Der Herzogsägmühler Abend der 26. Kulturtage in der Mühle
Die Eröffnung machte das Bewegungstheater vom Latterbach unter der Regie von Frau Haser.
In acht Aufzügen wird eine Entwicklung dargestellt, wie sie wohl manche der Leute am Latterbach durchgemacht haben. Drei Damen auf der Bühne mit Schirmen betreten die Bühne – sie werden dann mit den Abstempelungen „ungenügend“, „Fünf“ und „ab in die Ecke“ konfrontiert – sie laufen und stolpern. Im zweiten Aufzug fallen sie schließlich zu Boden und bleiben dort liegen.
Im nächsten Abschnitt setzt die Erholung vom Fall ein – mit der Botschaft „Ich setz mich hin, wie ich bin“.
Danach kommt es zum Titel des Stücks: „Wir stellen uns hin, so wie wir sind.“
In den drei folgenden Aufzügen finden die drei Damen jeweils ihnen gegebene eigene Gaben – so „Ich kann etwas, bin gelenkig und habe einen süßen russischen Akzent“, „ich habe wunderschöne Haare“ oder als positive Erkenntnis „Mich gibt’s nur einmal !“
Die Schlußfrequenz beschließt unter dem Sound von „Sunshine Reggae“ mit einem befreiten Auftreten der drei Akteurinnen mit bunten Schirmen unter dem Motto „Wir lassen das Leben auf uns regnen !“
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Danach betrat Alex Voigts die Bühne um mit seinem Stück „I wish I could rock away“ und seiner E-Gitarre den Rainer-Endischsaal zu rocken.
Der folgende Beitrag war lyrisch-poetischer Art. Jörg Spitzkopf las einen Abschnitt aus einer seiner Erzählungen. Einfühlsam beschreibt er die Gefühlswelt eines jungen Mannes, der am Vorabend eines Treffens mit seiner Herzdame nocheinmal alleine „seinen“ Garten besucht, in dem er Sie am darauffolgenden Tag treffen will.
Nun kam Jan Kähler mit einer Art kleiner Ziehharmonika, deren Name ich leider nicht weiß und füllte mit ihrem Klang den Endisch-Saal.
Danach gab es Theater von Loriot – das Stück mit der Badewanne – mit Herrn Möller-Lüdenscheid und Herrn Dr. Klömer Oliver Wölfle und am Ende mit einer Frau, gespielt von Jutta Huber ... . Unterhaltsam, witzig, mit Pointe am Schluß.
Darauf folgte ein Beitrag des Knabenchors vom Kapellenfeld mit Jutta Huber an der Gitarre.
Sie spielten und sangen „Yello Submarine“ und das Volkslied „Bunt sind schon die Wälder“.
Dann wurde es spanisch – mit Angelika Welz, die einen Flamenco zelebrierte.
Nun folgte eine Pause von ca. einer viertel Stunde.
Dann kam der wohl längste Beitrag des Abends, der auch am meisten Mitspieler hatte.
Das Theater Tam-Tam präsentierte die „Konferenz der Tiere“ unter der Leitung von ... .
Drei Tiere treffen sich und unterhalten sich über das Elend auf der Welt, vor Allem der Kinder und beratschlagen, wie denn da Abhilfe zu schaffen sei. Sie kommen auf die Idee eine Konferenz der Tiere abzuhalten. Es findet auch eine Konferenz der Vereinten Nationen statt und ein Nachrichtensprecher hält immer über die laufenden Entwicklungen auf dem Laufenden (mit Beamer an die Wand geworfen).
Schlußendlich erreichen die Tiere einen Erfolg mit ihrer Aktion, nachdem auf ihrer Konferenz alle verschiedenen Tiere zu Wort gekommen waren.
Der Endisch-Saal war so gut wie ausverkauft und belegt.
