann spezialisieren. Ich bin dann nach dem praktischen Jahr nach Haar in die Aufnahmeklinik gegangen und habe dann das Jahr Arzt im Praktikum gemacht. Bin danach anschließend ins Atriumhaus gegangen, was ja zum Isar-Amper-Klinikum gehört und war da jetzt die letzten neuneinhalb Jahre. Also in der Ambulanz, auf der Krisenstation und in der Tagklinik.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf? Es ist einfach schön Menschen genauer und noch besser kennen zu lernen. Ich habe mir auch überlegt mit einer Gruppe zu arbeiten, die soziale Nachteile hat, auch gesellschaftliche Probleme, um in die Gesellschaft besser integriert zu werden. So ist mir der gesamte sozialpsychiatrische Ansatz stark am Herzen gelegen. Meine Linie ist halt nicht die rein biologische, sonder eher der sozialpsychiatrische Aspekt.
Sind Sie in Ihrer Arbeit schon mal an Ihre Grenzen gestoßen? Eigentlich nicht.
Sie sind zurzeit nur zwei Tage hier in der Weilheimer Praxis. Werden Sie in Zukunft ganz in Weilheim sein? Zurzeit bin ich 3 Tage in Weilheim beschäftigt, aber wenn alles klappt werde ich ab 2009 ganz hier sein.
Einige von Ihren Patienten sind Mitglieder im Clubhaus Oase. Wissen Sie etwas über das Clubhauskonzept? Ich wurde von dem ambulant begleiteten Wohnen schon in ihr Clubhaus eingeladen und habe da einiges über das Konzept gehört. Es ist mir auch von meiner eigenen Konzeption ganz wichtig, mich gut zu vernetzen. Ich weiß zwar nicht wie weit das machbar ist, aber ich möchte soviel wie möglich Aussenkontakte pflegen.
Sie können uns gern einmal besuchen kommen. Danke für das Interview! Interview führte Uta
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Sägespäne: Guten Tag Herr Sherwood ! Sie haben sicher in Ihrem Leben schon einige Interviews gegeben – vielen Dank, dass Sie sich auch für die „Sägespäne“, eine Herzogsägmühler Zeitschrift, Zeit nehmen !
Sägespäne: Sie haben die halbe Welt bereist – wo hat es Ihnen am besten gefallen ?
G. Sherwood: Das ist schwer zu sagen. Es kommt erstens darauf an zu welcher Jahreszeit man dort ist, was für Möglichkeiten zu Essen es gibt, was für Leute man trifft und in was für einer Stimmung man ist. In Istanbul habe ich mich wohlgefühlt – die Leute waren nett und das Essen gut, nur das Wetter war schlecht.
Sägespäne: Welche Sprachen sprechen Sie ?
G. Sherwood: Deutsch, Englisch. Bei Französisch, Spanisch und Portugiesisch geht es mit dem Lesen gut und sprechen kann ich es ein bisschen. Im Libanon habe ich Arabisch studiert (69/70) und in Kenia Kisuaheli.
Sägespäne: Mit welchem Politiker, welcher Politikerin würden Sie gerne einmal reden und was würden Sie Ihn oder Sie fragen ?
G. Sherwood: Angelika Merkel – mit ihr eine Stunde über deutsche Geschichte und Musik reden.
Sägespäne: Wie sind Sie zu Ihrer Leidenschaft für die Musik gekommen ?
G. Sherwood: In meiner Kindheit durch meine ältere Schwester, die Klavier spielte und sonntags das Hören des Philharmonischen Orchesters von New York (Klassik) – das hat in mir eine Ehrfurcht vor bzw. eine Leidenschaft für die Musik geweckt.
Sägespäne: Gibt es ein bestimmtes musikalisches Werk, das Sie unbedingt noch schreiben wollen, eine Idee, die Sie unbedingt noch umsetzen wollen ?
G. Sherwood: Ein Werk mit Chor und Orchester mit meiner Fassung der Geschichte von Jesus – geprägt von der indischen Philosophie.
Sägespäne: Wer sind Ihre liebsten musikalischen Vorbilder und Werke ?
G. Sherwood: Das variiert mit der Zeit – ich habe Hochachtung vor Bach und seinen Zeitgenossen (wie Händel, Vivaldi, Scalatti) und einigen modernen Komponisten – wie z. B. Bartok und Legetti.
Sägespäne: Wie würden Sie Ihren eigenen Musikstil beschreiben ?
