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Antje Okroi


Einige Bilder von ihrer Ausstellung die vom 26. Januar bis 26. Februar 2010 in Herzogsägmühle zu sehen war sind hier in ihrer Galerie im Bereich Kunst im Sägeweb zu sehen.

Zur Galerie.

Ich habe 20 Jahre gebraucht, bis mir das Malen leichter fiel. Manche Bilder entstehen in der Nacht, dann erscheinen sie plötzlich vor meinem inneren Auge. Hätte ich einen Fernseher wäre ich nicht so kreativ.
(Antje Okroi)



Die Geschichte des Klosters Benediktbeuern


Benediktbeuern ist eines der ältesten Benediktinerklöster und wichtigsten christlichen Missionszentren in Bayern. Karl der Große vermittelte ihm die Armrelique des Hl. Benedikt, durch die es später den erweiterten Namen erhielt. Nach der Zerstörung durch die Ungarn im Jahre 955 wurde es mit Unterstützung des Hl. Ulrich von Augsburg wieder aufgebaut. 1031 erfolgte durch Kaiser Konrad II. die Neubesiedlung mit Benediktinern von Tegernsee und die erneute Erhebung zum reichsunmittelbaren Kloster. Es erlebte eine lange Blütezeit. Im Jahre 1250 umfasste die Klosterbibliothek rund 250 Handschriften. Die berühmteste unter ihnen sind die später hinzu gekommenen „Carmina Burana" (Lieder aus Benediktbeuern), die größte Sammlung weltlicher und geistlicher Lieder des Mittelalters in Europa, aus dem 13. Jahrhundert, aber im Kloster Benediktbeuern weder geschrieben noch gesammelt; bei der Säkularisation 1803 in der Klosterbibliothek entdeckt. Weltbekannt wurden die Lieder durch die moderne Vertonung von Carl Orff im Jahre1937.

1490 zerstörte ein Großbrand die zentralen Klostergebäude. Nach dem 30jährigen Krieg  kam es erneut zu einer kulturellen Hochblüte. Das Gymnasium mit musischem, mathematischem und botanischem Schwerpunkt wurde wieder eröffnet und eine Theologische Hochschule der Bayrischen Benediktinerkongregation errichtet. P. Karl Meichelbeck, der „bayrische Mabillon“ († 1734) zeichnete sich als Historiker, P. Ägidius Jais († 1822) als Pastoraltheologe aus. Das Kloster war ein Ort des geistlichen Lebens, der Bildung und Wissenschaft.

 

Die barocke Klosteranlage

Vom Jahre 1669 an entstand die barocke Klosteranlage. Bedeutendste Künstler jener Zeit wie Kaspar Feichtmair, Stefan Kessler, Georg Asam, Johan Baptist Zimmermann, Johan Michael Fischer, Ignaz Günther, Johann Michael Feuchtmayer u.a gaben dem Kloster seine heutige Gestalt. Das von 1708-1718 errichtete Ökonomie-Gebäude – der Maierhof – war eines der beeindruckendsten landwirtschaftlichen Gebäude der Barockzeit und als Zentrum der umfangreichen klösterlichen  Landwirtschaft ein Modellbetrieb seiner Zeit.

 

Die Aufhebung des Klosters 1803

Die gewaltsame Säkularisation von 1803 beendete in Benediktbeuern eine tausendjährige segensreiche Tätigkeit der Benediktiner. Das Kloster wurde weltlich-privater Besitz. Joseph von Utzschneider errichtete darin 1805 eine moderne optische Glasfabrikation.
Von 1808-1818 arbeitete hier der berühmte Forscher Joseph von Fraunhofer und erzielte seine bahnbrechenden Erfolge. Ab 1819 in Staatsbesitz, dienten die Gebäude u.a. als Kaserne, Militärfohlenhof, Invalidenheim, Gefängnis, Genesungsanstalt für Soldaten.

 

Neubeginn des klösterlichen Lebens 1930

Im Jahre 1930 begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Klosters. Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos (SDB) erwarb die Klosteranlage. In einer bis heute andauernden Sanierungs- und Restaurierungsprozess wurden die Gebäude vor dem Verfall bewahrt und mit neuem geistlichen und kulturellen Leben erfüllt. Entsprechend dem Auftrag ihres Gründers, des Priesters und Jugenderziehers Johannes Bosco (1815-1888), entwickelten die Salesianer Don Boscos das Kloster zu einem Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft und Erziehung im Dienst an jungen Menschen.
Zwei Hochschulen befinden sich heute im Kloster. An der Philosophisch-Theologischen  Hochschule – Theologische Fakultät (PTH)  mit dem Studienschwerpunkt Jugendpastoral können Studenten und Studentinnen alle akademischen Grade erwerben. An der Fachhochschule für Soziale Arbeit (KSFH) in Trägerschaft der „Kath. Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern“ werden ein Bachelor-Studiengang „Sozialpädagogik“ und ein Master-Studiengang „Social Work“ angeboten. Es ist möglich, den BA-Studiengang Sozialpädagogik und den Diplomstudiengang Kath. Theologie parallel zu studieren.

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Gleichgesinnte finden


Die jetzige Vorstellung der Verschiedenen Selbsthilfegruppen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wer noch mehr oder andere Gruppen sucht kann sich im Raum Garmisch-Partenkirchen an das dortige Gesundheitsamt wenden (Partnachstraße; Tel: 08821-751500) oder auch im "Kreisboten" der Region fündig werden.

Meine Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen begannen vor gut 20 Jahren.
Damals machte ich eine Ausbildung in Heidelberg und lebte mit einem Freund in Mannheim. Eine Nachbarin ging ab und zu zu den EA-Gruppen (Emotions Anonymous) und nahm mich mit. Es ging mir zu der Zeit seelisch nicht gut, in der Schule nahm ich viele chemische Mittel, u.a. auch Tabletten zum Abnehmen, Hauptsache ich spürte vor lauter Herzklopfen meine Angst nicht mehr. Der Lernstress und Leistungsdruck setzten mir so zu, dass ich dachte, ich könne damit aus eigenen Kräften nicht mehr fertig werden.

Die Leute in der EA-Gruppe saßen in einem kleinen Raum im Kreis auf Sofas und Stühlen und einige erzählten ihre Lebensgeschichte oder ihre alltäglichen Erfahrungen.
Alles basierte auf den spirituellen 12 Schritten die in verschiedenen anonymen Gruppen, die Originale stammen von den Anonymen Alkoholikern und wurden von den anderen Gruppen übernommen, angewandt wurden.
Ich saß in der Gruppe und hörte zu. Manchmal überlegte ich  mir auf den Hinweg, was ich wohl erzählen könnte. Es war ungewohnt, vor so vielen unterschiedlichen Menschen zu sprechen und ich fühlte mich nicht wohl dabei. Nebenan tagten die Anonymen Alkoholiker.
Ich wurde neugierig, weil die Mitglieder, die an unsere Tür vorbei mussten, so viel Ruhe ausstrahlten.
Eines Tages setzte ich mich frustriert in ein Kontaktkaffee, das unter  den Gruppenräumlichkeiten lag und war wieder einmal verzweifelt über meine seelische Situation.
Wenn doch jemand da wäre, der Antworten auf meine vielen Fragen hätte!?
Ich fragte eine Frau im Raum nach statt findenden Gruppen. Sie lud mich zur laufenden Gruppe der Anonymen Alkoholiker ein. Endlich würde ich sie kennen lernen.
Wir saßen nur zu dritt in einem großen Raum.
Von der Therapie her, in der es eine NA-Gruppe (Narcotics Anonymous) gegeben hatte, wusste ich dass man sich in solchen per Handzeichen meldet und dann nur von sich selbst und den eigenen Gefühlen und Erfahrungen spricht.
Ich erzählte alles was mir einfiel und ich meldete mich immer. Endlich konnte ich mich aussprechen!
Nach Beendigung der Gruppe, gingen mir die Beiträge des Gruppenleiters nicht mehr aus dem Kopf. Irgendwas hatte mich nachhaltig beeindruckt.
Ich beschloss ein neues Leben ohne Hilfskrücke Tablette anzufangen. In mir selbst hatte ein neuer Anfang stattgefunden!

Seitdem sind wie gesagt mehr als 20 Jahre vergangen in denen ich gute Erfahrungen mit den Aa`s gemacht habe.
Gleich in welcher Lebenssituation oder an welchem Ort ich mich aufhielt, immer fand ich dort offene Ohren, Gleichgesinnte und spirituelle, weise Antworten auf all meine Fragen.

Im laufe der Zeit habe ich Lust bekommen, in anderen Bereichen des Lebens an mir zu arbeiten und Erfahrungen mit Menschen, die Ähnliches erlebt hatten, zu teilen.
Ich lernte eine Frauengruppe „Wenn Frauen zu sehr lieben“ nach dem  gleichnamigen Buch  von Robin Norwood  kennen, in der es um die Sucht geht, gebraucht zu werden.
Ich suchte und fand die CODA-Gruppe (Codependent Anonymous), eine Gruppe in der es darum geht sich aus abhängigen Beziehungen zu befreien und zu sich selbst und zu anderen  gesunde Beziehung herzustellen. Und ich lernte die Unabhängigkeitsgruppe im Klinikum  Garmisch-Patenkirchen kennen, wo wir unsere Erfahrungen austauschen, einander einfach mitteilen wie es uns so geht, was auch sehr heilsam sein kann - und wo wir auch Thai Chi-Übungen machen.

Ich wünsche euch allen den Mut, besonders in schwierigen Situationen, euch kompetenten Menschen anvertrauen zu können, so wie es auch in Selbsthilfegruppen möglich ist.

Wann weicht die Nacht?
Ein Rabbi fragt einen gläubigen Juden: „Wann weicht die Nacht dem Tag?"
„Woran erkennt man das?"
Der suchte eine Antwort: „Vielleicht wenn man den ersten Lichtschimmer am Himmel sieht."
„Nein sagte der Rabbi, "die Nacht weicht dem Tag, wenn der eine im Gesicht des anderen den Bruder und die Schwester erkennt.
Solange das nicht der Fall ist, ist die Nacht noch in uns."

(Erni H.)

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Jahresübersicht aller Ausflüge 2009


Januar

Kegeltunier, Schwimmen, Fackelwanderung

Februar

Billiard, Schwimmen, Kegeltraining, Reiten, Faschingsfeier

März

Quartals-Geburtstagsfeier, Schwimmen, Billiard, Ikea, Kegeltraining

April

Osterfrühstück, Kegeltraining, Schwimmen, Minigolf

Mai

Klosterführung in Benediktbeuern, Minigolf

Juni

Jubiläumsfeier in Herzogsägmühle (Häuser am Latterbach), Rosenfest im Clubhaus Oase in Penzberg

Juli

Friseurtermin, Tollwood, Dorffest in Herzogsägmühle, Bayerisches Sommerfest im Clubhaus Lichtblick in München, Staffelsee-Rundfahrt, Schwimmen, Filmnachmittag

August

Alpenzoo in Insbruck, Minigolfen in Hofheim, Sommerfest im Clubhaus in Schongau, Schwimmen

September

Schwimmen, Schlossmuseum in Murnau, Oktoberfest, Minigolf

Oktober

Ahornboden in der Engalm, Koalitionstreffen im Clubhaus Schwalbennest München, Ikea in München, Minigolftunier in Hofheim, Kirchweih auf der Glentleiten, Törgeln, Halloween

November

Schwimmen, Weihnachtsmarkt in Herzogsägmühle, Weihnachtsmarkt in Garmisch-Partenkirchen, New York (Fountain House, TBK Weilheim

Dezember

Schwimmen, Weihnachtsfeier



Tagesablauf im CH Rendezvous


Im Folgenden beschreibt ein Mitglied einen typischen Mittwochsablauf im Clubhaus:

09:00 Uhr
Das Clubhaus wird geöffnet. Die ersten Mitglieder treffen nach und nach ein (Busfahrdienst).

09:00 Uhr – 09:30 Uhr
Die Bäckerei (vorher Abgefragt, wer Lust hat) wartet bis die Brezen und Semmeln in Ofen ihre vollkommene Gold-Braune Farbe angenommen haben. Währenddessen werden die einzelnen Tagesaufgaben des CH verteilt.

09:30 Uhr – 10:10 Uhr    
Im ersten Stock wird nun gemütlich Kaffee getrunken, geratscht und die Brezen/Semmeln aufgegessen.
Heutige Erkenntnis: Würden im Sport alle gedopt werden, wäre es egal, da es alle gleich nehmen. Würden unsere Goldfische gedopt sein, bräuchten wir ein größeres Aquarium, da sie schneller und weiter schwimmen würden.
Schnell noch in die tägliche Aufgabenliste eintragen. Denn Merke: die angenehmsten Aufgaben sind am frühesten schon vergeben. Bezüglich der Aufgaben gibt es auch feste Dienste. Diese sind z.B. Telefondienst, Essenskasse, Eisverkauf, Blumenpflege, Kaffeekochen, Aquariumpflege, Fische füttern, usw. So hat alles seinen festen Platz und es kommen dabei angenehme Dinge raus (z.B. Kaffee, Eis, schöne Blumen, …) und es herrscht dadurch auch eine angenehme Atmosphäre untereinander (z.B. alles aufgeteilt, jeder muss etwas machen, etc.).

10:00 Uhr – 10:15 Uhr
Der Frühstücksraum wird aufgeräumt und das Geschirr abgespült. Währenddessen finden rege Gespräche statt.

10:30 Uhr – 11:00 Uhr
Englisch-Unterricht findet statt. Geleitet wird dieser von einem Mitglied. Ziel ist es, dass zwei Mitglieder Englisch lernen, da Sie in diesem Jahr nach New York ins „Fountain House“ gehen wollen.

10:15 Uhr – 12:00 Uhr
Wer möchte kann jetzt an der offenen Malgruppe teilnehmen. Hierbei wird Musik gehört und Gespräche finden statt. Der Favorit sind hier Window-Colour Bilder verschiedenster Art. Die Anderen machen auch oft im Erdgeschoss Gesellschaftsspiele. Der Klassiker hierbei ist das Spiel „Mensch-ärgere-Dich-nicht“, knapp gefolgt von dem Kartenspiel „Rommè“.

12:00 Uhr – 12:30 Uhr
Nun gibt es das mit knurrendem Magen erwartete Mittagessen. Da unser Koch vom Fach ist, schmeckt das Essen auch immer hervorragend und ist sehr abwechslungsreich.

12:30 Uhr – 13:00 Uhr
In dieser „Phase“ werden nun die täglichen Aufgaben, die sich jedes Mitglied selber ausgesucht hat, erledigt. Das sind Arbeiten, wie z.B. abspülen, Geschirrspülmaschine ein- & ausräumen, abtrocknen, Küchenboden wischen, etc. Dabei geht es oft wie in einem Bienenstock zu. Jeder geht geschäftig seiner Arbeit nach!

13:00 Uhr – 13:30 Uhr
Nun findet die Zeitungsgruppe statt, in der Pläne für die nächste Clubhauszeitung geschmiedet werden. Dabei finden rege Diskussionen statt und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die restlichen Mitglieder machen Spiel (z.B. Schach), lesen Zeitung oder Unterhalten sich.

14:00 Uhr
Der Fahrdienst fährt los und bringt einige Mitglieder wieder nach Hause. Das Clubhaus wird geschlossen!

Peter S.

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Wartezimmerinformation für Patienten


In den letzten Jahren ist unsere Gesundheitsversorgung schlechter geworden. Überlastete Klinikärzte, zu wenig Gesprächszeit beim Arzt, ganze Landstriche ohne Arztpraxen. Arztpraxen, die um ihre Existenz kämpfen, der Ärztenachwuchs fast geschlossen auf dem Weg ins Ausland oder in andere Berufe, immer längere Wartezeiten. Zweiklassenmedizin, unterschiedliche Leistungen für gesetzlich und privat Versicherte.

Was ist die Ursache des „kranken“ Systems?
Die Gesundheitspolitiker von CDU und SPD gehen einen falschen Weg. Sie versuchen, bei uns das Gesundheitssystem aus den USA einzuführen, genannt „managed-care“, also „gesteuerte Versorgung“. Dort entscheiden Call-Center-Mitarbeiter der Kassen, ob der Arzt eine Behandlung vornehmen darf oder nicht, nach Strichliste und Kassenlage. In den USA ist das System ungerecht, teuer und bürokratisch geworden. Und was passiert hier? Das dort gescheiterte Modell wird bei uns eingeführt, zum Schaden der Patienten.

Die negative Wirkung von „Pauschalen“!
Auch bei uns bekommen die Ärzte jetzt nur noch eine geringe „Pauschale“ für die Behandlung der Patienten. Die einzelne Qualitätsbehandlung wird von den Kassen nicht mehr honoriert. Große Kapitalgesellschaften, wie die Rhön Kliniken (mit dem SPD Politiker Karl Lauterbach im Aufsichtsrat!) kaufen Krankenhäuser und Arztpraxen auf, mit dem erklärten Ziel, Profit für die Aktieneigner herauszuholen. Auch das schadet den Patienten.

Die Bürokratie bestimmt!
Immer größere Teile der hohen Kassenbeiträge landen bei Verwaltern und „Controllern“, während für die ärztliche Behandlung bei Haus- und Fachärzten inzwischen nur noch 15% aller Versichertenbeiträge ausgegeben werden. Deshalb müssen Hausärzte für 35 Euro einen Kranken 3 Monate lang pauschal behandeln, Hautärzte, Urologen, Psychiater, Orthopäden, Augen- und HNO-Ärzte z.B. teilweise für nur 14 oder 25 Euro in 3 Monaten. Für die Röntgenuntersuchung beim Orthopäden gibt’s 7,20 Euro, für die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse 8 Euro. Dass bei diesen Dumpingpreisen die Qualität leidet, ist kein Wunder.

Welche Therapie schlagen wir vor? Gerechtigkeit und gute Qualität!
Um die Existenz der Praxen in Wohnortnähe (!) zu sichern, müsste sofort eine faire Bezahlung der ärztlichen Leistungen erfolgen, transparent für Patienten und angemessen für Ärzte. Die geringen Pauschalen sollten sofort abgeschafft und durch faire Preise ersetzt werden. Es kann nicht angehen, dass Kassen für Hausbesuche durch Ärzte mit 15 Euro deutlich weniger bezahlen, als z.B. für einen Pflegedienstbesuch. Ein Schlüsseldienst würde dafür schon gar nicht kommen! Viele Versicherte fragen sich:
Wo bleiben die Kassenbeiträge, wenn sie in den Arztpraxen nicht ankommen? Wo verschwinden sie unkontrolliert? Warum wird ein immer kleinerer Teil (15%) für die Praxen ausgegeben, die doch 90 Prozent der Krankheitsfälle behandeln?

Das geplante Milliardenprojekt „Elektronische Gesundheitskarte“ sollte sofort gestoppt werden. In Tests hat sich herausgestellt, dass dieses Projekt unsinnig, teuer und gefährlich ist. Die eingesparten Milliarden kämen der Versorgung der Kranken zugute. Die ärztliche Schweigepflicht wäre dann gerettet!
Die Ärzte wollen sich wieder ihrem Hauptanliegen, der guten Versorgung ihrer Patienten widmen. Durch die verbesserten Berufschancen würden die hier mit viel Geld ausgebildeten jungen Mediziner auch nicht mehr ins Ausland abwandern!

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Schluss mit der Ärzteschelte


Es reicht. Ich werde nicht mehr schweigend hinnehmen, was in den vergangenen Wochen in aufgeheizten Talkrunden, in Kommentaren und Kolumnen über die Ärzte und ihre Probleme gesagt und geschrieben wurde: Ärzte seien geldgierig, sie bekämen den Hals nicht voll, das Gejammer über ihre Vergütungen sei lächerlich, „erstklassig kassieren, zweitklassig kurieren“ – und was es sonst noch an üblen Beschimpfungen gab.
Was war geschehen? Im Januar war wieder einmal eine neue Honorarreform in Kraft getreten, ausgeheckt ausgerechnet von den eigenen Funktionären und den Kassen – ein Vergütungsschema, das als „gerechter und transparenter“ gepriesen und angeblich obendrein mit einem höheren Etat ausgestattet wurde. Als schließlich die Details bekannt wurden, trauten besonders die Fachärzte ihren Augen nicht.
Hier nur eines von vielen Beispielen: Ein Rheumatologe befragt und untersucht einen nuen Patienten, er führt einen Ultraschall der Gelenke sowie ein EKG durch, veranlasst eine Laboranalyse, er berät und behandelt. Dafür standen ihm im vorigen Jahr noch etwa 100 Euro zur Verfügung – wohlgemerkt für das ganze Quartal. Wenig genug. Für die gleichen Leistungen gibt es nach der Reform gerade noch 39 Euro!
Ähnliches widerfährt Frauenärzten, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Psychiatern, Chirurgen und vielen anderen, die sich in zehn langen Jahren der Ausbildung ihre Spezialkenntnisse aneigneten. Sie haben sich für ihre Praxiseinrichtung samt teuren Geräten verschuldet, müssen ihre Helferinnen bezahlen – und können mit den neuen Honorarsätzen weder ihre Praxis halten noch ihre Familien ernähren. Dass sie auf die Barrikaden gehen, ist verständlich. Und dass sich bereits unsere Studenten nach Stellungen im Ausland umsehen, überrascht auch nicht.
Unser einst fabelhaftes Gesundheitssystem ist kaputtreformiert worden. Es hat sich zu einem ungerechten, Bürokratischen und patientenfeindlichen Monster entwickelt. Deshalb die traurige Fünf-Minuten-Medizin und deshalb der ganze Frust.
Ich denke, keine meiner Kolleginnen und kein Kollege hat das lange Studium begonnen, nur um reich zu werden. Dafür sind die körperlichen und seelischen Belastungen des Berufs viel zu hart. Sicher gibt es unter ihnen auch einige Ausnahmen, die sich lieber auf dem Golfplatz als in der Kassenpraxis aufhalten. Den allermeisten aber geht es um ihre Patienten und um die Möglichkeit, diese auch in schwierigen Zeiten gut und nach den modernsten Standards zu behandeln. Das können sie aber nicht, wenn ihnen die finanzielle Basis genommen wird.
Umso mehr sollte man ihre Proteste ernst nehmen und sie nicht als „Dr. Maßlos“ und als gierige Abzocker diskriminieren. Die Politik aber muss endlich darüber nachdenken, ob wir nicht ein völlig anderes menschenfreundlicheres Gesundheitssystem brauchen.
von Dr. Marianne Koch
Aus: Apotheken Umschau, Seite 3

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Österreich




Herr G. lebt seit etwa 40 Jahren in Deutschland. Sein Geburtsland ist jedoch Österreich. Herr G. kam durch seine Ausbildung im Fertigbau nach Deutschland, genauer nach Greilsheim (Baden-Württemberg). Nach der Beendigung seiner Ausbildung ging er wieder zurück nach Österreich. Da es ihm aber in Deutschland so gut gefallen hatte, kam er bald wieder zurück und blieb hier verwurzelt. Im folgenden Artikel will er uns nun sein Heimatland darbringen.

Österreich ist ein Binnenstaat und Alpenland in Mitteleuropa. Es hat eine Gesamteinwohnerzahl von 8.353.243 und eine Bevölkerungsdichte von 99,5 Einwohnern pro km².

Es grenzt im Norden an Deutschland und Tschechien, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an die Schweiz und Liechtenstein. Österreich ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Republik. Die Bundeshauptstadt ist Wien mit einer Einwohnerzahl von 2.067.651. Damit konzentriert sich ein Viertel der Bevölkerung des Staates in der Hauptstadtregion.

Österreich besteht aus neun Bundesländern (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien), die Verfassung ist föderal aufgebaut. Das Land ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. Seine 1. Republik war von 1918 bis 1938 und seine 2. Republik kam im Jahre 1945.

Österreich erstreckt sich in west-östlicher Richtung über maximal 575, in nord-südlicher über 294 Kilometer.
Etwa 60 % des Staatsgebietes sind gebirgig und haben Anteil an den Ostalpen, weshalb das Land umgangssprachlich gelegentlich auch Alpenrepublik genannt wird.

Die großen Ebenen liegen im Osten entlang der Donau, vor allem das Alpenvorland und das Wiener Becken mit dem Marchfeld, sowie in der südlichen Steiermark, die wegen ihrer Landschaftsähnlichkeit zur Toskana auch oft Steirische Toskana genannt wird.

Das Burgenland, östlich des Alpen-Karpaten-Bogens, weist sowohl landschaftlich als auch klimatisch starke Ähnlichkeit zum östlichen Nachbarn Ungarn auf, zu dem es bis 1921 gehörte.

Von der Gesamtfläche Österreichs (83.871,1 km²) entfällt etwa ein Viertel auf Tief- und Hügelländer. Nur 32 % liegen tiefer als 500 m, 43 % der Landesfläche sind bewaldet.
               
Die höchsten Berge in Österreich sind Dreitausender und befinden sich in den Ostalpen. Mit 3.798m ist der Großglockner (s. Bild) in den Hohen Tauern der höchste Berg.

Der höchste Berg in der Steiermark ist der Dachstein. Hier trainieren im Sommer oftmals die Langläufer, da dort noch jede Menge Schnee vorhanden ist.

Der größte See ist der Neusiedler See im Burgenland, der mit ca. 77 % seiner Gesamtfläche von 315 km² in Österreich liegt (der Rest gehört zu Ungarn), gefolgt vom Attersee mit 46 km² und dem Traunsee mit 24 km² in Oberösterreich. Auch der Bodensee mit seinen 536 km² am Dreiländereck mit Deutschland (Freistaat Bayern und Land Baden-Württemberg) und der Schweiz liegt zu einem kleinen Anteil auf österreichischem Staatsgebiet. Allerdings sind die Staatsgrenzen auf dem Bodensee nicht exakt bestimmt.

Die bekanntesten Seen sind der Wörthersee, der Millstätter See, der Ossiacher See und der Weißensee in Kärnten. Weitere bekannte Seen sind Mondsee und Wolfgangsee an der Grenze zwischen Salzburg und Oberösterreich.

Schöne Ausflugsziele in Österreich, die Sehenswert sind, wären zum einen u.a. der Prater und Schloss Schönbrunn in Wien. In Salzburg wäre es das Geburtshaus von Mozart in der Getreidegasse und die Mirabellengasse. In Graz (zweitgrößte Stadt in Österreich) steht die größte Rüstkammer der Welt. Dies ist eine Ausstellung von ca. 30.000 Rüstungen aus aller Welt.

Als letztes wäre noch zu erwähnen, wenn man schon einmal in Österreich ist, die vielen süßen und köstlichen Speisen dort zu probieren. Hier einige Ideen: Linzer Torte, Sacher-Torte, Gugelhupf, Marillenknödel, Germknödel, Topfenstrudel, Mozartkugeln, Kaiserschmarrn, Salzburger Nockerl, usw.

Wir hoffen, dass wir damit dem einen oder anderen Appetit auf mehr gemacht haben!?!

Hans (G.)

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Hitparade der Arzneipflanzen


Hunderte von Heilpflanzen kennt der Apotheker. Die Redaktion der „Neue Apotheke Illustrierte“ (Ausgabe vom 01. August 2009, Seite 27) hat in den Apotheken nach den 10 beliebtesten gefragt.




Baldrian (Valeriana officinalis)
Baldrian ist wohl die bekannteste beruhigende und schlaffördernde Heilpflanze. Eine Bonner Forschungsgruppe fand heraus, dass Inhaltsstoffe aus dem Baldrianextrakt bestimmte  Bindungsstellen im Gehirn aktivieren, die müde machen.