[Jörg Kuppler]
Letzten Freitag eröffnete das Duo „Gogol und Mäx“ die 26. Herzogsägmühler Kulturtage. Humorvoll, unaufdringlich, sympathisch und akrobatisch, perfekt und menschlich, musikalisch virtuos, komödiantisch, viele spaßige Einlagen, ... einfach mal bei youtube anschaun oder direkt unter http://www.musikclowns.de/
(Jörg Kuppler)
Seit 22. September gibt es eine neue Verordnung für öffentliche Einrichtungen im Internet. Sie wurde gemacht, damit Menschen mit Behinderung das Geschriebene besser verstehen können. Das bedeutet barrierefrei. Zum Beispiel gilt das für die Seiten von Rathäusern oder der Bundesverwaltung.
Dies wird nicht so einfach werden. Bis 23. März 2014 sollen die Informationen in einfacher Sprache geschrieben sein. Auch müssen sie in Zeichensprache sein für Menschen die nichts hören.
Mehr Informationen hier:
Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung in leichter Sprache
Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0)
bmas.de einfach erklärt
(Jörg Kuppler)

Einige Bilder von ihrer Ausstellung die vom 26. Januar bis 26. Februar 2010 in Herzogsägmühle zu sehen war sind hier in ihrer Galerie im Bereich Kunst im Sägeweb zu sehen.
Zur Galerie.
Ich habe 20 Jahre gebraucht, bis mir das Malen leichter fiel. Manche Bilder entstehen in der Nacht, dann erscheinen sie plötzlich vor meinem inneren Auge. Hätte ich einen Fernseher wäre ich nicht so kreativ.
(Antje Okroi)
Am Mittwoch Abend (alle 14 Tage) findet das Bibelgespräch in der Herzogsägmühler Martinskirche statt.
Alle, die Interesse haben, sich mit der Bibel intensiver zu beschäftigen, sind dazu eingeladen.
Es werden immer spezielle Stellen in der Bibel ausgesucht, die dann genauer besprochen werden. Man kann dazu beliebig Stellung nehmen, die eigene Meinung sagen, sich mit anderen Meinungen beschäftigen.
Zentral im Mittelpunkt steht immer der christliche Glaube. Die Bibel dient dazu, eine Beziehung mit Gott führen zu können –wie man diese Beziehung (auch mit Jesus Christus) am besten praktizieren kann, kann man im Bibelgespräch lernen. Man kann sich jederzeit selbst einbringen, Fragen stellen, diskutieren, sich austauschen.
Das Bibelgespräch bietet dazu beste Voraussetzungen.
Wer Interesse hat, kann anrufen oder einfach vorbeikommen; die Leitung haben Herr Martin Muck und Herr Rudolf Voss.
Euer Michael
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Das ist etwas, was sich die meisten Menschen im Alter erhoffen würden. Aber in der unteren Gesellschaftsschicht wird es wohl immer schwieriger, diese Hoffnung zu realisieren. Die momentan schwierige Situation in der Pflege wird in regelmäßigen Abständen an einem „Pflegestammtisch“ besprochen, wo einige Ärzte, Pflegefachkräfte, Politiker und auch Zuschauer über das bekannte Problem diskutieren und versuchen, eine „Lösung“ zu finden.
Der letzte „Tutzinger Pflegestammtisch“ fand am Mittwoch den 11.Mai 05 hier in Herzogsägmühle in der Cafeteria statt.
Erschienen sind unter anderem :
- Armin Heil , Leiter des ambulanten Pflegedienstes in Tutzing.
- Franz Wölfl , Leitender Ministerialrat im Sozialministerium.
- Christel Pilz , Heimaufsicht im Landkreis Weilheim-Schongau.
- Dr. Ursula Müller, vom Medizinischen Dienst der Pflegekassen.
- Peter Wirt , Referatsleiter im Bezirk Oberbayern.
- Peitings Bürgermeister Michael Asam.
- und Corinna Spies vom Bayrischen Rundfunk.
Die Eröffnung und Begrüßung der Diskussionsrunde übernahm Herr Fichtner :Leiter des Bereiches „Menschen im Alter“ in Herzogsägmühle.
Nach der Eröffnung gab Frau Spies das Wort an Herrn Bürger ab. Dieser versuchte, den Teilnehmenden nahezubringen, wie ernst die momentane Situation in der Pflege aussieht.
- Brillen und Zahnersatz müssen vom Hilfeberechtigten selber übernommen werden !
