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„Der Taube hörte den Stummen erzählen, dass der Blinde den Lahmen laufen sah“


Eine Reise durch die Welt der Sprichwörter

Ich liebe Zitate und Sprichwörter. Manchmal glaube ich, man kann alleine durch das Studieren von Sprichwörtern zu Weisheit und tiefgreifenden Erkenntnissen gelangen.

... Wie so viele einsame Single-Männer landete ich schließlich eines Tages auf einer Kontaktanzeigen-Website, bei  der man unter anderem ein Motto eingeben musste. Also las ich mir zunächst einmal durch, was die holde Weiblichkeit so an Mottos zu bieten hatte. Entsetzt musste ich feststellen, dass es sich hier in den meisten Fällen nur um eine langweilige, völlig uninspirierte Ansammlung von Nichts-sagenden-Platitüden handelte.
Der am häufigsten vorkommende Spruch war: „Lebe jeden Tag so als wäre es Dein letzter“
Aha, also alles arbeitslose Frauen. Denn wer würde wohl am letzten Tag seines Lebens noch zur Arbeit gehen?  
Fast ebenso häufig kam folgendes vor: „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum.“ Gähn. Auch schon 100.000 Mal gehört.

Nach weiteren 0-8-15-Floskeln wie z.B. „Jeder Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ oder „Lächeln ist die eleganteste Art, einem Gegner die Zähne zu zeigen“ stieß ich auf: „Das blöde Programm lässt mich nicht weitermachen, wenn ich kein Motto eingebe!“ Hier handelt es sich zumindest um einen Fall von erfrischender Ehrlichkeit, der mich wieder etwas hoffen ließ.

Es ging weiter mit sensationellen Erkenntnissen wie „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ oder „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ nur kurz unterbrochen von ein paar amüsanten Einlagen wie „Frauen sind die einzigen Beutetiere, die ihre Jäger absichtlich anlocken“ oder „Ich bin einzig, aber nicht artig“.  Aber was soll ich von einer Frau halten, deren Motto lautet „Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch“ ? Mit „Wer mich net lieb hat, kann mich mal gern haben“ ging es amüsant weiter, bis mit „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten“ endlich etwas Tiefgründigkeit ins Spiel kam.

Und dann passierte es ... so ungefähr als ich die 35. Seite von Frauen zwischen 22 und 34 aus Bayern aufgerufen hatte, kam er: Der ultimative Mega-Knüller. Ein Zitat, dass mich schlichtweg umgehauen hat. Ein Meisterwerk. Es lautet: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ Poh, ey! Da sammle ich seit Jahren Zitate aus aller Herren Länder und es gibt tatsächlich noch solche mir entgangenen Schätze. Der Dame wurde auf jeden Fall meine volle Aufmerksamkeit zuteil und ich schrieb ihr in meiner Begeisterung gleich eine Mail. Dieser geniale Spruch erinnerte mich daran, dass ich vor einigen Jahren mal eine Kontaktanzeige in einer Zeitung geschaltet hatte, die mit dem Satz begann: „Anstatt den richtigen Partner zu suchen, sollte man sich besser darauf konzentrieren, der richtige Partner zu sein.“ Auf keine Anzeige, die ich jemals veröffentlichte, bekam ich mehr Reaktionen als auf diese. Nun, zugegebenermaßen, habe ich doch wieder mit dem Suchen angefangen, denn wäre ich sonst auf besagter Internet-Seite gelandet?

...Aber welches Motto sollte ich nun selbst eingeben? Eines, dass mir am besten entspricht,
oder eines, mit dem ich die Frauen beeindrucken kann ? Am besten wäre natürlich eine Kombination aus beidem. Sehr hübsch finde ich zum Beispiel: „Nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst. Und nehmen Sie es nicht zu ernst, dass Sie sich nicht zu ernst nehmen.“ Ich glaube schon, dass mir dieses Motto entspricht, aber könnte man (frau) mich dann nicht fälschlicherweise für einen lustigen, fröhlichen Party-Draufgänger halten? Dabei bin ich doch eher ein ruhiger, nachdenklicher Typ. Also besser nicht.
... Ich bin ja ein Mensch, der am liebsten so leben würde wie die Comic-Figur Gustav Gans, der an einem Angel-Wettbewerb ohne Angel teilgenommen hatte, mit den Worten: „Bei meinem Glück springen mir die Fische sicherlich von alleine ins Boot“ . Also die berühmte „durchs-Fenster-geflogen-kommende“ Traumfrau.
Nachdem ich mir ein Märchenbuch gekauft hatte mit dem Thema „Märchen vom Glück“ , kam ich jedoch ins Grübeln. Im Vorwort hieß es sinngemäß: Zu keinem kommt das Glück, der die Hände in den Schoß legt - in allen Märchen ist es so, dass die Helden, die später glücklich werden, etwas riskieren und eine Reihe von Prüfungen absolvieren müssen. In den Worten von Aristoteles ausgedrückt: „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“. Diesen Spruch brachte ich gleich zu Papier und hängte ihn an meine Zimmerwand. Außerdem hängt da noch: „Ich beklagte mich ständig darüber, dass ich keine Schuhe hatte, bis ich jemanden sah, der keine Füße hatte“ . Die arabische Variante lautet: „Wer humpelt, soll den besuchen, der sich ein Bein gebrochen hat.“ Dem steht jedoch gegenüber: „Alle Not kommt vom Vergleich“ . Ein Dilemma. Ich schlage folgenden aus China stammenden Kompromiss vor: „Vergleiche Dich mit dem Bessergestellten, und du bist unzufrieden; aber vergleiche dich mit den Schlechtergestellten, und du hast mehr als genug.“

Anfangs hatte ich ja die Behauptung aufgestellt, dass man alleine durch Sprichwörter zu tiefgreifenden Erkenntnissen kommen kann. Aber viele Sprichwörter haben auch einfach „nur“ eine enorme lebenspraktische Bedeutung.
Hier ein paar Beispiele aus China: „Hastige Arbeit, doppelte Arbeit“ - „Willst du nicht betrogen werden, so frag nach dem Preis in drei Läden“ -  „Wer fragt ist für fünf Minuten ein Narr; wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer“ – „Wer hat jemals darunter gelitten, dass er NICHT schlecht von anderen sprach?“ -  „Die Götter können dem nicht helfen, der Gelegenheiten vorübergehen lässt“ – „Mach die glücklich, die nahe sind, und die weit entfernten werden kommen“ – „Zahlst du den Arzt nicht, der dich geheilt hat, so hüte dich davor, wieder krank zu werden“ – „Denk nicht an Deinen Ruf und Du kannst tun, wozu Du Lust hast“ – „Wer Angst hat, die Würfel zu schütteln, wird niemals eine Sechs würfeln“ – „Wer nicht lächeln kann, soll keinen Laden aufmachen“ - „Inmitten einer großen Freude soll man nichts versprechen, inmitten eines großen Ärgers keinen Brief verschicken“.

Braucht man im Angesichte solcher Sprichwörter noch irgendetwas  anderes, um sein Leben meistern zu können und ein glücklicher Mensch zu werden ? Ein richtiges Zitat, zur richtigen Zeit erinnert und alle Bücher über Lebenshilfe oder Psycho-Therapien werden überflüssig! Hast Du Angst davor, eine Frau anzusprechen, dann denk an das jüdische Sprichwort: „Bist Du schüchtern, so wirst Du keine Kinder haben“ ; redest Du mit jemanden, der schlecht über einen anderen spricht, dann denk an „Wer mit Dir schwatzt, wird über Dich schwatzen“ oder an „Besser sinnvoll schweigen als dumm schwätzen“ oder an „Wer schwatzt, begreift nicht; wer begreift, schwatzt nicht.“ Und so lösen sich alle Probleme in nichts auf.

... Für welches Motto hatte ich mich denn nun entschieden? Nun, es lautet: „Wahre Freude ist die Freude am anderen.“ Ach, und das von einem Egozentriker wie mir!? Vielleicht entspricht es mir auch gar nicht, es lässt jedoch mein Herz höher schlagen, und ich spüre, dass ich da hinkommen will. Und zum Schluss noch einmal China: „Das Glück ist aus dem Wunsch nach dem Wohlergehen anderer entstanden, das Elend entstand, wenn man sich dem Eigennutz ergab.“  

In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen mit diesem Artikel ein bisschen Freude gemacht zu haben.

Dieter Häußinger, Februar 2008

P.S.: Ich habe die Hoffnung aufgegeben, eine Frau zu finden. Verantwortlich dafür sind die arabischen Sprichwörter: „Je mehr Du hoffst, desto mehr leidest Du.“  sowie „Seelenruhe bekommt man, wenn man aufhört zu hoffen.“



„Kraft zum Lieben“ - Martin Luther King


Buchbesprechung
Martin Luther King jr.
„Kraft zum Lieben“


Betrachtungen und Reden des Friedensnobelpreisträgers

„Die Größe und Bedeutung von Martin Luther King
Liegt wohl darin ,  dass er nicht nur ein harter und entschlossener Kämpfer war, sondern darüber hinaus ein Mensch, der selbst seine ärgsten Feinde liebte.
Die in diesem Band gesammelten Predigten und Reden zeigen, aus welchen Quellen Martin Luther King seine Kraft schöpfte. Er geht in ihnen mehr von den Gesetzen aus, die sich in Gottes Lehre widerspiegeln., als von den Geschehnissen, die ihn zu einer großen Persönlichkeit werden ließen. Er spricht mit prophetischer Eindringlichkeit, und auch in gedruckter Form behalten seine Predigten die Schlichtheit und Überzeugungskraft eines Menschen, der sich von nichts niederdrücken ließ, und den sein Mut auch in der Verfolgung nie verließ. Christlicher Glaube und politischer Auftrag bildeten für Martin Luther King eine untrennbare Einheit. Ökumene war ihm als Vorstufe zur Brüderlichkeit aller Menschen selbstverständlich, und er glaubte leidenschaftlich daran, dass die Kirche auch die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse mitgestalten muss, wenn sie das Evangelium Christi voll erfüllen will.“
(Klappentext des Buches)

In Buch geht es um Konflikte zwischen Schwarz und Weiss. Ich finde es sehr eindrucksvoll..

Julia Schmidt-Suma

Jeremia 29:11
Denn ich selbst weiss ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe, ist der Ausspruch Gottes, Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.




Bruder Cadfael – Krimis


Ich stieß einmal in einer Buchhandlung auf ein Buch, bei dem mir das Wort „Shrewsbury“ auffiel. Da ich in diesem Örtchen in England nahe der Grenze zu Wales schon einmal übernachtet hatte, war eine innere Verbindung hergestellt.Die Autorin des Buchs heißt mit Künstlernamen Ellis Peters und ist 1913 in Shropshire in England geboren. Ihre Mittelalterkrimis spielen rund um die Abtei des Benediktinierklosters von Shrewsbury, oder auch mal etwas weiter weg. Der Detektiv ist der lebenserfahrene Mönch Bruder Cadfael, der bevor er ins Kloster ging schon etwas herumgekommen ist. Er ist eigentlich für den Kräutergarten der Abtei zuständig, doch kann er es nicht lassen dort nachzuspüren, wo ein Unrecht begangen oder ein Todesfall aufgetreten ist.In „Bruder Cadfael und das Geheimnis der schönen Toten“ wird z. B. die mysteriöse Geschichte einer Frau, deren Überreste beim Umpflügen eines Ackers gefunden wurden aufgeklärt. Ellis Peters versteht es Verwicklungen und menschliche Tragödien in Worte zu fassen. 21 Bruder-Cadfael-Romane sind erschienen und einige davon auch verfilmt.Wen es interessiert, der kann in der nächsten Buchhandlung sicher mehr über erhältliche Ausgaben erfahren – viel Spaß beim Selbstlesen !(jku)

 



Bundestagswahl – aus der Sicht der Oasler


Ganz spontan hatten wir in der Zeitungsredaktionsgruppe die Idee zwei Tage vor der Bundestagswahl eine Umfrage in der Oase zu machen. Die Frage war einfach: „Gehst du wählen oder nicht?“ Gründe dafür , Begründung wenn nicht.

  • Gehe wählen
    • Finden wählen wichtig (5)
    • Damit keine Deppen meine Stimme bekommen (3)
    • Ich weiß genau wen (4)
    • Ich weiß noch nicht genau wen (1)
  • Gehe nicht wählen
    • Kein Interesse an Politik (1)
    • Darf leider nicht keine deutsche Staatsbürgerschaft (2)
    • Finde den Weg ins Wahllokal belastend (1)

Ergebnis: von 17 Befragten geben zwei ihre Stimme nicht ab. Wir finden, dass ist ein gutes Ergebnis bei der allgemeinen Wahlmüdigkeit in Deutschland. Nutzt Eure Stimme, mal sehen was raus kommt.

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Neue Mitglieder in der Oase


Wie bereits berichtet, haben wir im Moment einen großen Andrang an Interessenten bei uns in der Oase.  Am 08.10.09 konnten wir nun acht neue Mitglieder in unsere Clubhausgemeinschaft aufnehmen. Bei Kaffee und Kuchen haben wir die Aufnahmezeremonie feierlich begangen. Schön, dass ihr bei uns seid!

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Buchbesprechung


Besprechung des Buchs "Jeden Augenblick genießen - Übungen zur Achtsamkeit".
Thich Nhat Hanh, Theseus Verlag, in der Verlag Kreuz GmbH
Postfach 80 06 69, 70506 Stuttgart, 143 Seiten. 