Efeu (Hedera helix)
Seit geraumer Zeit gehört der Efeu zu den beliebtesten Heilpflanzen gegen Husten. Efeuextrakt verflüssigt das Bronchialsekret und verbessert dadurch das Abhusten. Zudem wirkt er entkrampfend auf die Bronchialmuskulatur und erleichtert so die Atmung.




Ginkgo (Ginkgo biloba)
Präparate mit standardisiertem Ginkgo-Extrakt werden vor allem bei älteren Menschen gegen Hirnleistungsstörungen eingesetzt. Unter anderem sollen sie die Durchblutung verbessern und die „Kraftwerke“ der Zellen, die so genannten Mitochondrien, schützen.




Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Schon in der Volksheilkunde vergangener Jahrhunderte schätzte man die gemütsaufhellenden  Qualitäten von Johanniskraut. Seine Wirkung gegen leichte bis mittelschwere Depressionen konnte auch mit modernen Untersuchungsmethoden bestätigt werden.




Kamille (Matricaria chamomilla)
Gegen eine Vielzahl unterschiedlichster Leiden kommt Kamille innerlich wie äußerlich zum Einsatz. Dazu gehören sowohl Magenschmerzen und Blähungen als auch Entzündungen der Haut und Schleimhäute oder der Atemwege. Das liegt hauptsächlich an der vielseitigen Wirkung des ätherischen Öls das in den Blütenköpfchen enthalten ist.




Pfefferminze (Mentha piperita)
Pfefferminze beruhigt den Hals und befreit die Nase bei einer Erkältung. Aber hier hört die Kraft dieser Pflanze noch lange nicht auf: Spannungskopfschmerzen vermag zehnprozentige Pfefferminzöl-Lösung, auf Stirn und Schläfen verrieben, schnell zu bessern. Zudem setzt man Pfefferminz-Zubereitungen bei krampfartigen Beschwerden der Verdauungswege ein.




Purpursonnenhut (Echinacea purpurea)
Wie Studien zeigen, besitzen Echinacea-Präparate eine allgemein immunstimulierende Wirkung. Diese wird jedoch aktuell nicht mehr so hoch bewertet wie früher. Bei der Frühbehandlung von Infektionen der oberen Luftwege punktet der Purpursonnenhut jedoch: Mehrere kontrollierte Studien belegen eine gute Wirksamkeit von Presssäften aus Purpursonnenhut gleich zu Beginn einer Erkältung.




Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
Ein gestörter Blutfluss in den Beinvenen äußert sich meist in schmerzenden oder geschwollenen Beinen. Die Wirkstoffe des Rosskastaniensamenextraktes dichten die Gefäßwände ab. So sammelt sich im umliegenden Gewebe weniger Flüssigkeit an, die das Schweregefühl verursacht.




Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze bessern Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden. Obwohl die Pflanze keine Östrogene, also weibliche Geschlechtshormone, enthält, besitzen einige Inhaltsstoffe der Wurzel eine östrogenähnliche Wirkung.




Weißdorn (Crataegus laevigata)
Eine leichte Herzschwäche spricht gut auf Weißdorn-Extrakt an. Der Herzmuskel und die Herzkranzgefäße werden  dank Weißdorn besser durchblutet und dadurch wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Weißdorn steigert zudem die Herzleistung und bekämpft Herzrhythmusstörungen.



Lesetipp:
Hausmittel & Tees unter der Lupe
Das Buch für alle, die wissen wollen, wann sich welche Hausmittel eignen. Für über 40 Krankheiten haben die Apothekerinnen Christina Brunner und Claudia Timmermann Tees und traditionelle Hausmittel zusammengetragen, deren Wirksamkeit belegt ist und die jeder ohne Bedenken anwenden kann. Das Buch kann man in Apotheken kaufen oder bestellen.
Christina Brunner, Claudia Timmermann: „Hausmittel & Tees unter der Lupe“, Govi-Verlag, 96 Seiten, 9,90 € (D), ISBN: 3-7741-0911-7, PZN: 2064085

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Jahresrückblick 2009


Auch dieses Jahr war randvoll mit Aktivitäten sowohl in der Oase als auch um die Oase herum. Und gelegentlich waren wir auch mal einfach weg…

WIR

  • kochten 99 x  Mittagessen in der Oase
  • waren 10 x beim Kegeltraining in der Oberlandkegelhalle
  • 10 x am Wasser am Staffelsee (2x), Kirchsee, Tegernsee, Maisinger See, Starnberger See, Walchensee, Kochelsee, Riegsee, an der Isar
  • machten Unternehmungen wie z. B. Besuch des Reptilienhauses in O`gau, Bergfahrt auf den Wank in Garmisch-Partenkirchen, Besuch des Gestütes Schwaiganger bei Ohlstadt, Ausflug zum Freilichtmuseum Glentleiten
  • ließen es uns  x-mal gut gehen beim Biergartenbesuch am „Gögerl“, Weilheim, beim Pizzeriabesuch im „Antica Roma“,Penzberg, bei diversen Cafe-Besuchen in der Herzogsägmühler Eisdiele in Peiting, bei unserem Rosenfest und traditionellen anderen Sommerfesten, beim Dorffest von Herzogsägmühle beim Spielefest in der Oase auf dem Penzberger Volksfest, bei Geburtstagskuchen und Kaffee, beim Männerstammtisch und, und, und ….


Besondere Erlebnisse:

  • Fernreisen mit Sibylle und ihrer Diashow nach Borneo, Südamerika, Brasilien, Flussfahrt auf dem Orinoco
  • Tagesausflug und Besuch der Tagesstätte „Start“ in Innsbruck
  • Fotoralley mit Ulrike im Kloster Benediktbeuern


Erwähnenswert sind auch unser monatlicher Gesprächskreis und das Gehirnjogging, die (fast) wöchentliche Sportgruppe, unsere musizierenden, singenden und kreativen Talente und Kicker-, Kegel- und Golf(mini)turniere und die fleißigen Schreiberlinge, Fotografinnen und die Endredakteurin, Irmgard Ridder-Urban, dieser Zeitungsausgabe.
 
Die Qualitätmanagement-AG tagte 6-mal und arbeitete sich tapfer und pragmatisch durch diffizile Fragestellungen hindurch mit dem Ziel, realistischlogische Arbeitsstandarts zu entwickeln. Mögen sich diese im Jahr 2010 bewahrheiten.

Vielen Dank für ein gutes und schönes Jahr 2009 –
weiter so und Glück auf für 2010
Edith

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„Die Psyche isst mit“


- Wie sich Ernährung und Psyche beeinflussen -

In diesem Buch geht es um die Zusammenhänge der diversen Lebensmittel mit Wirkung auf die Psyche im positiven Sinn. In einer Tabelle im Anhang werden Empfehlungen gegeben welche Nährstoffe positive Wirkungen erzielen.
Die Autorin Susanne Fehrmann beschreibt aber auch die Hintergründe der Ernährung, welche Vitamine welche Lebensmittel haben ect. Auch werden Essstörungen angesprochen und vorgestellt. Sowie werden verschiedene Typen in Stresssituationen vorgestellt.
Dieses Buch hat mich begeistert, konnte es fast nicht glauben wie sich die Ernährung auf die Psyche auswirken kann, und wie falsch man sich ernähren kann.
Einige Tipps der Autorin habe ich ein paar Tage lang einen Test unterzogen, und muss an dieser Stelle sagen es hat gewirkt.
Empfehlen kann ich es auf jeden Fall.

Monika

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Wiesn Live



Es ist wieder soweit, Oktoberfestzeit. Und wie merken selbst die „Preissen“ in München das es nicht mehr lang hin ist, bis der Ude das „O´Zapft is!“ rausbrüllt?
Ja genau, mit den vielen Japanern beginnt es. Die ziehen mit 5 Kameras bepackt durch die City und fotografieren erst mal das ganze Bayrische Kulturgut, um sich hinterher im Trachten Outlet die richtige Landhausmode zu besorgen und sich very Bayrisch zu fühlen.
Dann kommen die Ami´s und die Australier die ihre hart verdienten Urlaubstage für´s Bavarian Oktoberfest opfern nur um folglich festzustellen das selbst die Dorf-Vroni aus Hintertupfing mehr Stark-Bier verträgt als sie selbst. Hinterher wird´s Mediterran und sie kommen - und das nicht zu knapp - die Azzuris, die „Monaco“, auch bekannt als nördlichste Stadt Italiens, zum Großcampingplatz erklären.
Schlag auf Schlag wird dann ein Fass nach dem anderen geleert. Für die Wirte geht’s nur noch um Rekordzahlen, und den Besuchern um den Spaß. Da ist er wieder der Wiesenhit... dieses Jahr wird´s wohl „10 Meter gehen“ werden und alle grölen und lachen, und sind sich noch nicht bewusst, dass sie dazu in ein paar Stunden selbst nicht mehr in der Lage sind. Egal, das ganze findet ja nur einmal im Jahr statt, da ist es ja auch Wurst das man sich so einiges noch mal durch den Kopf gehen lässt und 30 Sec. Achterbahn für 7 € erwirbt, da ist die Maß mit 8,60 doch eigentlich noch günstig und das halbe Händl mit einer vertrockneten Semmel sein Geld wert! Oder? Von den verstopften U- und S- Bahnen will ich jetzt erst gar net anfangen!
Das größte Volksfest der Welt, schön ist es schon, denn die ganze Welt ist zu Gast. Doch am schönsten ist die Wiesn, wenn´s wieder vorbei ist und man in bayrischer Gemütlichkeit im Biergarten sitzt, denn das nächste Oktoberfest kommt bestimmt.
N.

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Buchvorstellung



„Am Ende war die Tat“
von Elizabeth George

Es ist ein trauriges, aber auch faszinierendes Buch. Diese Geschehnisse passieren auch heute leider immer öfters.
Meisterhaft erzählt Elizabeth George die Geschichte eines 12 jährigen Jungen, der verzweifelt versucht, das Leben mit seinen bescheidenen Mittel zu meistern, aber unausweichlich an der Gewalttätigkeit seines Umfelds scheitert.
Ein kleiner Junge, der Aufgaben bekam die er nicht meistern konnte. Sein Vater gestorben, die Mutter psychisch schwer krank in einer Klinik, lebte er mit seinen zwei Geschwistern bei seiner Großmutter. Dann wandert die Großmutter nach Jamaika aus und setzt die drei Kinder einfach vor die Tür ihrer Tochter ab. Die Älteste versumpft in die Prostitution und Drogen. Der zwölfjährige Joel kümmert sich um seinen kleinen Bruder, der geistig zurück geblieben ist. Die Tante hat kaum Zeit und Geduld sich mit den Kindern zu befassen. Joel muss Dinge meistern, mit dem schon viele Erwachsene nicht zu Recht kommen. Seine ganze Sorge gilt dem kleinen Bruder. Durch die Gegend, in der es Gangs gibt, die sich gegen ihn richten, weiß er sich teilweise einfach nicht mehr zu helfen. Er findet einen Mentor in der Schule, der sich anscheinend um ihn kümmert. Aber das ganze Leid und die Tragik liegt darin, dass die Erwachsenen einfach nicht zuhören wollen und sich keine Zeit nehmen für die Kinder. Das gibt es leider heute in großer Form noch. Das Erzählen der Kinder wird unterschätzt und die Sorgen und das Leid der Kinder werden einfach überhört. Das Buch endet leider traurig, denn Joel soll jemanden erschossen haben und wird verhaftet. Aber ich finde das Buch so faszinierend, weil es das Problem unserer heutigen Zeit so anspricht. Die Menschen verlernen zuzuhören, besonders bei Kindern fällt mir das auf. Aber auch wir Erwachsenen sollten uns doch mal an der eigenen Nase fassen und uns überlegen, hören wir wirklich richtig zu, wenn jemand uns was erzählt? Oder lassen wir alles nur an uns vorbei laufen?

Susa

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Endlich …unser Bus ist da




Zwar hatten wir unseren Bus schon seit zwei Monaten, doch war es nun an der Zeit für die offizielle Übergabe.
Zu diesem Zweck besuchte uns Frau Strasser vom SZ-Adventskalender, einer Einrichtung von der Süddeutschen Zeitung, welche mit Spendengeldern Menschen in Not und soziale Einrichtungen in München und Umgebung unterstützt. Der Adventskalender existiert schon seit 60 Jahren und wird von der Süddeutschen Zeitung finanziert. Diese übernimmt alle Organisationskosten, so dass die eingehenden Spenden eins zu eins weitergegeben werden.

Da wir in der „Oase“ schon lange einen fahrbaren Untersatz benötigten und deswegen meist auf Car-Sharing angewiesen waren, hat Anne sich mit einem Hilfegesuch an den SZ-Adventskalender gewandt und prompt Hilfe erhalten.
Der Adventskalender hat sich unserer angenommen und nahm 21000€ aus dem Spendentopf und schenkte uns einen nigelnagelneuen Ford Transit in dem bis zu zehn Leute Platz haben.
Frau Strasser hat sich in ihrer Redaktion sehr für uns eingesetzt und kam zur offiziellen Übergabe extra zu uns in die „Oase“ und nahm an unserem Frühstück teil.
Beim Essen lernte sie schon einige unserer Mitglieder kennen und wurde nach eigenen Aussagen sehr herzlich aufgenommen.
Bevor es dann zum Bus ging bekam Frau Strasser noch eine Hausführung von Uta und war sichtlich begeistert von unserer „Oase“.
Neben Frau Strasser war auch Frau Keyser von der Öffentlichkeitsarbeit in der Herzogsägmühle bei unserem Frühstück dabei. Die gelernte Journalistin wollte über das Ereignis einen Artikel für „Herzogsägmühle Aktuell“ schreiben.
Nun ging es mit Frau Strasser und Frau Keyser zum Parkplatz an dem unser Bus stand. Dort posierten wir vor unserem neuen Gefährt und Frau Strasser übergab den Schlüssel feierlich an Anne.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Strasser und dem SZ-Adventskalender für dieses großzügige Geschenk. Der Bus bietet uns ganz neue Möglichkeiten. Wir werden ihn in Ehren halten und hoffentlich ganz viele tolle Ausflüge mit ihm erleben können.

Franz F. und Nico

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Das Herzog-Christoph-Haus




Bald ist es fertig gestellt das Herzog-Christoph-Haus, in der Herzog-Christoph-Straße. Noch arbeiten die Handwerker im Innenbereich. Ab Mitte November wird es bezugsfertig sein.

Für wen ist das Herzog-Christoph-Haus?
Das Besondere an diesem neu erbauten Haus ist, dass viele verschiedene Herzogsägmühler Dienste, welche bisher in ganz Weilheim verstreut waren, künftig alle unter einem Dach sind.

All diese Dienste finden Sie hinter dieser Tür:

  • der Sozialpsychiatrische Dienst (ab Anfang Dezember)
  • die Psychosoziale Beratungsstelle (ab Ende November)
  • der Integrationsfachdienst, Kontaktperson: Frau Unbehend
  • Dieser Dienst bietet Hilfen im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung. (ab Ende November)
  • die Fachberatungsstelle Schongau
  • Schuldnerberatung und Beratung für Wohnungslose
  • Büros des Betreuten Einzelwohnens
  • ein Lebensmittelladen der Herzogsägmühle
  • ein Café (dieses öffnet erst ab Mitte Februar 2010)

Außerdem werden von Herzogsägmühle 14 Appartements bezogen.
davon:

  • 4 Wohngemeinschaften für psychisch Kranke
  • 5 für Menschen im Alter und mit Behinderung
  • 5 für Menschen in besonderen Lebenslagen

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Oasen – Info


Dorffest der Herzogsägmühle
Pünktlich zum Gottesdienst waren wir 13 Oasler im Juli zum Dorffest in Herzogsägmühle angekommen. Der Gottesdienst war sehr nett gestaltet und anschließend sorgte die Sambagruppe für die richtige Stimmung. An vielen Ständen wurde für unser leibliches Wohl gesorgt und konnten nebenbei die Arbeiten der Werkstätten bestaunen. Die von Herrn Knorr mit viel Witz präsentierte Modenschau hat uns sehr unterhalten. Manche von uns haben sogar noch ein Dirndl gekauft…. Es war ein schöner Tag.

Rosenfest in Penzberg
Leider hat es an diesem Sommertag sehr geregnet und so fand das Fest im Gemeindesaal statt. Zum Erdbeerkuchen gab es musikalische Begleitung der Penzberger Mitglieder. Die Penzberger hatten sich ein paar schöne Spiele ausgedacht, bei denen man z. B. durch gutes Riechen und  Fühlen  Rosenkönig/in werden konnte. Zum Schluss bekam jeder eine Rose mit nach Hause.

Sommerfest im Kuckucksnest
Es war halt ein wechselhafter Sommer. Auch an diesem Samstagnachmittag  blieb der Regen nicht aus, aber dann kam die Sonne und es wurde insgesamt ein sehr schönes Fest. Es gab so viel Leckeres zu Essen, die Spiele haben uns Spaß gemacht und der Zauberer war die Krönung. Nicht zu vergessen unser Edi, der auch bei den Schongauern für die Tanzmusik sorgt. Wir kommen auch nächstes Jahr gern zu Euch.

Mitgliederzahl in der Oase
Der Run auf die Oase ist seit einiger Zeit sehr groß. In diesem Jahr fanden schon über 30 Erstgespräche mit Interessenten statt. Davon sind fast 20 Personen Mitglieder im Clubhaus geworden. Die Zahl ist enorm und wenn wir uns auch über die Nachfrage freuen, müssen wir feststellen, dass unsere Kapazität zurzeit ausgeschöpft ist.

Trommelkurs
Im September haben wir einen neuen Trommelkurs gestartet. Einige „neue“ sind dazu gekommen, sodass wir ganz von vorn begonnen haben. Allen Teilnehmer macht es viel Freude. Die Gründe dafür sind recht unterschiedlich. Zum einen wird es wie eine Pause vom Alltag empfunden, zum anderen fühlen sich einige gestärkt „ wie aufgeladen“, und es kommt zu nonverbaler Kommunikation, die allen viel Spaß bringt. Viele hielten sich für unmusikalisch und sind nun überrascht wie leicht es ist Musik zu machen und wie viel Freude es machen kann. Danke Ulf!

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Umweltschutz: Fragen und Antworten zum Thema Gold


Fragen und Antworten zum Thema "Gold", dessen Förderung Menschen und Umwelt schwere Schäden zufügt.

Der folgende Text ist ein Auszug aus einem Artikel des Heftes "Regenwald Report" Nr. 4/08. Ein kostenloses Probeheft kann bestellt werden bei "Rettet den Regenwald", Anschrift siehe Textende.

1.    Woher kommt Gold?

Gold ist eins der seltensten Elemente der Erde. Für jede gewonnene Tonne Gold müssen rund drei Millionen Tonnen Erde bewegt werden.

2.    Wie wird Gold angebaut?

Gold wird heute meist in riesigen Minen abgebaut. Bei der Goldgewinnung werden giftige Chemikalien (Zyanid, Quecksilber) verwendet, die dann die Umwelt und Menschen, Tiere, Pflanzen vergiften. Der Goldabbau verletzt vielerorts die Menschenrechte und hinterlässt tote Mondlandschaften, lang anhaltende Umweltschäden und soziale Probleme.

3.    Was hat Gold mit dem Regenwald zu tun?

Goldsucher dringen heute in die abgelegensten Gebiete vor, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Der Abbautrend geht in andere Länder als die Hauptabbauländer. Dadurch sind viele Wälder in Venezuela, Ecuader, Guatemala und etlichen anderen tropischen Ländern durch Goldminen bedroht.

4.    Wer ist für den Goldabbau verantwortlich?

Den Goldbergbau dominieren wenige Konzerne, z.B. aus Südafrika. Die Opfer sind Eingeborene, Kleinbauern und Fischer. Wenn die großen Unternehmen kommen, werden die Einheimischen von ihrem Land vertrieben.

5.    Was tut "Rettet den Regenwald" für die Menschen und Tiere, die unter dem Goldabbau leiden?

In zahlreichen Ländern wehren sich die Menschen, die durch Goldgier vertrieben werden, zunehmend gegen die Umweltzerstörung. "Rettet den Regenwald" unterstützt z.B. Umweltgruppen, Goldopfer in Guatemala, Ghana oder Ecuador. Es leistet finanzielle Hilfe, organisiert Protest-Aktionen, informiert über die Folgen des Goldabbaus und darüber, was jeder persönlich gegen die damit verbundenen Probleme tun kann.

6.    Was können sie persönlich tun?

  • Legen Sie den "Regenwald Report" beim Friseur, im Wartezimmer beim Arzt oder an anderer Stelle aus. Ausreichend Exemplare werden Ihnen gerne zugesandt.
  • Helfen Sie mit einer Spende an "Rettet den Regenwald", damit diese Gruppe Ihre Unterstützung für Goldopfer in den Regenwaldländern verstärken kann.
  • Der Artikel nennt noch weitere Möglichkeiten.


Ein kostenloses Probeheft kann angefordert werden bei:
Rettet den Regenwald e.V.
Friedhofsweg 28
22337 Hamburg

Spendenkonto:
Sparda-Bank Hamburg
Konto-Nummer 0000 600 463
BLZ 206 905 00

(Hannes F.)

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Bücherempfehlung:


Krimis von Agatha Christie

In meiner Jugendzeit war ich schon immer eine Leseratte gewesen, dann kam die psychische Erkrankung, und ich gab das Lesen auf. Ich beschäftigte mich viel mit mir selbst und stellte auch fest, dass ein Grund für das „nicht mehr lesen können“, der war, dass ich mich einfach nicht mehr richtig konzentrieren konnte. Nach einer Seite ließ meine Aufmerksamkeit schon nach – wenn ich die überhaupt schaffte.
Ich legte das Buch immer ganz schnell wieder „für immer“ weg.

Nachdem ich jedoch vor einigen Jahren psychisch wieder stabiler wurde, versuchte ich es noch mal mit dem Lesen.
Ich wählte spirituelle Literatur aus, weil mich das Thema interessierte und schleppte viele Bücher aus den Büchereien nach Hause. Da blieben sie dann in einer Ecke und fristeten ein ungeliebtes Dasein……
Erst, seit ich jetzt Agatha Christie und ihre Krimis kennen lerne, „passt“ es wieder.
Kurzweilig, modern, psychologisch sehr ausgefeilt und immer amüsant, lesen sich ihre Bücher (Taschenbücher und dicke Wälzer mit mehreren Geschichten); immer spannend bis zur letzten Seite.
Ein Vergnügen, das ich nie bereue.
(Erni H.)

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Leben - nach der Psychiatrie


Vor gut zehn Jahren war ich nach einem 5-monatigen Aufenthalt in der Psychiatrie Haar bei München  entlassen worden. Ich hatte meine zwei Taschen gepackt und war mit dem Taxi die wenigen Kilometer nach München in mein Zimmer, in einer therapeutischen WG, gefahren. Alles war leer.

Mit 36 Jahren sollte ich noch mal neu anfangen. Als erstes kaufte ich ein aufblasbares Bett, für den Anfang, und blickte noch einmal zurück.
Vier Jahre andauernde Psychose, bis zur Zwangseinweisung kurz vor Weihnachten, lagen hinter mir. Dann endlich, durch die Medikamente (Haldol) Besserung, kein Stimmenhören mehr, keine Verfolgungsängste mehr. Ich war fast gesund.

Schon in der Psychiatrie hatte ich ein Praktikum in einer Altenpflegeeinrichtung auf dem 2. Arbeitsmarkt angefangen. Nur wenige Stunden Arbeit am Vormittag. Wir besuchten, oft zu zweit, ältere Menschen in ihren Wohnungen,  kauften für sie ein, maßen Blutdruck, führten Gespräche. Manche waren freundlich, manche eigenbrötlerisch, einige biestig und abweisend. Ich bemühte mich, geduldig zu bleiben.

Später, als ich schon in der therapeutischen WG wohnte, entschied ich mich dann doch für meinen erlernten Beruf, im Büro, und arbeitete in diesem Bereich. Einige Zeit war ich bei der "Weißen Feder" tätig, bis ich dann beim "Weißen Raben", ebenfalls auf dem 2. Arbeitsmarkt, meinen "Traumjob" als Telefonistin fand. Einige Zeit war ich ganztags, einige Zeit halbtags tätig.

Auch in meiner psychischen Erkrankung gab es Höhen und Tiefen. Kurz vor Ablauf meines Arbeitsvertrages, der befristet war, wies ich mich noch mal selbst (das letzte Mal) in die Psychiatrie in Haar ein. Depressionen und sogar Selbstmordgedanken beschäftigten mich. Ich sah keinen Sinn mehr in meinem zweiten Leben.

Ich entschied mich danach, für einen Umzug in meine Heimatstadt, wo ich aufgewachsen war.

Gemeinsam mit meinem Arzt reichte ich die Rente ein und zog zu meiner Mutter, ins elterliche Haus ein. Mein Zimmer war nur halb so groß, wie das vorherige und ich schlief viel. Trotzdem fühlte ich mich zusehends wohler. Auch mein Bruder wohnte nur um die Ecke. Es war schön, wieder persönliche Kontakte zu haben.

Ich arbeitete nun weniger und ehrenamtlich. Zuerst einige Jahre bei meinem Bruder in einem Ingenieurbüro, wo ich die Montage und den Versand machte. Danach im Kinderhort, wo ich eine Hausaufgabenbetreuung machte.

Ich ging wieder regelmäßig zu den Treffen der Selbsthilfegruppe AA, denn in meiner Jugend war ich lange tablettenabhängig gewesen. Im Kontakt mit anderen Betroffenen konnte ich wieder Mut und Hoffnung schöpfen.

Mein Vertrauen in mich und mein Leben wuchs langsam.

Ich entschloss mich in die ambulant betreute WG der Herzogsägmühle zu ziehen, wo ich ein Jahr lang blieb. Anschließend suchte und fand ich, mit Hilfe meiner Familie, wieder eine eigene Wohnung. Hier lebe ich nun seit zwei Jahren.

Auf der Suche nach neuen Kontakten in der näheren Umgebung, fand ich eine christliche Gemeinde, die mich seitdem sehr unterstützt. Dort und auch in der Tagesstätte nehme ich nun regelmäßig an Aktivitäten und Veranstaltungen teil und lerne wieder mich einzubringen und mich in Gemeinschaft mit anderen wohl zu fühlen.
Obwohl ich seit 21 Jahren Christin bin, macht es mir mit der Gemeinde zusammen besonders viel Spaß, geistliches und praktisches Leben unter einen Hut zu bringen.

(Erni H.)

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Wir verabschieden uns von Frau Mayr


Am 9.1.2009 ist Frau Mayr zwei Tage vor ihrem 93. Geburtstag verstorben.

Frau Mayr war in der Zeit von Sept. 2003 – Okt. 2007 aktives Mitglied in unserem Clubhaus.

Sie war überaus beliebt, besonders wegen ihres herzlichen, echten Humors der Dinge beim Namen nannte, ohne zu verletzen. Trotz ihres hohen Alters war sie immer in Bewegung. Tatenlos zuzusehen wie andere arbeiten und nicht mit anzupacken, war nicht ihre Sache. Sie war sportlich ambitioniert und bei Ausflügen immer eine Bereicherung.

So war Frau Mayr auch aktives Mitglied in der Kegelgruppe. Ihre Art zu kegeln war einzigartig. Die Kugel mit links gestoßen, beschrieb einen kleinen Bogen, der nichts Gutes verhieß, fand dann aber doch noch ihr Ziel und riss häufig  mehrere Kegel mit.

In der Wandergruppe marschierte sie selbst im Winter tapfer mit, bot jeden Arm, der ihr zur Unterstützung im unwegsameren Gelände geboten wurde, mit den Worten zurück: „Des brauch i net, des geht scho“!

Beim donnerstäglichen Frühstück waren ihre Eier legendär, sie wurden „nach Gefühl“ gekocht  - und auch sonst war ihre Hilfsbereitschaft in der Küche unermüdlich.