- Lebenswichtige unverzichtbare Medikamente werden auf Privatrezepte verschrieben, die vom Bewohner zu zahlen sind, aber mit welchem Geld ist da die Frage!
- Wichtige Arztfahrten zu Untersuchungen werden von den Kassen oft nur noch nach
großen Verhandlungen und manchmal fast zu spät übernommen!
Zum Schluß sagte Herr Bürger noch einen wahren Satz: „Wir hier unten, wir werden bestraft, aber die da oben die kriegt man nicht.“
Diese Probleme sind auch unseren Herren Beamten im Sozialministerium bekannt. Doch fragte man im Laufe des Gesprächsforums den Vertreter des Sozialministeriums (Herr Wölfl) nach einem konkreten Lösungsvorschlag , bekam man von diesem beim besten Willen keine Lösung dafür, aber einen Tipp, der zumindest den Pflegestammtisch allgemein für einige Minuten zum Lachen brachte.
Herr Wölfl gab an, das jetzt die Möglichkeit für Hilfeberechtigte besteht, ein (immerhin) zinsloses Darlehen aufzunehmen um Dinge wie Zahn- oder Brillenersatz zu übernehmen und dieses monatlich an den Bezirk zurückzuzahlen .Klar, von dem üppigen monatlichen Taschengeld von 88 € doch gar kein Problem, oder wie ?
Peiting’s Bürgermeister Michael Asam sprach davon, daß die Lobby der Hilfeberechtigten einfach nach wie vor noch sehr schlecht ist. Wir müssen dringend daran arbeiten, daß der schlechte Ruf etwas aufgebessert wird !
Herr Wirt, der Vertreter des Bezirk Oberbayerns, wollte von all den momentan herrschenden Unzulänglichkeiten nicht viel hören und schob die Probleme weiter. Seiner Meinung nach ist wohl das neue sogenannte „Gesundheits–Modernisierungsgesetz“ schuld an der Lage, das den Katalog für Leistungen immer mehr einschränke. (Doch wenn das wirklich stimmen sollte, muß man sich doch fragen : Was hat das mit Modernisierung zu tun, wenn alles noch viel schwieriger wird ?)
Am Ende des Abends waren sich zumindest alle über Eines einig, und zwar über die Tatsache, daß die Pflegebedürftigkeit in den kommenden Jahren wachsen wird, und daß wir dringend eine für alle zufriedenstellende Lösung finden müssen.
Doch dafür müssen wir alle endlich gemeinsam an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten !!
Die Gesellschaft muß dringend auf die momentan schlechte Situation in der Pflege aufmerksam gemacht werden. Jeder von uns kann etwas dazu beitragen !
Alexander Dentel
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Als die Vereinten Nationen 1945 in San Francisco gegründet wurden, ahnte man nicht, welche Aufgaben auf die Organisation zukommen würden.
Am 10.12.1948 nahm die Generalversammlung die allgemeinen Menschenrechte an (Tag der Menschenrechte). Schon bis dahin wurde die UNO von 1947 bis 1951 auf dem Balkan und 1948 in Palästina in Anspruch genommen.