Die Schriften von Thich Nhat Hanh beeindrucken mich sehr: es geht um Achtsamkeit. Ich zitiere aus der Umschlagklappe:
"Achtsamkeit ist der Schlüssel zu einem bewussten Leben. Sie hilft, mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens besser umzugehen. Wir können aber nicht von einem Augenblick zum anderen in allen Lebensbereichen vollkommen achtsam werden. Achtsamkeit entwickelt sich, indem wir Schritt um Schritt das Gewahrsein für die verschiedenen Bereiche des Lebens wecken.
Eine diesen Prozeß unterstützende Übungsfolge enthält dieses Buch. Jedes Kapitel macht mit einem bestimmten Aspekt der Achtsamkeit vertraut und umfasst konkrete Übungsanweisungen, die zur unmittelbaren Umsetzung einladen. Wir lernen, achtsam mit unseren Gefühlen, Gedanken und auch den leidvollen Situationen des Lebens umzugehen und so jeden Augenblick wirklich zu genießen. Eine Einladung sowohl an Einsteiger als auch erfahrene Praktizierende, die inspirierenden Weisheiten Thich Nhat Hanhs im eigenen Leben umzusetzen."

Das Buch ist eines der Bücher Thich Nhat Hanhs, die ich erwähnte in meinem Artikel über Entspannung. Es enthält auch die im Artikel beschriebenen Gehmeditation.

Für die, die Thich Nhat Hanh nicht kennen, zitiere ich wieder aus der Umschlagklappe:
"Der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh gehört zu den bekanntesten und einflußreichsten spirituellen Lehrern der Gegenwart. Als führender Vertreter eines engagierten Buddhismus genießt er weltweit, auch über buddhistische Kreise hinaus, großes Ansehen. Seit vielen Jahren lebt er in Frankreich im Exil, in der von ihm begründeten Gemeinschaft Plum Village. Er ist Autor zahlreicher Bücher, die in viele Sprachen übersetzt sind."

Thich Nhat Hanhs Bücher haben direkte Auswirkung auf mein Leben. Das oben genannte Buch zu lesen war für mich der letzte Anstoß dazu, daß ich Schritte unternahm, mich mit einem Menschen zu versöhnen, mit dem ich gebrochen hatte.

Achtsamkeit hier also als Wegbahnerin für Versöhnung.

Abschließend ein Vers, der dabei hel-en kann, achtsam zu sein wenn wir am Morgen aufwachen:

"Ich wache auf und lächle. Vierundzwanzig neue Stunden liegen vor mir. Ich will jeden Augenblick des Tages vollkommen bewusst leben und allen Menschen mit Liebe und Mitgefühl begegnen."

(Hannes F.)

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Wie lerne ich zu entspannen?


Wenn Du entspannt bist, bist Du geborgen in Dir selbst. Um diese Art der Entspannung geht es mir in diesem Artikel hauptsächlich. Damit ich hier nicht "bloß" Worte mache, will ich gleich zu Beginn eine Entspannungsübung vorschlagen. Sie kommt von einem, der nicht nur die Entspannung-in-einem Menschen fördern will, sondern durch sie auch die Entspannung zwischen Menschen, ja sogar die Entspannung zwischen Staaten: ich meine den Vietnamesen Thich Nhat Hanh, in dessen Büchern über Achtsamkeit viele weitere entspannende Achtsamkeitsübungen zu finden sind.

Hier ist die Übung, die o.g. Hanh "Gehmeditation" nennt : Ich nehme mir zehn Minuten für mich, in einer ruhigen Umgebung im Freien. Ich atme drei Schritte lang ein, und vier Schritte lang aus. Während des Einatmens zähle ich bis drei, während des Ausatmens zähle ich bis vier. Ich achte darauf, daß ich in den Bauch atme. Nach den vier Schritten Ausatmen kommen wieder drei Schritte Einatmen, usw. Wenn ich mich an diesen Atemrhythmus gewöhnt habe, und es sich gut anfühlt, kann ich überlegen, die Zahl der Atemschritte zu steigern: nun vier Schritte fürs Einatmen, das also tie-fer wird, und fünf Schritte fürs Ausatmen. Ich kann die Zahl der Atemschritte weiter steigern, solange es mir dabei gut geht. Und wenn ich merke, daß ich die Gehmeditation langsam zu Ende gehen lassen will, so verringere ich die Zahl der Atemschritte wieder langsam, bis ich wieder bei der Anfangszahl von drei "Ein" und vier "Aus" bin.
Die Wirkung der Übung ist bei mit entspannend, denn durch das Binden des Atems an das Schritte zählen bin ich ganz gerichtet auf das Zählen Gehen/Atmen, ich lebe ganz in der Gegenwart, und das "Lärmen" der Gedanken und Gefühle im Kopf ist tatsächlich ausgeschaltet. In der Gegenwart zu leben heißt, daß Gedanken und Gefühle, die sich auf Vergangenheit und Zukunft beziehen, verstummen. Du kannst mit der Übung spielen, sie also spielerisch verändern : z.B. in der Wohnung üben, oder zusammen mit einem Freund üben, oder ...
Ich komme weiter unten auf die Gehmeditation zurück, sie ist für mich nicht bloß angenehm, sondern diese Woche wurde sie für mich äußerst wichtig.
Das erwähnte Leben-in-der-Gegenwart habe ich in meiner Tai Chi- und Qi Gong-Zeit erlebt: die gleitenden Bewegungen des Tai Chi erfordern volle Achtsamkeit auf den eigenen Körper, jeder störende Gedanke unterbricht den Bewegungsfluß. Ich habe Tai Chi und Qi Gong leider abgebrochen im Jahr 2002 nach einem schweren Schlag, will nun wieder Beides üben lernen und suche derzeit nach Menschen, die mir dabei helfen.
Wie ich oben schrieb, wurde die Geh-meditation diese Woche für mich äußerst wichtig. Ich komme jetzt zu dem Zusammenhang, oder besser zu dem Widerspruch zwischen Entspannung und Angst. Ich hatte im Frühjahr zwei von der Ursache her unklare Angst-Anfälle, bei denen Angst und Schwindel und Erbrechen miteinander verstrickt waren. Diese Angst war bei mir dabei, sich zu verselbständigen, ich war ihr scheinbar ausgeliefert. Ich lag im Bett, aus dem Traum aufgewacht und starrte auf die Angst wie das Kaninchen auf die Schlange. Meine Ärztin sagte dazu, ich müsste lernen, meinen Körper zu entspannen, dann hätte die Angst keine Chance.
Um diese Entspannung-im-Liegen herbeiführen zu können, begann ich diese Woche bei Frau Becker in der Klinik in einem Entspannungstraining (Muskelentspannung nach Jacobson). Und um nun schon vor diesem Entspannungstraining schnell eine Entspannungsübung-fürs-Liegen zu haben, fragte ich eine Mitarbeiterin unserer Tagesstätte, die Krankenschwester ist. Sie riet mir, mich selbst mit Atmen zu beruhigen. Diesen Tip verknüpfte ich mit der ein-gangs geschilderten Gehmeditation, und mache folgende Übung, wenn ich im Liegen Angst kriege vor einem neuen Schwindel-Anfall : Ich atme ein und zähle bis zwei, atme aus und zähle bis drei , usw. Das Ein- und Ausatmen mit Zählen wiederhole ich solange, bis ich merke, daß die Angst weg ist oder bis ich eingeschlafen bin. Das klappt wirklich bei mir. Das ist jetzt mein Weg zur Ent-spannung-im-Liegen.
Eingangs schrieb ich, daß Entspannung in einem größeren Rahmen gesehen werden kann als ausschließlich die Entspannung-in-einem-Menschen. Aber genauso kann die Entspannung-in-einem-Menschen in einem größeren Rahmen gesehen werden als nur als das beschriebene Mittel gegen die Angst.
Gleich ein Beispiel, wofür Entspannung noch gut sein kann: diese Woche fand ich in einem Buch über den Ausstieg-aus-dem-Zigarettenrauchen zwei Seiten über Muskelentspannungsübungen. Entspannung hier als Hilfe, von einer Sucht loszukommen. Entspannung also als Weg zu etwas. Oder diese unzähligen Gelegenheiten, in denen ein Lächeln entspannend wirkt. Auch falls ich nur für mich lächle und kein Mensch mein Lächeln sieht. 

(Hannes F.)

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Buchvorstellung


„Nachtpfade“
„Gottesfurcht“
von Nicola Förg 

Diese 2 Krimis habe ich gelesen und ehrlich gesagt, superspannend sind sie nicht, aber weil sie hier in der Gegend spielen, wie z.B. Peißenberg, Weilheim, Tankenrain, Oberammergau, Eibenwald..... also bekannte Orte hier im Umkreis, ist es einfach schön, darüber zu lesen. Es kommt auch bayerischer Dialekt vor, was mir sehr gut gefällt. Die Orte sind authentisch, die Geschichten und die Personen sind Fiktionen.

Die Autorin

Die Allgäuerin Nicol Förg, Jahrgang 1962, ist in Oberstaufen und Kempten aufgewachsen. Sie lebt und arbeitet seit sechs Jahren im oberbayerischen Pfaffenwinkel und schreibt und fotografiert als freie Reisejournalistin für namhafte Tageszeitungen, Publikumsmagazine und Fachzeitschriften – vor allem für solchen, die Bergtourismus, Wintersport und Pferdethemen in den Mittelpunkt rückt. Sie hat zudem ein Dutzend Reiseführer und Bildbände verfasst.

Susa

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Der Herr der Ringe


An den Weihnachtsfeiertagen war es wieder soweit. Wie fast jedes Jahr wurde dem geplagten deutschen Fernsehzuschauer vom „Seifen-Oper-Katastrofenfilm-Sender-RTL“ wieder ein „Schmankerl“ der besonderen Art vorgesetzt, das wie ich ehrlich zugeben muss, aufwendig und in hoher technischer Perfektion serviert wurde.

Nicht nur zufällig(?) musste es auffallen, dass die dunklen, hässlichen wie so oft die Bösen waren, während die blonde, hübschadrette Herrenrasse „nämlich die Guten“ letztendlich doch wieder mal, wenn auch gerade noch, über das rohe „aggressiv , primitiv-brutale Halbmenschentum siegten.

Man wird mir den Vergleich zu einigen Propagandafilmen des 3.Reichs doch hoffentlich nicht übel nehmen und wenn man nachdenkt erkennen, dass die berüchtigten Hetzfilme der Nazis, bei Weitem nicht so hinterhältig und perfide waren, wie dieses Machwerk, das geeignet erscheint, zumindest unterschwellig all die niedrigen Brandstifterinstinkte im pseudo-intellektuellen deutschen Biedermann zu wecken.

Unwillkürlich musste ich bei einigen Szenen an Filme wie z.B. der Jud Süß, bzw. auch an den national-mortalen Erguss: „Der Kampf um Kollberg“ denken. Somit kommt man zu dem Schluß, dass diese Art der Hetze nicht etwa subtil, sondern (im Gegenteil direkt) an die latent rassistischen Synapsen der „westlich-nordischen Herrenmenschen-Gehirne andockt.

Auch ein Vergleiche mit den in nicht allzu langer Zeit zu erwartenden anstürmenden dunklen Horden der ausgehungert-leprösen Drittwelt, denen man sich mit allen erdenklichen Mitteln der waffentechnischen Errungenschaften erwehren muss, drängen sich hier unwillkürlich auf.

Diese Art von „Phantasy-Filmen" sind in der Tat nicht nur überflüssig, sondern im höchsten Maß dazu in vielerlei Hinsicht geeignet, Menschen, die nicht über eine gewisse Grundbildung verfügen, anstatt realer historischer Ereignisse, ein nur diffuses Gefühl von „edler grauer Vorzeit“ zu vermitteln. Immerhin gilt als nahezu erwiesen, dass eine Zeitschrift „Osara“, die sich mit demselben Genre befasste, mit einer der geistig kulturellen Wegbereiter für Adolf Hitlers blindwütig rassistischem Wüten war.

Deshalb mein Fazit für dieses Machwerk: Faschistoid-rassistischer Giftmüll der Sonderklasse. Ab in die Lava !

Konklavius

08.01.08

Sägespäne Ausgabe 1
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Notebook-Showdown


Darf´s ein bißchen MEHR sein?