Wir behalten Fr. Mayr als liebenswerten Menschen und als Vorbild für  uns alle in Erinnerung. Sie zeigte uns, wie man aktiv und mit Würde alt werden kann.

(Judith S.)

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Die Wende bei mir



Seit Mitte des letzen Jahres bis in den März ging es mir mehr schlecht als recht. Ich war ja für eine längere Zeit von der Herzogsägmühle beurlaubt und war sehr froh darüber. Anfang des Jahres dachte ich schon, das wird bei mir nichts mehr, ich komme aus dem dunklen Loch nicht mehr raus. Aber ich musste mich zusammenreißen, da ich ja auch noch meine vier Katzen und die drei Kaninchen (jetzt leider nur noch zwei) hatte, hatte ich auch eine wichtige Verantwortung ihnen gegenüber. Das half ein wenig um nicht ganz aufzugeben, ich musste für sie da sein. Katzenklo zwei Mal am Tag säubern, Katzen füttern und jeden Abend für die Kaninchen einen Obstteller zu Recht machen und etwas Körnerfutter geben. Den Kaninchenstall und das Gehege säubern. Das ist viel Arbeit für jemanden, der tief unten ist. Aber die Tiere sind von mir abhängig. Sie können sich nicht selber helfen, also musste ich es machen.
Dann merkte ich, dass ich meine Einsamkeit, um wieder mehr zu mir zu finden, brauchte, und nahm eine Woche Auszeit von allem. Ich war nur noch mit den Tieren, meinen Hobbys und meiner heiß geliebten Wohnung verbunden. Dieses Zurückziehen half mir sehr. Ich konnte wieder Bücher lesen, habe wieder angefangen mit meinen vielen Handarbeiten und fing auch an, meine Wohnung wohnlich zu machen.
Von meinem Chef in der Herzogsägmühle kam die Frage, ob ich bei der nächsten Teamsitzung fürs Sägeweb nicht wieder dabei sein wolle. Ich überlegte es mir sehr und dachte, es wäre eigentlich nicht schlecht, einfach mal wieder rein zu schnuppern. Mir kam es damals vor wie ein riesiger Berg, den ich überwinden muss, um den Weg in die Herzogsägmühle zu schaffen. Als ich dann dort war, kamen die Kollegen auf mich zu, begrüßten mich und freuten sich ehrlich mich mal wieder zu sehen. Das tat sehr gut und ich hatte das Gefühl, dort ins Telezentrum zu gehören. Es war eine gewisse Art von Geborgenheit und auf einmal kam auch die Lust wieder zu arbeiten. Mein Chef machte es möglich, das ich meine Beurlaubung früher beenden konnte und wieder anfangen konnte zu arbeiten. Nun habe ich die erste Woche Arbeit hinter mir. Es ist etwas anders als vorher, da ich einen neuen Arbeitsbereich habe. Für das Sägeweb arbeite ich auch noch. Aber es kommt einiges neues dazu, was mir sehr viel Spaß macht. Ich bin so froh, dass die Herzogsägmühle mir die Chance gibt, so zu arbeiten, dass es mir gut tut. Im Moment bin ich ganz im Glück mit der Arbeit und meinen Kollegen. Es ist lustiger und macht sehr viel mehr Spaß, als alleine Zuhause zu arbeiten. Es ist unvorstellbar was mir von der Herzogsägmühle geboten wird. Ich war schon sehr oft krank, hatte auch schon mal gekündigt, da ich nicht gut mit der Situation, ständig krankgeschrieben zu werden, zurechtkam und ich wurde später wieder ohne Probleme eingestellt. Ich stoße dort immer auf Verständnis und bekomme Zuspruch weiter zu machen. Das gibt Kraft und Selbstvertrauen.
Außerdem bin ich sehr dankbar über die vielfältigen Hilfen, die ich sonst noch bekomme. Früher von Frau Dr. Weinmayer, jetzt Dr. Paggen, meinem Psychiater, dem Herrn Richter vom SpDi, bei dem ich jetzt schon 17 Jahre lange bin. Dann eröffnete das Clubhaus Oase in dem ich mehr Selbstbewusstsein bekommen habe und schließlich konnte ich in der Herzogsägmühle anfangen zu arbeiten. Dort im Telezentrum habe ich das Gefühl, sie stehen hinter mir. Das gibt einen unheimlich viel Auftrieb und Zuversicht für die Zukunft. Ich wünsche Euch allen auch so ein Leben wie ich es zurzeit habe, mit sehr viel Hoffnung und Zufriedenheit.
Susa

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Oase-Info



Bürorenovierung
Wenn einmal die Renovierungswelle rollt, dann rollt sie. Nach dem neuen Kursraum und dem Computerraum musste nun der dritte Raum der Etage daran glauben. Zurzeit entsteht unser neues Büro. Nach 12 Jahren wurde die alte Korkpinnwand von der Wand gerissen und die Möbel weitgehend entsorgt (Die guten, damals schon alten Stücke waren uns vor 12 Jahren geschenkt worden, weil es noch keinen Etat für Büromöbel gab).
Nun sind wir wieder motiviert dabei, die Wände und die Decke zu streichen und den Boden mit Laminat zu verlegen. Neben der Arbeitsplatte vom Schreiner wird ein Ikeabesuch sicher zu weiteren Neuerungen beitragen und dann wird auch dort das Arbeiten wieder richtig Spaß machen.




Computerkurs
In diesem Frühjahr startete wieder ein Computerkurs. Der Wunsch einiger Mitglieder, der in der Jahresplanung zum Ausdruck gebracht wurden ist, wurde Dank unseres Mitgliedes Franz M. schnell in die Realität umgesetzt. Momentan gibt es drei Teilnehmer, die die Grundlagen von Microsoft Word bearbeiten und ihre Kenntnisse auffrischen können, aber auch Neues dazulernen.
Nach Interesse zeigt Franz der Gruppe auch die Möglichkeiten des Internets auf.
Der Computerkurs findet immer am Dienstag von 11.00 – 12.00 Uhr statt. Interessenten können sich bei Franz melden.



Osterbrunch mit Eiersuche
Jawohl, auch in diesem Jahr fand der beliebte Osterbrunch am Ostersonntag wieder statt. Bei sommerlichen Temperaturen musste Jessica die Schokolade schon im Schatten verstecken, damit sie nicht weg schmolz. Alle Nester wurden aber gefunden…
Anschließend gab es zum ersten Mal in diesem Jahr ein super leckeres Frühstück im Garten!
17 Mitglieder waren einer Meinung: “Ein schöner Tag!“






Maren´s 10 jähriges Dienstjubiläum
Kaum zu glauben aber wahr. Vor 10 Jahren durfte ich als frisch ernannte Dipl. Soz.-Päd. im Clubhaus Oase angefangen, nachdem ich mich vorher als Praktikantin beweisen musste…und dann noch als Norddeutsche!!!! Alles ging gut und nun konnte ich (trotz Babyjahre) mein 10 jähriges Dienstjubiläum feiern. Anne und Andrea haben zur Feier eine Diashow gezaubert mit den „tollsten“ Bildern meines Werdegangs … und die Mitglieder haben mich mit Gedicht und Blumen erfreut…ihr seit einfach klasse! Ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten. Ich gehe auch nach 10 Jahren gern hier arbeiten und ich danke meinem Team, das vor keinem Abenteuer zurückschreckt und ich danke euch Mitgliedern, dass ihr mir so viel Vertrauen entgegenbringt und ich viel von euch lernen durfte. Maren




Besuch vom Bezirk Oberbayern
Ende April hatten wir Besuch vom Bezirk Oberbayern. Frau Reuter und ihre Kollegin haben sich auf den Weg nach Weilheim gemacht, um uns, bzw. unsere Einrichtung mal persönlich kennen zu lernen. Es war schön, dass die Besucherinnen sich Zeit mitgebracht hatten.  Sie haben sich das Haus von Roswitha zeigen lassen, aktiv an unserem Englischkurs teilgenommen und unser leckeres Mittagessen im Garten genossen. Dabei war auch Zeit für lockere Gespräche mit uns Mitarbeitern und Mitgliedern. Es war ein gelungenes  Kennen lernen.

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Buchvorstellung Dr. Mabuse


•    Dr. Mabuse, der Spieler (1922)
•    Dr. Mabuses letztes Spiel (1933)

Dr. Mabuse, der Spieler, spielt zur Zeit 1922, als Mabuse Psychiater und Hypnotiseur war und auch vor Mädchenhandel nicht zurückschreckt. Er arbeitet mit dem Geist des Menschen. So gewann er in verschiedenen Verkleidungen in vielen Spielcasinos. Der Staatsanwalt Went ermittelt und durchschaut nach und nach die Zusammenhänge, des Dr. Mabuse, und kommt der Organisation auf die Schliche.

Dr. Mabuses letztes Spiel ist die Fortsetzung, ca. 10 Jahr später. Dr. Mabuse ist in einer Irrenanstalt von Dr. Born eingeliefert und für Klinischtod erklärt. Über die hypnotischen Kräfte von Dr. Mabuse wird Dr. Born zu seiner Marionette und begeht Verbrechen.
Diese beiden Bücher warnten damals schon vor dem Faschismus.
Susa

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Zum Abschied: Kurzer Rückblick, kleiner Ausblick



von Frau Dr. Weinmayer, der Weilheimer Psychiaterin


Der Vorsatz, mich kurz vor Redaktionsschluss noch in Ihre Zeitung zu Wort zu melden, entstand beim Abschiedsessen im Clubhaus OASE.

17 Jahre lang habe ich eine psychiatrische Praxis in Weilheim geführt, einige von Ihnen kenne ich seit den allerersten Anfängen, viele andere habe ich im Laufe der Jahre kennen gelernt. Vieles hat sich geändert in dieser Zeit, auch ich mich selbst! Ich bin z. B. mutiger geworden. Früher- nach all den Jahren, die ich „mitgefangen“ in Kliniken verbrachte, - war oberster Grundsatz „es darf nichts passieren!“ Patienten mussten beschützt werden und brauchten wenn nötig auch Kontrolle. Mir schien das damals ziemlich oft nötig.
Dann machte ich immer öfter die Erfahrung, dass Patienten – das heißt Sie – sich ändern: Sie sind selbstständiger und selbstbewusster geworden. Sie wissen Bescheid über Ihre „Diagnose“, kennen Symptome und Frühwarnzeichen, wissen ziemlich genau, was im Krisenfall zu tun ist. Sie diskutieren mit mir über Medikamente und sind auch hier gut informiert. Vieles erfahren Sie im Austausch untereinander, z. B. in der OASE; oder in den Psychoedukationsgruppen des SpDi. Sie nehmen Betreuungsangebote wahr und haben oft schon weitergehende Ziele im Auge- z. B. Betreutes Einzelwohnen.

Kurz- es ist inzwischen, und das ist eine sehr positive Besonderheit gerade in Weilheim- ein Netz, an dem wir alle in den letzten Jahren mitgewirkt haben. Den Anfang machten Angebote wie der SpDi, Wohngemeinschaften, OASE, dazu kommt die ambulante Versorgung in psychiatrischen Praxen; schließlich die Kliniken in Landsberg und Garmisch, die wir, hoffe ich, nicht mit Aufnahmen überstrapazieren mussten. Das Netz funktioniert, weil sie es nicht bloß passiv als Auffangmöglichkeit angenommen haben, sondern selbst daran arbeiten, sich selbst sozusagen vernetzt haben, indem sie mitdiskutieren, weiterlernen, streiten, Konflikte austragen, Krisen durchstehen und neu anfangen.

Zum Abschied kann man ja leicht noch einmal „unmögliche“ Forderungen in den Raum stellen; Schieben Sie Ihre Grenzen ruhig immer noch weiter hinaus. Fordern Sie mehr Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsleben, wenn sie sich dazu in der Lage fühlen; nehmen Sie häufiger die Chancen einer psychotherapeutischen Behandlung wahr, setzen Sie sich mit dem Problem „Stigmatisierung“ auseinander- auch mit der, die Sie sich selbst manchmal verpassen...

Zum Abschied danke ich Ihnen allen und der OASE für eine lange, konstruktive und lehrreiche Zusammenarbeit- in 17 Jahren, die mir jetzt sehr kurz vorkommen!

Ihre Dr. Weinmayer

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Buchvorstellung


„Projekt Sakkara“
von Andreas Wilhelm


Dieses Buch spielt in Ägypten. Es ist wie so oft bei meinen vorgestellten Büchern ein Roman mit historischem Hintergrund. Dabei werden zwei Freunde gemeinsam auf die Suche nach der „Höhle des Wissens“ geschickt. Die Höhle soll schon vor der ägyptischen Kultur vorhanden gewesen sein. Es ist die Suche nach einer Kultur, die vor zehntausend Jahren existiert haben soll. Es wird viel über die Götter geschrieben zu Zeiten von Echnaton und die Ausgrabungen von Tutanchamons. Die Geschehnisse mit diesen zwei Pharaonen entsprechen der Wahrheit. Das Buch ist unheimlich fesselnd und spannend geschrieben. Die „Höhle des Wissens“ gibt es nicht, oder vielleicht doch? Es ist spannend wie das Ende sein wird, weil diese Höhle des Wissens bis heute nicht gefunden wurde, wie wird dann der Roman ausgehen? Viel Spaß beim Lesen !!!         
Susa

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Das ist Sakkara in der Wüste von Ägypten



ENGLISH-LESSON IN OASIS



Der Englischkurs in der Oase läuft nun schon bald drei Jahre ohne Unterbrechung. Begonnen haben wir damals damit, weil wir uns auf die Europäische Clubhauskonferenz vorbereiten wollten, die im November 2006 in München stattgefunden hat.

(Zur Erklärung, für nicht Eingeweihte in Sachen Clubhaus: Die Oase arbeitet nach einem internationalen Clubhauskonzept, welches auf der ganzen Welt verbreitet ist. Um einen Austausch zu ermöglichen, finden internationale und europäische Konferenzen statt. Die Sprache der Verständigung ist Englisch.)

Die Kursteilnehmer weisen ein breites Spektrum auf, sowohl bezüglich ihres Alters, als auch von ihren sprachlichen Vorkenntnissen. So haben wir eine Alterspanne von 23 bis 70 Jahren. Die Grundkenntnisse reichen von ein paar Monaten bis zu 9 Jahren Schulenglisch, bis hin zu drei Jahren praktiziertem Englisch in Australien.

Den Kurs bereiten Brigitte (ein Mitglied) und Anne (Leitung d. Oase) gemeinsam vor und leiten ihn miteinander.
Die Anzahl der Teilnehmer variiert von drei bis zehn.
Ganz wichtig ist, dass der Kurs Spaß machen soll, keiner braucht Angst zu haben vor Leistungsdruck oder sich zu blamieren.
Weitere Leute mit etwas Englischvorkenntnissen sind jederzeit herzlich willkommen.



DOU YOU LIKE THE ENGLISH-LESSON IN OASIS?
IF YOU ANSWER YES; TELL US WHY!
IF YOU ANSWER NO; WE DON´T PRINT IT!

(Übersetzung: Gefällt dir der Englischkurs in der Oase, …wenn ja, warum? ...wenn nein, drucken wir es nicht!)

„Do you like the English-lesson,......?.

Horst: (71)
Der Englischkurs ist für mich eine willkommene Abwechslung. Es sind nette Leute in der Gruppe. Angenehm ist, dass es keine Überforderung gibt. Wenn man etwas nicht weiß, wird einem geholfen. Für mich ist es eine gute Möglichkeit, mein altes Schulwissen aufzufrischen.
Ich möchte andere dazu ermuntern, auch am Englischkurs teilzunehmen.

Menisa: (23)
Der Englischkurs gefällt mir sehr gut, weil er sehr vielfältig ist. Ich bin sehr froh in der Englischklasse mitzumachen. Dort kann ich mein eingerostetes Englischwissen wieder auffrischen. Da ich mich generell sehr für Fremdsprachen interessiere, ist der Englischkurs in der Oase für mich eine Bereicherung.

Tilla: (66)
Der Englischkurs gefällt mir sehr gut, weil ich dort Erfolgserlebnisse habe. Manchmal bin ich über mich selbst überrascht, an was ich mich alles erinnern kann, denn immerhin liegt meine Schulzeit schon 50 Jahre zurück und ich hatte währenddessen nicht oft Gelegenheit, mein Englisch zu praktizieren. Es ist immer sehr nett in der Gruppe. Am Anfang der Stunde erzählen wir immer auf Englisch die Erlebnisse der letzten Woche. Dadurch erfährt man auch interessante persönliche Dinge von den anderen.

Brigitte: (57)
Mit Anne mache ich zusammen die Englischgruppe und zusammen haben wir viel Spaß. Unsere Schüler sind konzentriert, lustig drauf, denken mit, besser kann es sich ein Lehrer nicht wünschen. Dazu kann ich in bescheidener Weise weitergeben, was ich gelernt habe, ohne perfekt sein zu müssen.
Wenn die Ansprüche, die ich an mich stelle zu groß werden, holt mich Anne (Danke Anne) wieder auf den Teppich. So lehre und lerne ich gleichzeitig und bin über diese Möglichkeit, dem Leben Sinn zu geben sehr froh.

Anne: (53)
„Mir gefällt der Englischkurs in der Oase sehr. Erstaunlich finde ich, dass es möglich ist, die Kursteilnehmer mit so unterschiedlichen Vorkenntnissen unter einen Hut zu bekommen. Die Stunde beginnen wir immer damit, dass der einzelne von der letzten Woche berichtet. Dadurch bekommt die Gruppe etwas Persönliches, jeder einzelne wird wahrgenommen. Ich finde es sehr schön, zusammen mit Brigitte den Kurs zu leiten. Wir unterstützen uns gegenseitig und falls ich verhindert bin, muss der Kurs nicht ausfallen, denn er wird zuverlässig von Brigitte übernommen. Was mir ganz besonders gut gefällt, ist, dass es in nahezu jeder Stunde irgendetwas gibt, worüber wir herzlich lachen können. Zum Beispiel wurde im Englischkurs unser Otto zum Minister 
nämlich zum FEMINISTER (Durch einen einfachen Aussprachefehler beim Lesen von „the Minister“ kann dies passieren.)




Unsere Frauenwelt freut sich, dass sie nun von unserem Otto offiziell vertreten wird.

 


ENGLISH FOR EVERYBODY

WRONG BUT FUNNY

Everything fort he cat -- Alles für die Katz
I break together -- Ich breche zusammen
I only understand railroad station -- Ich verstehe nur Bahnhof
The Newspaper-duck -- Zeitungsente
To come on the dog -- Auf den Hund gekommen
You are going me on the alarm-clock -- Du gehst mir auf den Wecker

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Mit Hirn und Hand



Vor einiger Zeit sah ich einen Bericht über das Jagdverhalten von Harris – Hawks, einer nordamerikanischen Bussardart. Harris – Hawks jagen in Gemeinschaft wie Wölfe. Das ist in der Tat ungewöhnlich für Vögel. Um dies genauer zu untersuchen brachten drei Falkner ihre Tiere unter der Leitung eines Verhaltensforschers zusammen. Schon bald jagten sie ein Kaninchen. Dabei glaubte der Verhaltensforscher zu beobachten, dass das ältere Weibchen die Führung übernommen hätte, weil es die größte Erfahrung hätte, war seine Begründung.Meine Stirn zog sich in Falten.....Was redet der für einen Unsinn? Wie sollen Vögel ihre Erfahrungen vergleichen? Wie groß ist das Repertoire an Geräuschsignalen solcher Vögel, um eine so komplexe Aufgabe zu koordinieren?Unter Wölfen führt auch nicht der Erfahrenste, sondern lediglich der stärkste. Die Bemerkung des Verhaltensforschers war wohl eher reines Wunschdenken. Der sogenannte Wissenschaftler hat schlichtweg nur schwadroniert.Was er den Vögeln unterstellt, bringen nicht einmal die Menschen fertig. Wir erkennen auch nicht die Erfahrung eines anderen. Der Verhaltensforscher selbst ist das beste Beispiel dafür. Er hängt sich einen Doktortitel um den Hals, um anderen weiszumachen, er hätte Wissen und Erfahrung auf seinem Gebiet. Was in diesem Fall wohl sehr zweifelhaft ist.Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei dieser Jagd um einen rhythmischen Zyklus handelt, bestehend aus Aktion und Reaktion, aus Absicht und Notwendigkeit. Nun hat man dennoch Verhalten bei Vögeln beobachtet, das auf Intelligenz schließen lässt. Krähen, die nicht nur Werkzeug benutzen, sondern es sogar nach den Erfordernissen herstellen. Oder Papageien, die nicht nur sprechen können, sondern gezielt und sinngemäß Fragen beantworten.Was würden diese Vögel erreichen können, wenn sie über das beste Werkzeug verfügen könnten, das die Natur hervorgebracht hat, und das selbst die Menschen bis heute nicht so gut herstellen können. Dieses Wunderwerk ist die menschliche Hand.Kein Werkzeug, das sich der Mensch ausdenken kann, ist so vielseitig, wie die menschliche Hand. Die Vielseitigkeit der Hand und die kognitive Leistung des Ge-hirns machten den Menschen zur überlegenen Spezies –nach menschlichem Ermessen zumindest.Die Dinosaurier lebten Millionen von Jahren auf diesem Planeten. Der Homo sapiens lebt nach heutigen Erkenntnissen erst seit ca. 40.000 Jahren und dieser kurzen Zeitspanne hat er es fertig gebracht auf den Mond zu fliegen. Dies hat er nicht nur seinem Gehirn, sondern zu gleichen Teilen auch seiner Hand zu verdanken.Es ist das Verhältnis zwischen Hirn und Hand, das den Menschen so große Leistungen vollbringen lässt. Die Hand ist der sichtbare Beweis dafür, zu welchen enormen kognitiven Leistungen der Mensch fähig ist.Die Hand kann die Axt führen beim Holzhacken, wunderschöne Melodien einem In-strument entlocken, oder auch Kinder trösten durch eine sanfte Berührung. Wo wären wir heute ohne Hände?Es ist immer das Verhältnis bzw. die Wechselwirkung zwischen Hirn und Hand, was uns zu Menschen macht. Leider gibt es oft Menschen, die meinen die Hand könnte das Hirn ersetzen. Sie benutzen die Hand zum Draufschlagen. Dann hat das Hirn versagt. Wenn die Leistungen des Gehirns hinter den Fähigkeiten der Hand zurück bleiben, haben wir es immer mit einem Affen zu tun.  

Ulf L.

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Richtliniengespräche mit neuen Mitgliedern


Wenn sich in der Oase ein paar neue Mitglieder eingefunden haben, werden diese von unserer Leiterin Anne Richter zu einem Informationsgespräch über das Clubhauskonzept eingeladen.Es geht dabei um die Regeln die weltweit in den Clubhäusern gelten und die uns die Richtung zeigen.

  • Regel 1: besagt, dass die Mitgliedschaft freiwillig ist und ohne zeitliche Begrenzung.
  • Regel 2: Nur das Clubhaus entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder. Jeder, der psychisch krank ist oder war, kann Mitglied werden. Gut finde ich, dass der Weg ins Clubhaus niederschwellig und ohne bürokratische Hürden ist.
  • 3. Regel: lässt jedem Mitglied die eigene Entscheidung wie er/sie das Clubhaus nutzen will und mit welchen MitarbeiterInnen es arbeiten will. Es gibt keine Verträge oder Regeln, die darauf abzielen, die Beteiligung der Mitglieder zu erzwingen. Das finde ich auch gut: Niemand kann gezwungen werden, aber wenn ein Sozialgefühl vorhanden ist, machen viele eh mit.
  • 4. Richtlinie: Alle Mitglieder haben den gleichen Zugang zu allen Möglichkeiten, die das Clubhaus bietet, unabhängig von ihrer Diagnose und dem Stand ihrer Leistungsfähigkeit.
  • 6. Richtlinie: Die Mitglieder haben das Recht, nach beliebig langer Abwesenheit sofort wieder ins Clubhaus zurückzukommen, es sei denn, ihre Rückkehr würde die Gemeinschaft gefährden.
  • 10 Richtlinie: Die Verantwortung für das Funktionieren des Clubhauses tragen die Mitglieder und MitarbeiterInnen gemeinsam und letztlich die Clubhausleitung. Kernpunkt dieser Verantwortung ist, dass in allen Aufgabengebieten des Clubhauses MitarbeiterInnen und Mitglieder beteiligt sind.

Soweit für mich die wichtigsten Clubhausregeln.      

 

 

                                           Leni

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Buchvorstellung



Kryptum
Von Agustin Sanchez Vidal

Der Autor hat Kunstgeschichte studiert und ganze 10 Jahr für das Buch gebraucht. Aber die Zeit die er brauchte, hat er für ein sehr interessantes Werk genutzt. Das Buch ist nämlich unheimlich interessant mit viel kunstgeschichtlichem Hintergrund. Viele Informationen stammen von vor 400 Jahren. Es ist sehr spannend geschrieben, aber Achtung, es gibt auch viel Fiktion in diesem Buch.
Es spielt in Antigua in Spanien. Dort konnten noch vor dem Mittelalter die verschie-denen Glaubensrichtungen zusammen leben, ohne sich gegenseitig etwas anzutun. Sie kamen gut miteinander aus. Ich kann nur empfehlen das Buch zu lesen, ich bin in eine andere Welt eingetaucht und es war hoch interessant.

Susa

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Termine - Geburtstage - Jubiläen 2009


01.01.1999: vor 10 Jahren die Europäische Währungsunion (EWU) mit dem Euro tritt in Kraft
19.01.1809: 200. Geburtstag Edgar Allan Poe, amerikan. Dichter
19.01.1919: 90. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Deutschland
20.01.1859: 150. Todestag Bettina von Arnim, dt. Dichterin
20.01.2009: Amtseinführung des 44. Präsidenten der USA Barak Obama
03.02.1809: 200. Geburtstag Felix Mendelssohn-Bartholdy, Komponist
12.02.1809: 200. Geburtstag, Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA von 1861 -1865
12.02.1809: 200. Geburtstag Charles Robert Darwin, brit. Biologe und Naturforscher; Begründer der Evolutionstheorie
17.03.1834: 175.Geburtstag Gottlieb Daimler, Erfinder des Autos (neben C. Benz)
30.03.1559: 450. Todestag Adam Riese
14.04.1759: 250. Todestag Georg Friedrich Händel, Komponist
18.04.1934: vor 75 Jahren erste Fernsehsendung mit Ton in Deutschland
06.05.1859: 150. Todestag Alexander Freiherr von Humboldt, Naturforscher und Geograph
23.05.1949: Verkündung des Grundgesetzes der BRD
31.05.1809: 200. Todestag Joseph Haydn, Komponist
13.06.1809: 200. Geburtstag Heinrich Hoffmann, Arzt und Schriftstelle (Struwwelpeter)
20.06.2009: 25. Jubiläum der Häuser am Latterbach, Herzogsägmühle
04.07.1934: 75. Todestag Marie Curie, franz. Physikerin und Chemikerin, Nobelpreise: 1903 f. Physik, 1911 f. Chemie
20. 07.1969: 40. Jahrestag der bemannten Mondlandung
09./10.11.1989: vor 20 Jahren Fall der Berliner Mauer
10.11.1759: 250. Geburtstag Friedrich von Schiller
16.11.1934: 75. Todestag Joachim Ringelnatz, dt. Kabarettist und Dichter
02.12.1909: 100. Geburtstag Marion Gräfin Dönhoff, dt. Journalistin, Autorin und „ZEIT“-Herausgeberin

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Wolfgang Sacher – der Penzberger Paralympics-Sieger



Wolfgang Sacher wurde 1966 in Penzberg geboren und begann 1982 eine Ausbildung bei der MAN Penzberg. Durch einen Starkstromunfall im selben Jahr verlor er seinen linken Arm. Nach zwei Jahren Krankheit begann er 1984 eine zweite Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Penzberg, die er 1988 erfolgreich abschloss. W. Sacher heiratete und wurde 1990 Vater eines Sohnes und 1993 Vater einer Tochter.