G. Sherwood: Kompromiss zwischen der klassischen Form des Jazz und asiatischer Musik.
Sägespäne: Wenn Sie die Möglichkeit hätten Ludwig van Beethoven eine Frage zu stellen – was würden Sie von ihm wissen wollen ?
G. Sherwood: Ich würde ihm sagen, dass er wahrscheinlich seine letzten Streichquartette weniger gut geschrieben hätte, wenn er noch hätte hören können.
Sägespäne: Sie sind mit vielen Philosophien und Religionen in Berührung gekommen – wie sind Sie damit zu Recht gekommen ?
G. Sherwood: Mein Ideal für einen religiösen Leiter ist der Dalai Lama. Ein zentrales Motto ist für mich: „Tue niemals jemand Anderen etwas an, was Du nicht willst, dass man Dir tue.“
Sägespäne: Haben Sie andere Interessensgebiete als die Musik – welche ?
G. Sherwood: Literatur, Wissenschaft, Astronomie, Sprachwissenschaft
Sägespäne: Was gefällt Ihnen in der Literatur am besten ?
G. Sherwood: Shakespeare; Goethe und Heinrich Heine als Dichter, Henry Miller, Paul Thereaux und Hermann Hesse.
Sägespäne: Gibt es etwas, das Sie als Weltreisender Ihre Heimat nennen würden ?
G. Sherwood: Das ist fast unmöglich zu beantworten. Heimat bedeutet für mich ein Wohlgefühl und mit sympathischen Menschen zusammen sein.
Sägespäne: Haben Sie ein Motto, einen Leitsatz oder eine Richtschnur, die Ihnen im Leben hilft ?
G. Sherwood: Die buddhistische Weltanschauung.
Sägespäne: Haben Sie einen Lieblingswitz ?
G. Sherwood: Ich bin nicht so für Witze. Einige sind sehr klug. Humor ist eine gute Medizin.
Sägespäne: Lieber Herr Sherwood – vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben für unser Gespräch und alles Gute für Sie und Ihre Arbeit !
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Das Interview
Burkhard R. interviewt Karin R. über ihre Gefühle und ihre Selbsteinschätzung im Zusammenhang mit ihrem Aufenthalt im Clubhaus Rendesvouz
Burkhard: Wie lange bist du schon hier in der Tagesstätte?
Karin: Ich bin circa seit Sommer 2002 hier!
B: Was war dein erster Eindruck als du da erste Mal hier warst?
K: Mein Ziel war es hierher zu kommen, um selbständig zu werden. Mir ging es nicht gut und ohne die Struktur der Tagesstätte hätte ich meine Wohnung auflösen und hätte zurück in mein Elternhaus gemusst.
B: Wie bist du am ersten Tag in der Gruppe aufgenommen worden?
K: Die Gruppe war und ist offen für neue Besucher. Wir alle wissen von unserem eigenen ersten Besuch wie es ist zum ersten Mal herzukommen. Viele Leute sind fremd und wir müssen aufeinander zugehen.
B: Was hat sich im Laufe der Zeit verändert und was hat sich für dich positiv entwickelt?
K: Es ist ein Heimatgefühl entstanden. Ich fühle mich wohl hier. Zudem habe ich es durch die Tagesstätte geschafft, Ziele zu entwickeln. Ziele für mich persönlich. Z.B. konnte ich, als ich wieder stabiler war, einen neuen Freundeskreis aufbauen. Durch die Gruppe bin ich selbstbewusster geworden und stabil.
B: Okay, danke. Was findest du besonders gut und hilfreich an der Gruppe oder auch am gesamten Team?
K: In erster Linie die Struktur. Ich stehe morgens auf und bleibe nicht im Bett liegen. Wir haben unsere Kaffeerunde und besprechen den Tagesablauf. Jeder der möchte, bekommt eine kleine Aufgabe. Die Motivation ist sehr wichtig. Es ist aber auch wichtig für mich, wenn ich eine Aufgabe übernommen habe, dass ich sie dann auch ausführe. Zudem finde ich die Ausflüge eine schöne Abwechselung von der wir lange zehren können. Was ich auch gut finde, ist die Unterstützung vom Team. Die Gespräche sind eine große Hilfestellung.
B: Was würdest du aus deiner Sicht gerne ändern oder verbessern?