Zwei Meister ihrer Klassen im gnadenlosen Showdown
(Live-Bericht aus der Deckerhalle)


Herzogsägmühle (dpa)
„Notebook-Kauf ist Vertrauenssache“ – so, oder so ähnlich wird es wahrscheinlich jeder formulieren, der daran denkt, sich ein Notebook anzuschaffen: Denn eine Investition von einem Betrag von sagen wir ´mal knapp 700,- Euro will gut überlegt sein...
(sagt allein schon der common sense!)
Aus aktuellem Anlaß wollen wir von den SÄGESPÄNEN (genauer gesagt unser Redaktionsmitglied jke) uns mit diesem Sachgebiet auseinandersetzen: Darf´s ein bißchen MEHR sein, mehr an Technik, mehr an guter Verarbeitung...? Oder zählt allein der „schnöde Mammon“? Diesen – und anderen Fragen – wollen wir in diesem Artikel auf den Grund gehen!
Ein´s vorweg: Klare Sieger sind selten in diesem Metier – leider!
So kann man nur sagen: „Augen auf beim Notebook-Kauf“!!
Smiley
So, nun wollen wir unsere Kontrahenten etwas näher beschreiben, bevor es zum gewohnt gnadenlosen Showdown kommt...
In der einen Ecke sehen Sie... -das styyyyyyyyyyylische MACBOOK! In verführerischer white-Optik kann es den Wettkampf gar nicht erwarten, sein Intel(R) Core 2 Duo T5600 zittert schon vor gespannter Erregung! Und in der anderen, der Meister seiner Klassen, daaaaaaaaaaaaaaaaaaaas HP Compaq nx7300, zwar mit nur knappen 0,1 Ghz Geschwindigkeitsunterschied
– aber mit dem kleineren Bruder, dem Celeron M, bestückt!
Tja, manche werden nun sagen, „puuuuuuuuuh, Schiebung, Schiri, wir wissen, wo Dein Auto steht...!“ – kein Wunder, ist es doch fast schon eine Glaubensfrage „Mac-Notebook“ und „Dose“ zu vergleichen...
– doch längst keine Geldfrage mehr: Gibt es doch diese „weiße Schönheit“ (=MacBook) schon für knappe 1.000,- Euro beim Apple-Händler Ihres Vertrauens!
Zwar nicht gerade mit üppiger Ausstattung (nur 512 MB Standard-RAM, integrierte Grafik, Combo-Laufwerk), aber mit dem Kaufversprechen, das „einfach bessere“ Notebook zu besitzen. Das HP hingegen überzeugt v.a. durch den günstigeren Preis (mindestens 300,-Euro günstiger) und seine solide Verarbeitung (ist eben ein echter HP Compaq!).
Doch nun in die Details: Der Kampf geht in die erste Runde, das APPLE-Notebook zunächst in klarem Vorteil (Core Duo, das einfach-bessere Betriebssystem), doch der HP Compaq schlägt zurück – „Wow!“, das war eine rechte, DAS tat weh (300,-Euro gespart) und nun die linke (laut einem begeisterten User „eines der besten Keyboards auf dem Markt“), und noch eine rechte (DVD-DL-Brenner), doch das MacBook kontert (schickes Combo mit Einzugstechnik, gnadenlos-geniale iLife-Programme mit dabei) – und der Kampf stockt: Beide sind von der Grafik her etwas „schwachbrüstig“ (da integriert), auch RAM ist etwas mager bestückt (bei beiden nur 512MB). Doch wieder ein heftiger Schlag vom HP Compaq: Es hat ein größeres Display (15,4“ vs. 13,3“ von Apple)
– doch das Apple Display hat einfach ein besseres Bild!
Letzte Runde: Anschlüsse!

Das nx7300 hat einen USB-Port mehr, aber nur eine Mini-FireWire-Buchse – das MacBook dagegen 2x USB + 1x FireWire (400) in Normalgröße! Leider aber nur eine Mini-Videobuchse (analog/digital). Und KEIN Modem!

Das nx7300 hingegen sowohl Modem, 10/100-Netwerk, Wireless-LAN – aber kein Bluetooth-Modul, das Apple´s Einstiegsklasse vorweisen kann. Dafür sucht man einen PC-Card-Slot beim Apple MacBook vergeblich.
Doch die Domäne der Apple-Notebooks, die Akku-Laufzeit, beträgt über 4 Stunden – das HP Compaq kommt mit dem Standard-Akku im Normalfall auf knappe 3 Stunden... – tja, beide Kontrahenten stehen nun erschöpft in der Ecke, keiner konnte den anderen niederringen, wenn auch das HP Compaq nx7300 die Sympathien auf seiner Seite hat (günstigerer Preis): Das MacBook ist nun ´mal ein ECHTER Apple! Smiley
Entscheiden Sie nun selbst, liebes Publikum!!!


Sägespäne Ausgabe 1

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HP Compaq nx7300


Macbook



FILM-ZEIT


Das Comeback
Ein schöner Film über den Boxer Jimmy und seine Familie. Jimmy - sehr sympathisch gespielt von Russel Crowe – muss seine Boxkarriere beenden, da er mehrmals verloren hatte.
Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und seine Familie lebt am Existenzminimum. Als er später wieder die Chance hat einen Kampf zu bestreiten gewinnt er unerwarteterweise und kommt so zu seinem Comeback !
Ein sehr bemerkenswerter gefühlvoller Mutmachfilm Smiley !

Nirgendwo in Afrika
Die Familie Redlich mit den Eltern Walter und Jettel, sowie der Tochter Regina müssen während des Dritten Reichs emigrieren – es verschlägt sie nach Kenia. Regina findet Freunde, besonders einen Afrikaner, der Redlichs auf der Farm hilft. Als England im Krieg mit Deutschland ist wird Walter interniert. Das Ehepaar lebt sich im fremden Land ein Stück weit auseinander und als Walter die Möglichkeit bekommt nach dem Krieg wieder in Deutschland zu arbeiten ist nicht sicher, dass seine Frau und seine Tochter mit kommen möchten. Wie sie sich entscheiden und ob die Familie in die Brüche geht ? Soviel sei verraten – ich finde es ist ein Happy End.

ROCKY
Ich hätte vor einiger Zeit wohl nicht gedacht, dass ich mich für Boxerfilme begeistern könnte. Habe derletzt im Fernsehen doch mal Rocky I gesehen und habe gespürt, dass der Film was hat. Die Story ist simpel und gerade – ob dass ein Stück weit auch den Reiz ausmacht ?
Rocky trainiert hart, findet seine große Liebe, kämpft wie ein Bulle und kann einstecken wie ein Weltmeister – nach dem großen Kampf ruft er nach seiner Madame Adrian und er sagt ihr dass er sie liebt. In Rocky Teil zwei kommt es zur Revanche gegen den Boxchampion der knapp gegen Rocky nach Punkten gewonnen hatte. Rocky ist durch den Wind, weil seine Frau nicht will, dass er noch weiterkämpft und nicht hinter ihm steht. Als sie ihm Ihre Unterstützung zusagt kann er wieder voll Gas geben und gewinnt schließlich einen bis zuletzt spannenden Kampf.

Joe Strummer – The Future is unwritten
Ein Dokumentationsfilm über Joe Strummer, den Frontman von der Punkband The Clash. Ein interessantes Lebensbild über den Leader von The Clash, der vom Hippie zum Punk und wieder zurück findet und auf seinem Lebensweg Höhen und Tiefen durchlebt.

Good-bye Bafana
Ein Film über die Beziehung des Leibwächters von Nelson Mandela zu dem damals prominenten schwarzen Gefangenen in Südafrika. Gespielt von Joseph Fiennes (Luther) durchläuft der Leibwächter in der Beziehung zu Mandela einen Prozeß von Ablehnung und Skepsis bis zu letztlich Sympathie. Mandela’s Kampf und Weg im Gefängnis, der Beziehung auf Distanz zu seiner Frau und letztlich der Sieg über das weiße Apartheitsregime werden eine Stück weit nachgezeichnet. Der Leibwächter muss dann auch Ablehnung spüren, als seine Haltung zu Mandela freundlicher wird.

Sägespäne Ausgabe 1

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Freies und selbständiges Denken



"Blumenstrauß" - Antje Okroi - Aquarell

Jeder von uns eignet sich im Laufe seines Lebens ein bestimmtes Wissen an. Vieles von dem, was wir wissen oder zu wissen glauben, stammt aus den sogenannten Medien, also Bücher, Radio, Fernsehen und Zeitungen. Dies sind die Hauptquellen unseres Wissenserwerbs darüber, was so in der Welt vor sich geht. Doch wie können wir eigentlich sicher sein, dass das uns präsentierte Wissen der Wahrheit entspricht, oder dass die Ereignisse, die uns am Fernsehbildschirm präsentiert werden, wirklich passiert sind ?

Nehmen wir mal als Beispiel das Thema Ernährung. Was es zu diesem Thema an widersprüchlichen Informationen gibt, geht ja inzwischen gar nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass es zu jedem Nahrungsmittel eine Studie darüber gibt, dass es gesund ist, und auch eine Studie, dass es schädlich ist. Kaum glaubt man etwas über dieses Thema zu wissen, schon wird es von den „allerneuesten Erkenntnissen“ wieder in Frage gestellt oder sogar gänzlich verworfen.

Oder nehmen wir mal das Thema „Aids“. Wenn man ein bisschen im Internet herumforscht, stößt man da auf einige interessante Alternativ-Theorien. So gibt es zum Beispiel einige Wissenschaftler, die behaupten, dass es überhaupt gar kein HI-Virus gibt. Eine andere Gruppe von Wissenschaftlern behauptet, dass es zwar ein HI-Virus gibt, dass es aber völlig harmlos ist. Und dann gibt es natürlich noch die offizielle, von den Medien und der Mehrzahl der Menschen akzeptiere „Aids-Theorie“. Aber welcher dieser Theorien ist wahr ? Jede Gruppe von Wissenschaftlern präsentiert zur Untermauerung ihrer Theorien immer eine stattliche Anzahl von Fakten, von denen wiederum einige von den anderen Gruppen angezweifelt oder bestritten werden. Wie können wir nun herausfinden oder erkennen, welche Theorien der Wahrheit entsprechen und welche nicht ? Eines ist ja schon mal klar: Nur weil die Mehrzahl von irgendwelchen „Autoritäts-Personen“ (Wissenschaftler, Ärzte etc.) irgendetwas behauptet, muss es noch längst nicht so sein. Es wäre an dieser Stelle müßig, über alle Irrtümer der Wissenschaft in den letzten hundert Jahren zu referieren. Doch was man sich immer vor Augen halten sollte:
“Die Popularität einer Ansicht sagt nichts über Ihren Wahrheitsgehalt aus.“
Auf der Seite der Mehrheit zu stehen, schützt einen nur vor Anfeindungen, nicht aber vor Irrtümern. Die Wahrheit lautet, dass wir – die „Normalbürger“, die nicht in irgendwelchen Labors arbeiten – keine Chance haben, zu überprüfen, welche dieser sogenannten Fakten der Wahrheit entsprechen und welche nicht.

Im Nachrichten-Fernsehen werden uns ständig Bilder präsentiert, die mit bestimmten Worten des Nachrichten-Sprechers oder eines Reporters begleitet werden. Aufgrund dieser Kombination Bilder / Worte, die einen scheinbar logischen Zusammenhang ergeben, glauben wir das was wir da sehen dann auch und bilden uns eine Meinung zu diesem Thema. Doch wie können wir eigentlich sicher sein, dass es hier mit rechten Dingen zugeht ? Vielleicht sind die Bilder, die uns aus dem Irak präsentiert werden, in Wirklichkeit in Marokko oder in Ägypten aufgenommen worden. So wurden z.B. während des ersten Krieges Amerika-Irak Bilder von im Öl verendeten Vögeln gezeigt (die Iraker hatten angeblich Öl in den Persischen Golf geleitet). Diese Bilder stammten aber von einer vorher stattgefundenen Ölpest in der Nordsee. Zumindest behauptete das jemand in einer Medien-kritischen Sendung. Doch hier haben wir schon das nächste Problem: Auch Berichte darüber, dass bestimmte Informationen in den Medien falsch sind oder gefälscht wurden, stammen natürlich wiederum aus den Medien !
Vielleicht wurden ja auch einige von den scheinbaren Welt-Ereignissen in einer Art Spielfilm-Manier konstruiert. Diktaturen haben immer angebliche „Grenzzwischenfälle“ als Rechtfertigungen für ihre Eroberungspläne genommen – es gehört aber nicht viel Phantasie dazu, um zu ahnen, dass die meisten dieser Zwischenfälle selbst inszeniert waren. Ohne irgendwelchen Verschwörungs-Theorien anzuhängen, betrachte ich die Verlautbarungen der Amerikaner im Zusammenhang mit ihren kriegerischen Aktionen auch mit einer gewissen Skepsis. Auch hier gibt es z.B. wieder einige, die behaupten, dass die Entführung und Befreiung der Amerikanerin Jessica Lynch im zweiten Krieg Amerika-Irak eine geniale Propaganda-Aktion war, um ein Helden-Ideal zu konstruieren. Doch auch hier gilt wieder: Nichts genaues weiß man nicht. Ohnmächtig stehen wir der Informations-Flut gegenüber, und haben keine Chance, zu überprüfen, welche Berichte der Wahrheit entsprechen und welche nicht.

Doch genug lamentiert: Wie können wir nun einen Ausweg aus dieser unbefriedigenden Situation finden ? Ich für meinen Teil gehe hier folgenden Weg: Aus dem Dilemma heraus, dass man so gut wie nichts von dem, was einem an Wissen oder an Nachrichten vorgesetzt wird, überprüfen kann, habe ich mich dazu entschlossen, grundsätzlich keinen Informationen mehr Glauben zu schenken, sondern nur noch mir selbst und meinen eigenen Gefühlen zu vertrauen ! Wenn mir meine Gefühle mitteilen, wie sich etwas verhält, dann können von mir aus alle Wissenschaftler dieser Welt das Gegenteil behaupten, ich gehe dann eben davon aus, dass sich alle Wissenschaftler dieser Welt irren. Dieser Weg schützt einen vielleicht auch nicht vor Irrtümern – aber er macht frei ! Natürlich kann auch ich nicht existieren, ohne bestimmten Informationen glauben schenken zu müssen, doch das Entscheidende ist: Ich habe mich dann bewusst dazu entschlossen, diesen Informationen glauben zu schenken und sie nicht blind übernommen. Es kommt meiner Meinung nach in erster Linie auf das Reflexions-Bewußtsein an, also die Fähigkeit, sich selbst und seine eigenen Ansichten zu überprüfen und einzuräumen, dass immer auch die Möglichkeit eines Irrtums besteht.

Um noch einmal auf das Thema Ernährung zurückzukommen: Hier habe ich schon längst aufgegeben, nach objektiven „Wahrheiten“ zu suchen, sondern frage einfach meinen Körper, was dieser will. Oder spüre in mich hinein, und meistens kommt die Antwort in einer zwar subtilen, jedoch eindeutigen Form.