1997 begann er bei der Internationalen Pfaffenwinkel-Radrundfahrt mit seinem neuen Hobby, dem Radfahren. Bis 2003 fuhr Wolfgang Sacher hobbymäßig Radrennen, doch 2004 wurde er in den Landeskader Radsport des Behinderten- und Versehrtensportverband Bayern e.V. aufgenommen. Bereits 2005 errang er große Siege, die er selbst nicht zu träumen wagte: Drei Deutsche Meistertitel und den Europacup-Sieg. 2006 konnte er diese vier Titel verteidigen und bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz konnte er drei Medaillen (Gold, Silber, Bronze) ergattern. Er selbst sagt über seine Erfolge: 

„Es gibt mir die Bestätigung, dass es sich lohnt, um das Leben zu kämpfen.
Vor 21 Jahren war ich am Rande des Todes, jetzt kann ich Leistungen erzielen,
an die ich nicht mehr geglaubt hatte.“ 

Die Krönung seiner Karriere war im Jahr 2008 die Paralympics in Peking: Je eine Gold-, Silber- und Bronze-Medaille.
Über die Bedeutung von Leistungssport für behinderte Menschen schreibt er:  

„Der Leistungssport spielt auch für Menschen mit Behinderung eine besondere Rolle. Spitzenathletinnen und -athleten werden allgemein als Vorbilder angesehen. Mit außergewöhnlichen Leistungen kann ich anderen Menschen mit Handicap

Mut machen, dass sie ihr Leben aktiv gestalten.
Dass ich 25 Jahre nach meinem schweren Unfall
Paralympics-Sieger und mit dem kompletten Medaillensatz
der erfolgreichste deutsche Radsportler geworden bin, ist unglaublich.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

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Johannes B.

 



Hildegard von Bingen


Seit mindestens 15 Jahren beschäftige ich mich mit Hildegard von Bingen. Zu ihrem 900sten Todestag 1997 kaufte ich mir einige Bücher. Mich fasziniert ihr Leben, ihre Visionen und die Heilkraft ihrer Küche. Dinkel ist ihr großer Favorit. Ich koche überwiegend mit Dinkel und bau in meiner Küche viele Dinkelprodukte ein, z.B. Dinkelflocken, Dinkelschrot, Dinkelgrütze….. und versuche verschiedene typische Gewürze zu verwenden. Seit dem ich mich so ernähre, fühle ich mich wohler. 

Sie wurde 1098 geboren, als letztes von 10 Kindern. Als kleines Kind hatte sie schon Gottesvisionen. Mit 8 Jahren wurde sie zur Ausbildung in ein Kloster übergeben. 1136 wurde Hildegard Äbtissin von einem Benediktinerinnenkloster.

Auf Grund ihrer Visionen und Intuitionen hat sie vieles über Naturheilkräuter und Getreide erfahren und angewendet. Viele Menschen suchten bei Hildegard Rat und Unterstützung, darunter Päpste, Kaiser und Könige.

Hildegard war ihr Leben lang kränklich. Sie wurde erst wieder gesund, als sie auf den Wunsch Gottes hörte und ihre Visionen niederschrieb, um die Menschen auf jene Heilkräuter aufmerksam zu machen, die Gott in die Natur gelegt hat. Am 17. September 1179 starb Hildegard von Bingen im Alter von 81 Jahren. 

Hildegard von Bingen:
Der Dinkel als Heilmittel 

Das Dinkelkorn ist das menschenfreundlichste Nahrungsmittel der Hildegard-Medizin.In ihm sind alle Vorteile einer vollwertigen Ernährung in nahezu idealer Weise , vereinigt:Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Vitalstoffe(Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) sowie die gespeicherte Sonnenenergie. Daher schreibt Hildegard in ihrer Physica (Gesundheitsbuch): 

„Dinkel ist das beste Getreidekorn, es wirkt wärmend und fettend, ist hochwertig und gelinder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns. Wie immer Dinkel Sie zubereitet essen –so oder so – als Brot oder als eine andere Speise gekocht, Dinkel ist mit einem Wort gut und leicht verdaulich.“ 

Dinkelgriess-Suppe
Rezept für 4 Teller

1 Zwiebel, 5Eßl. Dinkelgriess, 40g Butter,1l. Wasser oder Brühe, Salz ,Muskat, Bertram und Galgantpulver, frisch gehackte Petersilie oder andere Kräuter. 

Den Dinkelgriess mit der Butter und der fein gehackten Zwiebel in einem Topf hellbraun anschwitzen. Mit etwas Wasser oder Brühe ablöschen. Den Rest der Flüssigkeit unter rühren zugeben und unter rühren aufkochen lassen. Mit Salz und den Gewürzen abschmecken und etwa 5Min. leicht kochen lassen.
Mit Petersilie oder anderen Kräutern bestreut servieren.
Gut geeignet zum Einbrocken ist altes Dinkelbrot.

Dinkelgrieß-Suppe stärkt den Kranken und fördert die Tätigkeit der Nieren.  

Nervenkekse

Diese Nervenkekse nach einem Rezept von Hildegard von Bingen sollen für mehr Ausgeglichenheit sorgen und die Nerven stärken. Durch einen hohen Nelkenanteil wirken sie angeblich auch schmerzstillend. 

75 g Dinkelmehl
25g Dinkelschroth
30 g Rohrzucker
50 g Butter
eine kräftige Prise Salz
4 große Eier (oder 5 kleinere)
1 P Weinstein-Backpulver
45 g Muskatnuss, fein gerieben
45 g Zimt, gemahlen
10 g Nelken, gemahlen 

Alles zügig zu einem Teig verkneten, eine Stunde rasten lassen. Noch einmal kurz durchkneten und dünn ausrollen. Kekse ausstechen oder Rauten schneiden. Bei 180 Grad etwa acht Minuten backen.

Yvonne K.

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Rückblick 2008


Januar:
Start ins Neue Jahr mit unserem beliebten Fondueessen (reichlich und guuut!)
Rückblick 2007 – Ausblick 2008 (was war guat, was neht, was woi ma weida und nei)
Matrazenball mit nächtlichem Modeflair (geschlafen hat dabei keiner) 

Februar:
Hippie-Fasching mit Flowerpower, Oasefasching, Musik und Krapfen satt im Clubhaus „Rendezvous“ (High-Gefühle ganz ohne Stoff) 

März:
Besuch des Ostermarktes in Bad Tölz (Ei, Eier und mehr…)
Malerarbeiten in und Erweiterung der Oase (größer, grüner, schöner, glücklicher) 

April:
Ausflug zum Tegernsee (vom Winde verweht, vom Regen gepeitscht)
Kegelturnier in Penzberg (… und wieder ging der Pokal an uns vorbei) 

Mai:
Besuch des Schlosses Schleißheim (schöne Schloss- und Parkanlagen, interessantes Museum) 

Traditionelles Oase-Maifest (mit Maibaumbasteln und -tänzen, Spielen, Ratschen, Genießen)

 




Wiederaufleben des Männerstammtisches (Mann muss auch mal unter sich sein)
Ausflug in die Eng im Karwendel (Almen, Berggipfel und viele glückliche Kühe)) 

Juni:
Staffelseerundfahrt (feucht-fröhliche Schifffahrt mit „Alpenblick“)
(Mini-)Golfen in Murnau (wer kann, der kann)
Ausflug zu den Buckelwiesen bei Mittenwald (welch ein Bergpanorama!)
10-Jahre „Rendezvous“ in Garmisch (mit Flötenduo und 5-Gesang aus Penzberg)

Juli:
Obligatorischer Herzogsägmühler Dorffestbesuch (watt mutt, datt mutt)
Diverse Ausflüge im schönen Oberland (was Touristen können, können wir alle Male) 

August:
Sommerfest in der Oase Weilheim (ein Sommernachtstraum – fetzig, schwül-heiß, nass)





Vortrag über Zusatzstoffe in Lebensmitteln Teil 1 (von unserer Fachfrau Sibylle)
Ausflug zum Hohenpeißenberg (schönster Alpenrundblick Oberbayerns – stimmt!)
Sommerfest im Kuckucksnest Schongau (eines geht noch, trotz Regengüssen)
Biergartenausflug auf die Kreuter Alm (gleich 2-mal, genug ist eben nicht genug) 

September:
Gourmet-Alpenrundfahrt: Linderhof, Plansee, Garmisch, Cafe Kneitinger (allles supppper)
Minigolfturnier in Murnau (der Ball wollte nicht immer so, wie er sollte)
Traditioneller Penzberger Volksfestbesuch (Dank großzügigen städtischem Sponsoring) 

Oktober:
Törggelen bei der Feuerwehr Penzberg (und wir mittendrin)
Ausflug nach Regensburg (mit unserem privaten Stadtführer Johannes, schön (kalt) war`s)
Kegelturnier in Schongau (schon wieder ging der Pokal an uns vorüber) 

November:
Besuch des Leonhardimarktes in Bad Tölz (altes Handwerk und alte Kunst vom Feinsten)
Kegelturnier mit „Ausblickern“ und „Aufwinden“ (Insider wissen Bescheid)
Disco mit Songs aus den 70ern (so rockt die Oase)
Plätzchen backen (denn es weihnachtet schon)
Besuch des Herzogsägmühler …. (alle Jahre wieder….) 

Dezember:
…..und des Tölzer Weihnachtsmarktes (… Gaben bringende Weihnachtszeit …..)
Weihnachtsfeier mit Gedichten, Geschichten, Lichterglanz und guten Engeln (Wunder-voll)
Genüssliches Weihnachtsessen (in froher Runde) 

Was war sonst noch:
Besonders zu erwähnen sind nebst vielen kleinen Ausflügen zu Seen, Mooren und Auen, Dörfern und Städten unsere beliebten Spielenachmittage, Geistig fit-Stunden, Singdrosseln und FlötenspielerIn, Grillsessions, Backkünste und –genüsse und Geburtstagsfeiern ……. 

Neu: Bildung einer Qualitätsmanagement-Arbeitsgruppe = QM-AG! 

Allen, die unsere Oase mit gestaltet haben, mit Leben erfüll(t)en und sie weiter mit hegen und pflegen und so am Blühen erhalten wünschen wir 

ein schönes, erlebnisreiches und glückliches Jahr 2009 

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Edith

 



Auch Fruchtsäfte hemmen oft die Wirkung von Arzneien


(Zusammenfassung eines Artikels aus der Süddeutschen Zeitung vom 20.8.08)
Ein Glas Pampelmusensaft kann aus einer normalen Tablette eine tödliche Überdosis machen. Davor warnen Fachleute seit Jahren, doch nun müssen sie ihre Warnungen ausweiten:
Pampelmusen bedrohen die Gesundheit auch, indem sie die Wirkung wichtiger Arzneien schwächen. Das Ganze gilt nicht nur für Pampelmusen und Grapefruit (eine Kreuzung aus Pampelmusen und Orange), sondern auch für Apfelsinen und Äpfel.
Die Früchte nehmen etlichen Arzneimitteln die Wirkung, auch solchen gegen lebensbedrohliche Krankheiten. Laut einer Studie kam mit Grapefruit nur die Hälfte eines bestimmten Medikaments im Blut an.
Viele Patienten mussten schon unter dem Grapefruit-Effekt leiden. Manche sind auch deshalb gestorben. Die Deutsche Herzstiftung berichtet vom Tod eines 29-jährigen, in dessen Blut wegen seines täglichen Saftkonsums die 30 -fache Menge eines Anti-Allergikum schwamm. Inzwischen ist der Effekt bei mehr als 50 Arzneien bekannt, darunter Schmerztabletten, Antidepressiva und die Antibaby-Pille.
Es werden immer mehr Wechselwirkungen von Arzneimitteln und Lebensmitteln bekannt. Auch Tee, Rotwein, Knoblauch, Kresse und Broccoli können Therapien beeinflussen. Selbst bei Mineralwasser kann dieser Effekt auftreten.
Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte Tabletten mit Leitungswasser einnehmen.(Hannes F.) 

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Zusammenhänge : Viehzucht (unser Fleischkonsum) Klimawandel und der Hunger der Armen


(Zusammenfassung eines Artikels aus der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag, 5. 8. 08)
Die Fleischindustrie hat mehr als ein Drittel der weltweiten Landwirtschafts-flächen und riesige Mengen fossiler Brennstoffe verschlungen, nur um ei-nen kleinen Teil der Weltbevölkerung am luxuriösen Ende der Nahrungsmit-telkette ihr Dasein zu versüßen. Indes-sen stehen mehrere hundert Millionen Menschen Unterernährung, Hunger und Tod bevor. Mit einem weiter stei-genden Ölpreis wird die Kluft zwischen überfütterten Reichen und unterernähr-ten Armen nur noch größer werden. Verstärkt wird dieses Problem durch die Tatsache, dass die Fleischproduk-tion die zweitwichtigste Ursache für den Klimawandel ist. Es sieht so aus, als hinge das Überleben unser Zivilisation davon ab, daß reiche Menschen ihre Essgewohnheiten grundlegend ändern.
Nur ein ganz geringer Teil der weltwei-ten Lebensmittelproduktion wird für die Herstellung von Biosprit verwendet. Die Frage ist also nicht, ob wir Men-schen oder Autos ernähren sollten. Die wirkliche Frage ist, ob wir mit dem vor-handenen Getreide Menschen oder Tiere versorgen wollen - und darüber möchte allem Anschein nach kein füh-render Politiker sprechen. Nach einer Studie der Welternähungsorganisation (FAO) wurden im Jahr 2002 etwa ein Drittel der weltweiten Getreideernte an Vieh verfüttert.
Das brisante daran ist, daß immer mehr Ackerland dem Anbau von Fut-termitteln gewidmet wird. Folglich bleibt weniger Land für die Herstellung von Lebensmitteln übrig, weshalb die Lebensmittelpreise für die Ärmsten steigen. Das mehrere hundert Millio-nen Menschen hungern, ist aber noch nicht das einzige Resultat dieses Pro-zesses. Ein ebenso wichtiger Zusam-menhang besteht zwischen Tierfutter, der zunehmenden Fleischproduktion und dem Klimawandel. Die Wahrheit ist, daß die Fleischerzeugung durch Zuchttierhaltung die zweitwichtigste Ursache für den Klimawandel ist, nach dem Energieverbrauch von Gebäuden.
Die FAO-Studie kommt außerdem zum Ergebnis, daß Zuchtvieh für den Ausstoß von 18 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich ist. Das ist mehr, als der gesamte Transportsektor verursacht.
Wir beklagen, daß große, spritfressende Autos Energie verschwenden. Doch ist die Vergeudung noch viel größer, wenn Menschen immer mehr Fleisch aus der Viehzucht essen. Mit dem Ab-bau von Getreide kann man auf einem Hektar fünfmal mehr Eiweiß produzieren als mit Viehzucht.
Rajendra Kumar Pachauri, der Vorsit-zende des Weltklimarats und einer der zwei Träger des letztjährigen Frie-densnobelpreises, hat alle Konsumen-ten aufgerufen, einen ersten Schritt wegen den Klimawandel zu unterneh-men und weniger Fleisch zu essen.
(Hannes F.)

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Umgestaltung der Clubhausräumlichkeiten


Da wir erfreulicherweise immer mehr Clubhausmitglieder werden, ist es besonders in unserem Essens- und Aufenthaltsraum im 1. Stock eng geworden. Um hier Abhilfe zu schaffen und auch die anderen Räume intensiver zu nutzen, haben wir uns entschlossen, einige Räume umzugestalten und anders zu nutzen.
Davon betroffen sind die Kellerräume, so entsteht im großen Hobbyraum im Keller ein Werk- und Bastelraum. Die beiden kleineren Kellerabteile werden zukünftig für die Vorratshaltung der Küche und für Malerutensilien genutzt.
In die ehemalige Werkstatt im 1. Stock kommt das neue Mitgliederbüro.
Der große Raum im Dachgeschoß wird zu einem Frühstückraum (Cafeteria) umgestaltet.
In den 3 großen Räumen wurden und werden folgende Veränderungen vorgenommen.



Der neue Werk- und Bastelraum:


 wird entrümpelt und weiß gestrichen
 die verbleibenden Möbelstücke werden farblich ansprechend gestaltet
 die Werkbank und die Werkzeugwand werden aufgestellt bzw. angebracht
 ein Basteltisch und Stühle, sowie die Bastelutensilien werden vom Dachgeschoß nach unten gebracht

 

 








Mitgliederbüro (ehemalige Werkstatt und Vorratsraum)


 Entfernen der Werkzeugwand und der Werkbank, sowie der Vorratsregale und des Vorratschrankes
 Renovieren der Wände
 Eckbank und Tisch (aus dem Prozentmarkt) werden hineingestellt
 Übernehmen der Einrichtung des Mitgliederbüros ( Schreibtisch, Aktenschrank, etc.) aus dem Dachgeschoß
 die Eckbank wird vollständig renoviert (Hr. Hans G. macht daraus ein Schmuckstück)
 ein Computer aus dem Dachgeschoß wird im Mitgliederbüro aufgestellt
 Anbringen eines Regals über der Eckbank für die Kochbücher

 








Frühstücksraum im Dachgeschoß:


 Folgende Gegenstände wurden entfernt: das Harmonium, eine Regalwand, ein Computer, das Sofa, das Mitgliederbüro
 Neu dazu kamen ein Kühlschrank und eine Arbeitsplatte, die Wände wurden teilweise renoviert; die zwei Computer und der Kicker wurden in die Ecke gerückt, um Platz für Tische und Stühle zu schaffen

 






Bei der Neugestaltung des Clubhauses haben über einen Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober unter anderen mitgearbeitet: Hans G., Gerhard K., Rainer S., Hannes F., Gerhard St., Albert B., Werner V., A. Nemitz, A. Zeitler.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden! 

(Hannes F. / Judith Schubert) 

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Jahresrückblick 2007


Januar

19.01. Kegeln

25.01. Jahresplanung

 

Februar

02.02. Dias von Anne

16.02. Kegeln

20.02. Faschingsparty im Rendezvouz

 

März

01.03. Anke fängt als neue Praktikantin

an

07.03. Themenfrühstück „Ehrenamt“

09.03. Kegeln

16.03. Kegelturnier in Peiting

24.03. Kegelturnier mit „Namenlos“ in

Murnau

 

April

08.04. Osterbrunch

19.04. Koalitionstreffen in Steyr

20.04. Kegeln

28.04. die Fichte im Garten wird gefällt

 

Mai

04.05. Kegeln mit I&S

18.05. gemeinsame Geburtstagsfeier

25.05. Sommerfest in Penzberg

 

Juni

08.06. Staffelsee-Ausflug mit Bootsfahrt und Biergarten

22.06. Sonnwendfeier in der Oase

27.06. Richtlinien-Infogespräch mit den

Mitgliedern

 

Juli

01.07. Dorffest in der Herzogsägmühle

06.07. Minigolf

12.07. Aufnahme der neuen Mitglieder

17.07. Ausflug in den Tierpark

Hellabrunn in München

18.07. Umbaubeginn im Gartenhaus

27.07. 10-Jahres Feier vom

Kuckucksnest in Schongau

 

 

 

 

 

August

10.08. Lesung zum Kaffee statt

Radl-Tour

23.08. Besuch vom Reha-Zentrum in

Salurn

31.08. Minigolf

 

September

14.09. Minigolfturnier mit den

Tagesstätten

22.09. Boden verlegen im Gartenhaus

mit einigen Mitgliedern

 

Oktober

01.10. Ausflug auf die

Oberlandaustellung

05.10. Kegeln

19.10. Kegeln

24.10. Kegelturnier in Weilheim

26.10. Kegel-Pokal-Feier

 

November

09.11. Ausflug ins deutsche Museum

in München

16.11. gemeinsame Geburtstagsfeier

22.11. Koalitionstreffen im Lichtblick

23.11. Kegeln

 

Dezember

07.12. Ende des Gartenhaus-Umbaus

07.12. Einweihungsfeier Gartenhaus

07.12. Nikolausfeier

14.12. Besuch aus Brunneck- Bereich

MSE

14.12. Kegeln

14.12. Weihnachtsessen mit den

Mitgliedern

21.12. besinnlicher Ausklang mit

Bratäpfeln und Geschichten-

Lesen

24.12. Heilig Abend in der Oase

 

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Basisgruppe im Schmerzzentrum Tutzing


Einige haben mitbekommen, das ich im Januar für drei Wochen im Schmerzzentrum Tutzing war. In der Woche zwei Tage. Ich leide an Fibromyalgie. Die Gruppe hat mir viel Hoffnung gegeben und mir gezeigt, was ich verändern kann, um mit dem Schmerz besser umzugehen. Nach den drei Wochen wurde ich für den Intensivkurs im Sommer angenommen, und werde dann in 5 Wochen jeden Tag dort noch mehr lernen können.

 

In der Zeit habe ich schon viel gelernt und habe versucht es umzusetzen und es tut mir sehr gut. Ich finde es schön, welche Möglichkeiten mir noch offen stehen, um mit dem Schmerz zu leben. Ich habe mehr Hoffnung auf Besserung und ich freue mich auf den Sommer, wo noch viel mehr und intensiver mit uns gearbeitet wird. Ich gehe nun besser mit dem Schmerz um, so nehme ich wenn ich spazieren gehe die Nordic Walking Stöcke zur Unterstützung des Rückens. Es hilft mir sehr, egal was andere Leute denken. Mein Leben ist dadurch wertvoller geworden und ich genieße die Spaziergänge, auch wenn es mir manchmal schwer fällt.

Auch möchte ich wieder mit etwas Sport anfangen, aber da warte ich lieber auf den Kurs den ich in Tutzing noch mache. Auch die Entspannungsübungen tuen nicht nur körperlich gut, sonder auch der Seele. Ich hoffe diese Übungen noch richtig in meine Tagesstruktur integrieren zu können, damit es mal zur Routine wird. Es tut einfach gut loszulassen und dadurch weniger Schmerz zu fühlen, oder den Schmerz anders zu fühlen, nicht mehr so aggressiv.

Ich denke, ich werde es noch besser lernen, auch wenn ich hin und wieder mal einen Durchhänger habe.

Susa

 

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Meine erste Reise nach Berlin


Am Montag, den 13.08.07 wartete ich frühmorgens am Weilheimer Bahnhof auf unsere Gruppe. Die bestand aus 18 Leuten von der Herzogsägmühle und den Leitern Herrn Resch und Herrn Sinn.

Wir fuhren gemeinsam mit dem Zug nach München und von dort aus nach Berlin.

Um 14.10 Uhr kamen wir am Berliner Hauptbahnhof an und gingen zu Fuß zum Jugendgästehaus , wo wir in 3-und 4-Bettzimmern untergebracht wurden.

Am Nachmittag starteten wir unsere erste Stadtbesichtigung vom Hauptbahnhof aus. Wir gingen zum Reichstag, zum Brandenburger Tor, und zur Straße "Unter den Linden". Dort aßen wir auch zu Abend. Danach gingen einige von uns noch zum Alexanderplatz.

 

Der zweite Tag begann mit einem Gottesdienst im Freien bei der Mission, die an die Jugendherberge angeschlossen ist und Obdachlosen und anderen Hilfsbedürftigen einen Schlafplatz, etwas zu essen und Unterstützung bietet.

Danach besichtigten wir das Museum "Unter den Linden".

Am Nachmittag fuhren wir mit der S-Bahn zum Kurfüstendamm. Wir sahen uns die Gedächtniskirche an und erkundeten die Gegend.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus am Schloß Bellevue vorbei, dem Wohnsitz des Bundespräsidenten.

Dann machten wir eine Schifffahrt auf der Spree.

Gegen Abend gingen wir zum Historischen Markt. Wir aßen dort zu Abend und sahen Feuerschlucker und Trommler.

Franz D.

 

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Was ist eigentlich Herzogsägmühle


Von Lenggries nach Herzogsägmühle fährt man schon eine ganze Weile, aber um mich für meine Zivildienststelle in der Tagesstätte Oase in Penzberg anzumelden, musste ich diesen Weg wohl oder übel antreten. Da ich im Großen und Ganzen eigentlich nur stumpfsinnig dem Straßenverlauf folgen musste, verfiel ich sehr bald in meine eigenen Gedanken. Herzogsägmühle? Wo fahre ich da eigentlich gerade hin? Es muss sich um eine soziale Einrichtung handeln, das ist mal sicher. Aber warum findet man sie dann auf der Karte? Vielleicht ist es ja ein Dorf! Aber das gibt doch keinen Sinn, wieso sollte ich mich bei irgendeinem Dorf wegen meiner Zivildienststelle melden? Oder hat sich die Einrichtung nach ihrer Stadt benannt?

Nach stundenlanger Fahrt geradeaus riss mich nun eine plötzliche Kreuzung aus meinen Gedanken. Da ich nun wieder auf die Verkehrsschilder achten musste, dachte ich zunächst nicht mehr an die geheimnisvolle Mühle. Ohne weiter darüber zu grübeln, ging ich nun einfach davon aus, dass es sich um einen Gebäudekomplex handeln musste, der sich in dem Dorf Herzogsägmühle befindet.

Ich war viel zu früh angekommen, also schlenderte ich ein wenig durch den Ort. Die Atmosphäre war anders als in anderen Dörfern, doch sehr angenehm. Alles war hell, schön grün und jeder Passant grüßte mich. Langsam bekam ich den berechtigten Verdacht, es handele sich um ein ganzes Dorf für benachteiligte Menschen. Der Verdacht wich bald der Überzeugung, welche sich in großen Respekt diesem Ort gegenüber verwandelte. Ein vollständiges Dorf, vergleichbar mit jedem anderen und doch ganz anders!

Ein soziales Projekt, das in sich selbst funktioniert, sich selbst stützt! Ich bedauerte fast, dass mir nicht mehr Zeit blieb, mir die Leute und Häuser genauer zu betrachten, doch ich musste meinen eigentlichen Terminen folgen.

Nachdem ich alles erledigt hatte, spazierte ich weiter durch Herzogsägmühle, kaufte mir etwas zu essen in der Metzgerei, Zigaretten im Laden und setzte mich in die gemütliche Cafeteria.

Eine Gärtnerei, eine Malerei, die Schmiede, die Elektronikabteilung, ein eigenes IT-Gebäude, sogar ein Friseurladen: eine unbeschreibliche Vielfalt an Geschäften und Handwerk, alles betrieben von benachteiligten Menschen. Auch für die Freizeit ist gesorgt mit einem Skatepark, einem Sportplatz und einem Basketballplatz.

In der Dorfmitte fand ich eine Glastafel, auf der die Geschichte dieses Ortes aufgezeichnet war. Ursprünglich als Zuflucht für Obdachlose gegründet, wurde Herzogsägmühle während der NS-Zeit vom Naziregime übernommen. Der Tagesablauf war von Angst vor Deportation und Armut geprägt. Mit dem Ende der Diktatur begann die Entwicklung zu einem eigenständigen, gut organisiertem Ort für Menschen mit Suchtproblemen, seelischen Erkrankungen oder Behinderungen. Es entstand ein heller, freundlicher Ort. Neben Arbeitsplätzen für Menschen mit Problemen wird auch für die Ausbildung lernschwacher Jugendlicher mit eigener Haupt- und Berufsschule gesorgt. Auch Erwachsene haben die Möglichkeit zur Weiterbildung.

Als ich schließlich wieder in mein Auto stieg, war ich um einige Eindrücke und Erfahrungen reicher. Herzogsägmühle ist ein beeindruckender, beispielloser Ort, den ich gerne kennen lernte.