K: Was ich gerne ändern würde wäre, dass z.B. das Gedächtnistraining als Gruppenangebot regelmäßig stattfindet (Anm. der Redaktion: findet inzwischen wieder regelmäßig mittwochs statt), was zurzeit nicht der Fall ist. Ansonsten denke ich, es ist schön so wie es ist. Womit ich nicht sagen will, dass sich nichts ändern darf. Veränderungen kommen von alleine, indem sich die Gruppe immer wieder neu formt. Und von der Gruppe oder auch vom Team kommen immer wieder neue Anregungen.
B: Vielen Dank, das war`s!
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Schon in der abendländischen Tradition, von der Antike bis zum Römischen-Reich, durch die Jahrhunderte hindurch bis ins 21. Jahrhundert gab es in der Gesellschaft ehrenamtliche Tätigkeiten. Mit unterschiedlichen Herangehensweisen (bürgerliche Pflicht, Ehre der Adligen, Bibelgebote, u.s.w.) hat sich das Ehrenamt bis in die heutige Zeit als soziales Engagement durchgesetzt. Ehrenamtlich tätig zu sein, bedeutet immer, sich für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen und dies ohne finanzielle Hintergedanken.
In unserer heutigen Zeit gibt es viele verschiedene Bereiche, in denen man sich engagieren kann:
1.Sozialer Bereich 2.Freizeit Bereich 3.Kirchlich/religiöser Bereich 4.Politischer Bereich 5.Umwelt-/Natur-/ Tierschutz u.s.w.
Was macht das Ehrenamt der heutigen Zeit aus? Das Ehrenamt wird als freiwillige Arbeit angesehen, die ein Mensch unentgeltlich verrichtet. Diese sind sinnvolle Tätigkeiten, die anderen helfen und eine Beteiligung an der Gesellschaft ermöglichen. Neben der Hilfe die man anderen bietet, bedeutet die Tätigkeit aber auch für einen selbst, dass man Anteil und Einfluss an der Gesellschaft nimmt, Anerkennung und Wertschätzung erfährt, soziale Kontakte knüpft und seine Fähigkeiten erweitert, entwickelt und Neue entdeckt.
Sich zu engagieren bedeutet wertvolle Arbeit zu leisten. Dennoch ist es wichtig, seine Grenzen zu erkennen und diese auch zu setzten. Darüber hinaus muss die Bereitschaft vorhanden sein, neben der Zeit für die Arbeit auch Zeit für eventuelle Fortbildungen und Trainings aufzuwenden und sich auf die Arbeit vorzubereiten. Dem Leitbild der jeweiligen Organisation zu folgen, sowie Absprachen mit Hauptamtlichen zu akzeptieren, ist dabei Voraussetzung.
Was Gutes für sich und andere zu tun, lohnt sich in jedem Fall für alle Beteiligten.
Interview mit Otto zum Thema Ehrenamt Otto ist ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen tätig. Schildere uns doch bitte, wo du neben dem CH noch aktiv bist.
Otto: Am häufigsten bin ich in der christlichen Bücherstube, 1-2 mal die Woche. Grundsätzlich Montag Nachmittag und alle 3 Wochen Samstag vormittag. Zusätzlich betreue ich noch 2 Männer. Der eine ist Mitte 40 und hat ein Alkoholproblem. Er ist viel alleine und ich denke, dass er weniger trinkt, weil ich ihn oft besuche. Meistens unterhalte ich mich mit ihm über Sport und Politik. Der andere Mann ist Anfang 80 und demenzkrank. Dort bin ich hauptsächlich am Wochenende. Seine Frau ist 24 Stunden am Tag für ihn da, benötigt aber auch 2-3 Stunden Entspannung in der Woche. Sie kann nicht einmal einkaufen gehen, weil er nicht alleine zurecht kommt.
Was machst du dann so mit Ihm?
Otto: Manchmal ist er so gut drauf, dass man mit ihm eine halbe Stunde spazieren gehen kann. Das gefällt mir am meisten. Und er mag mich recht gern, weil ich ihn schon lange kenne. Sprachlich gibt es Schwierigkeiten, denn er ist Pole und spricht kaum Deutsch. Nach einem Schlaganfall kann er kaum noch sprechen. Manchmal muss man erahnen, was er meint, aber das kann ich recht gut, weil ich es von meiner früheren Arbeit als Krankenpfleger teilweise gewohnt bin. Weil er so zittert kann er Spiele überhaupt nicht machen, deshalb erzählt er meistens. Ich blicke meistens nicht richtig durch, aber Hauptsache es hört ihm jemand zu. Beim spazieren waren lacht er immer, wenn ich ihn dazu animiere, noch ein bißchen weiterzugehen, weil er immer nach 3 Häusern wieder heim möchte. Ich schaue dann, dass es wenigstens eine halbe Stunde wird. Seine Frau sagt, wenn wir spazieren waren, ist er besser drauf, als wenn er nur 24 Stunden nur in der Wohnung verbleibt. Und sie freut sich, dass sie 2 Stunden ihre Ruhe hatte.