Manch einer mag einwenden: Seinen Gefühlen vertrauen ! So chaotisch und unlogisch wie diese meistens sind! In der Tat besteht jeder Mensch aus einem Sammelsurium von unterschiedlichen inneren Stimmen und Gefühlen, die von verschiedenen Ebenen her kommen. So gibt es z.B. die Stimmen der Angst, die sich manchmal raffiniert tarnen können. Aber ich behaupte: Es gibt eine höhere Instanz im Universum, die für jeden Menschen auf dieser Welt das beste will, und jeder Mensch, der bei Sinnen ist, kann sich mit dieser Instanz verbinden und hilfreiche Informationen über sich selbst und sein Leben bekommen. Um mit dieser „höheren Ebene“ in Kontakt zu kommen, ist nichts weiter notwendig, als den Wunsch zu äußern und darum zu bitten. Wenn die vorgetragenen Bitten nicht egoistisch sind und alle daran Beteiligten dadurch bereichert werden, gibt es für die „höheren Mächte“ meistens keinen Grund, unsere Bitten abzuschlagen.
Leider ist an dieser Stelle nicht genug Platz, um erklären zu können, wie man die vielen unterschiedlichen Stimmen in sich selbst unterscheiden lernt. Doch wenn Sie das nächste Mal etwas von einer sogenannten Autoritäts-Person (z.B. von Ihrem Arzt) gesagt bekommen oder einen wissenschaftlichen Artikel lesen, dann spüren Sie doch einfach mal in sich hinein und fragen: „Ist das, was mir hier präsentiert wird, auch für mich stimmig?“ Es ist nämlich durchaus möglich, dass Sie selbst am besten wissen, was gut für Sie ist - Smiley.Smiley
So schließe ich nun diesen Artikel ab mit der Hoffnung, dass Sie sich Ihr selbständiges und kritisches Denken immer bewahren. Es grüßt alle Suchenden ... Dieter Häußinger

Sägespäne Ausgabe 1

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Bob Dylan - Konzert


20.4.07 - Porsche Arena - Stuttgart

Die Anfahrt war schon ein Erlebnis.
Mein Bruder kam mit dem Motorrad von Nürnberg, und wir beide fuhren von Schongau über Marktoberdorf - Kaufbeuren - durch ein schönes Tal - von Mindelheim nach Krumbach in das grüne Stuttgart. Wir wurden freundlich aufgenommen.
In einem Appartement kamen wir unter und konnten abends gut zu Fuß die Porsche Arena erreichen.

Das Konzert begann pünktlich um 19:30 Uhr in der ausverkauften Halle.
Wie immer begann Bob Dylan das Konzert ohne Begrüßung! Ziemlich am Schluß stellte er die Band vor. Bobby hat abwechselnd Gitarre und Keyboard gespielt, und natürlich auch gesungen.
Ich habe allerdings die Background-Sängerinnen, wie auf manchen früheren LPs, vermisst!

Einige Songs:

  • „It´s alright, Ma (I´m only bleeding)
  • „It ain´t me Babe“
  • „Masters of War“

Von den christlichen LPs „Slow Train coming“, „Saved“ und „Shot of Love“ hat er nichts gespielt.

Die Musiker waren alle Profis. Sie spielten fabelhaft. Am Schluß gab´s noch das am Besten gespielte Lied:

„All along the Watchtower“

Alle sechs Musiker verließen die Bühne im Gänsemarsch. Bekleidet waren alle Musiker in Schwarz mit dunklen Hüten – nur Bob hatte einen weißen Hut.


Es war ein schönes Konzert!

Schongau, 6.5.07, Richard Meyer

Sägespäne Ausgabe 1

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Sumaya Farhat-Naser „Thymian und Steine“



Buchbesprechung


Sumaya Farhat-Naser ist eine Palästinenserin, welche einer arabisch-christlichen Familie entstammt.
Sie wurde 1948 in Birseit bei Jerusalem geboren und studierte an der Universität Hamburg Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft. 1982 bis 1996 war sie Dozentin an der Universität Birseit. Seit 1997 ist sie Leiterin des palästinensischen „Jerusalem Center for Women“.
In dem Buch „Thymian und Steine“ erzählt Sumaya Farhat-Naser ihre Lebensgeschichte. Man bekommt einen sehr guten Eindruck über die Lebensweise einer arabischen Familie. Dabei ist zu betonen, daß sich Samaya Farhat-Naser trotz der Spannungen mit der israelischen Bevölkerung stets für den Friedensprozeß mit Israel einsetzt. Wenn man ihre Lebensgeschichte betrachtet, fällt besonders die Zerrüttung zwischen den israelischen und dem palästinensischen Volk auf. Doch diese Zerrüttung ist für Sumaya Farhat-Naser kein Hindernis, sich für Friedensarbeit auf zwischenmenschlicher Ebene zu engagieren.
Dieses Buch zeigt, daß trotz schwieriger politischer Situationen doch immer wieder Ansatzpunkte entstehen, welche sehr wichtig sind und zur Besserung der Völkerverständigung beitragen können. Ich kann dieses (sehr informative) Buch jedem empfehlen, der sich mit der Geschichte Palästinas befassen möchte !


Michael Grimme

Sägespäne Ausgabe 1

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Kinder, Kinder !



Jetzt gehe ich fast zwei Jahre in die Oase und habe viele Frauen und Männer, die ja oft auch Mütter und Väter sind, kennengelernt.

 

Ich denke, wir sind uns alle einig, wenn man sagt, Kinder sind das Schönste was man haben kann, auch wenn man viel mit ihnen mitmacht.

 

Als ich früher den Spruch gehört habe „Kleine Kinder kleine Sorgen, Große Kinder große Sorgen“, konnte ich mir das nicht vorstellen. Heute, nachdem meine Kinder erwachsen sind, weiß ich was damit gemeint ist.

 

Ich hatte keine schöne Kindheit und habe mir immer gedacht: „wenn ich mal Kinder habe, mache ich alles anders“.

 

Mit Anfang zwanzig bekam ich meine erste Tochter und drei Jahre später meine zweite Tochter. Ich habe meine Schwangerschaften immer sehr genossen und wollte, daß jeder sieht das ich schwanger bin. Meine zweite Tochter wollte mein Mann nicht unbedingt, er war der Meinung ein Kind langt. Ich selbst hätte mit dem richtigen Partner gerne noch mehr Kinder gehabt. Doch damals hat sich schon rausgestellt, daß ich nicht mit meinem Mann reden konnte.

 

Ich war der glücklichste Mensch und habe mein Muttersein sehr genossen, vor allem als die Kinder dann zu Sprechen begannen. Mit meinen Kindern habe ich alles besprochen und umso älter sie wurden, umso schöner war das. Meine Große war und ist ein

 

Kind mit dem man immer alles ausdiskutieren musste. Ich habe das immer sehr gerne gemacht, nur mein

Mann war nicht begeistert davon. Falls es mal Probleme gab und es eigentlich Sache von uns beiden gewesen wäre darüber zu reden, ist er nicht nur einmal aufgestanden und hat gesagt „Das ist mir doch zu blöd“. Das hat mich oft sehr verletzt.

 

Es gibt auch Themen, die man nicht mit seinen Kindern besprechen kann, aber leider war es mit ihm auch nicht möglich, das war sehr schwer für mich.

 

Da mein Mann beruflich viel unterwegs war, habe ich fast alles alleine mit meinen Kindern gemacht. Wir sind durch ganz Deutschland gefahren und haben Freunde besucht. Wir hatten zu dritt immer viel Spass.

 

Dann kam die Schulzeit und es wurde schwieriger, da wir nicht mehr so beweglich waren, aber auch das war eine sehr schöne Zeit, obwohl meine Kleine nicht so gerne in die Schule ging. Leider hatte ich auch da keine Unterstützung von meinem Mann. Ich habe alles alleine geregelt und wollte doch nur Hilfe von ihm. Ich wurde mal von einem Lehrer angesprochen, ob ich alleinerziehend wäre, da ich immer alleine mit meinen Kindern unterwegs wäre.

 

Ich war berufstätig, hatte meinen Haushalt und meine Kinder. Wir waren ein eingespieltes Team.

 

Auch die Pubertät haben wir ganz gut mit großen und kleinen Problemen gemeistert. (obwohl es da auch bei mir große, wie auch kleine Probleme gab). Ich habe mich sehr oft sehr verloren gefühlt.

 

Wir waren meist die ganze Woche alleine und haben das auch genossen. Die Kinder haben am Freitag oft gesagt „muß der Papa heute heimkommen“.

 

Dann machte die Große Abitur, verliebte sich und ging nach Dortmund um da zu studieren. Die Kleine machte ein FSJ und hatte auch Geld. So kam auch bei ihr der Wunsch auszuziehen.

 

Innerhalb von 9 Monaten waren beide Kinder ausgezogen und ich blieb zurück. Klar denkt man oft darüber nach wie es sein wird, aber wenn es dann soweit ist, ist es doch ganz anders.

 

Plötzlich waren da nur noch wir zwei und hatten uns nichts mehr zu sagen. Mein Exmann ging in seinem Beruf auf, ich war zu der Zeit schon krank und konnte nicht mehr arbeiten. Auf einmal war da soviel Zeit und irgendwie konnte ich mich nicht damit abfinden. Materiell ging es mir sehr gut, aber ich hatte keine Freude daran alleine unterwegs zu sein. Mein Exmann verstand nicht was ich wollte. Ich wollte nur mit jemandem reden, wollte gesehen werden, aber er hat bis heute nicht verstanden, was mir gefehlt hat.

 

Ich wurde immer depressiver. Mit meinem Mann konnte ich nicht darüber reden, er war ja auch viel unterwegs und genoss die Ruhe am Wochenende. Für mich wurde das Leben unerträglich und ich wollte so nicht weiterleben, deshalb kam es auch zu dem Selbstmordversuch.

 

Nach nun fünf Jahren habe ich gelernt, daß Kinder ein Geschenk sind und man sie wieder hergeben muss.

 

Ich bin überzeugt das es vielen Müttern, wie vielleicht auch manchen Vätern, so geht und ich kann nur sagen: “Sucht euch rechtzeitig Abwechslung, was Eigenes“

 

Es wird nie mehr so sein wie es mal war, denn jetzt kommen die Kinder nur mehr zu Besuch.

 

Michaela

 

Ausgabe No. 20/2007

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Vom Einklinken und Mitgerissenwerden



Lässt man mal alle Feste und Feierlichkeiten, z.B. eines 50-jährigen Menschen, Revue passieren, können, wenn wir ehrlich sind, die richtig tollen Erlebnisse an einer Hand abgezählt werden.

Entweder trägt man unpassende Kleidung, ist betrunken und blamiert sich, sehnt die Zeit herbei, wenn der Abgang nicht auffällt oder es ist so langweilig, dass die Teilnahme schon zu Beginn bereut wird. Am Schlimmsten aber sind die Feste, wenn ein reiernder Zeitgenosse unbedingt meint, dir zeigen zu müssen, was er alles gegessen hat.

Bezüglich der Konversation bei Stehparties ist anzuraten, sich selbst so lange reden zu lassen, bis einem etwas einfällt. Und wenn Alkohol im Spiel ist, kann das ewig dauern.

Nun über ein ganz normal angekündigtes Grillfest im Clubhaus. (Was die musikalische Unterhaltung betrifft, war sogar weder das eine, noch das andere vorbereitet).

Erst denkst nach der Mittagspause, ob’st überhaupt Lust hast hinzugehen, da schon k.o., und Bier gibt‘s eh keins.

Der Vorteil ist, denkst dir, dass du wenigstens die Leute kennst und die schon alles vorbereitet haben. Einwandfrei: Gartenwetter, der Grill angeschmissen, alle haben ihren Platz eingenommen. Unser Barde spielt schon auf der Glampfe was das Zeug hält, „Hotel California“ usw., Gesang und Gelächter sind die vorherrschenden Geräusche.

Dann die Frage, ob der Musikant freiwillig aufhört, weil das Grillfleisch fertig ist, oder ob er es vorziehen würde, an einen Baum gebunden zu werden.

 

Und jetzt kommt die Einmaligkeit, die in unserer Oase bisher noch nicht stattgefunden hat: In den bequemen Gartenstühlen um’s Sonnwendfeuer sitzend, klinkten wir uns, in das manchmal nicht ganz perfekte Spiel ein, weil viele wahrscheinlich dachten: „Falsch singen kann ich auch.“

So mancher wurde regelrecht mitgerissen von den Klängen und Tönen, und wir merkten, dass ja doch noch eine Singstimme vorhanden ist. Das Trommelspiel war natürlich wie immer 1 A.

Nur so manche Zuhörer mußten sich in der Kunst des Weghörens üben, vor allem wenn Lieder wie „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ angestimmt wurden.

Als es dann komplett dunkel war und die unermüdlichen Sänger, fast schon ohne Stimme, endlich Ruh` gaben, stand der Heimweg vor der Tür.

Eine brennende Frage stellt sich jetzt im Nachhinein:

 

„Kenn ma so wos nu amoi mach´n“?

 

Ausgabe No. 20/2007

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Die Geschichte unserer Faukenstraße



Ausgabe No. 04/2006

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Die Küchengruppe


Es ist der 18. April, heute können wir endlich mit unserer neuen Küchengruppe durch starten, da die Leiterin dieser Gruppe, Frau Königsberger heute ihren Dienst antritt.

Frau Königsberger ist vielen der Besucher noch aus ihrer Praktikumszeit bekannt und wir freuen uns sehr mit ihr zusammen arbeiten zu dürfen.