 

Phil

 

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Rückblick 2007


Januar:

Neujahrs-Klassiker: Fondueessen (gschmeckt hat`s)

Februar:

Freundschaftskegeln der Tagesstätten Bad Tölz, Geretsried und Penzberg (guad war ma)

Oaseinterne Faschingsgunkel frei nach dem Penzberger Faschingsmotto: „Laßt´s net aus!“

Faschingstreiben im „Rendezvous“ in Garmisch (lustig war`s)

März:

Besuch der Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten in München (war schööön)

Kegelturnier in Schongau (do war ma net so guad)

April:

Besuch der Moschee in Penzberg (very interesting)

Ausflug nach Landsberg (a netts Städtle)

Mai:

Besuch des Jubiläumsprogramms von Zirkus Krone in Weilheim (sehrrrr schönnn)

Besuch der Tagesstätte in Innsbruck (sehr freundliche Menschen bei sehr schlechtem Wetter)

Großes Oase-Maifest (Danzt hamma, gsunga hamma, guad gessn hamma, so samm ma)

Verabschiedung unseres ersten Zivis Alex (9 Monate gehen ja so schnell vorbei))

Juni:

Klosterbesichtigung von Benediktbeuern (zum Wohle von Geist und Körper)

Besuch von Herzogsägmühle mit Film und Information im Salettl, Information über das Telezentrum, Besuch der Cafeteria und kleine Rundfahrt durch Herzogsägmühle (Ort zum Leben - 100%!)

Juli:

Traditioneller Besuch des Dorffestes in Herzogsägmühle (wieder bei schönstem Wetter dank himmlischer Beziehungen?!)

Fahrt zum und auf dem Achensee (Sonne heiß, Wasser blau, Entspannung pur)

 

 

 




Mitfeiern beim 10-jährigen Jubiläum des “Kuckucksnest“ in Schongau (Spitze – weiter so)

August:

Besuch des Schlehdorfer Fischerstechens (ein nasser Spaß - wir waren ja auf dem Trockenen)

Tagesausflug nach Salzburg (Reisen bildet, macht müde und glücklich)

Besuch der Tagesstätte in Bad Tölz (in schönen neuen Räumen)

Bergfahrt auf den Herzogstand (zeitweise nebulös, den Durchblick hatten wir trotzdem)

September:

Penzberger Volksfestbesuch (Oktoberfest – nein Danke)

Besuch der Tagesstätte Innsbruck in der Oase (gelebte grenzenlos-globale Gastfreundschaft)

 




Minigolfturnier in Murnau (Golfen ist in!)

 

Oktober:

Ausstellungsbesuch der Herzogsägmühler Kulturtage („unser“ Maler war auch dabei)

Kegelturnier in Weilheim (irgendwann holen wir uns den Pokal wieder!!!)

 

November:

Oldie-Disco (Drinks, Dance, Drive - da ging die Post ab!)

 

Dezember:

Besuch des Herzogsägmühler, Penzberger und Bad Tölzer Weihnachtsmarktes (welcher war der schönste?)

Weihnachtsfeier mit selbstgebackenen Plätzchen, Punsch und Nikolaus (was für eine schöne Bescherung!)

Frohes Weihnachtsessen (alle Jahre wieder!)

 

Was war sonst noch:

Diverse See- und Landwanderungen (davon haben wir ja reichlich Auswahl),

Besuche bei Klinik- und Rehaaufenthalten (wir stehen in guten und schlechten Zeiten zusammen)

Extragenüsse bei Biergartenbesuchen, beim Mittagsgrillen, mit Kuchenkreationen und Abendessenzen (Essenskultur vom Feinsten)

 

 

Unser Motto: Gemeinsam geht alles besser

Edith

 

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Der Klima-Wandel


Raumschiff Erde – Flüchtlingsströme, der schmelzende Nordpol, vom Untergang bedrohte Inseln, von Überschwemmung bedrohte Küsten, übersäuerte Ozeane, klimazerstörende Gase, ...:

Wie viele Erden haben wir? Ist das Thema „Klimawandel“ also wichtig? Gibt es langfristig erdenweit ein wichtigeres Überlebensthema, einen drohenden Atomkrieg (etwa: Indien – Pakistan, USA – Iran) mal beiseite gelassen und die Atomkraftwerke und Darfur (Völkermord im Sudan) und Gentechnik?

Und dennoch: auf mich wirkt es so, als würde trotz aller Klimakonferenzen das Uhrwerk so gut wie unverändert weiterlaufen. Urlaubs, Geschäfts- und Militär- Flüge, das Autofahren, neue Kohlekraftwerke, Werbung für kohlendioxid- freie Atomkraft ( als hätte es Tschernobyl nie gegeben), das Überflußleben,.........

Wenn das Thema „Klimawandel „wirklich wichtig ist: was kann Mensch tun, um sich dem Klimawandel entgegenzustemmen? Wohl erst einmal: sich informieren. Mir ist bei diesem Mich – informieren- für –diese Seite aufgefallen, daß das Thema schwer greifbar erlebbar ist—Klima ist nicht gleich Wetter. Und das ich beim Stoffsammeln für diese Seite aufs Zeitungslesen angewiesen war, also auf die schriftlich niedergelegten Auslegungen von Fachleuten. Das ist ärgerlich- ich will über die Wirklichkeit schreiben, muß mich dafür aber auf eine Wirklichkeit –aus zweiter –Hand (Zeitungen) stützen. Das Sich- Stützen auf Nachrichtenmedien hat auch noch einen anderen Nachteil: die Medienschaffenden wollen einen Markt bedienen. Das heißt am Beispiel der Zeitungen dargestellt, daß die Zeitungen ja gelesen werden sollen: also werden meistens die wirklich bedrohlichen Themen entweder ganz weggelassen oder geschönt dargestellt.

Der Klimawandel mit seinen oben genannten Nachteilen macht ja nicht vor Staatsgrenzen halt: EINE Erde: Also muß etwas im Augenblick gänzlich unwahrscheinlich wirkendes passieren - alle Staaten müssen zusammenarbeiten (idealer weise gedrängt durch informierte und mitarbeitende Bürger/-innen)bei dem alle irdischen Grenzen überschreitenden Ziel der kohlenstoffarmen Wirtschaftsweise.

Die Staaten/ Regierungen müssten also an einem Strick ziehen. Es darf also zum Beispiel nicht mehr sein, das die Regierung der USA sich vor Klimaschutz drückt, mit dem Hinweis auf die noch klimaschädlicheren Staaten Indien und China.

An einem Strick ziehen - dazu gehört, daß die Regierungen die herrschenden Unrechtszustände beenden, also etwa: alle Atomkraftwerke abschalten, aufhören zu foltern (z B. USA, Israel, Russland etc.) Geld und Zeit und Kraft nicht mehr ins Militär zu stecken, sondern in das, was zählt, nämlich das Überleben auf dieser einen ERDE.

 

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Ein Tag im Clubhaus Rendezvous


Der Tag im Clubhaus beginnt um 9.00 Uhr. Doch bereits vor 8.00 Uhr ist unser Zivi Johannes unterwegs, um die Clubhausmitglieder aus den umliegenden Orten mit dem hauseigenen Bus abzuholen.

 

Sobald die Mehrzahl der Mitglieder gegen 9.00 Uhr eingetroffen ist, beginnt, besonders in der Küche, ein geschäftiges Treiben. Seit neuestem beginnen wir den Clubhaustag mit einem kleinen Frühstück (Kaffee, Tee und Brezeln).

 

Während dieses gemütlichen Beisammensitzens werden die anfallenden Aufgaben des Tages besprochen: wer macht was? Aufgaben gibt es viele, kleine und große, beispielsweise versieht jemand den Telefondienst oder achtet darauf, dass die Listen vollständig sind, ein anderer versorgt die Blumen oder kümmert sich um die anfallenden Schreibarbeiten. Viele Aufgaben hängen jedoch auch direkt oder indirekt mit der Zubereitung des Mittagessens zusammen oder mit den sich daran anschließenden Putz- und Aufräumarbeiten. Glücklicherweise ist eines unserer Clubhausmitglieder professioneller Koch, und deshalb ist das Mittagessen in unserem Clubhaus immer besonders vielseitig und lecker.

 

Je nach Wochentag finden auch, häufig vormittags, die Besprechungen der unterschiedlichen Arbeitsgruppen (Küchen-, Büro-, Haustechnik- oder Zeitungsgruppe) oder andere, kreative Angebote statt.

 

Dienstags wird am Vormittag meist Kuchen gebacken, da es ein gemeinsames nachmittägliches Kaffeetrinken gibt.

 

Nach dem Mittagessen spielen wir häufig Karten, kickern oder diskutieren über „Gott und die Welt“. Dabei wird viel gelacht und manchmal geht es auch recht lebhaft zu. (Keiner verliert gerne!).

 

Zu der gemeinsamen Kaffeerunde dienstags kommen auch immer wieder Gäste von außerhalb, Patienten aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses oder ehemals regelmäßige Clubhausbesucher, die auf einen kurzen Besuch vorbeischauen.

Eine abschließende gemeinsame „Aufräumaktion“ beendet den Clubhaustag.

 

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Besuch der 9. Europäischen Clubhauskonferenz in München



Die 9. Europäische Clubhauskonferenz vom 21. – 24. Nov. 2006 in München wurde veranstaltet und organisiert von den Clubhäusern Lichtblick und Schwalbennest in München.

Da alle Konferenzteilnehmer namentlich gemeldet werden mussten, wurden diese im Rathaus in München mit einem Konferenzpass und einer Informationsmappe ausgestattet.

Mit einem Imbiss wurde die Konferenz von der Bürgermeisterin Christine Strobl eröffnet.

 

Am Mittwoch, 22. Nov., nach der Registrierung der Teilnehmer, begannen im Apollosaal des Deutschen Museums, die Eröffnungs- und Begrüßungsreden. Danach eine lange Rede eines Gastes aus dem Fountain House New York. Nach einer Kaffeepause begannen die Workshops. Hier eine Auswahl der Themen: Motivation von Mitarbeitern und Mitgliedern, der arbeitsorientierte Tag (ohne Druck), Rolle der Mitarbeiter (Zielplanung für die Mitglieder und Wertschätzung der Mitglieder).

Nach einer Mittagspause geht es weiter mit den Workshops. Dieser Tag war anregend und anstrengend zugleich, denn alle Themen und Workshops wurden in Englisch abgehalten.

 

Am Donnerstag, 23. Nov., wurden folgende Workshops angeboten: Arbeit und Moderation von Gruppen, Übersicht der Tätigkeiten, Einhaltung der Hausordnung, den Mitgliedern Sicherheit vermitteln, die Einrichtung einer Internetplattform für die Clubhäuser, Öffentlichkeitsarbeit und die Vorbereitung der nächsten internationalen Clubhauskonferenz. Wichtige Themen meiner Ansicht nach waren auch die Indentifikation mit dem Clubhauskonzept, sowie eigenverantwortliches Handeln und der Wille zur persönlichen Weiterentwicklung.

Ab 19.00 Uhr fand ein großes Galabanquet im Festsaal des Hofbräukellers statt, an dem wir aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten.

 

Am Freitag, 24. Nov., wurden im Plenum noch Vorträge mit dem Themenschwerpunkt „Europa und die Welt“ gehalten. Anschließend der Abschluß mit „Goodbye und open microphone“, was soviel bedeutet wie eine große Abschieds- und Dankesrunde.

 

Es war für mich sehr beeindruckend und lehrreich und mein Dank gilt den Verantwortlichen in Herzogsägmühle, die uns eine Teilnahme ermöglicht haben.

 

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Koalitionstreffen in Steyr


Zum ersten Mal sind wir, vom Clubhaus Rendesvouz, zu einem deutschsprachigen Clubhaus-Koalitionstreffen eingeladen, das diesmal in Steyr (Oberösterreich) stattfindet.

Da es eine lange Anreise ist, geht es für uns schon am 18. April los. Um 12.00 Uhr besteigen wir, 1 Mitarbeiterin und 1 Mitglied, den Zug in Garmisch-Partenkirchen, in Weilheim steigen eine weitere Mitarbeiterin und ein weiteres Mitglied aus dem Clubhaus Oase zu. Gemeinsam fahren wir nach München ins Clubhaus Lichtblick. Dort werden wir bereits erwartet und nach kurzer Begrüßung und mit weiterer Verstärkung von zwei Leuten aus dem dortigen Clubhaus geht es los. Während der 4 Stunden Busfahrt gibt es viel Zeit zum Austauschen.

In Steyr angekommen, erwarten uns zwei Mitarbeiterinnen. Dort fahren wir in unsere Unterkunft, eine sehr moderne Jugendherberge, die Übernachtung mit Frühstück für 15 Euro /Person. Danach geht es in die Altstadt, wo in einem sehr schönen Restaurant Plätze reserviert sind. Bei einem guten Abendessen sitzen wir noch mit einigen Mitgliedern und Mitarbeitern aus Steyr zusammen.

Am 19. April geht es nach einer Hausführung, der Begrüßung durch einen Moderator und einer kurzen Vorstellungsrunde thematisch los. Ein wichtiges Thema war der Rückblick auf die Europäische Clubhauskonferenz, die in München im Deutschen Museum stattfand. Weitere Punkte waren die Hospitationen in anderen Clubhäusern, die neue Eindrücke und Anregungen vermitteln. außerdem die Vermittlung und Betreuung von krankengerechten Teilzeitarbeitsplätzen. Zur Unterstützung durch finanzielle Mittel gab es Hinweise zu Beantragung von EU- Geldern und die Suche nach Sponsoren. Ein weiteres schönes Thema war die Planung gemeinsamer Urlaubsreisen von Clubhaushausmitgliedern. und –mitarbeitern. Zusätzlich wurde die Einrichtung einer Internet-Plattform diskutiert, so daß der Austausch zwischen den Clubhäusern erleichtert wird. Als letzten Punkt wurde noch über die Wichtigkeit der Motivation von Mitgliedern untereinander diskutiert.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen (Vollkornpizza) und einer Kaffeepause geht gegen 15.00 Uhr das Treffen langsam zu Ende. Nach Gruppenfoto und Verabschiedung fahren wir wieder Richtung Heimat.

 

Ich persönlich würde mich freuen, wenn beim nächsten Koalitionstreffen am 22. Nov. 2007 im Clubhaus Lichtblick in München wieder dabei zu sein.

 

 

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Ein Tag im Clubhaus Lichtblick


Am 19. 10. 06 fahren zwei Mitarbeiterinnen und zwei Mitglieder vom CH Rendezvous zum Hospitieren ins Clubhaus Lichtblick nach München. Pünktlich um 9.00 Uhr nehmen wir nach freundlicher Begrüßung und kurzer persönlicher Vorstellung bei einem kleinen Frühstück gleich an der Morgenrunde teil, in der, wie bei uns, die täglichen Aufgaben verteilt werden. Nach einer Hausführung durch ein Mitglied des CH Lichtblick beginnt für zwei von uns die Arbeit in der Küchengruppe, die zweimal täglich stattfindet. Die zwei anderen nehmen an der Bürogruppe teil. Anders wie bei uns, übernehmen alle Mitglieder der Küchengruppe eine Aufgabe bei der Essenszubereitung, da sie über eine sehr große Küche verfügen. Der Unkostenbeitrag wird nach den täglichen Ausgaben berechnet.

Nach gemeinsamen Mittagessen und einer Pause im Garten beginnt die Nachmittagsrunde, in der die wöchentlichen Putzaufgaben vergeben werden. Da die Leiterin der Küchengruppe von CH Lichtblick an einem Seminar für Küchenhygiene teilgenommen hat, informiert sie uns ausführlich darüber. Diese Vorschriften haben wir im CH Rendezvous ebenfalls übernommen und halten sie sehr genau ein.

Da die Adventszeit bevorsteht wird am Nachmittag von der Küchengruppe reichlich Weihnachtsgebäck hergestellt. Nach einer Abschlußrunde geht es um 17.00 Uhr wieder zurück nach Garmisch.

Ich würde es für sehr sinnvoll halten, wenn dieser Austausch zwischen den Clubhäusern intensiviert würde.

 

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Neues aus der Bürogruppe


Unsere Bürogruppe besteht zur Zeit aus 6 Mitgliedern der Tagesstätte, die sich einmal wöchentlich zu einer Besprechung versammeln.

Besprochen wird, ob die tägliche Verteilung funktioniert, wer gerade im Krankenhaus liegt und besucht werden soll, und wer demnächst Geburtstag hat.

Zudem teilt die Bürogruppe sich selbständig jeden Morgen um 9.00 Uhr mit der Aufgabenverteilung von Telefondienst, Tagesdokumentation, Ablage usw. ein.

Im Dezember 2006 bekamen wir unsere eigene Büroecke, bestehend aus einem Schreibtisch und einem Aktenschrank. So macht das Arbeiten richtig Spaß!

 

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Beitrag aus der Küchengruppe


Unsere Küchengruppe besteht jetzt seit einem Jahr und es hat einige Veränderungen gegeben. Zunächst haben wir einen Plan mit Essenvorschlägen in verschiedenen Kategorien (Fleischgerichte, Fischgerichte, vegetarische Gerichte usw.) ausgearbeitet, vom dem jedes Küchengruppenmitglied eine Kopie erhalten hat, so daß man sich Gedanken machen kann. Gerne nehmen wir auch zusätzlich noch eigene Ideen auf.

Es gibt zwei Menüvorschläge/Tag. Albert B. übernimmt dann die Umfrage bei allen Mitgliedern und Mitarbeitern. So entsteht dann der Speiseplan für eine Woche.

 

Auch beim wöchentlichen Einkauf haben wir die Arbeit aufgeteilt. Herr Albert B. ist für die Getränke zuständig. Herr Max G. kümmert sich um die Putzutensilien. Herr Burkhard R. kauft die Lebensmittel ein. So wird viel Zeit eingespart. Frisches Gemüse und frischer Salat wird nach Bedarf morgens eingekauft.

 

Von jedem Mittagessen wird eine sogenannte „Arztportion“ entnommen und eingefroren. Diese Auflagen macht das Gesundheitsamt, falls irgendwelche gesundheitlichen Probleme auftreten, kann so nachvollzogen werden, ob es mit der Essenszubereitung zusammenhängt.

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied in der Küchengruppe.

 

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Arbeitsbericht der Haustechnikergruppe



Seit dem Frühjahr 2006 gibt es in der Tagesstätte in Garmisch- Partenkirchen eine Haustechnikgruppe, Handwerklich versierte und interessierte Clubhausmitglieder (regelmäßige Besucher der Tagesstätte ,die sich aktiv einbringen) treffen sich wöchentlich, um anstehende Arbeiten in der Tagesstätte zu besprechen und umzusetzen. In einem Haus gibt es immer etwas zu tun, von Instandhaltungs- über Renovierungsarbeiten bis zu Verschönerungs- und Dekorationsaktionen. Dabei sind die vielseitigen beruflichen Qualifikationen der Mitglieder sehr hilfreich. Zur Zeit besteht die Handwerkergruppe aus jeweils einen Elektriker, Maler, Maurer, Gärtner, Bautechniker, Schlosser, Schreinermeister und einen Sozialpädagogen mit Gesellenbrief im Kraftfahrzeughandwerk. Diese schlagkräftige Truppe leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Verschönerung des Clubhauses.

 

Auszug aus bisher durchgeführten Tätigkeiten für das Clubhaus:

Erstellung eines größeren Regals für die Flyer des Sozialpsychiatrischen Dienstes Garmisch – Partenkirchen (siehe Bild unten)

Anbringen der Rollos im 1. Stock der Tagesstätte

Instandsetzungsarbeiten an Bürogeräten

Streicharbeiten in verschiedenen Räumen der Tagesstätte, der Wohngemeinschaften und im Sozialpsychiatrischen Dienst Garmisch- Partenkirchen

Erstellen von Schuhregalen für die Tagesstätte

Bepflanzung der Balkonkästen mit anschließender Pflege bis zum ersten Frost

Winterdienst

Renovierung des Treppengeländers: Abschleifen, Grundierung und Endlackierung

 

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Ich bin ein Rohr im Wind, leh´n dich nicht an mich



Hannes Wader hat mal ein Lied mit diesem Refrain gesungen. Will doch heißen, daß er eh schon bis oben hin ausgereizt ist und sich nicht noch mehr aufbürden lassen kann oder will. Lehnt sich jemand an ihn, fallen beide um – kann das echt passieren? Oder ist es nicht so, daß nur das Rohr knickt? Das ist doch die zentrale Frage!

 

Tage wie dieser: Stell dir mal vor, du gehst durch die Innenstadt Weilheims und merkst, daß du deine Ummauerung zu Hause vergessen hast. Du schaust deine Haut an und denkst: “Oh, völlig dünnhäutig. Das kann ja heiter werden!“ Kommt dir beim „Vollmann“ schon die erste Wahrsagerin entgegen, stürmt regelrecht auf dich zu. Die anderen Leute sieht sie schon gar nicht mehr. Abwimmeln, ist eh klar. Bei der Musikschule passiert dir das Gleiche mit ihrer Kollegin. Was ist los? Sehen oder riechen die, daß du ohne Schutzmauer unterwegs bist?

 

Ein ganz heißer Tipp für solche Tage: Brille runter und Oropax rein! Siehst nichts und hörst nichts. Das tut gut.

 

„Legen sie sich ein dickeres Fell zu. So empfindlich, das geht doch nicht!“ Ja, leicht gesagt, aber schwer getan, wenn man‘s nicht kann. Triffst dann einen leidenden Zeitgenossen, kann dir an einem “Tag wie diesem“ passieren, daß der erste Schwall an Grausamkeiten, den dieses Jammertal Erde für uns Menschen bereit hält, dir direkt ins Gesicht geschüttet wird.

 

Wieder ein Tipp: Eher nicht ganz nah zu diesen Leuten hingehen, die dir wie geifernde Monster auflauern. Und falls dir die fatale Frage rausrutscht:: „Wie geht’s dir?“, gar nicht auf die Antwort warten, sondern gleich selbst antworten: “Super, daß es dir gut geht.“ Meistens gibt’s dann Gelächter, so ist es dann schon etwas entspannter. Und für Leute, die sich gern ausnutzen lassen, immer das Lied vor sich hinsummen: “Leute, bin ich denn ein Kiosk, oder bin ich etwa ’ne Bank. Oder seh‘ ich aus wie ein Hotel, oder wie ein Kassenschrank.“ Das hilft garantiert nicht!

 

Die absolut zentrale Frage insgesamt zu diesem Thema: Kann das alles daher kommen, weil die Kinder der Nachkriegsgeneration, die heute als Klagemauer fungieren, so erzogen worden sind: “Auf Jammern steht die Todesstrafe!“

 

Leni W

 

Ausgabe No. 20/2007

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Fibromyalgie


Da einige Mitglieder der Oase und auch ich unter Fibromyalgie leiden, möchte ich hier ein wenig über diese Krankheit berichten. Ich habe einige Informationen dazu aus einem sehr guten Buch. Aber auch mit Ärzten habe ich darüber gesprochen und trotz neuer Erkenntnisse bleibt es weiterhin eine unklare Ursache und Therapie.

Es ist manchmal sehr schwer damit zu leben, aber es gibt auch für den Alltag Tips und Tricks um besser damit umzugehen. Was sehr belastend ist, sind so starke Schmerzen, dass man manchmal nicht mehr weiß, wie man sich bewegen soll. In solchen schlimmen Tagen kann es sein, das wir nicht besonders ansprechbar sind und hoffen auf Euer Verständnis.

 

Weichteilrheumatismus, oder auch Muskelrheuma

Seit etwa 10 Jahren ist die Fibromyalgie erst als Krankheit anerkannt, aber es ist weiterhin schwer zu diagnostizieren. Begleiterscheinungen wie Müdigkeit und Erschöpfung und noch vieles mehr. Es gibt kein einheitliches Krankheitsbild, sondern

eine Fülle verschiedener Krankheitsbilder.

Der Begriff „Fibrositis“ ist schon bereits 1904 verwendet worden. 1976 wurde Fibrositis durch Fibromyalgie ersetzt, um den nicht bewiesenen Entzündungsnachweis der Endung –itis zu entfernen und in der Namensgebung den Muskelschmerz (Myalgie) zu betonen.

 

Es gibt keine bildgebenden Verfahren oder Laborbefunde, um die Fibromyalgie-Erkrankung zweifelsfrei feststellen zu können. Fibromyalgie ist keine spezifische psychische Erkrankung, die psychische Erkrankung kommt meist durch die Fibromyalgie.

 

Versuch einer Definition:

Weder Grund der Entstehung noch Auslösefaktoren sind bekannt

Die Symptome der Fibromyalgie sind vielschichtig und lassen sich nicht auf ein spezifisches Krankheitsbild eingrenzen.

Es gibt zahlreiche Überlappungen mit anderen Erkrankungen

 

Eine schlechte Kondition und Fitneß kann bei einigen Patienten, allerdings nicht bei allen, zu einer Verschlechterung der Schmerzsymptomatik führen. 85 bis 95 % der Kranken sind Frauen, aber auch Kinder erkranken an Fibromyalgie. Es ist auch eine Vererbung möglich.

 

Auslöser können sein:

  • Mechanische Traumata
  • Seelische Traumata
  • Schleudertrauma der HWS
  • Silikon-Brustimplantate
  • Allergien (Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittel)
  • Verschiedene Infektionen

 

Zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer Fibromyalgie sollte man sich in jedem Fall an einen Spezialisten wenden (Rheumatologen). Die meisten Therapieansätze versprechen Linderung bis hin zu einer wesentlichen Besserung. In Einzelfällen sind auch Heilerfolge zu verzeichnen. Jeder reagiert auf die verschiedenen Therapien unterschiedlich. Mit regelmäßigem Training und gesunder Ernährung, evtl. Gewichtsreduktion, kann man viel erreichen.

Mit Ablenkungsstrategien und regelmäßigen Entspannungsübungen kann man Schmerzen wesentlich besser eingrenzen. Aber auch Selbsthilfegruppen zum Austauschen sind sehr gut.

 

Positives Denken führt zu schmerzreduzierenden Verhaltensweisen

 

Falsche Reaktion

Ich habe wieder diese schrecklichen Schmerzen, sie werden wohl nie weggehen.

Mich plagen die bekannten Schmerzen, es wird aber auch wieder besser werden.

Es wird immer schlimmer mit den Schmerzen

An einigen Tagen treten mehr Schmerzen auf als an anderen, es wird aber auch wieder Tage mit geringeren Schmerzen geben.

Warum bin gerade ich betroffen

Wenn ich einige Dinge im Leben ändere, wird es mir wieder deutlich besser gehen.

Warum muß ich gerade jetzt Schmerzen haben

Wahrscheinlich habe ich mich überanstrengt. Oder zu sehr aufgeregt. Das Gespräch hat mich sehr mitgenommen. Ich sollte mehr auf meine Grenzen achten.

Gibt es denn gar nichts gegen den Schmerz

 

Richtige Reaktion

Ich werde ein paar leichte Bewegungsübungen machen.

Ich nehme ein entspannendes warmes Bad mit wohltuhenden Zusätzen.

Ich glaube, ich kann körperlich gar nichts mehr machen.

Ich sollte mich wieder regelmäßig belasten, mehr Bewegungstraining machen. Dann wird mein Körper wieder leistungsfähiger werden.

 

 

Also ich möchte zum Abschluß noch dazu sagen, das mir die viele Bewegung unheimlich gut tut und ich seitdem weniger Schmerzen habe. Bewegung in Maßen, wie zum Beispiel eine kleine Runde um den Block gehen, kann schon helfen. Schmerzen dabei aushalten. Denn die Muskeln werden dabei trainiert normal zu reagieren und wenn man das täglich macht, wird es auch mit der Zeit leichter. Das ist meine Erfahrung mit diesen Schmerzen. Durch die positive Einstellung zur Krankheit, habe ich gelernt besser damit umzugehen. Man kann nur lernen mit Fibromyalgie zu leben und verschiedene Techniken und Therapien auszuprobieren.