Und dann habe ich eine Ausbildung gemacht, zum Schulweghelfer. Da muss man Schüler an der Grund- oder Hauptschule über die Straße begleiten.
War das ein Lehrgang?
Otto: Das war ein Vortrag, 4 Stunden lang, über die rechtlichen Grundlagen. Zum Beispiel, was zu tun ist wenn ein Unfall passiert.
Warst du schon als Schulweghelfer tätig?
Otto: Es hat geheißen, dass erst fürs nächste Schuljahr ausgebildet wird, weil dann viele Eltern wegfallen. Im Moment hätten sie noch genügend Helfer. Aber sie könnten mich anrufen, wenn etwas wäre.
Und wie geht es dir mit diesen Jobs, das ist ja recht viel?
Otto: Dadurch, dass ich das gerne mache, ist das nicht belastend. Dafür bin ich weniger in der Oase. Früher waren es 5 Tage, dann 4 Tage, jetzt sind es meistens 3 Tage. Ich brauche einen Tag für mich alleine, das ist der Dienstag. Da kann ich mich ausruhen oder etwas nur für mich unternehmen. Mit meinem Sohn gehe ich z.B. Schwimmen oder Radfahren, wo wir mehr unter uns sind, weil ich sonst immer viele Menschen um mich habe, und jeder braucht mal eine Pause.
Also nimmst du dir Zeit um einen Ausgleich zu schaffen?
Otto: Genau, einen Ausgleich. Obwohl ich oft viel unter Leuten bin, brauche ich den Ausgleich, dass ich ab und zu für mich bin.
Tun dir deine Jobs gut?
Otto: Ja, sonst würde ich es nicht machen. In der Bücherstube ist es nicht nur wichtig, dass man Bücher verkauft. Oft ergeben sich tiefere Gespräche, z.B. dass die Leute erzählen, sie kommen mit Gott nicht klar, oder fragen wer Jesus ist, ob es Sinn mit ihrer Ehe hat oder ob sie sich scheiden lassen sollen? Da ist es schwierig zu antworten. Man kann nur sagen, wenn man sich auskennt, da steht in der Bibel was an dieser Stelle. Ich kann ja nicht sagen, du sollst dich scheiden lassen.
Du bist für die Leute also auch eine Art Ansprechpartner?
Otto: Genau, manche kommen nur um zu reden. Es hat sich rumgesprochen, dass man sich da hinsetzen kann. Manche kommen nur zum lesen, oder andere lesen ein Buch dort und kaufen es dann. Da ist kein Druck dahinter, dass ich etwas verkaufen muss. Das finde ich angenehmer, als wenn ich wüsste, ich müsste heute noch 10 Bücher verkaufen.
Kommst du damit zurecht, anderen zuzuhören?
Otto: Ja schon, ich bin es ja gewohnt aus meinem Beruf als Krankenpfleger. Da musste ich auch viel zuhören, das kommt mir jetzt zugute.
Kannst du sagen, warum es dir gut tut, ehrenamtlich tätig zu sein?
Otto: Es befriedigt mich innerlich. Jeden Tag Oase und dann heimgehen und ins Bett legen wäre mir zu langweilig. Ich bin ein aktiver Mensch und auch wenn es mir nicht gut geht, weiß ich, ich habe eine Aufgabe, die muss ich jetzt machen. Ich kann in der Bücherstube nicht sagen, ich komme heute nicht, weil ich keine Lust habe. Das ist eine Verpflichtung. Und danach bin ich froh, dass ich es gemacht habe.
Woran könntest du erkennen, dass es dir zuviel wird oder war das sogar schon einmal der Fall?
Otto: Ja, das war schon mal in der Bücherstube so. Da war ich an 8 Tagen 4mal dort , weil jemand krank war. Jeden 2. Tag in der Bücherstube, da merkte ich schon eine Belastung.
Wie wirkt sich das aus?
Otto: Ich bin dann gereizt und habe keine Lust hin zu gehen.