Ab sofort trifft sich die Küchengruppe einmal in der Woche und bespricht, die Speisenfolge, den Einkaufsdienst und die Einkaufsliste für die kommende Woche. Außerdem werden alle Themen die, die Küche betreffen angesprochen, wie z. B. fehlen Küchenutensilien, müssen wir noch welche besorgen, brauchen die Küchenschränke eine ordentliche Grundreinigung, die Planung für besondere Anlässe (Geburtstagsfeiern, Abschiede, Plätzchen und Marmelade für Weihnachtsmarkt) und vieles mehr.

Auf jeden Fall gibt es jeden Tag genug zu tun, daher würden wir uns sehr darüber freuen wenn noch mehr Mitglieder bei unserer mithelfen würden!

 

B. R.

 

Im Anschluss an diesen Artikel haben wir ein paar besondere Rezepte für euch abgedruckt, ihr kennt sie bestimmt aus unserer Tagesstätte, wir wünschen viel Spaß beim nachkochen- und backen!

 

Ausgabe No. 04/2006

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Die Arbeitsgruppe "Haustechnik" der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous Garmisch-Partenkirchen


Die Haustechnikgruppe ist eine von drei Arbeitsgruppen des Clubhaus Rendezvous und besteht offiziell seit dem Frühjahr 2006; die Mitarbeiter setzen sich aktuell aus folgenden erlernten Berufen zusammen:

1 Elektriker

1 Maurer

1 Gärtner

1 Bautechniker

1 Sanitärinstallateur

1 Schreinermeister

1 Schlosser

1 Sozialpädagogischer Mitarbeiter mit Gesellenbrief im Kfz-Handwerk

Sie treffen sich wöchentlich in der Tagesstätte zur Verteilung der einzelnen Aufgaben an die Mitarbeiter. Für die Arbeit in der Tagesstätte Clubhaus Rendezvous sind die vielseitigen Qualifikationen der Mitglieder sehr hilfreich. Bis zum Herbst 2006 wurden folgende Arbeiten von der Haustechnikgruppe ausgeführt:

- Fliessenarbeiten im Außenbereich (Treppenaufgang zur Tagesstätte)

- Balkonkästen der Tagesstätte; Bepflanzung und Pflege der Geranien, Impazien (Neu Guinea)

- Innenanstrich folgender Tagesstättenräume: Gemeinschaftsküche, Secondhand-Laden, Bastelraum und PC-Raum

- Wartungsarbeiten an den Sanitäranlagen

- Hilfen beim Um- und Auszug für Clubhausmitglieder

- Wertstoffentsorgung

- Holzbearbeitung (z.B. Regale für Kleiderkammer, Küche, Sichtschutzwand für Kleiderkammer)

- Dekorarbeiten

- Herstellung und Anbringen der großen Pinwand für den Gemeinschaftsraum

- Stoppvorrichtung für Treppenaufgang zur Kleiderkammer

- Schlosserarbeiten (Instandsetzung von Türschlössern usw.)

- Vorarbeiten für den Weihnachtsmarkt (Recycling von Alteisen, Holzarbeiten und Bastelarbeiten)

- Anbringen des Clubhaustresors

- Gestaltung des Clubhausvorplatzes

- Winterdienst (Schnee räumen, Treppe kehren und splitten; Busplatz freihalten usw.)

- Materialeinkauf (Baustoffe, Werkzeug usw.)

- In Ausnahmenfällen werden auch Arbeiten außerhalb der Tagesstätte durchgeführt (z.B. großer Prospekthalter für Sozialpsychiatrischer Dienst der Herzogsägmühle in Garmisch-Partenkirchen, siehe unten)

 

Ausgabe No. 04/2006

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Unsere Bürogruppe


Seit Anfang Dezember 2006 befindet sich unser neues Mitgliederbüro im Obergeschoss.

Die überwiegenden Tätigkeiten werden dort erledigt. Wir haben mehrere Ablagen für den ein- und ausgehenden Schriftverkehr.

Unsere Bürogruppe hat einen Telefondienst für die eingehenden Anrufe, die je nachdem weitergeleitet werden.

Für unseren Fahrdienst wird die Abholreihenfolge und das Fahrtenbuch durch den Zivi erledigt.

Nicht zu verachten ist unsere Wochenliste mit den täglichen Tätigkeitsnachweisen.

Für den Mittagstisch haben wir eine Essensliste, in welcher sich die Mitessenden bis um 10:30 Uhr eintrogen sollten. Die anfallenden Küchenarbeiten werden gesondert eingetragen, sodass jeder einmal eine Tätigkeit verrichtet.

Für unsere Geburtstagskinder haben wir ein Jahreskalender angeschafft, wo täglich nachgesehen wird, wer Geburtstag hat.

Unsere Essenskasse beinhaltet, dass wir für 2,-€ ein Mittagessen erhalten und jedes fünfte Essen im laufenden Monat frei ist.

Der Morgen beginnt überwiegend damit, die Bürodienste wie Telefon und Büroarbeiten unter der Bürogruppe aufzuteilen.

Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört die gewissenhafte Buchführung der Anwesenheitsliste, die von jedem Mitglied täglich bei Anwesenheit unterschrieben werden muss.

 

Ausgabe No. 04/2006

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Unser Küchenumbau


Endlich ist es so weit, nach etlichen Telefonaten von Frau Schönnagel ist eine neue Küchenzeile genehmigt, diese soll am 23. März geliefert werden. Um die Monteure in Ruhe arbeiten zu lassen, machen wir eine Einkaufsfahrt zu einem bekannten schwedischen Möbelhersteller nach München. Am Abend überwiegt die Neugierde über die Müdigkeit und wir fahren noch mal extra in die Tagesstätte. Wie wir den neuen Herd so stehen sehen ist es ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern zusammen. Die Kochpremiere am nächsten Tag durfte unsere Praktikantin Frau Kreis übernehmen. Nun wird noch fleißiger und mit noch mehr Begeisterung gekocht. B. R.

 

Ausgabe No. 04/2006

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Unser neuer Second-Hand-Laden


Seit Anfang des Jahres haben einige fleißige Mitglieder unseres Clubhauses einen Second-Hand- Laden im 1. Stock unseres Hauses aufgebaut. Dort werden gut erhaltene Kleidungsstücke sowie Schuhe und Accessoires verkauft. Die sehr günstigen Angebote, ab 2 Euro pro Stück, finden regen Zuspruch bei den Mitgliedern und unseren Besuchern. Daher wünschen wir uns für die Zukunft den Verkauf auch der Öffentlichkeit zugänglich machen zu dürfen. A. Y.

 

Ausgabe No. 04/2006

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Bibelwoche Herzogsägmühle


Vom 04. bis 07. Februar 2007 war in Herzogsägmühle Bibelwoche mit Diakon Friedrich Rößner.

Der Vortrag vom Sonntag, dem 04.02.2007 ist hier im pdf-Format zum Lesen und Herunterladen:

Bibeltage - Glaube eine Herausforderung.pdf

Den Acrobat-Reader zum Lesen von pdf-Dokumenten können Sie sich hier herunterladen (Klick auf Button):





Zitat von C. Goetz


Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.  

Von Curt Goetz (1888- 1960)

Ausgesucht von Katharina

 

Ausgabe No. 2005/2006

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Perspektiven für 2006


Wir haben dazu einige Gedanken von Besuchern der Oase gesammelt:

 

G:

Ich freue mich am meisten auf die WM im Juni 2006.

E:

Ich freue mich darüber, dass ich Arbeit habe.

R.:

Ich freue mich darauf, gesund zu sein.

Al.:

Ich hoffe, dass ich gesund werde.

E.:

Ich freue mich auf unser 5-jähriges Jubiläumsfest.

C.:

Ich freue mich am meisten auf den Sommer zum Draußensitzen und die Natur anzuschauen.

Ce.:

Ich freue mich auch auf den Sommer und die Wärme.

M.:

Ich freue mich am meisten auf den Sommer und die WM.

Ma.:

Ich freue mich auf den Urlaub mit der Familie und das Baden im August.

R.:

Ich freue mich auf das Kulturprogramm der Tagesstätte.

Ir.:

Ich freue mich aufs Radlfahren.

A.:

Ich freue mich aufs Schwimmen.

 

Ausgabe No. 2005/2006

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Psychische Erkrankung und Lebensqualität


 - das Clubhaus Oase macht es möglich. Stellt man einen Menschen, der an Krebs erkrankt ist die Frage nach seiner Lebensqualität, wird dieser vielleicht antworten, dass er hoffentlich nie die Zuversicht auf`s Gesundwerden aufgeben wird und sein Leben wie bisher weiterführen kann. Fragt man einen Ferrarifahrer nach seiner Lebensqualität, könnte der seinen Wunsch nach genügend Platz zum Fahren angeben und, dass ihn ständig viele Leute wegen seines tollen Autos bewundern. Bei uns Psychiatrie-Erfahrenen und Menschen, die an seelischen Störungen leiden, ist die Frage nach mehr Lebensqualität etwas anders gewichtet und bei jeder und jedem Einzelnen noch ein Stück weit spezieller. Ganz weit oben auf der Wunschliste steht das Zusammensein mit Anderen, miteinander zu lachen, verstanden zu werden und Spaß zu haben. Bei der Befragung der Mitglieder des Clubhaus Oase in Weilheim, wie sich die Lebensqualität der Einzelnen hier bereits verbessert hat, antworteten diese, verkürzt wiedergegeben, wie folgt: „Nach dem Klinikaufenthalt bin ich von den freundlichen MitarbeiterInnen hier aufgenommen worden, so wie ich gerade war; ziemlich mutlos und verunsichert. Ein Mensch, der mit seinem Leben nichts mehr anzufangen wusste“. „Ich fühle mich hier wieder wie früher in meiner Familie. Wir kochen und essen gemeinsam. Zu Hause bin ich allein, hier kann ich mit Anderen reden und lachen“. „Den Cafeteriadienst mache ich gern. Das Gefühl gebraucht zu werden, gibt mir viel, wie es früher war, als ich meine Familie versorgt habe“. „Wenn wir gemeinsam das Haus sauber machen und sogar manchmal Spaß dabei haben, hilft mir das, meinen eigenen Haushalt wieder besser hinzukriegen“. „Beim Organisieren und Managen der Kegel- und Minigolfgruppe bin ich in meinem Element. Auch als Grillmeister beim Sommerfest kann ich zeigen, was ich drauf habe“. „Wenn es mir in der Cafeteria zu laut und zu eng wird, habe ich in der Werkstatt die nötige Ruhe und kann mir meine Traummöbel selbst zusammenschrauben. Hätte nie gedacht, dass ich das überhaupt fertig bringe“. „Als Betroffenenvertreterin in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft bekomme ich einen Einblick in eine für mich ganz neue Welt, erfahre dort, wie das Sozialsystem funktioniert“. „Bevor ich hier Mitglied geworden bin, wusste ich nicht, dass mir das Artikelschreiben für die Oasenzeitung soviel Freude machen würde“. „Beim Kräuteranbau im Garten kann ich meine Erfahrungen mit einbringen und wir haben im Sommer für den Mittagstisch immer was Frisches“. Wenn man vorerst gar nicht genau weiß, wie eine bessere Lebensqualität zu erreichen ist, kann man im Clubhaus Oase, viele Angebote ausprobieren und herausfinden, was einem zusagt. So haben nicht nur wir Betroffenen, sondern auch die Finanzgeber viele Vorteile. Dadurch, dass wir die Oase selbst am Laufen halten, in Krisenzeiten hier aufgefangen werden und so Klinikaufenthalte vermeiden können, lacht der Staat… und wir auch.

Leni Wittek        

 

       

Ausgabe No. 18/2006

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Buchvorstellung


Die Bücher von Henning Mankell:
Er schreibt Krimis in einer Art und Weise, die richtig fesselnd ist.
Der Hauptkommissar dieser fortlaufenden Krimireihe heißt Wallander. Ich finde es sehr schön zu lesen, da es ja immer um die selben Menschen geht und man sozusagen mit dem Kommissar und seiner Familie mitaltert. Es gibt insgesamt acht Krimis und mit der Zeit bekam ich beim Lesen Bezug zu diesen Menschen. Die beiden ersten Wallander Krimis haben einen geschichtlichen Hintergrund. Was dadurch für mich noch viel interessanter wurde. Die möchte ich euch kurz vorstellen:

"Die Hunde von Riga"
Da geht es um die Zeit kurz vor der Befreiung von Lettland durch die Sowjetunion. Das war sehr spannend und interessant. Die Ängste, die die Menschen hatten, waren so real, aber auch die Seite der Macht der Regierung war sehr beeindruckend. Mit welchen radikalen Mittel die Regierung dort früher geherrscht hat, war sehr schlimm und grausam. Wir können froh sein, das Lettland davon nun erlöst ist.
Außerdem ging es um eine Liebe zwischen zwei Menschen aus Schweden und Lettland.

"Die weiße Löwin"
In diesem Buch geht es um Südafrika. In diesem Land gibt es ja leider immer noch schlimme Zustände. Aber die Brutalitäten werden auf vorsichtige Weise in dem Krimi berichtet und wie die Regierung auch hin und wieder hintergangen wird, ist sehr interessant und lohnt sich zum Lesen.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen, wenn ihr Lust auf Krimis habt.