 

Susa

 

 

Quelle: „Fibromyalgie“

Schmerzen lindern – besser leben

Von Dr. med. Siegbert Tempelhof

 

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"Goldene Mitte", wie geht das


Sogar Herman Hesse hat mal geschrieben, dass er die fürchterlichsten Tiefen aushalten will, um dann die „höchsten Höhen“ wieder erleben zu dürfen. Die lauwarme Mitte wäre nichts für ihn.

Das hat er vermutlich in einer Hochphase gesagt, weil in der Krise kommt einem so etwas bestimmt nicht in den Sinn.

 

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ ist eine gute Beschreibung des Gefühlslebens der Menschen, die mal Überflieger, mal Tieftgründler sind.

 

„Mir geht`s so gut, dass es fast schon weh tut“! Bei diesem Satz werden die Psychologen und Sozialarbeiter aufhorchen und vielleicht denken: „Oh, oh – hört sich fast an, als ob sich da was anbahnt“. Das könnte heißen: Nach der Hochphase ist der Absturz oft vorprogrammiert.

 

Hilfreich in einer solchen irrsinnstollen Zeit ist dann oft ein Gespräch mit einem realistischen Zeitgenossen. Mit jemandem, der einen auf den Boden der Tatsachen regelrecht runterzieht, was einem die momentane Stimmung zwar vermiest, aber anders geht es wohl nicht. Da muss man durch!

Die Vernunftmenschen, die Realisten, die Minimalisten und was es da sonst noch gibt, die bringen sich anscheinend bei den geringsten Abweichungen im Gefühlsleben mit entsprechenden Gedanken und Überlegungen wieder in einen Zustand, der auch als „goldene Mitte“ bezeichnet wird. Doch, wie machen die das?

 

Stellt man sich aber einen Maler vor, der hauptsächlich aus der Vernunft heraus agiert. Ja, was wird der wohl malen?

Stellt man sich die hochphasigen Maler und Bildhauer der letzten Jahrhunderte vor, Vincent und Michelangelo z.B., haben die nicht wie im Fieber gemalt?

Natürlich ist was Schönes dabei rausgekommen, aber nachher, kann man vermuten, fühlten sie sich ziemlich ausgebeutet.

Hat doch mal Dr. Scherer, der Klinikchef der Garmischer Psychiatrie,gemeint, wie arm wir, unsere Kulturlandschaft wohl wäre, ohne o.g. Künstler?

 

Leider läuft es bei uns normal Manisch-Depressiven oft nur auf ein ziemliches Durcheinander, ein geplündertes Bankkonto und im schlimmsten Fall auf zerstörte mitmenschliche Beziehungen hinaus.

Das ist der große Unterschied. Die Künstler werden gelobt, hofiert und applaudiert und wir brauchen wieder Leute, die uns helfen das angerichtete Chaos zu ordnen.

 

 

 

Leni

 

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Neulich in der Wüste


Vor einigen Tagen hatte ich einen Traum. Ich fand mich wieder an einem Lagerfeuer in der Wüste. Zusammen mit einigen Nomaden trommelte ich einen flotten 2/4 – Takt. Plötzlich hörte ich wie zwei Leute neben mir miteinander flüsterten: „ Das da drüben ist J.C. . Mit einer Kopfbewegung deutete er auf jemanden, der uns gegenüber saß.“

 

Och, denke ich so bei mir, denn ich kenne nur einen J.C., dann werde ich nachher einmal rüberschlendern und ein wenig mit ihm plaudern.

Gesagt – getan.

Ich setze mich neben ihn und gebe ihm ein Glas Tee:

„ Tach Heiland.“

Sofort bekam ich von meinem Nachbar zur rechten einen Knuff in die Seite:

„Sei vorsichtig, was du sagst. Du könntest dich der Blasphemie schuldig machen.“

Bevor ich antworten konnte, sprach schon J.C. mit dem anderen:

„ Ach, Du Dummerchen, die Blasphemie ist auch so eine Erfindung der Menschen. Lachen ist ein Ausdruck von Leben. Wer nicht über sich selbst lachen kann ist ein armer Wicht. Wer sollte wohl mehr Humor haben als Gott. Schließlich hat Er den Humor erfunden.“

Stimmt eigentlich, dachte ich so bei mir.

„ Na,“ entgegne ich jedoch, „ dann hatte Gott wohl einen schlechten Tag, als Adam und Eva vom Apfel genascht haben?“

J.C. lächelt mich an: „ Ich verstehe das Problem, das ihr mit dieser Geschichte habt."

„Probleme, genau, das ist es. Mit einigen Geschichten aus der Bibel habe ich so meine Probleme,“ falle ich ihm ins Wort, „ zum einen widerspricht die Bibel den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und zum anderen finde ich in der Bibel selbst Widersprüche, über die ich oft nachdenken muß.“

„ Nun,“ antwortet J.C. lakonisch, „ wenn die Bibel dich zum Nachdenken anregt, hat sie bereits ein Gutteil ihres Sinn und Zwecks erfüllt. Doch nun sage mir, was bereitet dir Kopfzerbrechen?“

„ Na, z.B. die Story von Adam und Eva. Du sprichst von Gott als dem Inbegriff der Liebe, nennst ihn sogar Vater und wir alle wären Gottes Kinder. Ein Vater, der seinen Kindern ein Spielzeug schenkt ( Baum der Erkenntnis ) und ihnen dann gleichzeitig verbietet damit zu spielen ( 1. Moses 2, 17 ). Na, schönen Dank auch.“

Während ich sprach schaute J.C. gedankenverloren in den Sternenhimmel. Als er mich ansah funkelte der Widerschein des Lagerfeuers in seinen Augen.

„ Nun, bedenke, dies ist nur eine mögliche Interpretation von vielen. Die Bibel wurde für alle Menschen geschrieben, damit jeder seine Wahrheit darin finden kann. Wie hättest du denn die Geschichte von Adam und Eva geschrieben?“

Eine Weile schaute ich ins Feuer und dachte nach: „ Ich würde folgendes schreiben: Gott kommt ins Paradies und sagt: „ Hört mal, Kinder. Ich bin Gott, ich kann zwar alles erschaffen, was ich will. Da ich jedoch die absolute Einheit bin, gibt es von mir kein Gegenteil, durch das ich mich selbst erkennen könnte. Um mich jedoch selbst erkennen zu können, habe ich euch nach meinem Ebenbild erschaffen. Ihr könntet für mich in die Welt der Polarität gehen, indem ihr vom Baum der Erkenntnis eßt.

 

Doch seit euch klar darüber, daß ihr in dem Fall das Paradies verlassen müßt. ( vgl. 1. Moses 2,17 )

„Moment !“ antwortet Adam, „dass muß ich erst einmal mit meiner besseren Hälfte besprechen. Warte einen Augenblick, wir sind gleich zurück.“

Die beiden verziehen sich ins Unterholz.

„Was meinst du, Eva, fragt Adam, sollen wir das machen? Schau doch nur, wie schön es hier ist. Sollen wir das alles aufgeben?“

„Adam, schau doch wie lieb Gott zu uns ist. Er befiehlt nicht, er bittet uns darum. Welche Entscheidung wir auch treffen, er wird es akzeptieren. Er liebt uns wirklich. Ich finde, wir sollten es tun, denn dafür hat er uns erschaffen. So können wir unser Dasein als Mensch erfüllen. Später, wenn wir in der Vielfalt der Polarität die Einheit wiederentdeckt haben, können wir ins Paradies zurückkehren.“

Sie kommen aus dem Unterholz raus und Adam sagt: „Ok, Gott, wir machen das für dich. Wir gehen als Menschen in die polare Welt und dienen dir, indem du durch unsere Augen schaust und durch uns fühlen kannst, was wir in der Welt erleben. Dadurch wird unser Leben zum Gottesdienst.“

So würde ich das schreiben. Deshalb sitzen wir beide jetzt hier im warmen Wüstensand.“

„Na,“ antwortete J.C., „ auch eine schöne Geschichte.“

Klasse, denke ich so bei mir, ich rede mir hier den Mund fusselig und das ist alles, was er dazu sagt.

„ Doch wie gesagt,“ fügt J.C. hinzu, „ es ist nur deine Geschichte, deine Wahrheit. Sie muß für niemanden anderen gelten. Doch sie ist in Ordnung solang sie dir hilft.“

Sie dir hilft, sie dir hilft......klingt es nach in meinem Kopf, während ich Figuren in den Sand male.

 

Ach,“ nehme ich das Gespräch wieder auf, ein wenig zu laut, „ du meinst also, solange meine Interpretation von der Geschichte eine Problemlösungskapazität enthält, ist sie in Ordnung?“

J.C. zwinkert mir zu: „ Genau.“

„ Moment mal,“ beginne ich laut zu denken, „ nun mal sinnig, um den Riemen wieder klar zu kriegen......“

„ Man hört,“ entgegnet J.C., „ du kommst von der Küste. Was hast du eigentlich in der Wüste verloren?“

Ich ignoriere diese Bemerkung, um nicht den Faden zu verlieren, denn nun wird es heikel.

„ Wenn alles polar ist und wir uns hier und jetzt in der polaren Welt befinden, muß es auch eine nichtpolare Welt geben.“

„ Hmm,“ entgegnet er gedankenverloren.

„ Da fällt mir Frieder Lauxmann ein, der sagte: Mit unserem rationalen Denken kommen wir zwar auf den Mond, aber nicht in den Himmel.“

„HmHmm“

„Wenn die Polarität immer Gültigkeit hat, dann muß es gegenüber dem rationalen, kausalen, raum- und zeitorientierten Denken auch ein akausales, nichtlokales und zeitloses Denken geben; und das war es auch, was du den Menschen mitteilen wolltest?“

„ Wenn du jetzt noch das Wort „zeitlos“ ersetzt, könnte dein Gedanke etwas werden.“

Zeitlos, keine Zeit, überlege ich, „ wenn.......nein anders – Definition von Zeit. Abfolge von Ereignissen........bei Zeitlosigkeit würde demnach die Abfolge wegfallen – dann wiederum müßte alles gleichzeitig erfolgen.

„ Also statt zeitlos – gleichzeitig.“

„Jetzt hast du es.“

„ Also ist das andere Denken akausal, ohne Grenzen und gleichzeitig? Das kann ich mir nur schwer vorstellen.“

„ Tröste dich, das kann sich auch nur eine Handvoll Menschen vorstellen“, entgegnete J.C.

„Aber lernen kann man es, oder,“ fragte ich.

„ Gewiß kann man es lernen, doch lehren kann man es nicht. Da ist jeder selbst gefordert, das analoge Denken zu erlernen. Voraussetzung dafür ist Bewußtsein.“

„ Könnte es sein, Heiland, daß ich dich richtig verstanden habe? Wenn es zwei Arten gibt zu denken und die Polarität immer zutrifft, dann könnte es auch zwei Welten geben, eine sichtbare und eine dahinterliegende unsichtbare.“

„ Wenn du meinst, dass es sein könnte,“ antwortete J.C., „ solltest du dich auf die Suche machen.“

„ Ne, Heiland, lass man stecken. Diesen Spagat haben schon andere versucht und einigen wurde es übel genommen. Wie schrieb schon Goethe in seinem Faust:

Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?

Die wenigen, die was davon erkannt,

die töricht genug,

ihr volles Herz nicht wahrten, dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,

hat man von je gekreuzigt und verbrannt.“

„Nun,“ erwiderte J.C., stand auf, schüttelte sich den Sand aus den Kleidern,

„dann eben nicht.“

Gemütlich schlendernd verschwand er in der Nacht.

Schweißgebadet wachte ich auf. Gott sei Dank. Es war nur ein Traum. Als ich unter der Dusche stand schwirrte mir der Traum noch immer durch den Kopf. Wenn jetzt doch etwas dran war? Plötzlich kam mir ein Gedanke. Hatte nicht Albert Einstein mal etwas diesbezüglich gesagt.

Schon stand ich vor dem Bücherregal, noch triefend naß. Wo war es? Wo war es doch gleich. Ach, da hab` ich es ja.

Er sagte: Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm keimt alle Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist bereits tot. Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und das es sich als höchste Wahrheit und strahlende Schönheit offenbart, wovon wir nur eine dumpfe Ahnung haben können – dieses Wissen und die Ahnung sind der Kern aller wahren Religionen.

 

Ulf L.

 

Ausgabe No. 20/2007

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Leserbrief an die Weilheimer Zeitung


Thema: Psychiatermangel in Weilheim

Viele kennen sie, die lebens- und schicksalsbedingten Krisen, die einen aus der Routine, schlimmstenfalls aus der Bahn werfen können.
Wohl denjenigen Hilfesuchenden, die sich an Freunde, Familie, Nachbarn, einen Pfarrer, gegebenenfalls an eine Selbsthilfegruppe wenden können und so, besagte Krisen überstehen, evtl. sogar als persönliche Weiterentwicklung empfinden können. Etliche Menschen aber bedürfen weiterreichender Hilfen, weil sie keine Freunde oder Familie haben oder weil diese überfordert sind.
Als Mitglied im Verband der Psychiatrie-Erfahrenen und als Betroffenenvertreterin in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im LKr. WM/SOG erfahre ich bei der Gremienarbeit direkt von den intensiven Bemühungen der im sozialpsychiatrischen Bereich Tätigen und bin jedesmal sehr froh, daß es hier im Landkreis so viele engagierte Fachleute gibt.
Nur werden seit der Pensionierung unseres fachkundigen Nervenarztes Dr. Feise die Stimmen derer immer lauter, die auf eine/n Nachfolgerin gehofft hatten, die sie weiterhin betreuen würde.
Nun sind Dr. Förster und Dr. Fahrbach als Neurologen sicher dringend notwendig für Patienten, die diese Fachärzte brauchen. Für psychisch erkrankte Menschen ist es aber unerläßlich neben neurologischen Untersuchungen zusätzlich Medikamente von einem Psychiater verschrieben zu bekommen!
Frau Dr. Weinmayer´s Praxis quillt über, Psychiater außerhalb Weilheim´s sind für viele der schicksalsgebeutelten Hilfesuchenden mit gerade mal 10 Euro Tagesbudget im Grunde unerreichbar.
Schlechte Aussichten also für Menschen, die oftmals sehr schnell einen Termin bei
einem Psychiater brauchen, die keine 4 Wochen Wartezeit ohne allergrößte Qualen und Einbußen überstehen würden.
Für die Weilheimer, die auf psychiatrische Versorgung angewiesen sind, bedeutet das: Hoffen und Bangen auf einen PsychiaterIn, die zu Fuß zu erreichen ist, wenn schon die von der Regierung versprochene Tagesklinik mit Krisenzentrum (z.B. im Peißenberger Krankenhaus) wieder einmal auf die lange Bank geschoben worden ist.

 


Mit freundlichen Grüßen

Magdalena Wittek

Ausgabe No. 19/2007

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Von Hören und gehört werden


Warum machen die Menschen Musik?

Dies war eine der Fragen, mit denen ich als Kind meinen Eltern das Leben schwer machte.

Um es gleich vorweg zu nehmen, nach 40 Jahren habe ich keine eindeutige Antwort gefunden. Offenbar sind die Gründe sehr vielfältig.

Viele kluge Köpfe haben versucht diese Frage zu beantworten, wie C. Darwin, Rousseau, Goethe, Hornborstel, Platon u.v.w.

Eine Antwort fand ich bei Friedrich Nietzsche:
„ Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“
Klar, daß ein Musiker dieser Aussage sofort zustimmt.

Wenn ich für die beste Antwort einen Preis verleihen sollte, würde ich ihn an Christoph vergeben.
Christoph war ein 14jähriger Junge mit geistiger Behinderung, doch gesegnet mit einem absoluten Gehör und einer ausgeprägten Sensibilität für Musik, den ich 1974 in Österreich kennenlernte. Er sagte damals:
„ Musik erklärt die Dinge, die es im Leben gibt!“


Es dauerte gut 30 Jahre, bis ich erkannte wie viel Wahrheit in diesem Satz lag.
Wie kam ein Junge, der kaum lesen und schreiben konnte, zu solchen Erkenntnissen?
Das Wort „ Musik“ kommt aus dem Griechischen. Die Griechen benannten diese Kunst nach den 9 Musen, den Göttinnen aus der griechischen Mythologie, weil diese Kunst alle anderen Künste in sich vereinigte, als Königin der Künste.
Oder wie es der Schauspieler Armin Müller-Stahl ausdrückte:
„ Jede Kunst versucht Musik zu werden.“

Die Griechen allerdings faßten den Begriff Musik weiter als wir es heute tun. Sie verstanden darunter auch die Dichtung und den Tanz.
Dem geneigten Leser springt es natürlich sofort ins Auge. Alle drei, die Dichtung, der Tanz und die Musik haben ein Element gemeinsam.........
den Rhythmus.

Ohne Rhythmus wird das schönste Gedicht zum schwer verständlichen Gebrabbel, der Tanz zum sinnlosen Gezappel und die Musik kann ohne Rhythmus gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden.

Das es so ist, kann jeder in der Nikolaikirche zu Halberstadt erleben.
Dort wird das Werk eines englischen Komponisten uraufgeführt.
Der erste Ton erklang im Jahr 2004.
Zur Zeit erklingt der zweite Ton dieser Kantate. Er ist neun Monate zu hören. Der größte Teil der heutigen Zuhörer, darunter der Komponist selbst, werden den letzten Ton nicht hören. Er wird im Jahr 2069 verklingen.

Zugegeben, das ist ein extremes Beispiel, doch wie eng unser tägliches Leben mit Musik verbunden ist, möchte ich an einem anderen Beispiel deutlich machen und damit meine ich nicht das Einschalten des CD- Players.
Ohne musikalischem Verständnis wird unsere verbale Kommunikation zum ernsten Problem. Unsere Gespräche leben erst durch Satzmelodie, Sprechrhythmus und Betonung. Wenn mir jemand erzählt, er sei unmusikalisch, so akzeptiere ich seine Entscheidung unmusikalisch zu sein, doch plausibel ist das nicht.

Selbst das einzelne Wort unterliegt musikalischen Regeln.
Wort, Wörter, Worte – dazu kommen mir spontan einige Gedanken.
Viele Menschen erlernen das Sprechen.
Viele von ihnen verlernen dabei das Schweigen.
Wer nicht schweigen kann, kann nicht hören.
Gott gab uns zwei Ohren, aber nur einen Mund. Warum wohl?

„ Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“ ( Joh. 1.1 )
 
Das erste Sinnesorgan, das ein Mensch entwickelt, ist das Ohr. Bereits in der zwölften Schwangerschaftswoche ist es komplett funktionsfähig. Die ersten Informationen über die Welt erhalten wir über das Ohr.
Wenn wir einen Menschen sehen, können wir nicht viel über ihn erfahren. Erst wenn diese Person
( von: per sonare =  durch/mit tönen)
das Wort an uns richtet, können wir erkennen welches Geistes Kind er ist.

Zum Schluß möchte ich noch kurz verdeutlichen, wie wichtig allein die Betonung der Worte ist.

Blumento - pferde  - ist keine neue Rasse von Reittieren und
die lustigen Weiber von Windsor sind noch lange keine Sextanten.

 

Ulf Lorenzen

Ausgabe No. 19/2007

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Mein strukturierter Arbeitstag


Ihr habt bestimmt gemerkt, daß ich nur noch am Freitag in das Clubhaus Oase komme, da ich an diesem Tag das SägeWeb und den Nordic Walking Kurs mit Euch mache. Ich hoffe weiterhin auf rege Teilnahme beim Nordic Walking und natürlich darauf, dass sich ein paar Leute finden, die gerne mal ins SägeWeb (Computer) gehen möchten.
Ich habe momentan sehr viele Dinge, die meinen Alltag ausfüllen. Die Arbeit in der Herzogsägmühle ist auch sehr umfassend, da ich auch nach Garmisch- Partenkirchen und Penzberg fahren muss. Auch habe ich Zuhause noch einiges am Computer für die Herzogsaegmuehle zu arbeiten. Das alles ist sehr zeitaufwendig, aber es tut mir gut.
Meine ehrenamtlichen Arbeiten beziehen sich auf Tierorganisationen und eine Selbsthilfegruppe im Internet. Das sind neue Aufgaben für mich, z.B. arbeiten wir vorbeugend gegen Missbrauch. Ich betreue im Moment ein junges Mädchen in Augsburg, dem es sehr schlecht geht.
Dann habe ich aber auch noch meine vielen Hobbys, die ich gerne noch nebenbei mache. Es ist das Lesen, Handarbeiten, Hörspiele und Malen nach Zahlen. Neu dazu gekommen ist das Kochen. Ich probiere zur Zeit viele verschiedene Gerichte aus und merke dabei, daß ich kochen kann, was ich nie gedacht hätte. Und es macht Spaß. Auch das Backen ist eine neue Freude für mich.
Außerdem muß ich meine Tiere versorgen und die Wohnung in Ordnung halten, denn die Katzen mögen es nicht gerne dreckig. Die Hasen machen eine Menge Arbeit. Sie bringen ihr eigenes Zimmer mindestens zweimal am Tag total in Unordnung. Die Hasen haben eine eigene Buddelkiste und mein kleiner Lümmelmann leert diese so schnell wie möglich aus. Dann liegt der ganze Inhalt im Zimmer verteilt.
Ihr seht, ich habe genug Arbeit und es macht mir Spaß. Damit ich das alles gut auf die Reihe bekomme, brauche ich eine gewisse Tagesstruktur, die mir wiederum auch Hilft, mein Leben zu bewältigen.
Sicher ab und zu denke ich, ich mag nicht mehr, das wird mir zuviel. Aber kaum sind ein paar Stunden vergangen, dann sind die Gedanken vorbei und ich gehe mit Lust und Spaß wieder an die Arbeit. Auch meiner Psyche tut diese Arbeit sehr gut. Denn ich habe dabei das Gefühl gebraucht zu werden und das ist sehr schön.

Susa

Ausgabe No. 19/2007

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Praktikum in der Herzogsägmühler Werkstätte


Nach langer Suche nach einer Arbeitsstelle, habe ich am 23.01.06 ein Praktikum in den Herzogsägmühler Werkstätten begonnen.
Montage1 macht Opel Teile für Firma Hoerbiger.
In der Montage1 hat es mir nicht so gut gefallen.
In der 3.Woche bin ich in Montage3 gekommen. An einer Maschine habe ich Dichtflansch pressen und fetten müssen. Eingetütete Schrauben und Öl Fläschen verpackt. Zwischendurch noch Werbegeschenke für Apotheken verpackt.
In der Montage 3 gefällt mir die Arbeit besser.
Seit 03.04.06 bin ich in der Montage 3. Ich mache für 2 Jahre eine Berufsbildungsmaßnahme.
Meine Aufgaben sind: Einpressen des Dichtrings in den Dichtflansch, Hebel der Presse bis Anschlag nach unten drücken, Radialwellendichtring parallel zu dieser Fläche und 0,2 bis 0,8 mm tiefer als die Fläche in den Dichtflansch einpressen, Sollmaß 0,6 mm. Mit der Messuhr den Dichtflansch prüfen. Ablegen der Dichtflansche in den KAT.
Zwischenlage am Behälter und zwischen jeder Lage beilegen. Der KAT muß sauber sein. Vormontierten Dichtflansch aus KAT entnehmen und einmal zentrisch an die Befettungsvorrichtung bis Anschlag drücken, in den KAT einlegen
Bisher bzw. Karton mit Motoren von der bereitgestellten Palette holen und an den Arbeitsplatz stellen.
Motor vorsichtig in die Aufnahme einführen und dabei die Verasterung nach ganz nach außen ziehen.
Motor muß anschließend eingerastet sein. Angeschliffene Fläche der Motorachse zum Körper hin drehen.
Trägerflansch auf Motorwelle aufstecken, an alle beiden Seiten eine Schraube mit der Hand zwei Umdrehungen festschrauben, Druckluftschrauber noch mal festschrauben, Montagehütchen auf Motorwelle stecken, Dichtflansch aufstecken und anschließend Montagehütchen ablegen. Kupplung auf das Montagewerkzeug stecken, dabei müssen die beiden Kanten ( roter Pfeil ) parallel sein, auf das eingesteckte Blech achten, Montagewerkzeug mit Markierung zum Körper zeigend ansetzen. Montagewerkzeug so ansetzen das der Griff senkrecht steht und die Kupplung und das Blech an der Motorwelle anliegen. Motor in den KAT stellen.
Den O-Ring mit der Hebelpresse in die Verschlußschraube einpressen.
Ventilsitzeinheit eine Kugel hineinlegen, vor dem einpressen wiegen, Kugel einpressen, noch mal wiegen, danach in das Steckbrett hineinstecken, Steckbrett vorsichtig in den KAT stellen. Das Steckbrett mit den Ventilsitzeinheiten links neben Verschluß Vorrichtung stellen, auf jede Ventilsitzeinheit schauen ,ob eine Kugel darin ist, dann die Druckfedern darauf stecken. Dann den Ventilsitzeinheit auf den Schiebeschlitten stecken, die Verschlußschraube in die obere Aufnahme einstecken, Planlage beachten, den Schiebeschlitten langsam nach rechts auf Anschlag schieben, den
Hebel gang nach unten drücken, dann die Ventilpatronen je 50 Stück in die Prüfschablone durchschieben, dann auf den Polybeutel ein ausgefülltes Klebeetikett hinaufkleben, 50 Stück Ventilpatronen umfüllen, den Beutel in den KAT stellen.
Wenn Zeit ist tue ich Druckfedern ziehen.
Am Dienstag habe ich „Cognition“ Konzentrationstraing.
Am Donnerstag „Nordic Walking“.
Mein größter Wunsch wäre eine Arbeit an einem Computer.
geschrieben von Claudia

Ausgabe No. 19/2007

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Europäische Clubhauskonferenz in München


- dabei sein ist alles -

Vom 21. - 24. Nov. 2006 fand in München die 9. Europ. Clubhauskonferenz in München statt. Es nahmen Mitglieder und Mitarbeiter von 42 Clubhäusern aus 13 europäischen Ländern daran teil, sowie Vertreter aus Kanada, Amerika und Kasach-stan.

Dass die europ. Clubhauskonferenz in diesem Jahr in München stattfand, war für uns die Chance, dass Leni und Otto und alle Mitarbeiter teilnehmen konnten. Eine schöne Erfahrung war für mich, dass wir als Vertreter unseres doch sehr kleinen Clubhauses, dass nicht einmal zerifiziert ist, voll dazugehörten. Auch andere Herzogsägmühler Häuser waren anwesend (Garmisch und Penzberg), und zeigten großes Interesse an der Clubhausidee und diskutierten zumindest in den deutsch-sprachigen Workshops kräftig mit.

Inhaltlich ging es im Plenum u. a. um die Entwicklungen in den einzelnen Ländern. So gibt es neuerdings ein Clubhaus in Warschau (Polen) und Mailand (Italien). Ausserdem sind in Skandinavien in den letzten Jahren viele neue Clubhäuser entstanden - allein in Finnland gibt es fast 20 Clubhäuser (!)
Das besondere an dieser Konferenz war für mich die gute Atmosphäre, die sich auch Abends auf den Parties fortsetzte. Ein großes Kompliment an die Münchner Clubhäuser, die für eine perfekte Organisation dieser Veranstaltung sorgten.