1954 Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erhält den Friedensnobelpreis
1955 Aufnahme von 16 neuen Mitgliedsstaaten (damit hat die UNO 76 Mitgliedsstaaten)
1956 Die Generalversammlung beschließt anlässlich der Suez-Krise erstmals die Entsendung von Friedenstruppen
1960 Beginn der Friedensmission im Kongo
1962 Nach der Aufnahme von weiteren Staaten seit 1955 zählt die UNO nun 100 Mitgliedsstaaten (die Entwicklungsstaaten verfügen in der Generalversammlung über eine Mehrheit)
1964 Beginn der Friedensmission auf Zypern
1965 Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erhält den Friedensnobelpreis
1966 Die Generalversammlung einigt sich auf zwei entscheidende Pakte zur Fortentwicklung des Internationalen Menschenrechtsschutzes
1972 Welt-Umweltkonferenz in Stockholm; Gründung des Umweltprogramms (UNEP)
1974 Die Generalversammlung diskutiert das Konzept der „Neuen Wirtschaftsordnung“
1976 Die 1966 unterzeichneten Menschenrechtspakte treten in Kraft
1981 Die UNHCR erhält zum zweiten Mal den Friedensnobelpreis
1991 Zweiter Golfkrieg nach der irakischen Invasion in Kuweit mit ausdrücklicher Ermächtigung des UN-Sicherheitsrats
1992 Butros-Gali legt die „Agenda für den Frieden“ dar
1993 Welt-Menschenrechtskonferenz in Wien
1994 Welt-Bevölkerungskonferenz in Kairo
1995 Weltkonferenz über die „Soziale Entwicklung“ in Kopenhagen; Weltkonferenz in Peking
1996 Weltkonferenz über „Menschliche Siedlungen“ in Istanbul; Welternährungsgipfel in Rom
1997 Kofi Anan aus Ghana wird UN-Generalsekretär
1998 Verabschiedung des Status zur Gründung des Ständigen Internationalen Strafgerichtshofs
2001 Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban
2002 Weltkonferenz über nachhaltige Entwicklung (Rio+10) in Johannesburg
Seit 1945 war die UNO in über 50 verschiedenen Aufgaben und Blauhelm-Missionen tätig. Von der Versorgung in der Dritten Welt bis hin zum Kinderhilfswerk UNICEF waren und sind die Vereinten Nationen weltweit im Einsatz. Eine Organisation, die aus unserer Weltgeschichte nicht wegzudenken wäre.
Nachstehend eine Auflistung der wichtigsten UN0-Unterorganisationen:
UNAIDS: HIV/AIDS-Rogramm
UNCDF: Kapitalentwicklungsfonds
UNCTAD: Konferenz für Handel und Entwicklung
UNDCP: Programm für internationale Drogenbekämpfung
UNDP: Entwicklungsprogramm
UNEP: Umweltprogramm
UNESCO: Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur
UNFPA: Bevölkerungsfonds
UNHCR: Hochkommissariat für Flüchtlinge
UNICEF: Kinderhilfswerk
UNICRI: Interregionales Forschungsinstitut für Kriminalität und Rechtspflege
UNIDIR: Institut für Abrüstungsforschung
UNIDO: Organisation für industrielle Entwicklung
UNIFEM: Entwicklungsfonds für die Frau
UNITAR: Ausbildungs- und Forschungsinstitut
UNOMIG: Beobachtermission in Georgien
UNPROFOR: Schutztruppe (Bosnien-Herzegowina)
UNRWA: Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten
UNSCOM: Sonderkommission
UNTAG: Unterstützungseinheit für die Übergangszeit
UNU: Universität
UNV: Entwicklungshelfer
Martin Kurt
zum Inhalt nemo 03/2005
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– der dunkle Schatten unserer Vergangenheit. Herzlich Willkommen an alle, die ihr Wissen über das Konzentrationslager (KZ) Dachau erweitern wollen.
Was geschah im Konzentrationslager Dachau?
Das KZ Dachau wurde am 21. März 1933 durch den Auftrag des Reichsführers der SS Heinrich Himmler errichtet. Dadurch begann ein Terrorsystem, das unsere Vorstellungskraft überfordert. Im Juni 1933 wurde Theodor Eicke zum Kommandant des KZs Dachau ernannt. Er war für die gesamte Organisation im KZ zuständig.
Vom 21. März 1933 bis zur Befreiung am 29. April 1945 wurden Juden, Homosexuelle, Zigeuner, Zeugen Jehovas, Geistliche und viele mehr inhaftiert, gefoltert und getötet.
Die ersten Häftlinge im KZ Dachau waren politische Gegner des Nazi-Regimes, viele von ihnen Kommunisten. Hitler nannte sie Bolschewisten im abwertenden Sinne.
Ab dem Jahre 1938 wurden Menschen unterschiedlicher Nationen im KZ Dachau inhaftiert. Es betraf Menschen aus Österreich, Tschechien, Polen, Sowjetunion Norwegen, Belgien, Niederlande und Frankreich; die Meisten waren polnisch-jüdische und sowjetisch-jüdische (???) Häftlinge. Insgesamt waren über 200.000 Häftlinge aus mehr als 30 Staaten in Dachau inhaftiert.
Während des Krieges (ab 1939) wurde das KZ Dachau zunehmend eine Stätte des Massenmordes (Holocaust).