Susa

 

Ausgabe No. 18/2006

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Filme


Sophie Scholl – Die letzten Tage
Ein Film voll innerer, geistiger und äußerer Schlichtheit und Schönheit. Eindringlich, aber nicht aufdringlich. Prädikat – wertvoll – unbedingt anschauen !!!
Die Geschwister Scholl verteilten in der Uni Flugblätter mit Inhalten, um ihren Mitstudentinnen und Mitstudenten die Augen zu öffnen, daß Hitler die Deutschen ins Verderben führt. Sie werden gefangen genommen, verhört und verurteilt.
Trotz des grausamen Filmendes, nämlich der Enthauptung durch die Guillotine, wird klar, daß sich die dargestellten Personen dennoch auf eine Weise getragen fühlten – ihr Einsatz für Gerechtigkeit unter dem ungerechten Naziregime war nicht umsonst, und für sie war mit dem Tod das Leben nicht zu Ende.

Ray
Das Porträt des Pianisten Ray Charles, der mit einer Mischung aus Gospel und Rhythm & Blues – Soul - die damalige Musikwelt begeisterte. Natürlich mit viel Musik (z. B. „Hit the road Jack“) und der Story, die sich mit den Höhen und Tiefen dieses Musikgenies auseinandersetzt. Blind mit 6 Jahren, sein Einstieg ins Musikbusiness, das Kennenlernen seiner Frau, seine Heroinsucht, die Therapie davon, seine Weigerung, in Konzerten mit Rassentrennung zu spielen, die Affäre mit einer seiner Sängerinnen, der Erhalt einer Auszeichnung – eindrücklich werden die Stationen seines Lebens nachgezeichnet.

Ruby und Quentin
Was passiert, wenn ... ein einfältiger Kleinkrimineller, der den Leuten durch seine naive redselige Art schnell auf den Wecker geht, mit einem toughen Killer aus der Knastpsychiatrie ausbricht ? Wer es in diesem Film herausfinden will, der wird sich um die Aktivität seiner Lachmuskeln keine Sorgen machen müssen – zumindest für die meiste Zeit, die er diesen Film verfolgt. Gerard Depardieu spielt genial witzig den Kleinkriminellen ...

Jörg Kuppler

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Wie die Welt funktioniert


Intuitive Erkenntnisse kontra wissenschaftliche und religiöse Dogmen

Guten Tag meine lieben Leser. Stellen wir uns einmal  vor, dass die Menschheit nur scheinbar eine Ansammlung von Individuen ist, die getrennt voneinander agieren. Gehen wir davon aus, dass es einen „Superorganismus“ namens Mensch gibt, in dem alle auf der Erde lebenden Menschen enthalten sind. Im Rahmen dieses „Gesamtorganismus Mensch“ ist es nun so, dass jede nur denkbare Fähigkeit, jeder nur denkbare Charakterzug und fast jeder denkbare körperlich-geistige Zustand von mindestens einem Menschen auf dieser Welt zum Ausdruck gebracht wird.
Vielleicht hat der eine oder andere Leser den Film „Unbreakable“ mit Bruce Willis gesehen. In diesem Film werden die beiden existierenden Pole sehr schön beschrieben: Es gibt einen Menschen, der sich bei der kleinsten Bewegung sämtliche Knochen bricht. Am anderen Ende des Pols befindet sich der „Unverwundbare“. Und irgendwo dazwischen befindet sich der Großteil der Menschheit. Und genau nach diesem Prinzip ist die Natur aufgebaut:
Es gibt ein paar Idioten, ein paar Genies, und die Mehrzahl der Menschen befindet sich intellektuell gesehen genau dazwischen auf einer Art Durchschnitts-Norm. Es gibt Fettleibige und Magersüchtige oder Kleinwüchsige und Riesenwüchsige Menschen, die meisten jedoch sind wiederum genau in der Mitte platziert.
Auch die scheinbaren „genetischen Defekte“ sind nichts anderes als bestimmte Varianten des Menschseins. Es gibt eine „Krankheit“ namens Progerie, bei der die Kinder bereits aussehen wie Greise. Auch hier existiert wieder das Gegenteil: Erwachsene, die sich noch im Körper eines Kindes befinden. Und überflüssig zu erwähnen, dass sich die meisten Menschen zur  Mitte der beiden Pole hin wieder auf eine Art Durchschnitt zubewegt.
Allen darwinistischen Ansichten zum Trotz behaupte ich: Es gibt keinen Kampf ums Überleben, kein Überleben des Stärksten und Tüchtigsten, keine natürliche Auslese, keine Selektion oder wie sich die menschen- und lebensfeindlichen Begriffe, die uns von Seiten gewisser Wissenschaftler präsentiert werden, sonst noch nennen.
Die Natur liebt es, sich selbst in allen möglichen Variationen zu manifestieren. Alles nur denkbare wird von mindestens einem Menschen auf dieser Welt verwirklicht: Es gibt musische Genies, handwerkliche, sprachliche oder mathematische Alles-Könner. Oder schauen wir uns den Bereich des Sexuellen an: Es gibt Hetero- und Homosexuelle, Bisexuelle, Sex mit Kindern ( warum gibt es dieses Bedürfnis wohl ? ), Sex mit Tieren,  Transvestiten, Zwittermenschen, Frauen, die Männer sein wollen und umgekehrt.  Glauben Sie, dass die Natur hier irgendetwas ausgelassen hätte ? In der Dominikanischen Republik verwandelten sich in den 70-er Jahren einmal 38 Mädchen zu Beginn der Pubertät in Knaben .  Blinde, Taubstumme, Menschen ohne Arme, die sehr geschickt mit ihren Füßen umgehen können, überhaupt alle Arten von Behinderungen: Jeder Mensch erforscht eine bestimmte Art des Menschseins. Jeder Mensch hat etwas einzigartiges und  trägt  ganz besonders wichtige und einmalige Erfahrungen zu dem „Gesamtorganismus Mensch“ bei.
Das gleiche trifft allerdings auch auf Eigenschaften und Verhaltensweisen zu, die von den meisten von uns als nicht so angenehm empfunden werden: Haß, Gewalt, Eifersucht, Neid, Aggressionen, die ganze Palette von „zerstörerischen“ Gefühlen. Diese gehören genauso zum Menschsein und damit zu unserer Welt und werden dementsprechend auch von bestimmten Menschen (zu einem gewissen Prozentsatz natürlich von uns allen) zum Ausdruck gebracht: Wenn also irgendwo auf der Welt die Menschen besonders friedfertig und sanftmütig sind, dann muss es anderswo auch welche geben, die besonders gewalttätig sind. Von dieser Position ausgehend könnte man tragische Welt-Ereignisse auch einmal von einem ganz ungewöhnlichen Standpunkt aus betrachten: Wenn sich im Irak oder in Israel und Palästina die Menschen gegenseitig die Köpfe einschlagen, dann brauchen wir das nicht zu verurteilen, sondern können dankbar dafür sein, denn dadurch, dass diese Personen das dem Menschen innewohnende Gewaltpotential zum Ausdruck bringen, brauchen wir es nicht tun. Noch einmal: Jeder Mensch erforscht eine bestimmte, einzigartige Art des Menschseins, und im Rahmen dieses riesengroßen „Gesamtplanes“ gibt es so etwas wie gut oder schlecht, gut oder böse überhaupt nicht.
Was also ist der Sinn des Lebens ?
Er ist es überhaupt nicht, sich auf irgendeine bestimmte Art und Weise verhalten zu müssen (wie z.B. die 10 Gebote). Er ist es auch nicht, etwas besonderes leisten zu müssen. Der Sinn des Lebens ist es  nicht, ein „nützliches Mitglied der Volksgemeinschaft“ zu sein, er besteht überhaupt nicht darin, etwas tun zu müssen, sondern ist allein im Sein verankert. Manche Menschen machen Erfahrungen mit Themen wie Hilflosigkeit oder Abhängigkeit und brauchen Zeit ihres Lebens Unterstützung und Pflege, und dies sind natürlich keine sinnlosen Existenzen oder keine „unnützen Esser“, sondern auch hier manifestiert sich das Prinzip der Natur, alles nur denkbare irgendwie verwirklichen zu wollen.
Der Sinn des Lebens ist es, sein eigenes Wesen zu erkennen und dann seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend zu handeln – auch und gerade dann, wenn diese Bedürfnisse den Idealbildern der Gesellschaft ( wie z.B. Arbeit, Partnerschaft, Familie, Selbständigkeit ) widersprechen. Oft sind dies nämlich nicht die wahren Bedürfnisse eines Menschen, sie werden aber aus Angst, sonst zum Außenseiter zu werden, übernommen. In erster Linie kommt es im Leben auf Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle an. Jeder Mensch bekommt „von ganz oben“ bestimmte Lebensaufgaben zugewiesen und bearbeitet in seinem Leben bestimmte Themen, die meistens im seelischen Bereich angesiedelt sind. Günstig wäre es nun, diese Aufgaben zu erkennen, doch auch hier gibt es natürlich wieder unsere zwei entgegengesetzten Pole: Menschen, die einen hohen Grad an Bewusstheit erlangen und solche, die völlig unbewusst für innere Mechanismen sind. Da der Großteil meiner Leserschaft mit psychischen Problemen „zu Kämpfen“ hat, kann ich getrost davon ausgehen, dass die meisten von euch eher auf der „bewussten Seite“ angesiedelt sind, denn wie sonst nichts auf der Welt sind gerade psychische Krankheiten eine Aufforderung, sich mit den Inhalten seiner Psyche auseinanderzusetzen. Und wie es mir im Kontakt mit „Psychisch kranken Menschen“  -ich war selbst 3,5 Jahre in Herzogsägmühle – aufgefallen ist, handelt es sich hier in vielen Fällen nur um Menschen (mich eingeschlossen), die für sich selbst und ihr Innenleben andere Ausdrucksmöglichkeiten benötigen, als im Rahmen unserer Gesellschaft, in der in erster Linie Leistung, regelmäßige Arbeit und Geldverdienen zählen, möglich sind.
„Erkenne Dich selbst, mach Dich frei von den Erwartungen anderer und handle nach Deinem eigenen Werte-System“. Dadurch verwirklicht man seinen Lebenssinn auf die bestmögliche Weise, kann die größtmögliche Erfüllung erreichen und trägt auf eine magische Art auch zur Erfüllung aller anderen bei. Doch dazu vielleicht nächstes Mal mehr.

Literatur: Dieter Häußinger / Die Natur der Realität (nicht im Buchhandel erhältlich)

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Die Lieder der Fotografen


In der Vorgeschichte zu seiner CD schreibt Gerhard Schöne von dem liegengebliebenen Koffer, den er auf einer Versteigerung der Bahn gekauft hat. Darin hat er viele Fotografien gefunden und läßt mit seinem Album „Die Lieder der Fotografen“ sein Publikum einen Blick in den Koffer werfen.
Gerhard Schöne ist ein ostdeutscher Liedermacher. Er hat schon zahllose Lieder geschrieben und viele Platten und CD‘s veröffentlicht.
Ich habe ihn beim ökumenischen Kirchentag beim Brandenburger Tor (eine Riesenmenge) und beim Kirchentag in Hannover jeweils bei der sog. „Nacht der Lieder“ live erlebt und in Hannover sogar ein Autogramm bekommen.

