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Weiteres unerlaubtes Wildtier in Oberbayern
Nachdem Braunbär Bruno wegen ungenehmigten Grenzübertritts nach Österreich zu zwei Jahren Rainhard Fendrich verurteilt wurde (wir berichteten), läuft nun sein Cousin, Dachs Herbert in Oberbayern Amok. Der Dachs hat bereits zwei Mountainbiker gerissen, und mehrere Tretboote entgleisen lassen.
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Herbert! |
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Im Bayerischen Rundfunk sagte Herbert, er verlange eine sofortige Lichterkette unter dem Motto „Rache für Bruno“, sonst ginge der Terror weiter. – Ein Spezialistenteam der U.S.-Marine wurde bereits angefordert, um den Dachs zur Strecke zu bringen, wurde aber in letzter Sekunde von Präsident Bush gestoppt, der eine vorherige Auslieferung David Hasselhoffs an die Vereinigten Staaten verlangte. Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte dazu in einem unbestätigten Communique, das, äh, käme, äh, auf keinen Fall in Frage, aber Roger Whittaker könnten sie haben. Während sich die diplomatische Lage zuspitzt, bleiben Sie auf dem Laufenden mit der aktuellen Berichterstattung in Radio Obland.
Tourette-Syndrom? – Rex-Gildo-Monat!
Um auch im neuen Jahr das Thema Lebensqualität nicht zu kurz kommen zu lassen, rufen das SÄGEBLATT und die Herzogsägmühler Krämerei den Februar zum ersten Rex-Gildo-Gedächtnismonat aus.
Mitbürger, die in der Krämerei nachweislich mehr als drei (3) Stifte Lidstrich kaufen, und vom neblig-trüben Morgen bis zum finsteren Ende mindestens ein Mal pro Stunde in der Öffentlichkeit, ohne besonderen Grund oder Ansehen des/der Zeugen, „Hossa!“ oder „Juppa!“ ausrufen, nehmen an der Verlosung zweier Dosen Bohneneintopf ‚Mexicana‘ teil.
Auch können Mitarbeiter, die (gern in Team-Meetings, Bereichskonferenzen, oder bei Führungen von Besuchergruppen) diesbezüglich im Protokoll aktenkundig werden oder vor den Sicherheitskameras im Kapellenfeld auffallen, zusätzlich wahlweise ein Haarteil (schwarz) aus koreanischer Kunsthaarfertigung oder ein Karaoke-Mikrofon gewinnen.
Also, caramba miteinand‘, und Mut zum Frohsinn! – Ihre Subalternen werden es Ihnen danken, EU-Praktikanten besondere Einblicke in deutsches Volksgut erhalten, und dem Betriebsklima wird’s nicht schaden. Hossa, und Bürgernähe wagen!, sagt Ihr
Schirmherr
Tony Marschall

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Telezentrum |
Schon wieder: Skandal im Telezentrum!
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Das mittlerweile im Container hinter der Herberge untergebrachte Telezentrum Herzogsägmühle verschickte großangelegte Phishing-Kampagnen an Herzogsägmühler Mitarbeiter (Service für die Jugend: phishing bedeutet hinterlistige Erschleichung von Pass- oder Kennwörtern; engl. Kenwood) durch scheinbar offizielle E-Mails). Sollten Sie E-Mails erhalten, die verdächtig günstige Metzgereiangebote enthalten, zum Dynamitfischen von Goldfischen im Hochwasser-Rückhaltebecken aufrufen, oder Lubrikationsmittel zur Erleichterung Ihrer Gleitzeit anbieten, sagen Sie einfach „Ja, aber Nein“, und klinken Sie sich aus dem Konsumterror aus! – Auch scheinbar preisgünstigen Angeboten aus dem Telezentrum ist kritisch gegenüber zu stehen.
Andererseits unterstützt das Telezentrum die Schongauer Nepalinitiative mit handgefertigten Analog-Handys für den Himalaya (Dosen, in Zusammenarbeit mit der Krämerei, in den Geschmacksrichtungen ‚Linsensuppe‘ oder ‚Feuertopf‘; Bindfaden extra), also können wir ihnen auch nicht richtig böse sein.
Dennoch: Bleiben Sie wachsam! Ihr Freund (und Bruder) Futzo Mabuto III. aus Nigeria, mit 5,3 Millionen Euro auf dem Konto, und Sie im Internet wegen Ihres hervorragenden Rufs und zwecks einer kleinen finanziellen Transaktion heraus suchend, ist womöglich nicht, was er scheint. Eher ist es Wolfram S. (44) aus dem Telezentrum, der auf diese Weise analoge Laptops ("Kladde 2.0") abzusetzen versucht.
Das Telezentrum selbst verlegt sich inzwischen auf Raubkopien von Import-DVDs aus Tibet, und die Verlegung illegaler Herzogsägespäner Satiremagazine, während es sich auf seinen wegen Platzmangels bevorstehenden Umzug in das Holzhäusl neben der Metzgerei vorbereitet. Wir berichten weiter.
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Und der Haifisch...
In der Süddeutschen war neulich letzten Sommer (Donnerstag, 06. 07. 06) nachzulesen, dass ein Hartz IV-Empfänger laut Gerichtsbeschluss auch dann zu Amtsterminen zu erscheinen hat, wenn sein Reißverschluss klemmt. – Ein ungenannter Betroffener hatte einen Fortbildungstermin zur Arbeitssuche versäumt, und dies damit begründet, dass an fraglichem Tage der Reißverschluss seiner einzigen Hose klemmte. Laut Beschluss wurde seine Beihilfe trotzdem für mehrere Wochen gesperrt, und habe ein Hartz IV-Empfänger so viel Wechselkleidung bereit zu halten, um gegebenenfalls anstehende oder verordnete Auswärtstermine angemessen bekleidet wahr nehmen zu können.
Wenn Ihnen dies irgendwie komisch vorkommen sollte, oder auch Sie Gefahr laufen, sich gelegentlich zu fragen, ob Sie von mehr als nur schleichendem Irrsinn umzingelt sind, möchten wir Ihnen, geneigte(r) LeserIn, im Interesse Ihrer (und unserer) Psychohygiene zu seinem fünfzigsten Todestage ein schönes Gottfried Benn-Zitat ans Herz legen: „Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.“ In diesem Sinne, d. Red.