Also sollte eine ehrenamtliche Tätigkeit auch Spaß machen?
Otto: Genau. Und es sollte im Rahmen bleiben. Ich habe dann besprochen, dass ich nicht so viel arbeiten will. Ich habe gesagt, dass mir das nicht gut tut. Und es wird dann Rücksicht genommen.
Wie verbindlich sind deine verschiedenen Jobs?
Otto: Die Bücherstube ist sehr verbindlich. Wir haben schon einen Monatsplan bis Ende Juli. Das mit dem 40-jährigen Mann ist relativ unverbindlich, denn ich muss dort nicht hingehen, das mache ich meistens spontan. Auch das mit dem älteren Mann. Da ruft mich die Frau meistens an und fragt, wann ich Zeit habe. Sie richtet sich nach mir. Aber sie möchte gerne am Sonntag in den Gottesdienst gehen und das versuche ich ihr dann zu ermöglichen. Ich bin meistens spätestens um sechs Uhr dort und passe bis ca. 20.30 Uhr auf. Wenn es bei mir geht, dann ist Sonntagabend Ok.
Kannst Du jemandem, der sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit interessiert konkrete Tips geben, worauf man achten sollte?
Otto: Wichtig wäre, dass es Spaß macht und dass es dir selbst was bringt. Wenn man etwas nur tut, damit man überhaupt etwas macht, geht das sicher nicht lange gut. Und die Tätigkeit sollte einen innerlich befriedigen.
Und zur der Häufigkeit?
Otto: Das kann man nicht generell sagen, weil da jeder anders ist. Zunächst sollte man etwas suchen, was Spaß macht. Und das dann langsam angehen. Beispielsweise sollte man nicht gleich 10 mal im Monat hingehen, sondern zunächst erst 4 mal. Steigern kann man es immer. Und man muss aufpassen, wann es zuviel wird oder wenn man ausgenützt wird, das kann auch passieren. Diese Gefahr besteht, wenn man sich zu oft anbietet.
Also zusammengefasst:
- es sollte Spaß machen - anfangs langsam angehen - einen Nutzen für sich selbst daraus ziehen - darauf achten, wann es nicht mehr gut tut und warum - sich nicht ausnutzen lassen
Otto: Ja genau.
Ich danke dir für das Interview! Anke
Ausgabe No. 20/2007 Artikel im Forum diskutieren
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WISN: Wo kommst Du her? Welche Sprachen sprichst Du? Norbert: Ich komme aus der Slowakei in der von Ungarn bewohnten Region. Ich spreche Ungarisch, Slowakisch, Deutsch und Englisch.
WISN: Wie hast Du erfahren, daß man ein europäisches Freiwilligenjahr machen kann? Norbert: Von meinem Freund. Dann habe ich im Internet nachgeschaut.
WISN: Wieviel Urlaub hat man in diesem Jahr? Norbert: Ein Freiwilliger hat 24 Tage Urlaub pro Jahr.
WISN: Wo wohnt man als EU-Freiwilliger in Herzogsägmühle? Norbert: In der Herberge in Einzelzimmern, mit gemeinsamer Küche, Bad und Toilette.
WISN: Was sind die Pflichten eines EU-Freiwilligen? Norbert: Jeder EU-Freiwillige muß 2 Seminare absolvieren - am Anfang ca. der Hälfte des Freiwilligenjahres besucht man das 2. Seminar, das eine Woche dauert, und sich z. B. mit interkulturellem Austausch befaßt.
WISN: Was sind die Pflichten eins EU-Freiwilligen ? Norbert: Jeder EU-Freiwillige muß 2 Seminare absolvieren - am Anfang ca. in der 6. Woche mit 2 Wochen Dauer das Einführungsseminar. Nach ca. der Hälfte des Freiwilligenjahres besucht man das 2. Seminar, das eine Woche dauert und sich z. B. mit interkulturellem Austausch befaßt.
WISN: Hat die Organisation von der EU aus gut funktioniert? Norbert: Es hat alles gut funktioniert.
WISN: Wie alt bist Du und was sind deine Hobbies, dein Lieblingsessen, Lieblingsmusik und welche Kinofilme magst Du ? Norbert: Ich bin 24 Jahre alt, (man kann bis zur Vollendung des 25.Lebensjahres EU-Freiwilliger werden). Ich mache sehr viele Sportaktivitäten. Ich spiele Fußball, TT und klettere, u.v.m. Ich esse gerne italienisch und mexikanisch. Ich mag alle Sorten von Musik. Am liebsten höre ich Trance und Rock. Ich gehe gerne ins Kino – vor allem mag ich Komödien, Adventure- und Fantasy-Filme. Zu meinen Lieblingsfilmen gehört „Die Matrix“ und die „Herr der Ringe“-Trilogie.