Eine große Zahl von Häftlingen wurde exekutiert oder von SS-Ärzten für medizinische Experimente missbraucht. Dabei handelte es sich um Unterdruckversuche, Unterkühlungs- und Malaria-Versuche. Auf Invalidentransporten wurden ab Januar 1942 mehr als 3.000 Häftlinge in die Landesheilanstalt Schloss Hartheim bei Linz gebracht und dort durch Giftgas ermordet.
Im KZ Dachau selber wurde die Gaskammer aus unerklärlichen Gründen
nie benutzt.
Neben 30.000 registrierten Toten haben im KZ Dachau weitere tausende nichtregistrierte Häftlinge ihr Leben verloren. Sie starben an Hunger, Krankheiten, Erschöpfung, Erniedrigung, an Schlägen und durch Foltern. Gezielt getötet wurden die Meisten durch Erschiessen, Erhängen und mit Spritzen.
Der sogenannte Bunker im KZ, ein extra Gefängnis innerhalb des Lagers, war der am stärksten gefürchtete, zentrale Ort des Terrors.
War jemand in Haft im Bunker , bekam er oft wochenlang kaum Nahrung, noch weniger als die anderen Lagerinsassen, die bereits am Verhungern waren. Die Bestrafungen bestanden z.B. in stundenlangem Pfahlhängen. Während der Bunkerhaft waren die Gefangenen der Willkür und Brutalität der SS in besonderer Weise ausgesetzt. Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) führte innerhalb des Bunkers Vernehmungen durch, bei denen sie die Häftlinge brutal folterte.
Im Hof des Bunkers wurden die Häftlinge von der SS (Sturmstaffel) exekutiert.
Auch die Prügelstrafe und das Pfahlhängen fanden dort statt.
Es gab sehr viele Häftlinge, die als einzigen Ausweg den Selbstmord wählten.
Die letzten Monate und die Befreiung
Mit dem siegreichen Vorrücken der alliierten Truppen wurden immer mehr Konzentrationslager in Deutschland von der SS evakuiert. Die Häftlinge wurden sehr oft in andere Machtbereiche transportiert. Auf den wochenlangen Transporten, die die geschwächten Häftlinge oft zu Fuss bewältigen mussten, kamen Tausende ums Leben. Sie starben an Krankheiten, Schwäche, Unterernährung und an den Schlägen der SS. Wenn sie nicht mehr laufen konnten oder nicht mehr transportfähig waren, wurden sie einfach erschossen.
Die Häftlingszahl im KZ Dachau stieg um ein Vielfaches. Ab Dezember 1944 herrschten im Lager katastrophale Bedingungen. Die Baracken waren komplett überfüllt, zudem starben Tausende an einer Typhusepidemie.
Ab Ende April 1945 begann die SS das KZ Dachau zu evakuieren. Eine große Zahl von gefangenen Menschen kam bei den Märschen ums Leben. Allerdings kann man heute nicht mehr feststellen wie viele genau noch in den letzten Tagen starben. Während der Märsche wurden einige von Tieffliegerangriffen getroffen, andere starben auf Eisenbahntransporten, oder wurden erschossen. Viele wurden auch vor Abtransporten gezielt von der SS getötet.
Am 27. April 1945 wurden vom Hauptlager Dachau aus, rund 7.000 Häftlinge auf einen Marsch in Richtung Süden geschickt.
Am 28. April 1945 verließ der größte Teil der SS das Lager. Einen Tag später, am 29. April 1945, wurde das KZ Dachau von Einheiten der US-Armee befreit.
Bei der Befreiung befanden sich im KZ Dachau über 67.000 Häftlinge. Zum Teil stark abgemagert, geprügelt, mit offenen Wunden, physisch wie psychisch gepeinigt, verängstigt, zitternd, erwartungsvoll, zerbrechlich.
Allein im KZ Dachau starben insgesamt 43.000 Menschen von den dort ca. 200.000 insgesamt inhaftierten Menschen aus ganz Europa. An dieser Vergangenheit hat Deutschland noch lange zu knabbern.
Sascha Hierl
zum Inhalt nemo No. 01/2005 zum Inhalt WISN 1/2005
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