Martin

Ausgabe No. 19/2007

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Mein aufregender Umzug mit meiner Katze Isabella



(von Seeshaupt nach Penzberg)

Meine Katze und ich sind von Seeshaupt nach Penzberg gezogen, weil es hier mehr Auswahlmöglichkeiten zum Einkaufen gibt und die Oase in meiner Nähe ist. Der wichtigste Grund für mich ist aber, dass ich meine Isabella mit in die Wohnung in Penzberg nehmen konnte. Seit dem 23. März 2005 sind wir hier. Dieser Umzug war bisher das Schwierigste für mich, da ich diesen praktisch allein bewältigen musste. In meinem Leben bin ich schon viel umgezogen, aber sonst immer mit meinen Eltern. Meine Katze Isabelle hat erstaunlicherweise eine kürzere Eingewöhnungszeit in der neunen Wohnung gebraucht als ich. Jetzt fühlen wir uns beide in Penzberg sehr wohl. 

Von Christa

 

Ausgabe No. 2005/2006

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"Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern uns beglücken;
schenkt sie uns einen Sommertag,
schenkt sie uns auch Mücken."

Von Wilhelm Busch (1832-1908)

Ausgesucht von Katharina



Jahresüberblick Oase Penzberg 2005


Inhouse-Standards:  
gutes, preiswertes Essen (montags, dienstags, donnerstags),
fröhlicher Singkreis, konzentrierte EDV – und bewegliche
SportlerInnen (mittwochs),
angeregte bzw. erregte Oase-Planung und –Rat (dienstags
und donnerstags),
intensive Gespräche und lockere Plaudereien bei Kaffee und Kuchen (freitags).

Inhouse-Highlights:
viele schöne Geburtstagsfeste,
eine chinesisch unterwanderte Krapfenfaschingsfeier,
1 verspieltes und 1 grilliges Sommerfest,
eine frohe, schenkensreiche Weihnachtsfeier.

Outdoor-Actions: 
das beliebte Kegeltraining mit wachsendem Fanclub (erster Dienstag im Monat).

Regional-globale Ausflüge nach:
Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Benediktbeuren und diverse kleinere Fußmärsche in unserem traumhaften Voralpenland mit seinen einladenden Biergärten.

Kultur und ähnliches:
Kinobesuche, Village(Kneipen)besuch, Glenleiten- und Penzberger Volksbesuch (mit großzügiger Unterstützung der Stadt Penzberg), Pfingst- und Weihnachtsmarktbesuch.
Eine friedliche Schiffsbesetzung zur Ammerseerundfahrt ohne Rücksicht auf das S..wetter.

Outdoor-Highlights: 
Faschingsgaudi bei unseren Garmischer Freunden im "Rendezvous",
Besuch des großen und vielgestaltigen Herzogsägmühler Dorffestes,
den Sommer feiern mit Lachen und Tanzen bei unseren Freunden in der "Oase" Weilheim,
spannend-lustige Kegelturniere trotz knapper Niederlagen, ein siegreiches Minigolfturnier.

Ja, war ganz schön was los. Und für 2006 haben wir schon viele Ideen, was und wo wir uns umtreiben wollen. Das ist dann in der nächsten Jahresausgabe nachzulesen.

 

Ausgabe No. 2005/2006

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Meine neue Situation im Telezentrum


Ich habe zum 31.10. 2005 in der Herzogsägmühle gekündigt, arbeite jetzt aber ehrenamtlich weiter, nur nicht mehr soviel wie früher.
Ich kam mit dem Druck, den ich mir selber gemacht habe, nicht mehr klar. Ich dachte immer wieder, ich muss jeden Tag meine drei Stunden arbeiten und wenn ich mal keine Arbeit hatte, war ich ziemlich fertig und dachte ich bin nicht gut genug für die Arbeit. Ich bekam ein ganz schlechtes Gewissen und redete oft mit meinen Chefs darüber. Die sagten immer, ich solle mir nicht soviel Gedanken darüber machen, denn das wäre nicht wichtig und ich würde genügend arbeiten. Aber ich konnte das einfach nicht verinnerlichen und hatte immer wieder ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur mal auf dem Sofa saß und ein Buch lesen wollte. Denn da hätte ich ja wieder Zeit gehabt, etwas zu arbeiten und dachte ich wäre faul, weil ich lese. Es wurde immer schwieriger für mich. Aber ganz aufhören zu arbeiten wollte ich auch nicht. Denn auf einer Seite arbeite ich eigentlich ganz gern, aber wenn dabei so ein Druck entsteht, vergeht auch der Spaß an der Arbeit. Auch war mir das viele Unterrichten der Hilfeberechtigten sehr schwer gefallen. Ich habe leider nicht die Geduld wie manch anderer der Unterricht gibt.
Ehrenamtlich arbeite ich weiterhin beim SägeWeb mit, denn ich finde die Idee nicht schlecht und das Mitarbeiten in den verschiedenen Clubhäusern macht recht viel Spaß. Dazu gehört das Mitwirken an den Clubhauszeitungen, das Erstellen von Fotos und das miteinander Reden. Ich gebe wieder etwas Unterricht, aber nicht soviel und nur ganz bestimmte Sachen. Auch nicht zu oft, denn sonst wird es mir wieder zuviel. Zur Zeit gebe ich zwei Besuchern in der Tagesstätte Rendezvous in Garmisch-Partenkirchen Unterricht in Homepage erstellen, damit sie das SägeWeb vom Clubhaus aus mit gestalten können.

Susa

 

Ausgabe No. 18/2006

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Neues vom Clubhausmitglied Anna


Zu mir gibt’s zu erzählen, dass ich im Dezember genau 1 Jahr in meiner Sozialwohnung in Weilheim allein lebe, es also "draußen" geschafft hab. Da schwingt schon Stolz mit , da ich es mit meiner Krankheit nicht immer leicht habe.

Ich beziehe Erwerbsminderungsrente und arbeite im Telezentrum der Herzogsägmühle, wo ich mir Geld zur Rente dazuverdiene. Meine Arbeit im Telezentrum ist nicht immer leicht, da ich manchmal auch Sachen machen muss, die ich nicht so gerne mach, wie die Ablage, oder etwas einkuvertieren, oder Büromaterial holen, aber im Grunde bin ich zufrieden.
Zur Zeit mache ich dort den europäischen Computerführerschein ECDL.
Ich hab schon viel gelernt dafür, und nächsten Dienstag habe ich den ersten Diagnosetest.
Das hört sich an, wie beim Doktor, ist aber nur so eine Art Probe-Prüfung, wo man schauen kann, wo man steht.

Ich habe auch eine Partnerschaft. Da mein Freund auch psychisch krank ist, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, dass das nicht immer leicht ist. Er heißt Alex und macht gerade eine Umschulung zum Fachinformatiker. Total stressig, er muss viel lernen, hat dadurch wenig Zeit für mich. Ich habe ihn in den Wohngemeinschaften kennen gelernt, und ich verstehe mich gut mit ihm. Auch meine neue Betreuerin dort habe ich sehr gerne.

Aber da ist noch jemand wichtiges in meinem Leben: Natalie, meine Freundin, die auch an Telefonitis leidet, wie ich. Wir telefonieren täglich und das ist sehr wichtig für mich.
Außerdem gibt es noch meine Mutter, die mich täglich telefonisch weckt und motiviert, damit ich meine Arbeit schaffe.

Auch das Clubhaus ist mir ans Herz gewachsen und ist mittlerweile sehr wichtig für mich, sozusagen eine private Anlaufstelle, um soziale Kontakte zu pflegen.
Dort sind die Mitglieder und Mitarbeiter, die mich auffangen, wenn es mal nicht so läuft, oder ganz einfach da sind (jeden Tag, oder fast jeden, nach der Arbeit).

In der Oase mach ich immer noch den Geburtstagsdienst, und bin jetzt sozusagen ein Profi in Geburtstagskarten schreiben.
Nein Spaß bei Seite, um zu lernen mit Menschen umzugehen, ist die Oase genau das Richtige. Ich lerne mich und andere Menschen ernst zu nehmen und mir auch zu Hause Oasen zu schaffen, wie zum Beispiel: meine Telenovela "Sturm der Liebe" im Fernsehen anschauen, Duftteelichter anmachen, Radio hören, oder eine CD anhören.

Auch unternehme ich gerne mit der Gerda aus dem Clubhaus was am Wochenende.
Wie zum Beispiel hier in Weilheim ins Theater oder Kabarett gehen oder mal einen Christkindlmarkt besuchen.

Schwierig sind für mich noch Themen wie:
Familie, alleine wohnen,  Abstand und Nähe, Gefühle, Selbstwertgefühl, Frau sein, Selbstbewusstsein.
Aber wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel.

Alles Gute Eure Anna

 

Ausgabe No. 18/2006

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Koalitionstreffen der deutschsprachigen Clubhäuser


Diesen Herbst waren wir, die Mitarbeiter und Mitglieder der Oase, Gastgeber für die anstehende Arbeit an den Koalitionsthemen der deutschsprachigen Clubhäuser.

Wie so oft war uns auch diesmal der Wettergott wohlgesonnen, ein strahlender Tag. Welch Glück, denn wir sind bei größeren Veranstaltungen jedes mal auf das zusätzliche „Gartenwohnzimmer“ geradezu angewiesen. Sonst hätten wir wegen des enormen Platzmangels einen zusätzlichen Stressfaktor, seit sich die Zahl der Mitglieder nahezu verdoppelt hat.

Denkt man an ein Zusammentreffen mit den befreundeten Clubhäusern aus München und Oberösterreich sind nicht nur die Arbeitsthemen wichtig. Ein Gedanke folgt meist: „Ach, ich freue mich auf  die Pausen, auf den Kaffee, auf das Mittagessen. Brauch ich mich nur hinsetzen und kann genießen.“ 
Heuer hat sich die Oasenküchencrew gleich selbst übertroffen und das aufgrund unseres neues Mitglieds Ulf, der Profi ist auf dem Gebiet Gästebewirtung. Liebevoll waren die Tische hergerichtet, die Teller, das Besteck, die Gläser, die Servietten, alles da wo es hingehörte. Schön anzusehen war das.
Das Servieren und Nachreichen der schmackhaften Speisen ist mit Hilfe von Brigitte und Elisabeth ebenso ruhig und angenehm vonstatten gegangen. Gut gelungen!

Die Cafeteria als Versammlungsort war brechend voll. An die zwanzig Mitglieder und Mitarbeiter saßen sich gegenüber. Die Münchner Schwalbennest und Lichtblick, ebenso die Österreicher Linz, Wels und Vöcklabruck waren gekommen. 
Die Stimmung war trotz der Enge friedlich und aufgelockert. Bestimmt hat das gemeinsame Essen am Vorabend damit zu tun, denn da hatten wir genügend Zeit uns zu unterhalten und neue Koalitionsinteressenten kennen zulernen.

Interessant waren die Berichte von der Europäischen Clubhauskonferenz in Malmö letzten Sommer und dass z. Zt. in Asien viele neue Clubhäuser entstehen.
 Bezüglich Öffentlichkeitsarbeit ist ein Videoclip über das Clubhausleben vorgeschlagen worden.
 Auch die Schwierigkeiten der hiesigen Clubhäuser mit den Trainingsarbeitsplätzen war wieder ein großes Thema und, dass wir doch endlich europäische Clubhausrichtlinien erhalten sollten, da unsere Situation teils erheblich anders ist als in USA.
 Dass wir Mitglieder neben der Mithilfe auch viele Rechte im Clubhaus haben ist in den  Richtlinien gut vermerkt. Doch wo bleiben diesbezügliche Rechte für die Mitarbeiter – auch dies war ein ausgiebiger Diskussionspunkt.
 Unklar war, wo die Europäische Clubhauskonferenz 2006 stattfinden könnte. Als kürzlich bekannt wurde, dass diese in München sein wird, zogen wir innerlich unsere Hüte von den Köpfen und gedachten der Münchner, die imstande sind, soviel Mut aufzubringen.

So ging ein großer Tag zu Ende, der uns viel Neues gebracht und uns auch erfahrungsreicher
nach Hause gehen ließ. Wir Ortsansässigen hatten es diesmal gut, die österreichischen Gäste
machten sich auf einen langen Heimweg, jedoch beim nächsten Treffen dem Infotag in Linz
am 25. 11. sind wir wieder dran mit fahren.

Leni Wittek

 

Ausgabe No. 18/2006

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Jahresrückblick Weilheimer Oase 2005


Januar
31.01. Clubhausaustausch im Schwalbennest

Februar
08.02. Faschingsparty im Clubhaus Rendezvous
18.02. Kegeltraining
25.02. Abschiedsparty von Steffi

März
03.03 .Vorstellung des Sägewebs (Herr Haydn und Susa)
04.03 .New York Dias von Anne (Einbruch!)
09.03. Besuch von Herrn Friedemann Richter (Selbsthilfegruppe)
10.03. Jahresplanung
27.03. Osterbrunch

April
01.04. Abschiedsfeier von Nina
08.04. Kegeltraining
14.o4. „RamaDama“
15.04. Kegelturnier
21.04. Koalitionstreffen in Linz

Mai
04.05. Besuch aus Geretsried
20.05. Minigolf
30.05. Clubhausaustausch in Weilheim

Juni
03.06. gemeinsame Geburtstagsfeier
08.06. Ausflug BUGA
17.06. Sommerfest Kuckucksnest
24.o6. Abschiedsfeier Sonja

Juli
01.07. Sommerfest Penzberg
03.07. Dorffest in Herzogsägmühle
15.07. Minigolf
19.07. Besuch von Herrn Knorr (Öffentlichkeits-AG)

August
05.08. Sommerfest Oase
26.08. Minigollf-Turnier

September
08.09. Koalitionstreffen in der Oase
09.09. Kegeln
16.09. Radl-Tour
19.09. Kegelturnier

Oktober
07.10. Besuch Junge Union
08.10. Ausflug Schloss Nymphenburg
12.10. Hygiene-Belehrung in Herzogsägmühle
20.10. 10-jahres-Feier Lichtblick
22.10. Kulturtage Herzogsägmühle
28.10. Kegeln

November
11.11. gemeinsame Geburtstagsfeier
25.11. Info-Tage in Linz

Dezember
01.12. Kegelturnier
09.12. Nikolausfeier und Abschied von Elisabeth
21.12. Weihnachtsessen
24.12. Heilig Abend in der Oase

 

Ausgabe No. 18/2006

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Ein ganz normaler Tag im Clubhaus


Die Mitarbeiter/innen und wir Mitglieder im Arbeitsalltag im Clubhaus Oase und die Frage: Was macht Sinn, und wenn ja, warum?

Die Clubhausrichtlinien sind dermaßen förderlich für uns Mitglieder, daß es uns hier in der Oase möglich ist lustig, gesprächig, trotzig, beleidigt, übermütig, manipulativ, zornig, wütend, laut, störend sein zu können. Ein gar herrlich Leben.
Uns Mitgliedern wird hier ein soziales Übungsfeld vom Feinsten geboten und wir können alle Schleusen der Psyche öffnen. Wenn die Dämme brechen und die Fässer überlaufen, kann man nur hoffen, daß es keine zu große Überschwemmung gibt.
Wir möchten die Mitarbeiter immer öfter für unsere unerfüllbaren Bedürfnisse einspannen und wir hätten auch gern, dass sie uns ganz fest lieb haben.

Abmildernd folgender Erklärungsversuch: Wir sehen nur unsere innere kleine Welt, agieren und reagieren oftmals aus dieser heraus, ohne zu merken, was um uns herum geschieht.

Hier ein paar Szenen aus unserem Oasen-Clubhaustheater:

Betrifft :  Ist es nicht doch möglich, ein Mitglied für die Gartenarbeit zu motivieren?

Vorhang auf: Reges Geplauder unter´m Pavillon, jedoch der Garten sieht aus wie Kraut und Rüben. Liliane beginnt mit Ausjäten. Einige der Mitglieder schauen zu und denken: „Was hat die nun wieder vor“?
Herholen der Arbeitsgeräte, um zu zeigen, daß etwas getan werden könnte. Die Plaudertaschen geben Liliane Tipps, wie der Garten noch schöner gestaltet werden könnte.
Dann die zündende Idee: Vielleicht will jemand weben. Unsere Aufgabe als Statisten ist lediglich, kurz den Kopf zu drehen und daran zu kratzen, als Liliane den Webstuhl herholt.
Schlußszene: Es beginnt zu regnen.
Liliane räumt alles wieder weg und denkt wohl: „Ihr mich auch. Setz mich jetzt 5 Minuten aufs Clo und mach ´ne Pause“.

Betrifft: Mein brennendes Problem ist sowas von aktuell - ich geh zum Martin.

Vorhang auf: In der Küche Hochbetrieb, der Martin links eine Schüssel, rechts den Kochlöffel, mit dem rechten Fuß wischt er eine Pfütze am Boden auf, während er versucht die Zutaten von 4 Personen auf 15 hochzurechnen. Zwischendurch klingelt das Telefon und vom Büro schreit der Kassier, daß er noch die Belege braucht.
In diese Szene stürmt ein Mitglied  in hoher emotionaler Erregung auf Martin zu. Sie steht wieder einmal kurz vor der Explosion und schreit:  „Ich brauche jetzt einen Kaffee, weil ich jetzt Pause machen will und schon wieder ist keine Kaffee hergerichtet. Kannst Du denen nicht schnell sagen, daß ich jetzt meinen Kaffee haben will. Ich krieg´ noch die Krise“! Martin löscht erfolgreich das in ihm entstehende Bild, das erfüllt ist von Rauch, Blitz und Donner und antwortet in ruhigem Ton: „ Ich habe noch was zu tun. So in einer Stunde können wir reden“. Seine Gedanken schweifen ab zu seiner Familie und zu seinen Kindern, die, was erwähntes Verhalten betrifft, schon aus dem Gröbsten raus sind.

Betrifft:  Mitarbeiter sind auch Lebewesen mit Gefühlen

Vorhang auf: Mitgliederversammlung unter`m Pavillon an einem Donnerstag Nachmittag. Nichts deutet auf den bevorstehenden Geduldstest für Anne hin. Der Vollmond ist vorüber, der Himmel ist bewölkt - also werden die Depressiven durch die Kontrastsonne nicht provoziert; es regnet auch nicht - die wettergeplagten Mitglieder können aufatmen. Mehrmaliges freundliches Bitten um Ruhe läßt mal eben Zeit, um ohne Störung zwei Sätze zu sagen, als ein Mitglied in arge Bedrängnis gerät, weil ihr einfällt, daß die Biotonne noch riechen könnte. Nachdem dieser Punkt mit der Zusicherung der gegebenen Hygienemaßnahmen ausgeräumt ist, wird von Anne der erste Punkt angeschnitten, worauf ein besorgtes Mitglied moniert, das Biotonnenthema rein akustisch nicht mitgekriegt zu haben. Nun ein Zwischenruf wegen Kochen am Montag und ob Elisabeth da Zeit hat. Zwei Mitglieder tauschen ihre Telefonnummern aus, die Protokollschreiberin will noch das genaue Datum des letzten Punktes und die Begründung wissen und meint nebenbei, daß die Biotonne ihrer Nachbarn fürchterlich ausschaut, die Anne bittet um allgemeine Ruhe und dann läutet das Telefon.
Weil die Zwischenrufe nicht mit freundlichem, bittenden, lautem Ton abzustellen sind,  muß Anne jetzt ganz weit unten in die Trickkiste greifen und den Kindergartenton anschlagen. Ja, das funktioniert -  immerhin 2 Minuten!
Niemand bemerkt die kleinen Rauchwölckchen aus Anne´s Nase und Ohren. Ich sitz daneben und denke: “... Ich wünscht, ich wär´ zuhaus allein”.

Leni Wittek

 

Ausgabe No. 18/2006

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Delfine


Zu Anfang möchte ich erstmal klarstellen, dass Delfine und Wale nicht zwei verschiedene Arten von Säugetieren sind, sondern dass die Delfine eine Unterart des Zahnwales sind und somit zu den Walen gehören. Delfine sind die mit ca. 40 Arten größte Familie der Wale.

 

Anatomie

 

Delfine sind meist zwischen 1,5 und vier Meter lang, der Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar 10 Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der es ihnen ermöglicht, hohe Schwimmgeschwindigkeiten von maximal 80 bis 90 km/h zu erreichen.
Im Kopf befindet sich ein rundes Organ, die so genannte „Melone“, welche der Delfin zur Fokussierung des Schalls benötigt, den er zur Echoortung braucht. Dieses Organ sitzt direkt unterhalb des Spritzlochs.
Delfine haben ein sehr großes und komplex ausgebildetes Gehirn, welches ein Grund ist, weshalb sie zu den intelligentesten Tieren zählen.
Die Körperfarbe setzt sich grundsätzlich aus verschiedenen Abstufungen von grau zusammen, wobei die Unterseite heller und der Rücken eher dunkler ist.
Delfine haben einen sehr guten Gehör- und Sehsinn. Geräusche werden nicht durch die zwar existente, aber nicht funktionierende äußere Ohröffnung, sondern durch den Unterkiefer über das Mittel- ans Innenohr weitergeleitet. Die Orientierung der Delfine erfolgt aber hauptsächlich durch die sehr guten Augen und die Orientierung per Ultraschall.

 

Ernährung

 

Es gibt nur einen Delfin, der sich von anderen Delfinen, Walen, Robben oder Meerestieren ernährt und das ist der Schwertwal. Die anderen Delfine ernähren sich hauptsächlich von Kalmaren (einer Tintenfischart), Fischen oder auch teilweise von Krustentieren, die sie per Ultraschall orten, aktiv jagen und mit ihren Zähnen, die nicht spitz sondern flach sind, nur festhalten und im Ganzen fressen. Delfine jagen taktisch, d. h. sie jagen mit der kompletten Schule (Gruppe von Delfinen) und treiben so den Beuteschwarm an die Küste oder umkreisen ihn. Die Verständigung zwischen den Delfinen erfolgt durch Klicklaute, Pfeifen, Schnattern und andere Geräusche.


Die wohl bekanntesten Delfinarten, die auch Hollywoodstars sind, sind  der „Große Tümmler“ - denn wer kennt nicht „Flipper“ -  und der Orca aus „Free Willy“, der auch der großen Schwertwal genannt wird und nicht wie man ihn im Volksmund fälschlicherweise nennt „Killerwal“.
Außerdem gibt es nicht nur Salzwasser- sondern auch vier Arten von Flussdelfinen.
Abschließend noch etwas zur sog. Delfintherapie:
Auch für die Delfintherapie schwerkranker (z. B. autistischer) Menschen werden Delfine eingesetzt, die sich aufgrund ihrer Verspieltheit dafür besonders eignen. Meist halten sich die Patienten an der Rückenflosse des Delfins fest und werden von ihm durch das Wasser gezogen. Bei vielen Patienten lösen sich dadurch Blockaden.

A.D.

 

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Abschied nehmen


...ja, ein wirklich trauriger Anlass, weshalb ich mich heute vor den Bildschirm setze. Mein Praktikum schreitet voran. Die Zeit, die ich im Clubhaus Oase verbringen durfte, verging wie im Flug, viel zu schnell nach meinem Empfinden. Langsam wird´s ernst, sich über die Zeit nach der Oase Gedanken zu machen. Die Tatsache, dass die Zeit so schnell verrann, liegt auch sicher daran, dass es mir so gut in der Oase gefiel. Beziehungen zu Menschen, die man aufgebaut hat, machen den Abschied nicht gerade leichter. 40 Wochen sind eine lange Zeit, die sicher auch prägend für mein weiteres Leben sein werden.
Ich kann eine Menge mitnehmen: Erfahrungen, bleibende Eindrücke, ganz viele Begegnungen mit netten Menschen. Die schönen Momente, die ich erlebte, kann mir keiner nehmen und sie haben sich gut in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich hab nicht nur einmal Tränen gelacht. Bewundernswert, wie man hier in der Oase mit Humor den Alltag meistert!
Ich habe mich sehr wohl gefühlt und der Grund dafür seid sicher auch ihr Mitglieder gewesen. Herzlichen Dank dafür, aber auch unter so netten Kollegen lässt sich´s gut aushalten.
Ich werde euch so schnell nicht vergessen, besonders eure einzigartigen Aussprüche. Ich denke auch an die zahlreichen Feste, an die Gesangskünste von Schorsch sowohl beim Abtrocknen als auch unter der Dusche. Seine Gedanken, die laut wurden und nicht für unsere Ohren bestimmt schienen, aber auch an jeden mit seiner Besonderheit, die für mich ein Jahr lang den Alltag bestimmten. Mir werden die Aktivgruppe und der Spanischkurs genauso fehlen, wie das alltägliche bunte Treiben in der Cafeteria und nicht zuletzt das Kochen, das für eine so große Gemeinschaft einen besonderen Reiz ausmachte.
Soviel erleben konnte man nur in der Oase. Ich glaube, ich hätte für mich keine geeignetere Praxisstelle finden können, denn wo sonst wird trotz Erkrankung soviel gelacht? Und nicht nur aus diesem Grund hebt sich die Oase von anderen Einrichtungen ab, sondern auch dadurch, dass einfach immer was los ist, wir immer einen Anlass zum Feiern finden, sei es auch nur die Eroberung des Kegelpokals, Geburtstage oder Abschiede, weil es, um es kurz zu sagen, nie langweilig wurde und die Oase einen ganz besonderen Flair hat, den andere Clubhäuser (ich spreche aus Erfahrung) so nicht besitzen. Wenn ich an die Oase denke, sehe ich auch ganz viel Power und Potenzial, die in einigen von Euch stecken, sonst könnte man nicht so viele Events und Feste bewerkstelligen. Ihr könnt stolz auf euch sein und macht weiter so!
Ich bin froh, in die Oase gelangt zu sein, denn, um mit den Worten von Schorsch zu sprechen, der dort hingekommen ist, hat’s geschafft und es im Leben zu etwas gebracht. Mit diesem guten Gefühl kann ich beruhigt und stolz auf die Zeit zurückblicken und guten Gewissens Euch verlassen.
Ich werde Euch sicher noch öfter einen Besuch abstatten. Ich weiß, ich werde euch vermissen, aber ihr seid ja nicht aus der Welt und irgendwie werde ich den großen Verlust schon überleben. So, jetzt aber genug von dem sentimentalen Gesülze.
Mir bleibt nur noch ein großes DANKE für die schöne Zeit zu sagen und Euch alles Gute zu wünschen, adiós amigos!

Eure Elisabeth Obholzer




Was war mir die letzte Woche lebenswert?