WISN: Welches Betätigungsfeld hat Dir am meisten Spaß gemacht ? Norbert: Die Sport- und Freizeitaktivitäten und die ECDL-Lehrgänge im Telezentrum.
WISN: Was hast Du nach dem Freiwilligenjahr vor ? Norbert: Ich fahre nach London und will dort arbeiten und Englisch lernen.
WISN: Ein Gruß an Herzogsägmühle ? Norbert: Ich möchte mich bei allen MA und allen Herzogsägmühlern bedanken, die ich kenne für dieses schöne Jahr.
WISN: Alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg ! Deine WISN-Redaktion (hier: Jörg Kuppler)
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WISN: Grüß Gott Frau Szentpetery. Vielen Dank, daß Sie sich zu diesem Interview bereit erklärt haben! Zunächst ein paar persönliche Fragen:
WISN: Wie lange sind Sie schon in Deutschland? Frau Szentpetery: Ich bin in Deutschland seit fast 9 Monaten; ich bin Anfang März gekommen.
WISN: Wie gefällt Ihnen die Deutsche Mentalität und wie lebt es sich bei uns? Frau Szentpetery: Ich glaube, daß ich die deutsche Mentalität nicht wirklich beurteilen kann. Ich wohne in Bayern, in Herzogsägmühle und finde, daß diese Welt ganz anders ist. Ich habe fast immer nette und freundliche Leute getroffen. Natürlich gab es ein paar Ausnahmen, aber die gibt es überall.
WISN: Wie sind Sie ausgebildet? Frau Szentpetery: Ich habe zu Hause mein Studium beendet. Ich habe Public Administration gelernt.
WISN: Was hat Sie dazu bewogen das EU-Freiwilligenjahr zu machen? Frau Szentpetery: Nach meinem Studium wollte ich mich in einer neuen und fremden Situation ausprobieren. Ich war auch neugierig, wie ich selbstständig leben kann.
WISN: Wie haben Sie von Herzogsägmühle erfahren? Frau Szentpetery: Es gibt eine Datenbank für die Freiwilligen, wo sie einfach suchen können. In dieser Datenbank habe ich über Herzogsägmühle gelesen.
WISN: Wie lange arbeiten Sie schon in Herzogsägmühle? Frau Szentpetery: Seit Anfang März.
WISN: Was ist ihr Aufgabengebiet in Herzogsägmühle? Frau Szentpetery: Ich arbeite im EU-Projekt-Büro und im Freizeitbüro.
WISN: Wie gefällt Ihnen ihre Arbeit? Frau Szentpetery: Ich finde meine Arbeit sehr interessant und abwechslungsreich, macht total Spaß. WISN: Jetzt ein paar allgemeine Fragen: Ist das Gesundheitssystem in Ungarn ähnlich organisiert wie in Deutschland? Frau Szentpetery: Die Grundlagen des Gesundheitsystems sind ähnlich bei uns.
WISN: Wie sieht es in der ungarischen Psychiatrie aus? Frau Szentpetery: Ich weiß nicht viel über die ungarische Psychiatrie. Ich glaube, daß viel daran hängt wie gut ein Institut finanziert ist. Im sozialen Bereich und im Gesundheitsbereich gibt es bei uns nicht so viel Geld. Aber z.B. in Nohacs gibt es eine Psychiatrie, die ganz fortgeschritten ist, mit der Hilfe von Herzogsägmühle. WISN: Wie lange gedenken Sie in Deutschland zu bleiben? Frau Szentpetery: Nach meinem Freiwilligenjahr fahre ich nach Hause.
WISN: Was sind Ihre Hobbies, und was machen Sie in Ihrer Freizeit? Frau Szentpetery: Ich gehe sehr gern wandern, ich lese gern, ich treibe regelmäßig Sport, und wenn ich Zeit habe, koche ich gerne.
WISN: Was gedenken Sie nach Ihrem EU-Freiwilligenjahr zu tun? Frau Szentpetery: Ich möchte weiter studieren und gleichzeitig auch arbeiten.