Ich mag Gerhard Schöne sehr gerne; viele seiner Lieder lassen mir das Herz aufgehen. Und seine Stärke ist genau das, daß es ihm gelingt, die Tür zu unserem Herzen aufzuschließen und es behutsam und feinfühlig zu betreten, und sowohl unsere Feinheiten, Eigenheiten als auch Gemeinheiten ans Licht zu bringen.
Dadurch, daß er ganz menschlich uns da abholt, wo wir stehen, nimmt er uns als Zuhörer mit auf die Reise in seine fantasievoll erzählten Geschichten.
Bei seiner aktuellen CD, die auf dem Kirchentag verkauft wurde und frisch aus der Presse kam, sind in dem kunstvoll gestalteten Booklet 22 Schwarz-Weiß-Fotografien abgebildet und jeweils mit dem Songtext versehen.
Die Fahrt durch das magische Wunderland der Geschichten und Worte beginnt mit „Martha“, dem Song über einen kleinen Jungen von 12 ½ und einem Austauschmädel aus Ungarn, ihr gemeinsames Spiel und ihrer zu frühen Abreise.
In „Elternträume“ geht es um die Träume, die manche Eltern für ihre Kinder träumen.
„Kinder, Kinder spielt euch frei ... Solang euch keiner in die Zügel zwingt“ heißt es im nächsten Lied. Das nächste Foto zeigt möglicherweise eine schlafende Flüchtlingsfamilie und zeigt das nicht so Selbstverständliche für uns oft „Selbstverständliche“ auf. Darauf sehen wir eine Frau mit Kind, die offensichtlich vor einer Grenzkontrolle stehen – „Maria durch den Dornwald ging“ ist der Titel und zum Schluß heißt es „Lieber Gott ziehe ein in erloschene Blicke und in Herzen aus Stein! Jesus und Maria.“
In „Schaun sie rüber“ wird zum Bild von einem Zelt erzählt „... ja da wohnt er, der berühmte Jesus Christ ... Er will nicht für die Satten noch das Sahnehäubchen sein. Aber denen, die ihn brauchen, hilft er raus aus der Not. Er ist Licht für die im Dunkeln und für Hungrige das Brot.“
In „Himmelsakrobaten“ sind die Sterne Drahtseilkünstler, in „Pierre“ hält die Mutter ihrem Sohn, der Zirkuskünstler ist, die Standpauke, er solle sich nicht noch mehr in ein Mädel aus dem Publikum verlieben, die ihm schöne Augen macht, in „Die Hochstammrose“ erzählt ein Mann von seinem Hochstammröslein, das er nun auf den Balkon pflanzt, weil er den Garten verkaufen mußte. Bei „Der Jahrmarktsaffe“ kommt eben jener zu Wort, „Der Walzer“ ist ein tolles Stück darüber, was ein Walzer alles ausrichten kann.
„Das Cello“ ist eines meiner Lieblingsstücke und handelt von einem Soldaten, der tat, was Menschen leider oft im Krieg tun und erzählt, wie er ein Violoncello fand und darauf spielt, daß eine alte Welt in ihm wiedererwacht, so z. B. „... die wunderbare Magie der Worte, die Psalmen Rilke und Hölderlin ...“, und er dadurch wie verwandelt wird und „... er hinaustrat aus diesem Hof als ein andrer Mann.“
In „Fährmann hol über“ wird ein alter Mann beschrieben, der nun endlich auch über den Jordan im positiven Sinne will, und den „Fährmann“ schon sehnlich erwartet hat.
„Onkel Alfred“ war das schwarze Schaf der Familie, erlitt mit seinem Kahn Schiffbruch, wurde auf der Kannibaleninsel vom Häuptling tätowiert, singt nun auf Sankt Pauli fromme Lieder für die Heilsarmee und sind die Mütter nicht zu Haus, malen die Enkel seinen tätowierten Körper mit Filzstift aus.
„Frau Prolatkas Engel“ geht ihr stets zur Hand, doch sie würdigt es in keiner Weise. In „Zwei Brüder im Boot“ geht es um Jugend, Alter und Erziehung. „Bei nimm mich mit, kleine Frau“ singt ein kleiner Hund einem Mädchen zu, es soll ihn doch mitnehmen, denn er will nicht mehr bei „Madame“ sein, die vier Katzen hat und sich jede Nacht mit der Rheumamilch einreibt ...
„Manuel J.“ ist der freundliche Kinoplatzanweiser, der während vorne auf der Leinwand Gremlins über Schulkinder herfallen die heilige Bibel liest und am Ausgang stumm seinen Segen über die Besucher spricht.
In „Nanina, mein Kleines“ findet die schon erwachsene Tochter Trost in dem Arm ihrer Oma. „Typisch Tante Lu“ ist COOL, hier ein Auszug: „...Sie sperrn dein Konto. Du meinst, ‘ne Kuh hat sowas auch nicht. Die sagt nur Muh! Und ist zufrieden. Typisch Tante Lu ... Du bist so typisch, so typisch DU. Auf Katastrophen gehst du drauf zu und machst ein Fest draus ... könnt dich küssen, Tante Lu.“
„Hab kein Wieglein, keinen Wagen“ ist das Lied des Säuglings, der neben seiner Mutter liegt, die gerade eine Handarbeit macht und genug hat und kein Spielzeug braucht - sie leben im ärmeren Teil unserer Welt.
„Kleine Pfützen“ ist das neckisch heitere, aber auch philosophische Schlußlied, und rundet unseren Rundgang durch dieses geniale sowohl visuelle, dichterische als auch musikalische Fotoalbum.
Wer mal Muse und genug Geld hat sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen – und wer nicht genug Geld hat kann es sich vielleicht schenken lassen Smiley !
(Jörg Kuppler)

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Wahre Liebe zwischen Mann und Frau


Sicherlich waren Sie in Ihrem Leben  schon mindestens einmal verliebt, und viele von uns kennen natürlich auch das unglücklich verliebt sein.
Stellen wir uns einmal folgende Situation vor: Ich, ein Mann, liebe eine Frau, die aber einen anderen Mann liebt und nicht mich. Die normale Reaktion in solchen Fällen ist nun, dass ich tottraurig und enttäuscht darüber bin, dass meine Liebe nicht erwidert wird und meine  Wünsche und Bedürfnisse keine Erfüllung finden. Doch ich behaupte: Dies entspricht nicht dem wahren Wesen der Liebe. Wenn man einen anderen Menschen liebt, dann muß man sich nämlich darüber freuen, wenn dieser Mensch glücklich ist, notfalls auch ohne einen selbst.  Im Idealfall sollte Liebe nicht an die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse gekoppelt sein, sondern das Glück und die Freude des geliebten Wesens an erster Stelle stehen.

Im Klartext: Wenn ich eine Frau liebe und diese ist mit einem anderen Mann zusammen, dann müsste ich mich also darüber freuen, dass diese Frau auch ohne mich glücklich ist.
Liebt man einen Menschen und ist unglücklich darüber, wenn diese Liebe nicht erwidert wird, dann ist es in Wirklichkeit gar keine Liebe, sondern Besitzdenken und das Befriedigen-Wollen von Bedürfnissen.

Auf der Partnerschafts-Ebene kommt viel Leid auf dieser Welt durch die Einstellung  zustande „Wenn man jemanden wirklich liebt, darf man nicht gleichzeitig noch jemanden anders lieben .“  Als ob die  Liebe so beschränkt wäre, dass man sein ganzes Leben lang als Mann nur eine Frau und als Frau nur einen Mann lieben kann oder darf. Natürlich kann man als Frau auch zwei Männer oder als Mann zwei Frauen gleichzeitig lieben.  Die Liebe zu einem Menschen wird nicht dadurch geschmälert, dass man noch jemanden anderen liebt. Eifersucht hat mit wahrer Liebe nichts zu tun.
Viele Probleme werden auch durch die Einstellung verursacht, dass man Sex nur mit einem einzigen, geliebten Partner haben sollte. Liebe und Sex haben aber grundsätzlich erst mal nichts miteinander zu tun. Man kann Menschen lieben, ohne dass man Sex mit ihnen hat, z.B. seinen Vater, seine Mutter, seine Kinder und so weiter. Man kann also natürlich mehrere Menschen gleichzeitig lieben.  Und man kann logischerweise auch Sex mit jemanden haben, ohne diesen Menschen zu lieben. In diesem Falle wäre das die reine Ebene der Bedürfnis-Befriedigung, gegen die im Übrigen  auch nicht das geringste einzuwenden ist, wenn beide Sex-Partner damit einverstanden sind und von vorneherein mit offenen Karten gespielt wird.

Wahre Liebe stellt keine Forderungen. „Ich liebe Dich nur, wenn...“
„Ich liebe Dich nur, wenn Du mir treu bist“
„Ich liebe Dich nur, wenn Du außer mir keinen anderen liebst“
„Ich liebe Dich nur, wenn Du Dich so und so verhältst“

Wahre Liebe versucht auch nicht, einen anderen Menschen fest an sich zu binden, sondern respektiert die persönliche Freiheit des geliebten Wesens an jedem Tag  und in jeder Sekunde. Hinter dem Wunsch, seinen Partner fest an sich binden zu wollen steht nämlich in erster Linie das Bedürfnis nach Sicherheit.

Dem christlich-abendländischen Modell der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, dass letzten Endes im Ehe-Verhältnis gipfelt,  möchte ich also folgendes gegenüberstellen:

„Zwei Menschen, die beide in völliger Freiheit leben, treffen sich ab und zu, um sich gegenseitig Freude zu bereiten, ohne dabei an den anderen irgendwelche Forderungen zu stellen“
Dies ist das Wesen der wahren Liebe

Dieter Häußinger

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Einbruch in der Oase Weilheim


Tatort Oase.

Schon die Überschrift wirft Fragen auf: Dass diese zwei Worte einmal in Verbindung stehen, hätte sich zuvor auch keiner träumen lassen. Ich will hier nicht noch einmal den faktischen Tathergang aus polizeilicher Sicht aufrollen, sondern das Ganze vom emotionalen, gefühlten Gesichtspunkt beleuchten und aufarbeiten. Es ist auch für mich schwer, das alles in Worte zu fassen, weil auch ich sprachlos und verblüfft war und zu Anfang keinesfalls an einen Diebstahl gedacht habe, sondern an einen vorgezogenen Aprilscherz. Aber schon bald war uns allen klar, dass es sich um keinen Spass handelt, sondern um bitteren Ernst. Ich fand es sehr schade, dass die schöne Diashow von einem solchen Ereignis überschattet wurde.

Der Grund für mein Schreiben liegt sicherlich auch darin, dass mich der Fall sehr beschäfigte und auch lange Zeit fesselte. Es geht mir nicht so sehr um den finanziellen Schaden, den die ganze Sache mit sich bringt, sondern mehr um die Tatsache, wie dreist und abgebrüht und mit welcher Frechheit und Unverschämtheit er vorgegangen ist. Bei dem Gedanken an dem Vorfall vermischen sich bei mir die Gefühle Enttäuschung, Entsetzen und Wut. Wenn ich in die Gesichter der Geschädigten und auch der glimpflich davon Gekommenen geschaut habe, sah ich Betroffenheit, Sprachlosigkeit und Perplexität. Was hat der Dieb erreicht? Vor allem Aufruhr, Misstrauen, Zwietracht, Aufregung, Vertrauensbruch, stärkere gegenseitige Kontrolle, Ärger und sich selbst vielleicht ein schlechtes Gewissen. Das blinde Vertrauen ist vorbei. Der Dieb hat uns alle in Schrecken und Unruhe versetzt. Er hat auf jeden Fall mehr angerichtet, mehr Gefühle aufgewühlt als Beute eingenommen. Ich möchte den Dieb nicht verurteilen, weil ich nicht weiss, ob er unter einem ihn sehr geistesbeeinträchtigenden Zustand (z. B. durch Medikamente, Drogen oder Suchtdruck) war, und weil mir das nicht zusteht. Dennoch heisse ich es nicht für gut, und auch ein solcher geistesbeeinträchtigender Zustand wäre für mich keine Rechtfertigung oder Entschuldigung. Jeder geht jetzt vorsichtiger um, man ist mehr auf Sicherheit bedacht. Man kann nicht mehr so vertrauensvoll gegenüber allen sein, obwohl ich weiss, dass die meisten so etwas nie tun würden und keinerlei kriminelle Energien in sich haben, wovon ich felsenfest überzeugt bin.

Ich denke, er schadete sich damit am meisten, weil er durch das vorübergehende Bargeld sein vermutliches Geldproblem auch nicht lösen wird und sich nur selbst in seiner Freiheit, Offenheit und seinen Handlungsmöglichkeiten einschränkt, weil er ständig in der Gefahr lebt, aufzukommen, sich zu versprechen oder sich zu verraten. Abgesehen davon hat er sich auch strafbar gemacht und lebt ständig in Gefahr, aufzufliegen. Ich glaube, es hätte auch eine legitime Art und Weise gegeben, sein tiefer liegendes Problem zu lösen.

Der Wert Gerechtigkeit spielt in diesem Kontext für mich auch eine wichtige Rolle. Sowohl im Hinblick darauf, dass einige zu Unrecht in den Kreis der Verdächtigen gerückt sind. Zum anderen, weil der Täter nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Mitglieder bestohlen hat, also Leute, die im selben Boot sitzen und die auch nicht besonders viel haben.

Ich war zuerst der Meinung, dass ich die Gewissheit und Klarheit bräuchte, um zu einem normalen Umgang mit den anderen zurückzufinden, und nicht im Hinterkopf haben zu müssen, ich spreche vielleicht gerade mit meinem Dieb. Erst dachte ich, das gute Klima und die Stimmung sind getrübt, aber ich habe festgestellt, dass der Diebstahl der guten Stimmung nicht dauerhaft schaden kann. Eine Oase lässt sich eben nicht so leicht unterkriegen. Eine Aufklärung würde zwar noch immer zur Entlastung aller dienen, aber ich bin jetzt auch soweit, dass ich gut so weiterleben kann, weil die Leute, die die Oase täglich besuchen, am wenigsten dafür können. Außerdem würden wir dem Dieb noch immer Macht geben, wenn wir uns wegen ihm die gute Laune verderben lassen würden.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass ich trotz des Vorfalls mich sehr wohl unter den Leuten fühle und ihnen vertraue.

 

Elisabeth, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005

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Hola senoras senores


STOP! Erschrecken Sie nicht. Bleiben Sie da. Diese Begrüßung ist in den letzten Tagen nichts Ungewöhnliches. Wer „hola" hört, braucht sich nicht zu wundern. Er ist hier nicht im falschen Film oder gar im falschen Land. Nein, der Eindruck täuscht. Wir befinden uns nach wie vor in der Oase. Körperlich sind wir weiterhin in unserer Tagesstätte, obwohl wir dafür geistig keine Garantie geben können. Allzu leicht schweifen wir mit unseren Gedanken ab ins warme Spanien, aber die Realität holt uns wieder ein und geschockt wachen wir aus unseren schönen Momenten auf und sehen uns mit der gegenwärtigen Situation konfrontiert.

Dienstags von 10-11Uhr beamt sich unser curso de espanol weg in eine andere Welt, in die Welt des Spanischen, wir schalten ab, grenzen uns ab (Klausurtag hat bei mir Spuren hinterlassen) von der deutschen Eintönigkeit und tauchen in südländisches, feuriges, lebendiges Temperament ab. Getankt mit südländischer Energie, können wir die kommende Woche überstehen.

Um Kultur, Sitten, Bräuche und vor allem natürlich die Sprache besser kennenzulernen, begeben wir uns auf Neuland. 7 wissbegierige „Schüler" lassen sich auf dieses Abenteuer ein. Versetzt in diese fascinante Welt, genießen wir die Eindrücke. Es freut mich sehr, dass sich so viele dafür begeistern und mit soviel Spass und Elan bei der Sache sind. Fantastico! Unsere Prioritäten setzten wir auf das Erlernen wichtiger Redewendungen und auf das Sprechen, wobei der Spass auch nicht fehlen darf.

Wer träumt nicht von fiesta, salsa, paella, torero, siesta, Sonne, Strand und Meer, wenn er an Spanien denkt? Diesem spanischen Flair sind wir immerhin eine Stunde pro Woche ein Stück näher, wenn auch nur in Gedanken. Claro?

