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Der Goldene Gammeldöner 2006



Der SÄGEBLATT-Preis des Jahres für schlecht beratene Auftritte in der Öffentlichkeit. Der Letzte macht’s Licht aus.

 

 
1) Mel? Mel?!? Meeel!!!?What the fuck was that?!?

 

Okay, einmal erklären wir’s noch. Nicht „die Juden“ sind schuld an allen Kriegen dieser Welt, sondern überbezahlte Schauspieler mit übersteigertem Sendungsbewusstsein und einem Hang zum Gewaltfetischismus, die glauben, sich als Regisseur bluttriefender Schlachtszenen versuchen müssen. – Aber, gar nich’ für, gern geschehen.

 

P.S. Den Oscar nehmen wir dir wieder weg. Der kommt auf den Kaminsims, neben dem von Kevin Costner. Der Trottel wollte wenigstens bloß zwei Jahre nach „Der mit dem Wolf tanzt“ Hauptaktionär bei einem Spielcasino in den (den Sioux heiligen) Black Hills werden (von „The Postman“ mal abgesehen). Du darfst ab sofort nur noch Dogma-Filme drehen. – Also, keinen Stuntman mehr bei den Folterszenen. Hau’ rein, Kumpel.

 

2) Günter Grass. Der große Zapfenstreich des Danziger Moraltrompeters. Wer sich an die Geschichte nicht erinnert… darauf einen Wodka Gorbatschow. Schickt Mel Gibson gleich auch noch ’ne Kiste, jetzt auch schon egal.

 

3) Eva Herman. Barfuss und schwanger in der Küche? Zusammen mit von der Leyen (der Familienklassiker der 'Augsburger Puppenkiste', Ursel aus dem Eis) in ärztlicher Behandlung wegen Mutterkreuzbandriss? - Nichts da.
Wenn wenigstens du selber dich an deine Thesen hieltest, hätten nicht 15.000 Bäume für die Papiermühle sterben müssen. – Bei irgendeinem Shoppingsender kannste doch bestimmt Wadenwickel verkaufen, oder patentierte Eva-Herman-Nudelhölzer oder so? Bis dahin, Tussi, mach’n Kopp zu.

 

4) Otti Fischer. … aber gegessen wird immer noch zuhause, das hättest du doch wirklich wissen sollen.

 

5) Heide Simonis. Tanz’ den Apocalypso! BILDs Hoppel-Heide zeigt, was ’n guter Abgang ist; trotzdem, leichte Abzüge in der B-Note wegen deutlich verspätetem Kreislaufkollaps.  Demnächst in diesem Theater: Oskar Lafontaine singt „My Way“ bei 'DSDS'.

 

6) Tatjana und Foffi. Nee, fanden wir heimlich gut. Der Beweis, dass die ‚neue Unterschicht’ nichts, aber auch gar nichts mit Einkommen zu tun hat.

 


Bonus: 7) „Pop-Titan“ Dieter Bohlen akzeptiert den Friedenspreis der russischen Organisation ‚Peacemaker’ für Völkerverständigung. Ja, der Russe, der weiß: Auch gemeinsamer Hass kann vereinen.

 

Thomas Anders wiederum hat kürzlich gewisse Wiedervereinigungsgedanken Bohlens bezüglich ‚Modern Talking’ abgelehnt. Das schockiert uns schon. Sogar ‚Genesis’ geht gerade wieder auf Tour, und selbst Paul Simon lässt sich alle fünfzehn Jahre oder so überreden, 'ne ABM für Art Garfunkel anzuleiern. Aber das du dich auf deinen Autohaus-Eröffnungsgalas ausruhst, während Dirty Dieter bestenfalls auf Malle an Ferrari-Zündkerzen nagt… Also nix mit „Brother Louie“. Nicht zu fassen. Als ob eure Texte gar nichts bedeutet hätten.

 

Doppelbonus: 8) Udo Jürgens akzeptiert gefälschte Ehrendoktorwürdenverleihung gefälschter ‚Deutscher Nationalakademie’, deren Einladungsbrief wortwörtlich aus ‚Mein Kampf’ zitiert. – Danke, liebes Tempo-Magazin. Jetzt nur noch schnell Gibson, Grass, Herman und uns Udo in eine No-Go-Area deportieren, und das Jahr ist wieder unser Freund.

 
Das Letzte, und a pro pos Udo
Anlässlich Preisverleihung für sein Lebenswerk jetzt ’rausgekommen: In den Achtzigern hatte Udo Lindenberg ’was mit Nena.

 

– Okay, das erklärt Tokio Hotel.



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