WISN: Ich danke Ihnen für die Beantwortung dieser Fragen ! Viel Spaß und Erfolg bei Ihrem weiteren Lebensweg!
[dieses Interview führte Antje Okroi]
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Herr Knorr, Sie sind seit Juli letzten Jahres Direktor von Herzogsägmühle. Davor waren Sie Leiter der Jugendhilfe.
WISN: Was war bei diesem Wechsel die größte Umstellung für Sie ?
H. Knorr: Die größte Umstellung war, daß ich jetzt mit viel mehr Personengruppen und dadurch viel mehr rechtlichen Grundlagen zu tun habe.
WISN: Was waren die Stationen auf Ihrem Lebensweg vor Herzogsägmühle ?
H. Knorr: Nach dem Abitur, das ich in Bonn gemacht habe, leistete ich Militärdienst und verpflichtete mich danach auf 12 Jahre und war vor Herzogsägmühle Kompaniechef in Kaufbeuren. Ab ersten Februar 1989 war ich in der Jugendhilfe Herzogsägmühle.
WISN: Was ist in Ihren Augen die größte Herausforderung für Herzogsägmühle in den kommenden Jahren ?
H. Knorr: Die größte Herausforderung für Herzogsägmühle wird sein, den fachlichen und baulichen Standard so zu erhalten, wie er ist. [zum Stichwort Sozialabbau:] Die öffentliche Hand hat immer weniger Geld und verschlechtert die Rahmenbedingungen für freie Träger (wie Herzogsägmühle) – es steht nicht das „Ob“, sondern das „Wie“ der Hilfe in Frage.
WISN: Herzogsägmühle ist eine diakonische Einrichtung – was bedeutet für Sie „diakonisch“ ?
H. Knorr: Erstens: Wir kümmern uns um die Beziehung der Einzelnen zu sich, zu Anderen und zu Gott. D. h. Seelsorge ist pädagogischer Auftrag. Zweitens: Ich muß diese Ebene in das Gespräch bringen mit und unter Mitarbeitern.
WISN: Was sind Ihre Hobbies ?
H. Knorr: Kabarett machen, Musik machen, Schach spielen.
WISN: Sie spielen in der MTC (Monday Therapy Connection) – wollten Sie mal Musiker werden ?
H. Knorr: Ne, das wollte ich nie, dafür war ich auch zu schlecht. Außer Motorradfahren und dem, worüber man nicht redet, gibt es nichts Schöneres als Musik.
WISN: Gibt es Momente, in denen Sie die Verantwortung Ihres Berufes gerne tauschen würden - gegen die geringere Verantwortung eines einfacheren Berufes ?
H. Knorr: Höchstens mal nachts um drei für fünf Minuten, wenn man nicht schlafen kann, aber sonst nicht. Verantwortung macht Spaß.
WISN: Wenn Sie für ein Jahr auf eine einsame Insel müßten und nur drei Dinge mitnehmen dürften, was wäre Ihre Wahl ?
H. Knorr: Gitarre, Laptop mit Internetanschluß, Sonnencreme.
WISN: Was essen und trinken Sie gerne ?
H. Knorr: Ich esse leidenschaftlich gerne gut. Ich finde Kapern grauenvoll. Sonst esse ich alles gerne. Ich trinke sehr gerne guten Wein und natürlich Kaffee.
WISN: Was ist Ihr Musikgeschmack ?
H. Knorr: Popmusik von den Beatles bis in die frühen Achtziger, Klassik und seit neuestem auch zunehmend Jazz. Ich mag handgemachte Musik und die Musik von der MTC.
WISN: Was sind Ihre Lieblingsbücher ?
H. Knorr: Ich bin ein leidenschaftlicher Leser. „Dr. Faustus“ von Thomas Mann, „Das Glasperlenspiel“ von Hesse, Buch von Stefan Heym „Ahasver“. Das ist nur eine Auswahl von dreien von einer Vielzahl, die ich sofort nennen könnte.
WISN: Wo würden Sie gerne noch mal hinreisen ?
H. Knorr: Kanada, Schottland sind meine erste Wahl. Fernostasien wäre auch interessant.
WISN: Gibt es einen Spruch, oder ein Motto, der Ihnen für Ihren Alltag und ihr Leben hilft und -wenn wir fragen dürfen -welcher ?
H. Knorr: Der Bibelvers „Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst, ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“ (Jesaja 43,1)
WISN: Haben Sie einen Lieblingswitz ?