Nicht alles ist „perfecto" bei der Aussprache, und so kommt es schon vor, dass ein paar problemas auftauchen, aber im großen und ganzen läuft alles nach plano. Die professoras sind mit uns sehr zufrieden. Weiter so! Gracias für euren Ehrgeiz und euer Engagement. Es ist sehr interessante mit euch zu arbeiten.

Hasta luego

 

Elisabeth, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 17/2005

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Probieren wir es einmal !


Nicht mit der Tür ins Haus fallen, immer kleine

Schritte, dann kommt im Leben auch was zusammen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn es mir manchmal besonders schlecht geht, dann denke ich mir, morgen wird es schon wieder besser gehen.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen.

Immer mit der Gemeinschaft mitmachen und die

Vögel pfeifen lassen.

Immer wieder aufstehen wie ein kleines Kind, es fällt

auch wieder hin und macht weiter jeden Tag.

Im Leben ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, da muß man von klein auf lernen. Da muß man mit sich selbst Geduld haben und dann geht wieder was schief und so geht es weiter und weiter.

Vorwärts schauen! Manches muß man mit Humor hinnehmen.

 

Frau Otter, Clubhauszeitung Oase WM Ausgabe 16/2004

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Der nutzlose Baum


Auf einer Berghöhe, an einer Stelle, wo es nicht gerade sehr fruchtbar war, von wo man aber einen Blick über viele Täler und Höhen Dörfer, Bäche und Wälder hatte, stand ein großer ganz gewaltiger Baum. Er bedeckte mit seiner Krone beinahe den ganzen Berggipfel, so als hätte der Berg ihn wie eine große grüne Haube auf seinen Kopf gesetzt.

Eines Tages kam nicht weit von dem Baum ein Zimmermann vorüber, der mit seiner Säge und seiner Axt in den Wald ging, um Holz zu fällen; denn er machte Tische, Bänke, Stühle und allerlei Holzwerk. Der sah den Baum an und sagte zu seinem Gehilfen, der mit ihm ging: "Jetzt sieh einmal den Baum an, was das für ein nutzloser und hässlicher Baum ist, sein Stamm ist zwar dick genug und alle seine Äste auch, und doch kann man nichts damit anfangen; denn der Stamm ist so krumm, so verdreht und verwachsen, die Äste auch alle so vielmal um sich selber gedreht, so knorrig und eigensinnig, dass man auch nicht das kleinste nützliche Brettchen aus dem ganzen Baum schneiden könnte. Dazu sind seine Blätter noch so hart und seine Früchte auch noch so bitter, dass man sie nicht einmal als Futter für die Ziege gebrauchen kann. Das nenne ich wirklich einen nutzlosen Baum, den da". Damit ging er voller Verachtung für den Baum weiter in den Wald zu anderen Bäumen und sein Knecht hinter ihm.

Der Baum aber, der die Beiden wohl gehört hatte, rauschte laut auf mit allen seinen Zweigen, dass es wie ein brausendes Gelächter war, das hinter dem Zimmermann herlief.

"Darum also", sprach der Baum fröhlich zu sich selber, "hat man mich hier so viele Jahre stehen lassen, weil ich nutzlos bin, weil die Zimmerleute nichts mit mir anfangen können. Darum haben sie mich unbeschädigt so groß und gewaltig werden lassen, mich, der ich soviel krummer und knorriger bin als alle Bäume im Walde. Das also war mein Glück. Und darum haben heute die Vögel des Himmels eine so schöne Wohnung in mir. Darum finden heute die Wanderer, die den Berg ersteigen, unter meinen Zweigen wohltuenden Schatten und segnen mich. Von weither kommen die Menschen aus dem Lande und bestaunen mich, liegen unter mir in der Kühle, betrachten die Schönheit der Erde und gehen fröhlicher und geduldiger wieder in ihre Täler hinab. - Alles nur, weil ich nutzlos bin und die Zimmerleute, die nur an den Nutzen denken, nichts mit mir anzufangen wissen. Gepriesen sei meine Nutzlosigkeit, die mir erlaubt hat, die Krone des Berges und ein Wahrzeichen des Landes zu werden."

Will Vesper

Clubhauszeitung Oase PZ Ausgabe 01/2004

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Die Geschichte vom Weihnachtslicht


Erzählung von Rolf Krenzer

Ein kleiner Hirtenjunge sucht ein Geschenk für das Jesuskind.

Als die Engel den Hirten verkündet hatten, dass im Stall von Bethlehem der König der Welt geboren worden war, da suchte jeder nach einem passenden Geschenk, das er dem Kind in der Krippe mitbringen wollte.

„Ich bringe ein Schäfchen mit!“ meinte der eine. „Ich eine Kanne voll frischer Milch!“ sagte ein anderer. „Und ich eine warme Decke, damit das Kind nicht friert!“ rief ein dritter.

Unter den Hirten war aber auch ein Hirtenknabe. Der war bettelarm und hatte nichts, was er dem Kind schenken konnte. Traurig lief er zum Schafstall und suchte in dem winzigen Eckchen, das ihm gehörte, nach etwas, was er vielleicht doch mitbringen konnte. Aber da war nichts, was auch nur den Anschein eines Geschenks hatte. In seiner Not zündete der Hirtenknabe eine kleine Kerze an und suchte in jeder Ritze und in jeder Ecke. Doch alles Suchen war umsonst. Da setzte er sich endlich mitten auf den Fußboden und war so traurig, daß ihm die Tränen an den Backen herunter liefen. So bemerkte er auch nicht, daß ein anderer Hirte in den Stall gekommen war und vor ihm stehenblieb. Er erschrak richtig, als ihn der Hirte ansprach: „Da bringen wir dem König der Welt alle möglichen Geschenke. Ich glaube aber, daß du das allerschönste Geschenk hast!“

Erstaunt blickte ihn der Hirtenknabe mit verweinten Augen an. „Ich habe doch gar nichts!“ sagte er leise.

Da lachte der Hirte und meinte: „Schaut euch diesen Knirps an! Da hält er in seiner Hand eine leuchtende Kerze und meint, er habe gar nichts!“

„Soll ich dem Kind vielleicht die kleine Kerze schenken?“ fragte der Hirtenknabe aufgeregt.

„Es gibt nichts Schöneres!“ antwortete der Hirte leise.

Da stand der Hirtenknabe auf, legte seine Hand schützend vor die kleine Flamme und machte sich mit dem Hirten auf den Weg. Als die Hirten mit ihren Geschenken den Stall erreichten, war es dort kalt und dunkel.

Als aber der Hirtenknabe mit seiner kleinen Kerze den Stall betrat, da breitete sich ein Leuchten und eine Wärme aus, und alle konnten Maria und Josef und das Kind in der Krippe sehen.

So knieten die Hirten vor der Krippe und beteten den Herrn der Welt, das kleine Kind mit Namen Jesus, an. Danach übergaben sie ihre Geschenke. Der Hirtenknabe aber stellte seine Kerze ganz nah an die Krippe, und er konnte deutlich das Leuchten in Marias und Josefs Augen sehen. „Das kleine Licht ist das allerschönste Geschenk!“ sagten die Hirten leise.

Und alle freuten sich an dem schönen Weihnachtslicht, das sogar den armseligen Stall warm und gemütlich machte.

Der Hirtenknabe aber spürte, wie in ihm selbst eine Wärme aufstieg, die ihn immer glücklicher machte. Und wieder mußte er weinen. Jetzt weinte er aber, weil er sich so glücklich fühlte.

Bis zum heutigen Tag zünden die Menschen zu Weihnachten Kerzen an, weil ihnen die Lichter immer wieder Freude und Geborgenheit schenken.

 

Clubhauszeitung Oase PZ Ausgabe 01/2004

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U2 How to dismantle an atomic bomb



Die neue U2-CD "How to dismantle an atomic bomb" ist meiner Meinung nach eines der besten, wenn nicht das beste U2-Album.

Von Musik und Texten her ist es wohl das reifste.

Der typische U2-Sound kommt immer durch – wie zum Beispiel die Hallgitarre von Gitarrist The Edge – sei es auch mal weniger häufig wie z. B. im ersten Song, gleichzeitig der ersten Single-Auskoppelung: "Vertigo".

Nach den Alben Boy, October, War, The Unforgettable Fire, The Joshua Tree, Rattle & Hum, Achtung Baby, Zooropa, Pop und All that you can’t leave behind ist diese CD das elfte U2-Album, wenn ich richtig gerechnet habe und man die Maxi Under a bloodred sky (live) nicht mitzählt.

U2 spielen immer noch in ihrer Urbesetzung – Larry am Schlagzeug, Adam an der Bass-, The Edge an der E-Gitarre und schließlich Bono Gesang.

Ein Interview-Zitat von Bono zum Albumtitel: "Man fragt sich vielleicht, inwiefern bezieht sich der Titel auf das Album? Ich würde sagen: Das Album gibt einen Einblick in die persönliche Seite der Band."

So verarbeitet Bono zum Beispiel in zwei Songs – nämlich "Sometimes you can’t make it on your own" und "One step closer to knowing" – die Krankheitszeit und den Tod seines Vaters.

Nochmal ein Zitat aus dem Rolling Stone zu den Songs der CD: "Bono fiel erst später etwas auf: Das Album spannt einen ganz bestimmten Bogen – we take it from fear to faith. In diesen Zeiten gibt es ja grundsätzlich zwei Strategien wie man Entscheidungen treffen kann: Entweder man wird von Angst bestimmt und erlaubt ihr, zu entscheiden, wie man lebt und agiert. Oder man beschließt, Glauben als konstruktivere Herangehensweise anzunehmen. Diese beiden Strategien bestimmen den Bogen des Albums. Erstaunlich, wie sich versteckte Logik manchmal unbewusst auswirkt." Oder, wie Bono es ausdrückt: "Das Album ist eine Reise, die an diesem freakigen angstbesetzten Ort der Paranoia namens ‚Vertigo‘ (‚Vertigo‘ heißt übersetzt ‚Schwindel‘) beginnt und auf den Knien endet, mit ‚Yaweh‘."

 

Musikalisch die drei rockigsten Songs sind ‚Vertigo‘, ‚Love and peace or else‘ und ‚Because of you‘. Mit der ‚Miracle drug‘ (Wunderdroge) - wie der zweite Song heißt - mag der gemeint sein, von dem sich Bono angesprochen fühlt "I was a stranger and you took me in" (Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen) - Jesus - vgl. Matthäus-Evangelium 25,35].

In ‚Love and peace or else‘ ermahnt Bono alle "dauthers of Zion" und "Abraham’s sons" (Töchter Zions und Abrahams Söhne) "Lay down your guns" (sinngem.: legt eure Waffen nieder).

In ‚All Because of you‘ singt Bono "I’m not broke but you can see the cracks You can make me perfect again All because of you ... I am" (Ich bin nicht zerbrochen aber man kann die Risse sehen Du kannst mich wieder ganz und heil machen Nur wegen Dir ... bin ich) – das will ich einordnen als ein offenes Bekenntnis zu Jesus Christus, der uns wieder ganz machen kann.

Zwei tolle Lieder bezüglich der Liebe zwischen Mann und Frau sind in den Songs "A man and a woman" und "Original of the species" auf der CD.

In "City of the blinding lights" und "Crumbs from your table" sind zwei schöne Stücke aufgenommen. Für U2 typisch, wie ich finde, ist (nicht nur bei diesen 2 Songs) (mir) manchmal nicht ganz klar, ob der/die Angesprochene eine Frau oder Gott oder mal so, mal so, ist.

Diesbezüglich eindeutig ist das letzte Stück des Albums "Yahweh" (das ist der Gottesname, den fromme Juden nicht in den Mund nehmen). Hier Auszüge: "... Yahweh, Yahweh Always pain before a child is born Yaweh, tell me now Why the dark before the dawn? ... Take this heart And make it break" (Yahwe, Yahwe Immer Schmerzen bevor ein Kind geboren wird Yahwe sag mir jetzt Warum die Dunkelheit vor der Dämmerung? ... Nimm dieses Herz und zerbrich es). Zum Nachdenken sind diese U2-Texte allemal.

Am besten selber hören und lesen !!! Smiley

[Jörg Kuppler, WISN 1/2004]

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Das Vaterunser und seine Bedeutung für mich


Unser Vater der du bist im Himmel!

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Gib uns heute unser tägliches Brot.

Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.

Und führe und nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit Amen.

Denn wenn Ihr den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch nicht vergeben.

Ich betete das Vaterunser und es begab sich bei mir eine wundersame Wandlung. Es machte mich sehr froh, daß mir meine Sünden vergeben sind.

Ich mache auch niemanden mehr schlecht wegen seiner Eigenarten.

Bisher dachte ich immer ich müsse mich für sie strafen und mich deswegen schlecht fühlen.

Ich dachte auch ich müsse mich dafür strafen, daß ich seelisch krank geworden bin.

Seitdem ich das Gebet gesprochen habe bin ich ein froherer Mensch.

Ich möchte Gott dafür danken.

Antje Okroi

 

Sinnsprüche

Jesus sagt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Jesus: Ich bin zu euch gekommen um euch zu erquicken.

Wer seinen Körper nicht liebt, liebt auch seine Seele nicht.

Die Gedanken machen die Gefühle.

Die Bibel: Schlägt dich jemand auf die rechte Backe, halte ihm die linke Backe hin.

Den meisten Menschen geht es so gut wie sie wollen.

In der Welt ist es so friedlich wie jeder einzelne Mensch friedfertig ist.

 

[zusammengestellt von Antje Okroi, WISN 1/2004]

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