Zuerst einmal war die letzte Woche eine Ausnahmewoche. Ich arbeite in der Werkstatt für Behinderte (Buchbinderei) und hatte ab Dienstag bis zum Mittwoch in einer Woche Urlaub. Ich war sehr froh, ausschlafen zu können und nicht früh morgens in den Bus steigen zu müssen. Das alleine Wohnen ist oft einsam. Es ist nicht so, wie wenn man  in Herzogsägmühle wohnt oder in einer WG. Ich muß mir meine sozialen Kontakte außerhalb suchen, oder jemanden einladen. Am Wochenende und am Abend muß ich mich selbst verpflegen. An den Arbeitstagen esse ich am Mittagstisch in der Cafeteria und treffe dort regelmäßig meine Kumpel Stephan Seiler und Jörg Kuppler. Am Donnerstag holte ich bei der Schongauer Tafel abgelaufene Lebensmittel für einen Euro ab. Am Freitag haben wir bei Stephan in Schongau West Spaghetti gekocht. Ich hasse es, alleine zu essen und zu kochen und habe alleine keinen Appetit. Es hat Spaß gemacht, mit Stephan zusammen das Essen zuzubereiten und zu ratschen. Außerdem genoß ich den Spaziergang zu ihm. Das Wetter war die ganze Oktoberwoche blendend, nur Sonnenschein, was sowieso schon ein Geschenk ist. Abends waren Stephan und ich dann im Kuckucksnest (Tagesstätte für psychisch Kranke) in Schongau.
Wir spielten Rommee, was mir Spaß machte. Wir haben dort auch zu Abend gegessen
(Pommes uns Kartoffelsalat). Im Kuckucksnest sind oft nette Bekannte, z.B. Wassili mit seiner Freundin Gabi, die Familie von Dahn mit Baby, Luigi, Bea und Ottmar, Jürgen Dörfler, Jörg Kuppler und Gerold. Ich besuche das Kuckucksnest fast regelmäßig Freitag und Mittwochs abends. Warmes Essen und alkoholfreie Getränke gibt es zum Unkostenbeitrag. Fernsehen tue ich nicht so gerne, außer Nachrichten und Wissenssendungen. Ich bekomme allerdings nur 3 Programme herein. Ich genieße es sehr, Bayern 2 Radio zu hören. Diesen Sender finde ich sehr interessant und anspruchsvoll. Er sendet zum Beispiel über die Lebenssituation in fremden Ländern, Samstags Vormittag immer das Gesundheitsgespräch mit Marianne Koch, Buchbesprechungen- und Lesungen, Interviews mit Menschen über sich selbst. Abends kommt meist Zündfunk (aktuellste Musik). Am Samstag dann tippte ich für die WISN  ein Interview mit einer EU-Freiwilligen ab. Ich war froh, etwas zu tun zu haben. Ich schaute auch kurz in meiner Stammkneipe um die Ecke Montello vorbei. Dominique, die Chefin und Bedienung dort ist meist für ein Schwätzchen zu haben. Manchmal gehe ich auch in die Musikkneipe "Eulenspiegel", um in der Zeitschrift Spiegel zu schmökern, die dort ausliegt. Inge, die Bedienung, dort grüßt mich immer mit Namen.
Sonntag war dann Zeitungsredaktionssitzung bei Jörg Kuppler. Anwesend waren außerdem Michael Grimme, Julia Schmidt-Suma und Jürgen aus dem Schöneckerhaus.
Es war eine nette und konstruktive Sitzung. Es hat mir viel Spaß bereitet, diesen Bericht zu schreiben, und möchte euch WISN-Leser einladen, auch einen Artikel zu diesem Thema beizutragen.
Am Dienstag besuchte ich Julia Schmidt in Schongau West. Ich bin froh, eine neue Freundin gefunden zu haben. Sie ist sehr mitteilsam, und ich bin eher ruhig. Wir ergänzen uns gut.

[von Antje Okroi]

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Ökumenisches Bibelgespräch


Am Mittwoch Abend (alle 14 Tage) findet das Bibelgespräch in der Herzogsägmühler Martinskirche statt.
Alle, die Interesse haben, sich mit der Bibel intensiver zu beschäftigen, sind dazu eingeladen.
Es werden immer spezielle Stellen in der Bibel ausgesucht, die dann genauer besprochen werden. Man kann dazu beliebig Stellung nehmen, die eigene Meinung sagen, sich mit anderen Meinungen beschäftigen.
Zentral im Mittelpunkt steht immer der christliche Glaube. Die Bibel dient dazu, eine Beziehung mit Gott führen zu können –wie man diese Beziehung (auch mit Jesus Christus) am besten praktizieren kann, kann man im Bibelgespräch lernen. Man kann sich jederzeit selbst einbringen, Fragen stellen, diskutieren, sich austauschen.
Das Bibelgespräch bietet dazu beste Voraussetzungen.
Wer Interesse hat, kann anrufen oder einfach vorbeikommen; die Leitung haben Herr Martin Muck und Herr Rudolf Voss.

Euer Michael

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In Würde Alt werden!


Das ist etwas, was sich die meisten Menschen im Alter erhoffen würden. Aber in der unteren Gesellschaftsschicht wird es wohl immer schwieriger, diese Hoffnung zu realisieren. Die momentan schwierige Situation in der Pflege wird in regelmäßigen Abständen an einem „Pflegestammtisch“ besprochen, wo einige Ärzte, Pflegefachkräfte, Politiker und auch Zuschauer über das bekannte Problem diskutieren und versuchen, eine „Lösung“ zu finden.

Der letzte „Tutzinger Pflegestammtisch“ fand am Mittwoch den 11.Mai 05 hier in Herzogsägmühle in der Cafeteria statt.

Erschienen sind unter anderem :

- Armin Heil , Leiter des ambulanten Pflegedienstes in Tutzing.
- Franz Wölfl , Leitender Ministerialrat im Sozialministerium.
- Christel Pilz , Heimaufsicht im Landkreis Weilheim-Schongau.
- Dr. Ursula Müller, vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen.
- Peter Wirt , Referatsleiter im Bezirk Oberbayern.
- Peitings Bürgermeister Michael Asam.
- und Corinna Spies vom Bayrischen Rundfunk.

Die Eröffnung und Begrüßung der Diskussionsrunde übernahm Herr Fichtner :Leiter des Bereiches „Menschen im Alter“ in Herzogsägmühle.

Nach der Eröffnung gab Frau Spies das Wort an Herrn Bürger ab. Dieser versuchte, den Teilnehmenden nahezubringen, wie ernst die momentane Situation in der Pflege aussieht.

- Brillen und Zahnersatz müssen vom Hilfeberechtigten selber übernommen werden !
- Lebenswichtige unverzichtbare Medikamente werden auf Privatrezepte verschrieben, die vom Bewohner zu zahlen sind, aber mit welchem Geld ist da die Frage!
- Wichtige Arztfahrten zu Untersuchungen werden von den Kassen oft nur noch nach
großen Verhandlungen und manchmal fast zu spät übernommen!

Zum Schluß sagte Herr Bürger noch einen wahren Satz: „Wir hier unten, wir werden bestraft, aber die da oben die kriegt man nicht.“

Diese Probleme sind auch unseren Herren Beamten im Sozialministerium bekannt. Doch fragte man im Laufe des Gesprächsforums den Vertreter des Sozialministeriums (Herr Wölfl) nach einem konkreten Lösungsvorschlag , bekam man von diesem beim besten Willen keine Lösung dafür, aber einen Tipp, der zumindest den Pflegestammtisch allgemein für einige Minuten zum Lachen brachte.
Herr Wölfl gab an, das jetzt die Möglichkeit für Hilfeberechtigte besteht, ein (immerhin) zinsloses Darlehen aufzunehmen um Dinge wie Zahn- oder Brillenersatz zu übernehmen und dieses monatlich an den Bezirk zurückzuzahlen .Klar, von dem üppigen monatlichen Taschengeld von 88 € doch gar kein Problem, oder wie ?

Peiting’s Bürgermeister Michael Asam sprach davon, daß die Lobby der Hilfeberechtigten einfach nach wie vor noch sehr schlecht ist. Wir müssen dringend daran arbeiten, daß der schlechte Ruf etwas aufgebessert wird !

Herr Wirt, der Vertreter des Bezirk Oberbayerns, wollte von all den momentan herrschenden Unzulänglichkeiten nicht viel hören und schob die Probleme weiter. Seiner Meinung nach ist wohl das neue sogenannte „Gesundheits–Modernisierungsgesetz“ schuld an der Lage, das den Katalog für Leistungen immer mehr einschränke. (Doch wenn das wirklich stimmen sollte, muß man sich doch fragen : Was hat das mit Modernisierung zu tun, wenn alles noch viel schwieriger wird ?)
Am Ende des Abends waren sich zumindest alle über Eines einig, und zwar über die Tatsache, daß die Pflegebedürftigkeit in den kommenden Jahren wachsen wird, und daß wir dringend eine für alle zufriedenstellende Lösung finden müssen.

Doch dafür müssen wir alle endlich gemeinsam an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten !!

Die Gesellschaft muß dringend auf die momentan schlechte Situation in der Pflege aufmerksam gemacht werden. Jeder von uns kann etwas dazu beitragen !

Alexander Dentel

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Urlaubsbericht - Südafrika


Mein schönstes Urlaubserlebnis war die Reise nach Südafrika im Jahre 1976.
Die Reise begann in München, dann in Frankfurt Umsteigen in einen Jumbo Jet.
Ich war überrascht, da der Einstieg nicht über die Gangway ging, sondern direkt in das Flugzeug. Der Flug dauerte 14 Std. nach Nairobi, dann ging es nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Johannesburg.
Ich wurde von meiner Verwandtschaft am Flughafen abgeholt. Auch meine Freundin, die einen Buren geheiratet hatte, war dort.
Meine Verwandten wohnten in Sasolburg, 80 km von Johannesburg entfernt. Als ich mich bei meiner Schwester etwas erholt hatte, begann die Reise durchs Land.
Das erste Ziel war der Krüger - Nationalpark und dort gab es eine Überraschung: Wir mußten Malaria Tabletten kaufen und täglich einnehmen. Leider war es regnerisch und dann ist das subtropische Klima gefährlich. In den insgesamt drei Tagen, die wir dort waren, hatte ich das Pech, dass mich ein Käfer in den Po biss. Ich bekam eine Infektion und war ganz schön angeschlagen.
Wir fuhren zurück nach Sasolburg, wo meine Verwandten ein Haus besaßen. Nach ein paar Tagen ging es wieder los, Richtung Durban an den Indischen Ozean. Dort hatten wir eine Ferienwohnung gemietet, direkt am Strand. Baden durfte man kaum, denn es war dauernd „Haifisch – Gefahr “. Und das kam so: Der Hafen von Durban war sehr groß und es kamen dauernd Riesenschiffe an, die Besatzung aber warf alle Essenreste und -abfälle über Bord. Die Haie hatten ziemlich großen Hunger.
Schließlich war es für mich als Europäerin sehr ungewöhnlich mit der Apartheid klar zu kommen. Überall stand „Black only“ oder „White only“.
Aber das ist nun alles vorbei, und ich kann jedem empfehlen, das Land zu besuchen!

@ Erni R., Clubhauszeitung Rendezvous GAP, Ausgabe 03/2005

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Besondere Erlebnisse


Olympia vor der Haustür

So ein Ereignis kann und darf man sich nicht entgehen lassen. Also entschlossen wir uns, mein Freund Gernot und ich, am 4. Sept. 1972 nach München zu fahren.
 Wir waren überwältigt, überall im Olympiapark sangen und tanzten Gruppen von Menschen in ihren Landestrachten .Vor den Sportstätten befanden sich große Menschentrauben, die Schwarzhändler boten ihre Tickets an, denn es standen wichtige Entscheidungen an.
Im Radstation ging es für den Bahnvierer der DDR gegen den Bahnvierer der Bundesrepublik um olympisches Gold. Vor dem Schwimmstadion das gleiche Bild. Hier schwamm Mark Spitz um eine seiner  sieben Goldmedaillen. Keine Chance auch vor den zweimal am Tag ausverkauften Olympiastadion.
Wir machten uns auf den Weg zur Eissporthalle, wo das Boxturnier stattfand. Hier gab es für die Vorrundenkämpfe ganz normale Tickets. Mit unseren Boxkarten in der Tasche schlenderten wir noch einmal zum Olympiastadion hinüber. Wir hatten Glück, von einem Australier ergatterten wir noch zwei ganz normale Karten für die Haupttribüne, denn die Veranstaltung hatte gerade vor 30Min. begonnen. Wir kamen gerade noch rechtzeitig zur Siegerehrung von  Bernd Kannenberg, der am Tag zuvor  50 km Gehen gewonnen hatte. Wir erlebten den Dreisprung der Männer, das 200 m Finale der Männer, das endlich einmal ein „Nichtamerikaner“ Valerie Borsov gewann. Er hatte auch schon zuvor das 100 m Finale für sich entschieden. Was für eine Sensation!
In der Sprunganlage hatte der Hochsprung der Frauen begonnen. Am Start auch ein 16jähriges Mädchen: Ulrike Meyfarth. Alles konzentrierte sich jetzt auf den Hochsprung. Drei Frauen überspringen die Höhe von 1,88 m, die Bulgarin    Jordanka Blagoeva, Gusenbauer aus Österreich und Ulrike Meyfarth. Die Höhe von 1,90 m  überspringt sie ebenfalls souverän. Jetzt liegt die Latte auf 1,92 m. Totenstille, man konnte eine Stecknadel fallen hören, dann der Jubelschrei der 80 000 Zuschauer. Unsere Ulrike ist Olympiasiegerin geworden.
Noch ganz beeindruckt von diesem Ereignis ging es zum Boxen. Wir schauten uns ein Paar Runden relativ uninteressiert an, danach machten wir uns auf den Weg zum Olympiagrill. Dort durften wir miterleben, dass unsere Journalisten Harry Valerien, Dieter Kürten und Ernst Huberty, um nur einige zu nennen, den Tag bei einem Glas Bier ausklingen ließen
Lange, lange nach Mitternacht fuhren wir auf der fast leeren Autobahn in Richtung Garmisch. Erst am nächsten Morgen hörten wir, was so Schreckliches in der Nacht in München geschehen war. Arabische Terroristen hatten die Olympiamannschaft von Israel überfallen!

© Burkhard R., Clubhauszeitung Rendezvous GAP, Ausgabe 03/2005

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Deutschland, sowie ich es erlebte


Da ich von Geschichte nicht so viel Ahnung habe, möchte ich von der Zeit, die ich erlebte und noch erlebe, berichten. Das sogenannte „Tausendjährige Reich“, benannt von den Nationalsozialisten, ist nach zwölf Jahren im Bombenhagel bei einer totalen Zerstörung Deutschlands zu Ende gegangen. Es kamen dann einige sehr schlechte Jahre und die Leute haben sich im großen Maße mit Hamstern und Handeln befasst und überlebten. 1948 kam die Währungsreform, es gab wieder alles zu kaufen und es ging mit dem Wiederaufbau richtig los.
Bei der Zerstörung von München, die ich in sehr jungen Jahren mit eigenen Augen gesehen hatte, konnte ich mir vorstellen, wie es auch in anderen Städten ausgesehen haben musste. Die Zeit des Wiederaufbaus habe ich so erlebt: mein Vater war Maurer und hat zu dieser Zeit in München gearbeitet, er erzählte immer wie die Leute ausgenutzt wurden.
Zur gleichen Zeit hat er, da er Mauerer war und wir im Keller wohnten, angefangen ein Haus zu bauen; den Bauplatz mussten wir uns vom Munde absparen. Das war auch für mich eine unmenschliche Schinderei, da ich für meine jungen Jahre schon sehr kräftig zupacken musste. Das Haus wurde so lange gebaut, bis man endlich einziehen konnte. Von einem richtigen neuem Heim konnte aber auch da noch nicht die Rede sein, denn es war sehr viel behelfsmäßig ausgestattet, und der oberste Stock war überhaupt noch nicht ausgebaut.
Etwa zur gleichen Zeit, 1955, ist dann unser damaliger Bundeskanzler Dr. Adenauer nach Moskau gefahren und hat mit den damaligen kommunistischen „Betonschädeln“ die Freilassung der letzten hunderttausend deutschen Kriegsgefangenen ausgehandelt.
In meinem Heimatort Herrsching am Ammersee waren es fünf oder sechs Spätheimkehrer und wir mussten dann von der Schule aus zum Empfang vor dem Rathaus dabei sein.
Deutschland war hauptsächlich in zwei Teile geteilt, in einen westlich beeinflussten Teil der Bundesrepublik Deutschland und in einen kommunistisch orientierten östlichen Teil, der Deutschen Demokratischen Republik. Die anderen Teile wie Ostpreußen, Schlesien usw. wurden ganz abgetrennt.
Das viel gelobte Wirtschaftswunder, das mit dem Wiederaufbau begann, brachte den Leuten einen nie zuvor gekannten Wohlstand, und mit dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung 1990, schien dann alles wieder in Ordnung zu sein.
Wir haben jetzt über fünf Millionen Arbeitslose und ich glaube nicht, dass alles wieder in Ordnung ist.
Ich bin beruflich zur See gefahren, und dann wanderte ich nach Südafrika aus, wo ich in Diamantenminen arbeitete und habe daher wahrscheinlich eine viel bessere Beurteilung als viele andere Leute.

 

Clubhauszeitung Rendezvous GAP, Ausgabe 03/2005

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Los Angeles / Teil 1


 


Zugegeben, Los Angeles ist keine Stadt, bei der man ins Schwärmen gerät, wenn man nur den Namen hört. Sie hat keine tausendjährige Geschichte zu bieten und erscheint vielen als Paradies der Schönen und Reichen. Diese Menschen sind Stars und Millionäre, die sich vor dem Rest der Welt in prächtige Villen zurück ziehen. Man denkt bei LA an dauerhaften Sonnenschein, Palmen und endlose Strände: Superlativ made in USA – aber auch an schlechte Luft, Erdbeben und Bandenkriminalität. Doch LA ist mehr! Los Angeles hat viele Gesichter:
Es lohnt sich, neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch die anderen Seiten dieser Stadt zu erkunden und kennen zu lernen. Am besten beginnt man in Downtown. Nachdem es Jahrzehnte lang im Dunkeln vor sich hin gedämmert hat, ist es heute wieder sehenswert. In den siebziger Jahren ließen sich viele Banken und Firmen in den neuen Wolkenkratzern nieder, und LA stieg zum größten Bankenzentrum der Westküste auf. Der Broadway allerdings ist teilweise zur Billigmeile herunter gekommen. Ende des 19. Jahrhunderts bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts, bevor es Shopping Malls und Freeways gab, war der Broadway noch der Mittelpunkt von Downtown, mit Geschäften, Restaurants und Kinos. Heute reihen sich vom Olympia Boulevard bis zur Third Street hauptsächlich mexikanische Läden mit Sonderangeboten, Imbisse und Juweliere aneinander, und man vergisst hier im mexikanischen Viertel, dass man eigentlich in den USA ist. Englisch ist in Downtown nur Zweitsprache, wenn es überhaupt gesprochen wird. Am Broadway stehen noch viele historische Gebäude, überwiegend im viktorianischen oder im Art Deko Stil, sowie einige alte Filmpaläste, deren Vorführungen den Besucher aus Downtown in die Welt der Schönen und Reichen entführen. Über die Entstehung der Stadt lesen Sie in der nächsten Folge: Die Geburt von LA. (DR)

Quelle: Marco Polo-Stadtführer

 

 zum Inhalt nemo 03/2005

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Die Vereinten Nationen


 

Als die Vereinten Nationen 1945 in San Francisco gegründet wurden, ahnte man nicht, welche Aufgaben auf die Organisation zukommen würden.
Am 10.12.1948 nahm die Generalversammlung die allgemeinen Menschenrechte an (Tag der Menschenrechte). Schon bis dahin wurde die UNO von 1947 bis 1951 auf dem Balkan und 1948 in Palästina in Anspruch genommen.
1954 Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhält den Friedensnobelpreis
1955 Aufnahme von 16 neuen Mitgliedsstaaten (damit hat die UNO 76 Mitgliedsstaaten)
1956 Die Generalversammlung beschließt anlässlich der Suez-Krise erstmals die Entsendung von Friedenstruppen
1960 Beginn der Friedensmission im Kongo
1962 Nach der Aufnahme von weiteren Staaten seit 1955 zählt die UNO nun 100 Mitgliedsstaaten (die Entwicklungsstaaten verfügen in der Generalversammlung über eine Mehrheit)
1964 Beginn der Friedensmission auf Zypern
1965 Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erhält den Friedensnobelpreis
1966 Die Generalversammlung einigt sich auf zwei entscheidende Pakte zur Fortentwicklung des Internationalen Menschenrechtsschutzes
1972 Welt-Umweltkonferenz in Stockholm; Gründung des Umweltprogramms (UNEP)
1974 Die Generalversammlung diskutiert das Konzept der „Neuen Wirtschaftsordnung“
1976 Die 1966 unterzeichneten Menschenrechtspakte treten in Kraft
1981 Die UNHCR erhält zum zweiten Mal den Friedensnobelpreis
1991 Zweiter Golfkrieg nach der irakischen Invasion in Kuweit mit ausdrücklicher Ermächtigung des UN-Sicherheitsrats
1992 Butros-Gali legt die „Agenda für den Frieden“ dar
1993 Welt-Menschenrechtskonferenz in Wien
1994 Welt-Bevölkerungskonferenz in Kairo
1995 Weltkonferenz über die „Soziale Entwicklung“ in Kopenhagen; Weltkonferenz in Peking
1996 Weltkonferenz über „Menschliche Siedlungen“ in Istanbul; Welternährungsgipfel in Rom
1997 Kofi Anan aus Ghana wird UN-Generalsekretär
1998 Verabschiedung des Status zur Gründung des Ständigen Internationalen Strafgerichtshofs
2001 Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban
2002 Weltkonferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio+10) in Johannesburg

 

Seit 1945 war die UNO in über 50 verschiedenen Aufgaben und Blauhelm-Missionen tätig. Von der Versorgung in der Dritten Welt bis hin zum Kinderhilfswerk UNICEF waren und sind die Vereinten Nationen weltweit im Einsatz. Eine Organisation, die aus unserer Weltgeschichte nicht wegzudenken wäre.

 

Nachstehend eine Auflistung der wichtigsten UN0-Unterorganisationen:
UNAIDS: HIV/AIDS-Rogramm
UNCDF: Kapitalentwicklungsfonds
UNCTAD: Konferenz für Handel und Entwicklung
UNDCP: Programm für internationale Drogenbekämpfung
UNDP: Entwicklungsprogramm
UNEP: Umweltprogramm
UNESCO: Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur
UNFPA: Bevölkerungsfonds
UNHCR: Hochkommissariat für Flüchtlinge
UNICEF: Kinderhilfswerk
UNICRI: Interregionales Forschungsinstitut für Kriminalität und Rechtspflege
UNIDIR: Institut für Abrüstungsforschung
UNIDO: Organisation für industrielle Entwicklung
UNIFEM: Entwicklungsfonds für die Frau
UNITAR: Ausbildungs- und Forschungsinstitut
UNOMIG: Beobachtermission in Georgien
UNPROFOR: Schutztruppe (Bosnien-Herzegowina)
UNRWA: Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten
UNSCOM: Sonderkommission
UNTAG: Unterstützungseinheit für die Übergangszeit
UNU: Universität
UNV: Entwicklungshelfer
 
Martin Kurt

 

zum Inhalt nemo 03/2005

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Tränen hinter Stacheldraht


– der dunkle Schatten unserer Vergangenheit. Herzlich Willkommen an alle, die ihr Wissen über das Konzentrationslager (KZ) Dachau erweitern wollen.

 

Was geschah im Konzentrationslager Dachau?

 

Das KZ Dachau wurde am 21. März 1933 durch den Auftrag des Reichsführers der SS Heinrich Himmler errichtet. Dadurch begann ein Terrorsystem, das unsere Vorstellungskraft überfordert. Im Juni 1933 wurde Theodor Eicke zum Kommandant des KZs Dachau ernannt. Er war für die gesamte Organisation im KZ zuständig.

Vom 21. März 1933 bis zur Befreiung am 29. April 1945 wurden Juden, Homosexuelle, Zigeuner, Zeugen Jehovas, Geistliche und viele mehr inhaftiert, gefoltert und getötet.

Die ersten Häftlinge im KZ Dachau waren politische Gegner des Nazi-Regimes, viele von ihnen Kommunisten. Hitler nannte sie  Bolschewisten im abwertenden Sinne.

Ab dem Jahre 1938 wurden Menschen unterschiedlicher Nationen im KZ Dachau inhaftiert. Es betraf Menschen aus Österreich, Tschechien, Polen, Sowjetunion Norwegen, Belgien, Niederlande und Frankreich; die Meisten waren  polnisch-jüdische und sowjetisch-jüdische (???) Häftlinge. Insgesamt waren über 200.000 Häftlinge aus mehr als 30 Staaten in Dachau inhaftiert.

 

 

 

 

Während des Krieges (ab 1939) wurde das KZ Dachau zunehmend eine Stätte des Massenmordes (Holocaust).

Eine große Zahl von Häftlingen wurde exekutiert oder von SS-Ärzten für medizinische Experimente missbraucht. Dabei handelte es sich um Unterdruckversuche, Unterkühlungs- und Malaria-Versuche. Auf Invalidentransporten wurden ab Januar 1942 mehr als 3.000 Häftlinge in die Landesheilanstalt Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort durch Giftgas ermordet.

Im KZ Dachau selber wurde die Gaskammer aus unerklärlichen Gründen

nie benutzt.

Neben 30.000 registrierten Toten haben im KZ Dachau weitere tausende nichtregistrierte Häftlinge ihr Leben verloren. Sie starben an Hunger, Krankheiten, Erschöpfung, Erniedrigung, an Schlägen und durch Foltern. Gezielt getötet wurden die Meisten durch Erschiessen, Erhängen und mit Spritzen.

 

Der sogenannte Bunker im KZ, ein extra Gefängnis innerhalb des Lagers, war der am stärksten gefürchtete, zentrale Ort des Terrors.

War jemand in Haft im Bunker , bekam er oft wochenlang kaum Nahrung, noch weniger als die anderen Lagerinsassen, die bereits am Verhungern waren. Die Bestrafungen bestanden z.B.  in stundenlangem Pfahlhängen. Während der Bunkerhaft waren die Gefangenen der Willkür und Brutalität der SS in besonderer Weise ausgesetzt. Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) führte innerhalb des Bunkers Vernehmungen durch, bei denen sie die Häftlinge brutal folterte.

Im Hof des Bunkers wurden die Häftlinge von der SS (Sturmstaffel) exekutiert.

Auch die Prügelstrafe und das Pfahlhängen fanden dort statt.

 

 Es gab sehr viele Häftlinge, die als einzigen Ausweg den Selbstmord wählten.

 

 

 

 

Die letzten Monate und die Befreiung

 

Mit dem siegreichen Vorrücken der alliierten Truppen wurden immer mehr Konzentrationslager in Deutschland von der SS evakuiert. Die Häftlinge wurden  sehr oft in andere Machtbereiche transportiert. Auf den wochenlangen Transporten, die die geschwächten Häftlinge oft zu Fuss bewältigen mussten, kamen Tausende ums Leben. Sie starben an Krankheiten, Schwäche, Unterernährung und an den Schlägen der SS. Wenn sie nicht mehr laufen konnten oder nicht mehr transportfähig waren, wurden sie einfach erschossen.

 

Die Häftlingszahl im KZ Dachau stieg um ein Vielfaches. Ab Dezember 1944 herrschten im Lager katastrophale Bedingungen. Die Baracken waren komplett überfüllt,  zudem starben Tausende an einer Typhusepidemie.

 

Ab Ende April 1945 begann die SS  das KZ Dachau zu evakuieren. Eine große Zahl von gefangenen Menschen kam bei den Märschen ums Leben. Allerdings kann man heute nicht mehr feststellen wie viele genau noch in den letzten Tagen starben. Während der Märsche wurden einige von Tieffliegerangriffen getroffen, andere starben auf Eisenbahntransporten, oder wurden erschossen. Viele wurden auch vor  Abtransporten gezielt von der SS getötet.

 

Am 27. April 1945 wurden vom Hauptlager Dachau aus, rund 7.000 Häftlinge auf einen Marsch in Richtung Süden geschickt.

 

Am 28. April 1945 verließ der größte Teil der SS das Lager. Einen Tag später, am 29. April 1945, wurde das KZ Dachau von Einheiten der US-Armee befreit.

Bei der Befreiung befanden sich im KZ Dachau über 67.000 Häftlinge. Zum Teil stark abgemagert, geprügelt, mit offenen Wunden,  physisch wie psychisch gepeinigt, verängstigt, zitternd, erwartungsvoll, zerbrechlich.

 

Allein im KZ Dachau starben insgesamt 43.000 Menschen von den dort ca. 200.000 insgesamt inhaftierten Menschen aus ganz Europa. An dieser Vergangenheit hat Deutschland noch lange zu knabbern.

 

  

  

Sascha Hierl

 

zum Inhalt nemo No. 01/2005
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