H. Knorr: Viele natürlich, z. B. „Liegt das alte Paar im Bett. Sagt er zu ihr: Wärst Du eigentlich auch gerne mal ein Mann ? Sagt Sie: Nein, und Du ?“
WISN: Haben Sie noch etwas, das Sie den Leserinnen und Lesern der WISN mit auf den Weg geben wollen ?
H. Knorr: Alle Leserinnen und Leser der WISN schaffen diese Gemeinschaft, in der ich mich wohl fühle.
WISN: Wir bedanken uns für das Interview. Gute Zeit ! [WISN hier: Andi Stark, Jörg Kuppler]
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Flügel/Schwinge an der Ammer
Interview mit B. Schweizer Dipl. Designer
Die Idee:
Ich sollte für einen Wettbewerb, welcher den heiligen Josef betraf, ein Kunstwerk vorschlagen.
Ich stellte mir unter anderem den Engel der Verkündigung vor, der filigran sich auflösend über den schlafenden Josef beugt.
Da ich vorher schon mit Lochblechen experimentiert hatte, wusste ich von entstehenden Interferenzen, die durch doppelt geformte Lochbleche entstehen. Da ich ausserordentlich teuer war, fertigte ich ein Muster aus günstigerem Stahl-Lochblech.
Aus dem Wettbewerb war nichts geworden und so entstand die vorhandene Schwinge aus lackiertem Stahl-Lochblech mit einem Drehmechanismus, der den Flügel bei Wind bewegt.
Inzwischen sind mehrere Objekte entstanden, vor allen Dingen Schutzengel, die wie ich meine, jeder nötig hat.
Eine weitere Schwinge habe ich mit Hauptschülern der Josef-Zerhoch-Schule in Peißenberg gefertigt, die jetzt fest im Pausenhof installiert ist.
Lebenslauf des Künstlers
1946 in Schongau geboren
1963 Lehre als Kunstschmied mit Abschluss Gesellenprüfung
1965 Studium an der Fachhochschule für Design in Aachen
bei Prof. Fritz Ulrich.
1966 2. Preis im Landeswettbewerb Nordrhein - Westfalen für eine Gitterplastik.
1968 Abschluss der Fachhochschule „Designer graduiert"
1969 anschließende Meisterprüfung im Schlosserwerk und Selbständigkeit in Mittenwald, Mühlenweg 14
1970 eigene Werkstatt in Peißenberg
1976 COR-TEN- Stahlskulptur vor der Josef Zerhoch-Schule in Peißenberg
1978 Ausstellungen im Stadtmuseum Weilheim
Ausbildung von Lehrlingen in den USA
1978 Aussteller in Kunst und Handwerk
1981 Freiplastik vor der Fachlehranstalt für Metalltechnik in Augsburg
1986 Stipendium am europ. Ausbildungszentrum für Handwerker in der Denkmalpflege in Venedig.
1989 Mitglied der Kunstvereinigung "Werdenfelser Künstler"
mit Kunstausstellungen im Kurhaus Garmisch-Partenkirchen
1991 Brunnenskulptur auf dem Kirchplatz in Peißenberg
1991 - 2000
- Arbeiten in der Denkmalpflege an der Wieskirche und Schloß Linderhof
- Schmiedevorführungen im Freilichtmuseum an der Glentleiten
- Freiplastik vor dem ehem. Gesundheitsamt in Bad Tölz (heute Veterinäramt)
- Arbeiten am Palais Bernheimer in München, Dachziergeländer u.v.a.
- Skulptur - Bäume aus Stahl und Messing für Fort Malakoff Park in Mainz
- Aussteller in den Bayerischen Landesgartenschauen Ingolstadt, Neumarkt Obpf., und Memmingen (Fernsehsendung Bay. Rundfunk)
- Permanente Ausstellung in der eigenen Galerie über der Werkstatt und im Freigelände.
Arbeitsschwerpunkte:
- Garten-Accessoires aus Messing, Edelstahl und Titan (Windspiele)
- Zimmer-und Aussenbrunnen,
- Kleinkunst wie Bronzeplastiken,
- Grabzeichen,
- Aussen-und Innenleuchten
- Schmuck aus Silber, Messing und Titan,
- Kerzenleuchter, Schwerpunktthema "Ginkgo"
- Individuell gestaltete Tore, raffinierte Pergolen, Fenstergitter und Geländer aus Stahl, Schmiedebronze und Edelstahl.
Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005
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